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Brandgefahr Pedelec-Batterie Können E-Bike-Akkus explodieren?

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Wichtig ist auch bei Pedelec-Batterien der richtige Umgang.

Die Lithium-Ionen-Akkus von Pedelecs sind nicht nur leistungsstark, sie können bei falscher Handhabung auch Brände auslösen. Wichtig sind deshalb ein fachgerechter Umgang und die richtige Lagerung der Stromspeicher.

Leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien machen den großen Erfolg von Pedelecs erst möglich. Allerdings sind die praktischen Energieträger nicht ganz unproblematisch, da Materialien im Innern reaktiv und brennbar sind. Ob Dreamliner, Samsung-Handys oder E-Fahrräder – Geschichten über Explosionen und verheerende Feuer gibt es mittlerweile einige. Angesichts der vielen Milliarden im Umlauf befindlichen Lithium-Ionen-Batterien sind das allerdings seltene Einzelfälle. Doch ein wenig Vorsicht beim Umgang kann nicht schaden, vor allem mit den großen Pedelec-Batterien.

Brandursachen sind vielfältig

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Noch vor fünf Jahren waren die Akkus für Pedelcs riesig.

(Foto: picture alliance / dpa)

Laut Tamara Winograd, Leiterin Marketing und Kommunikation von Bosch eBike Systems, können verschiedene Faktoren Brände bei Akkus auslösen. Dabei sind nicht die Produkte an sich das Problem, sondern der falsche Umgang mit ihnen. "Unter anderem können Manipulationen wie durch eine unsachgemäße Reparatur zu einer solchen Reaktion führen. Ein batterie-externer Kurzschluss kann entstehen, wenn der Akku beispielsweise mit einem falschen oder defekten Ladegerät aufgeladen wird", erläutert Winograd. "Ist der Akku starker äußerer Hitzeeinwirkung ausgesetzt, könnte ein batterie-interner Kurzschluss die Folge sein. Sehr seltene, unentdeckte Ursachen im Herstellungsprozess oder äußere Einwirkung, zum Beispiel ein Sturz oder eine Quetschung des Akkus können die Batterien anfällig machen."

Natürlich ist der Lithium-Ionen-Akku keine tickende Zeitbombe, sondern reagiert zumeist auf unsachgemäße Handhabung empfindlich. Wichtig ist also eine gewisse Umsicht im Umgang mit den Batterien. So wie kein Mensch einem Kanister Benzin vor dem offen Kamin lagert, sollte eben auch beim Umgang mit Akkumulatoren eine gewisse Sorgfalt gewahrt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte deshalb Pedelec-Batterien zum Beispiel nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien laden. Außerdem sollte man die Batterie nicht über Nacht und damit vollkommen unbeaufsichtigt an den Strom anschließen. Wo geladen wird, sollte ein Rauchmelder sein. Gerät ein Akku tatsächlich in Brand, ist es wichtig ihn nicht mit Wasser zu löscht sondern das Feuer mit Sand oder Decken einzudämmen.

Nicht in kalten Räumen lagern

Grundsätzlich empfiehlt es sich zudem, Pedelec-Akkus nicht über einen längeren Zeitraum in eiskalten Räumen zu lagern. Wer sein E-Bike im Winter in der nichtbeheizten Garage über einen längeren Zeitraum parkt, legt die Batterie besser separat in einen beheizten Raum. "Ohnehin sollte der Akku, wenn das E-Bike längere Zeit nicht in Gebrauch ist, trocken und kühl, sowie mit 30 bis 60 Prozent Ladekapazität gelagert werden", empfiehlt Winograd.

Vorsicht ist auch bei tiefentladenen Batterien geboten, die längere Zeit nicht genutzt wurden. Definitiv nicht mehr laden sollte man den Stromspeicher, wenn er leicht aufgebläht ist. Gleiches gilt für Akkus, die heruntergefallen oder gar beschädigt sind. Gerade mechanische Schäden können die Explosionsgefahr deutlich erhöhen.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x