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Noch besser als der Vorgänger? Skoda Octavia feiert Weltpremiere

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Zum 60. Geburtstag bringt Skoda die vierte Generation des Octavia an den Start.

(Foto: Skoda)

Es ist die vierte Generation des Octavia, die heute Abend in Prag ihre Weltpremiere feiert. Und getreu dem Motto "Simply Clever" will Skoda auch jetzt wieder einen Kompakten an den Start bringen, der die Fackel des Bestsellers weiterträgt.

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Schärfer als sein Vorgänger ist der Octavia in der vierten Auflage gezeichnet.

(Foto: Skoda)

"Besser, geräumiger, sicherer, vernetzter und emotionaler denn je", mit diesen Worten präsentiert Skoda den neuen Octavia zur Weltpremiere in Prag. Dabei hat der Kompakte nicht mal groß zugelegt. Lediglich 1,9 Zentimeter ist die Limousine in die Länge gewachsen, der Kombi hat es auf 2,2 Zentimeter mehr gebracht. In der Breite sind 1,5 Zentimeter hinzugekommen. Aber damit nicht genug, der Kofferraum des Kombis ist um 30 Liter auf 640 Liter gewachsen. Bei der Limousine sind es immer noch 600 Liter. Diese alten Tugenden haben die Ingenieure beim neuen Octavia noch einmal ausgebaut.

Innen und außen geschärft

Und optisch? Wurde der Tscheche geschärft. Flachere Scheinwerfer mit serienmäßigen LED-Technik für Abblend-, Fern- und Tagfahrlicht sollen für die richtige Ausleuchtung auf allen Wegen sorgen. Um die Silhouette noch mehr zu strecken und den Kombi wie ein Coupé wirken zu lassen, wurde die Dachreling flacher aufgelegt. In den Radhäusern stehen jetzt bis zu 19 Zoll große Felgen, was dem Tschechen noch mal mehr Präsenz auf der Straße gibt. Auch das Heck des Octavia wirkt jetzt dynamischer. Die Designer haben sich vom Logo auf der Kofferraumklappe verabschiedet und dem Marken-Schriftzug dort einen sehr präsenten Platz eingeräumt. Gerahmt wird das Ganze von Heckleuchten, deren LED-Licht scharfe Grafiken zeichnet.

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Der Innenraum des neuen Skoda Octavia ist schick. Ob er auch noch funktional ist, muss sich zeigen.

(Foto: Skoda)

Auch das Innenraumkonzept des Tschechen ist völlig neu. Während in der zweiten Reihe noch mehr Platz als im Vorgängermodell ist, müssen sich Fahrer und Beifahrer dem neuen Konzept folgend dem Design beugen und werden nunmehr deutlich präsenter in das Fahrzeug eingebunden. Das mag vor allem daran liegen, dass die Mittelkonsole sich vom Dashboard her in den Innenraum verjüngt. Für mehr Kniefreiheit hätte wahrscheinlich ein gerade verlaufender Mitteltunnel gesorgt. Allerdings hätte das nicht so dynamisch ausgesehen. Neu ist auch das Zwei-Speichen-Lenkrad, über das insgesamt 14 neue Funktionen bedient werden können. Zentraler Blickfang ist das über der Mittelkonsole aufragende Zentraldisplay.

Ob die darunterliegenden Luftausströmer, die ihren Wind nur noch in eine Richtung pusten können, der Weisheit letzter Schluss sind, muss sich in der Praxis zeigen. Deutlich sinnvoller erscheint da schon der neue Schalthebel, der mit Shift-by-Wire-Technologie, also elektronisch die Fahrstufen an das Doppelkupplungsgetriebe überträgt. Neu ist auch das Ambientelicht, das den Innenraum in zehn Farben illuminieren kann. Für den Fahrbetrieb wichtiger als die Lichtszenarien ist das Head-up-Display. Auch das hat es in einem Octavia noch nie gegeben. Es projiziert die wichtigsten Informationen wie Geschwindigkeit, Navigationshinweise, erkannte Verkehrszeichen oder die aktivierten Fahrerassistenzsysteme direkt auf die Windschutzscheibe.

Viel für die Optionsliste

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Die Limousine des Skoda Octavia macht deutlich auf Coupé.

(Foto: Skoda)

Allerdings sind die genannten Feature keine Serienbeigaben, bedürfen vielmehr eines Kreuzes in der Optionsliste. Ebenso wie die Drei-Zonen-Klimaautomatik oder der schlüssellose Zugang, der jetzt an allen vier Türen funktioniert. Auch die Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer und die Voll-LED-Heckleuchten müssen extra bezahlt werden. Auch der erweiterte Katalog an Assistenzsystemen, zu denen Ausweich-, Abbiegeassistent, Ausstiegswarner und die lokale Gefahrenwarnung gehören, werden sicherlich in extra Paketen eingepreist. Insgesamt wird interessant sein, zu welchen Preisen der Octavia am Ende aus den Schauräumen der Händler rollt.

Diese Frage stellt sich auch mit Blick auf die Antriebe. Erstmals gibt es den Octavia iV mit Plug-in-Hybridantrieb. Die Systemleistung von 204 PS erbringen ein 1,4-TSI-Benzinmotor und ein Elektromotor. Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Kapazität von 37 Ah sowie einen Energiegehalt von 13 kWh und ermöglicht laut Skoda eine elektrische Reichweite von bis zu 55 Kilometern im WLTP-Zyklus. Die weiter optimierten Benzinmotoren sind teilweise mit neuartiger Mild-Hybrid-Technologie ausgerüstet, die Dieselaggregate stammen aus der neuen EVO-Generation und emittieren laut Skoda "bis zu 80 Prozent weniger Stickoxide".

Erstmals auch Hybride

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Deutliche Veränderungen hat es beim Skoda Octavia auch am Heck gegeben.

(Foto: Skoda)

Die Benziner 1,0 TSI und 1,5 TSI der neuen EVO-Generation verfügen in Kombination mit dem DSG als eTEC-Versionen über Mild-Hybrid-Technologie. Mit ihrem 48‑V‑Riemen-Startergenerator und einer 48‑V‑Lithium-Ionen-Batterie sind sie in der Lage, Bremsenergie zurückzugewinnen, den Verbrennungsmotor mit einem elektrischen Boost zu unterstützen und mit komplett abgeschaltetem Motor zu "segeln". Bei den EVO-Dieselmotoren kommt in der Abgasnachbehandlung das neue "Twindosing"-Verfahren zum Einsatz, bei dem das AdBlue zur Abgasreinigung gezielt vor den zwei hintereinander angeordneten Katalysatoren eingespritzt wird. Und natürlich wird es auch wieder einen Gasantrieb geben, der den Octavia mit 17,7 Kilogramm CNG gut 523 Kilometer bringen soll.

Werfen wir noch einen Blick auf die Feature, die der Marke den Claim "Simply Clever" gesichert haben. Auch hier haben die Tschechen aufgerüstet. Bei Dieselfahrzeugen kann AdBlue jetzt beispielsweise mit der Lkw-Zapfpistole nachgetankt werden. Im Fond gibt es zwei Ablagetaschen für Smartphones an den Rückenlehnen der Vordersitze und erstmals gibt es auf Wunsch ein Schlafpaket mit speziellen Kopfstützen und einer Decke. Neu ist auch das Ablagefach in den vorderen Türen für Regenschirm oder Handfeger.

Quelle: n-tv.de

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