Dienstag, 28. Januar 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:38 Uhr

Das war Dienstag, der 28. Januar 2020

Auch wenn sich in Deutschland bereits mindestens vier Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben, machen sich laut unserer Umfrage im "Tag" (siehe Eintrag von 07:54 Uhr) nur 34 Prozent der Teilnehmer Sorgen. Mehr als die Hälfte unserer Leser - 51 Prozent - halten das Virus nicht für bedrohlich.

Wahrscheinlich haben einige von ihnen diesen Artikel gelesen. Ein anderer gefährlicher Erreger kostete hierzulande bereits zahlreiche Menschen das Leben. Doch er - anders als Coronavirus - führt seinen tödlichen Feldzug weitgehend im Stillen.

Was war heute sonst noch wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht.

22:11 Uhr

Italiens Premier wütend nach Gruppenfoto in Berlin

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Zweiter von rechts in der zweiten Reihe: Italiens Premier Conte unzufrieden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Er suchte für das Gruppenfoto seinen Platz in der ersten Reihe - und musste sich mit der zweiten begnügen: Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat gegen das deutsche Protokoll beim Libyen-Gipfel in Berlin offiziell protestiert.

  • "Das war ein Fehler des deutschen Protokolls. Das ist nicht der Platz des italienischen Ministerpräsidenten", sagte Conte in einer TV-Show. Die italienische Regierung habe eine Protestnote an die Bundesregierung geschickt.
  • Nach dem Gipfel in Berlin vor rund zehn Tagen sah man in einem Video, wie Conte beim Gruppenfoto einen Platz in der ersten Reihe sucht, wo auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der russische Präsident Wladimir Putin stehen.
  • Am Ende zeigt ihm Macron den Platz in der zweiten Reihe, wo unter anderem EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen steht.
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21:45 Uhr

Das sagt Trump zu unabhängigem Palästinenserstaat

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Donald Trump

Das heutige Abkommen ist eine historische Gelegenheit für die Palästinenser, endlich einen eigenen unabhängigen Staat zu erlangen. Nach 70 Jahren mit wenig Fortschritt könnte dies die letzte Gelegenheit sein, die sie je haben werden.

(Foto: REUTERS)
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21:20 Uhr
Breaking News

Drei weitere Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern haben sich drei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus aus China infiziert. Wie bei dem ersten deutschen Fall handele es sich um Mitarbeiter des in Starnberg angesiedelten Automobilzulieferers Webasto, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit.

Insgesamt seien rund 40 Mitarbeiter der Firma ermittelt worden, die als enge Kontaktpersonen der Erkrankten in Frage kommen und die am Mittwoch vorsichtshalber getestet werden sollen.

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21:04 Uhr

Tsunami-Warnung nach starkem Erdbeben in der Karibik

In der Karibik hat sich ein Erdbeben der Stärke 7,7 ereignet.

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    Das Epizentrum des Bebens liegt rund 100 Kilometer südlich von Kuba und knapp 140 Kilometer nordwestlich von Montego Bay auf Jamaikas.
  • Die US-Erdbebenwarte USGS gab aufgrund der Stärke der Erdstöße eine Tsunami-Warnung heraus.
  • Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum erklärte, es seien "gefährliche Tsunamiwellen" im Umkreis von 300 Kilometern möglich.

Bedroht sind demnach neben Küstengebieten auf Kuba und Jamaika auch die zu Großbritannien gehörenden Kaimaninseln.

20:43 Uhr

Coronavirus: Patient in Paris in kritischem Zustand

Behörden haben einen vierten an dem Coronavirus erkrankten Menschen in Frankreich bestätigt. Bei dem Patienten handelt es sich laut Gesundheitsministerium um einen älteren chinesischen Touristen.

Der Mann befindet sich in einem kritischen Zustand und wird auf einer Intensivstation in einem Pariser Krankenhaus behandelt. Der Tourist stammt aus der schwer betroffenen zentralchinesischen Provinz Hubei, in der auch Wuhan liegt.

