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Stark und schnell wie nie Neues Safety-Car für die Formel 1

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Der AMG GT R ist das 11. Safety-Car, das die Stuttgarter auf den Rundkurs schicken.

(Foto: Daimler AG)

Die Formel-1-Boliden sollen diese Saison noch schneller sein als 2017. Wie in den Jahren zuvor kommt das Safety-Car von Mercedes, den neuen Anforderungen entsprechend der AMG GT R aber ordentlich aufgerüstet.

Am Wochenende startet im australischen Melbourne die neue Saison der Formel 1. Wie in den letzten 23 Jahren stellt Mercedes auch für diese Saison das offizielle Safety-Car, diesmal in Form eines Mercedes-AMG GT R. Damit Bernd Mayländer durch die Formel-1-Piloten nicht wieder nachgesagt wird, er sei in den Sicherheitsrunden zu langsam, haben die Stuttgarter das Top-Modell der AMG-Baureihe noch einmal richtig aufgepeppt.

"Wir sind bestens gerüstet"

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Wichtig für hohe Kurvengeschwindigkeiten ist der Abtrieb, der auch durch den wuchtigen Heckspoiler garantiert wird.

(Foto: Daimler AG)

Mit 585 PS ist der GT R das stärkste Safety-Car aller Zeiten und sollte in der Lage sein, die Formel-1-Meute zumindest einigermaßen im Zaum zu halten. Mayländer jedenfalls freut sich auf seinen neuen Dienstwagen: "Der Wagen ist fahrdynamisch ein absolutes Highlight und noch eine Stufe höher angesiedelt als der AMG GT S der vergangenen Jahre. Natürlich soll das Safety-Car möglichst wenig zum Einsatz kommen - aber wenn wir das Formel-1-Feld sicher zusammenführen und um den Kurs leiten müssen, dann sind wir mit dem AMG GT R bestens gerüstet", so der Ex-Rennfahrer.

In Summe sollte Mayländer also in dieser Saison die Schelte der Formel-1-Profis erspart bleiben. Zumal das Reglement ohnehin verlangt, dass der Wagen den extremen Anforderungen einer Formel-1-Strecke gewachsen sein muss. "Das Safety-Car muss ein Tempo vorgeben können, bei dem die F1-Piloten Reifen und Bremsen im richtigen Temperaturfenster halten können - damit sie keine Probleme bekommen, während sie auf die Freigabe des Rennens warten", erklärt FIA F1-Direktor Charlie Whiting und macht damit noch einmal deutlich, was er von dem AMG GT R erwartet.

Renntechnologie in jeder Pore

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Der Arbeitsplatz von Bernd Mayländer und Beifahrer Richard Darker

(Foto: Daimler AG)

Noch nie, so Mercedes, habe man in ein Serienfahrzeug so viel Renntechnologie gesteckt wie in den AMG GT R. Neben einem 4,0-Liter-V8-Biturbo, der als Frontmittelmotor verbaut ist, wurde das Fahrwerk aufwändig überarbeitet, die Aerodynamik verbessert und auffallend viel Karbon verbaut. Zudem wurde die Spur vergrößert, um eine optimale Traktion und damit höhere Kurvengeschwindigkeiten zu garantieren. Zudem sorgen ein aktives Luftregelsystem und ein ebenfalls aktives Aerodynamik-Profil im Unterboden im Zusammenspiel mit einem mächtigen Heckflügel für verbesserten Grip.

Selbst der Leuchtbalken auf dem Dach ist auf einer Karbonhutze platziert, die so gestaltet ist, dass sie dem Fahrtwind möglichst wenig Angriffsfläche bietet, gleichzeitig aber für eine aerodynamisch optimale Anströmung des feststehenden Heckflügels sorgt. In Daten liest sich das so: 3,6 Sekunden braucht es, bis die 100-km/h-Marke geknackt ist und wenn Mayländer richtig Gas gibt, dann sollte eine Höchstgeschwindigkeit von 318 km/h kein Problem sein.

Während Mayländer das Safety-Car steuert, hält Beifahrer Richard Darker den Funkkontakt mit der Rennleitung. Über zwei TFT-Monitore kann er nicht nur die Formel-1-Fahrzeuge über das internationale TV-Signal beobachten, sondern auch die aktuelle Position der Boliden oder die Rundenzeit abrufen. Das Datenmanagement der visuellen Kommunikationslösungen übernimmt ein InCar Hotspot mit WLAN-Funknetz. So gesehen ist also alles safe und es bleibt nur noch zu sagen: "Gentlemen, start your Engines!"

Quelle: ntv.de, hpr