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Nur was gefällt Okuyama Kode 57 - individueller geht's kaum

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Der Kode 57 ist auch ein Zitat dessen, was Ken Okuyama schon geschaffen hat.

Der Beruf des Autodesigners ist oberflächlich betrachtet ein Traumjob. Doch er kann auch frustrieren. Immer dann, wenn Entwürfe auf der Strecke bleiben. Das bekam auch Ken Okuyama zu spüren; er arbeitet jetzt auf eigene Faust.

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Beim Blick auf das Heck werden Erinnerungen an Enzo Ferrari wach.

Autodesigner haben oft verrückte Autoideen, von denen die meisten nie in Serie gehen. Wohl deshalb hat sich Ken Okuyama, der schon für GM, Porsche und Ferrari gezeichnet hat, im Jahr 2006 selbstständig gemacht, um fortan die Autos zu gestalten und zu bauen, die er wirklich auf den Straßen sehen will. Jüngster Streich des Japaners ist der Kode 57, bei dem Ken Okuyama sich gleich von mehreren eigenen Entwürfen der Vergangenheit hat inspirieren lassen.

So entspricht das Konzept eines nach oben offenen Front-Mittelmotor-Zweisitzers dem der Studie Ferrari 550 Maranello Pininfarina Rossa aus dem Jahr 2000. Das Frontdesign des Kode 57 erinnert hingegen stark an den ebenfalls von Okuyama verantworteten Enzo Ferrari aus dem Jahr 2002.

V12 von Ferrari?

Weitere optische Besonderheiten des Kode 57 sind die hinten angeschlagenen Scherentüren oder der aus der flachen Motorhaube lugende V12-Motor, über dessen Leistung sich Okuyama allerdings in Schweigen hüllt. Vermutlich wird im Kode 57 ein Serienmotor von Ferrari zum Einsatz kommen, dem dann der Tuner Novitec Rosso zusätzliche PS entlocken kann. Mehr Leistung wäre aber gewiss nicht nötig, denn angesichts von Alu-Space-Frame-Chassis und Carbonaußenhaut dürfte der Sportwagen in punkto Vortrieb über jeden Zweifel erhaben sein.

Ebenfalls keine Angaben werden über einen möglichen Kaufpreis gemacht. Wer einen Kode 57 haben will, sollte sich an Ken Okuyama wenden und mit dem Designer ein Fahrzeug nach eigenen Vorstellungen konfigurieren. Allerdings dürfte ein solches Bespoke-Projekt mehrere hunderttausend Euro kosten.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x