20:22 Uhr

Bonner Hauptbahnhof wegen Bombendrohung gesperrt

Nach einer Bombendrohung ist der Bonner Hauptbahnhof gesperrt. Der Zugverkehr ist eingestellt, der Bahnhof geräumt.

Die Deutsche Bahn teilte mit, die Züge würden zwischen Köln und Koblenz umgeleitet und verspäteten sich dadurch um bis zu 30 Minuten. Sie halten nicht in Bonn Hbf, Remagen und Andernach. Ersatzhalt in Bonn-Beuel wird eingerichtet.

Die Bombendrohung ist gegen 18.30 Uhr bei der Polizei eingegangen.

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19:39 Uhr

Rückruf wegen Gesundheitsgefahr: Finger weg von diesem Gewürz

Wegen möglicher Gesundheitsgefahr rufen zwei Gewürzhersteller das Produkt "Oregano gerebelt" zurück. Bei Kontrollen sei ein erhöhter Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen (Pyrrolizidnalkaloiden) festgestellt worden, die beim Verzehr in größeren Mengen gesundheitsschädigend sein können, teilten die Firmen Fuchs Foodservice und Teuto Markenvertrieb mit.

Der Rückruf betrifft eine Reihe von Oregano-gerebelt-Artikeln, die unter verschiedenen Namen unter anderem in den Supermarktketten Lidl und Edeka verkauft werden.

Käufer der Artikel von den Marken Ostmann, Ubena, Fuchs Professional, Kania, Columbia und Gut&Günstig sollten die Produkte keinesfalls konsumieren und können sich den Preis im Supermarkt erstatten lassen.

Hier finden Sie eine Liste zurückgerufener Produkte.

18:58 Uhr

Neonazi will Schloss in Thüringen kaufen

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Zieht Neonazi Tommy Frenck bald in ein Schloss um?

(Foto: imago/Michael Trammer)

Tommy Frenck ist nicht nur ein Neonazi, sondern auch ein offenbar ziemlich erfolgreicher Geschäftsmann. Erst vor ein paar Tagen sorgte sein Bier "Deutsches Reichsbräu", das zum Kastenpreis von 18,88 Euro in einem Getränkemarkt verkauft wurde, für Schlagzeilen. Frenck betreibt auch eine Gaststätte im Kreis Hildburghausen in Thüringen, die als Treffpunkt der rechtsextremen Szene mit Konzerten, Liederabenden und Vorträgen gilt. Jetzt will Frenck, der im Thüringer Verfassungsschutzbericht als Rechtsextremist geführt wird, ein Schloss im Eisfelder Ortsteil Bockstadt kaufen.

Landesinnenminister Georg Maier von der SPD setzt sich dafür ein, dass die Immobilie nicht in die Hände eines Rechtsextremisten fällt. "Wir werden alles dafür tun, um das zu verhindern", sagte Maier.

Meier betonte, dass immer auch die Verkäufer in der Verantwortung stünden, die es sich nicht zu einfach machen dürften, ihre Immobilie an Rechtsextremisten zu verkaufen.

18:24 Uhr

Pflegemindestlohn steigt auf bis zu 15,40 Euro

Der Mindestlohn für mehr als eine Million Pflegekräfte in Deutschland wird erhöht und ausgeweitet.

  • Bis 1. April 2022 soll der Mindestlohn für Pflegehilfskräfte in vier Schritten spürbar auf 12,55 Euro in Ost- und Westdeutschland angehoben werden, wie die Pflegekommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Berlin beschloss.
  • Ab 1. Juli 2021 soll es zudem erstmals einen Mindestlohn für Pflegefachkräfte von 15 Euro geben. Dieser soll zum 1. April 2022 auf 15,40 Euro steigen, wie das Bundesarbeitsministerium weiter berichtete.
  • Derzeit gilt ein Pflegemindestlohn von 11,35 Euro im Westen und 10,85 Euro im Osten.
18:23 Uhr
Breaking News

Trumps Nahost-Plan sieht Zwei-Staaten-Lösung vor

Der Nahost-Plan des US-Präsidenten Donald Trump sieht nach seinen Angaben eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel und die Palästinenser vor. Das sagte Trump am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:48 Uhr

Joko Winterscheidt hat neuen Job

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Macht irgendwas mit Medien: Joko Winterscheidt.

(Foto: imago images / Future Image)

Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere: Joko Winterscheidts Magazin "JWD" wurde zum Jahreswechsel eingestellt. Nun zieht der Entertainer und TV-Moderator weiter. Er wird Teil der neuen Redaktionsspitze des Magazins "GQ".

  • Wie das Medienportal "DWDL" berichtet, gehöre Winterscheidt künftig einer neuen Viererspitze an. Winterscheidt übernehme demnach die Funktion des "Chief Curiosity Officer".
  • In seiner Position werde sich Winterscheidt um die Ausrichtung der redaktionellen Themen von "GQ" kümmern und neue Formate entwickeln.
  • "Chief Curiosity Officer" sei nach eigenen Angaben ein passender Titel für jemanden wie ihn, "der in kein Organigramm passt", so der 41-Jährige im Interview mit dem "GQ"-Magazin.
17:31 Uhr

Daten von fast 15.000 Patienten aus Berliner Klinik gestohlen

In einer Berliner Klinik ist eine Festplatte mit Datensätzen von rund 14.800 Patienten gestohlen worden.

  • Dabei handele es sich meist um Identitätsdaten und zum Teil auch um Informationen zu Diagnose und/oder Krankheitsbild, heißt es in einer Stellungnahme von Vivantes.
  • Der Einbruch in einen verschlossenen Dienstraum der Klinik für Urologie im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum ereignete sich demnach bereits Mitte November. Dabei wurde die passwortgeschützte externe Festplatte gestohlen. Sie habe eine Sicherungskopie mit rund 18.000 Datensätzen enthalten.
  • Vivantes hat eigenen Angaben zufolge die Berliner Datenschutzbeauftragte informiert und Strafanzeige bei der Polizei gestellt. Außerdem hätten die betroffenen Patienten einen Brief erhalten.
17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:54 Uhr

Baum stürzt auf Seilbahn: 40 Skifahrer müssen gerettet werden

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Es ist kein schönes Gefühl, wenn man in einer Seilbahn sitzt und sieht, wie ein Baum auf das Tragseil fällt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Diese Seilbahnfahrt werden Dutzende Skifahrer wohl nie vergessen. Im österreichischen Skigebiet Höfen unweit der deutschen Grenze ist ein Baum wegen einer Windböe auf das Tragseil der Gondelbahn gestürzt.

  • Rund 40 Skifahrer saßen in Gondeln fest, darunter auch viele Schüler.
  • Die Betroffenen wurden von der Bergrettung aus den Gondeln abgeseilt. Verletzt wurde niemand.
  • Die Skifahrer, die bereits in dem Familienskigebiet auf etwa 1700 Metern Seehöhe unterwegs waren, wurden von Pistenraupen abgeholt, da eine Talfahrt nicht möglich sei.
  • Auch im Zillertal wurde der Betrieb einer Gondelbahn wegen der Sturmfront eingestellt.
16:24 Uhr

Schäfer will Tiere retten und wird von Zug erfasst

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Für den Schäfer kam jede Hilfe zu spät.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Nähe der Gemeinde Wilster in Schleswig-Holstein ist ein Schäfer von einem Regionalzug erfasst und getötet worden.

  • Nach ersten Erkenntnissen waren seine Schafe offensichtlich ausgerissen und auf die Bahngleise gelaufen. Der Mann wollte sie wieder aus dem Gefahrenbereich treiben. Dabei wurde er von dem herannahenden Zug erfasst.
  • In der Bahn saßen mehr als hundert Reisende, sie blieben unverletzt.
  • Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und dem Bahnhof Westerland auf der Nordseeinsel Sylt war rund zwei Stunden gesperrt, zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Ermittlungen liefen.
15:56 Uhr

Kranfahrer von hängendem Bauteil erschlagen

Das Sturmtief "Lolita" hat im Süden und Westen Deutschlands zu Unfällen mit einem Toten und mehreren Verletzten geführt.

  • In Neuenburg im Hochschwarzwald ist ein Kranführer von einem an seiner Maschine hängenden Bauteil erschlagen worden. Möglicherweise seien die Windverhältnisse verantwortlich für den Unfall, teilte die Polizei mit.
  • Bei Wadern im Saarland wurden zwei Spaziergängerinnen im Alter von 65 und 72 Jahren von der Krone eines Baums getroffen, die durch die Sturmböen abbrach. Sie erlitten unter anderem Brüche an Beinen und Füßen.
  • Auf einem Betriebsgelände in der Nähe von Saarburg in Rheinland-Pfalz wurde ein 35-jähriger Arbeiter von einem abbrechenden Ast im Nacken getroffen und stürzte zehn Meter einen Abhang hinunter. Auch er kam mit diversen Verletzungen in ein Krankenhaus.
15:24 Uhr

Deutschland verschärft Kontrollen von Einreisenden aus China

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat als Reaktion auf die erste bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland verschärfte Informationspflichten im Flugverkehr angeordnet.

  • Piloten von Flügen aus China müssen bei einer Landung in Deutschland den Tower über den Gesundheitszustand ihrer Passagiere informieren, sagte Spahn.
  • Reisende werden außerdem verpflichtet, Formulare zu ihrem Gesundheitszustand auszufüllen. Fluggesellschaften müssen die Informationen an die Behörden weiter geben.
  • Es müssen auch Sitzpläne aus den Flugzeugen weitergegeben werden, damit nachvollziehbar ist, wer neben wem saß. Spahn widersprach zugleich Forderungen, an Flughäfen Fiebermessstellen einzurichten. Dies bringe nichts.
14:56 Uhr

Berliner Hostel auf Nordkoreas Boden muss schließen

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Das Gebäude, in dem sich das Hostel befindet, gehört Nordkorea.

(Foto: picture alliance / Michael Kappe)

Auf dem Gelände der nordkoreanischen Botschaft in Berlin-Mitte gibt es ein Hostel. Die preisgünstige Herberge muss jetzt aber schließen.

Das Berliner Verwaltungsgericht wies eine Klage der Betreiber dagegen ab. Seit 2017 verbietet eine EU-Verordnung auf der Basis von UN-Sanktionen unter anderem Immobiliengeschäfte mit Nordkorea, um dem totalitären Staat keine Devisen für sein Atomwaffenprogramm zu liefern. Das Bezirksamt Berlin untersagte deshalb bereits 2018 den Betrieb, wogegen die Hosteleigentümer vor das Verwaltungsgericht zogen. Die Betreiber können noch einen Antrag auf Berufung stellen.

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14:28 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, Franziska Türk verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus der ganzen Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyahchou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:24 Uhr

Ladendiebin nimmt Supermarktmitarbeiter auf Motorhaube mit

Eine mutmaßliche Ladendiebin hat in Mecklenburg-Vorpommern einen Supermarktmitarbeiter mit ihrem Auto angefahren und auf der Motorhaube mitgenommen. Zuvor hatte ihr mutmaßlicher Komplize laut Polizei am Montagnachmittag drei Flaschen Alkohol aus einem Supermarkt in Boltenhagen gestohlen. Mit dem Diebesgut war der Mann zu der Frau ins Auto gestiegen. Als die beiden davonfahren wollten, stellte sich der Ladenmitarbeiter vor das Auto - die Fahrerin fuhr trotzdem los.

Der Mann geriet auf die Motorhaube und fiel erst herunter, als der Fluchtwagen mit einem anderen Wagen auf dem Parkplatz zusammenstieß. Das Duo konnte unerkannt fliehen, der Mitarbeiter des Supermarkts zog sich eine Schürfwunde zu. Die Polizei ermittelt gegen die beiden wegen räuberischen Diebstahls und gegen die Frau zusätzlich wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

13:59 Uhr

Abgehackter Daumen wird durch Zeh ersetzt

Im vergangenen Januar hackt sich David Lee beim Kürzen eines Schuhabsatzes versehentlich den Daumen ab. Laut BBC kann der Schuster aus dem englischen Sutton-in-Ashfield seinem Handwerk jetzt jedoch wieder nachgehen: weil die Chirurgen im Royal Derby Hospital seinen fehlenden Daumen mit seinem großen Zeh ersetzten

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"Als sie mir sagten, dass das Annähen meines Zehs mir die Chance zurückgeben könnte, in meinem Job zu arbeiten, sagte ich sofort: Lass uns das machen", sagte Lee der BBC. Jill Arrowsmith, eine der involvierten Chirurginnen, betonte, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gebe, einen Daumen zu rekonstruieren. "Aber den großen Zeh zu benutzen, bringt die besten funktionalen und kosmetischen Vorteile, weil er das Körperteil ist, das dem Daumen am ähnlichsten ist."

13:26 Uhr

Bundestag denkt über neuen Feiertag am 8. Mai nach

In Berlin ist der 8. Mai in diesem Jahr bereits ein Feiertag - er soll an die Befreiung vom Nationalsozialismus in Deutschland vor 75 Jahren erinnern. Denn am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht. Jetzt werden Überlegungen laut, den 8. Mai bundesweit zum gesetzlichen Feiertag zu ernennen. Der Vorschlag der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano stößt im Bundestag auf breite Unterstützung.

"Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung, der das demokratische Deutschland erst möglich machte", sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Ähnlich äußerte sich die Linken-Spitze sowie Vertreter von SPD und FDP.

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13:10 Uhr

Anklageschrift gegen Netanjahu eingereicht

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Während in Jerusalem Klage gegen ihn erhoben wird, ist Netanjahu heute zu Besuch bei US-Präsident Donald Trump.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Anklageschrift gegen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu wegen Korruption ist beim Bezirksgericht in Jerusalem eingereicht worden. Dies teilte das Justizministerium mit. Zuvor hatte Netanjahu seinen Antrag auf Immunität vor Strafverfolgung wieder zurückgezogen.

Netanjahu warf seinen politischen Gegnern auf Facebook ein "schmutziges Spiel" vor und betonte, er werde alle Korruptionsvorwürfe widerlegen. Ohne Immunität ist zu erwarten, dass Netanjahu sich einem Korruptionsprozess wegen Betrugs und Untreue sowie Bestechlichkeit stellen muss.

12:43 Uhr

Frau vor Zug gestoßen: Täter kommt in Psychiatrie

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Der 28-Jährige gilt wegen einer psychischen Erkrankung als schuldunfähig.

(Foto: picture alliance/dpa)

Er hat nach Überzeugung der Richter am Bahnhof im niederrheinischen Voerde eine Frau unvermittelt vor einen Zug gestoßen - dafür kommt ein 28-Jähriger nun auf unbestimmte Zeit in die geschlossene Psychiatrie. Die Kammer am Landgericht Duisburg wertete die Tat als Mord. Das 34 Jahre alte Opfer war nach dem Stoß im vergangenen Juli noch im Gleisbett des kleinen Bahnhofs gestorben. Eine Gefängnisstrafe sei wegen der psychischen Erkrankung des neunfachen Familienvaters aber nicht in Betracht gekommen, betonten die Richter. Er gilt als schuldunfähig.

In seiner Urteilsbegründung sprach der Vorsitzende Richter Joachim Schwartz von einer "verstörenden Tat". Der Täter habe die Frau mit "massiver Kraft" gegen den einfahrenden Zug gestoßen. Unklar bleibe das Motiv. Die 34-Jährige habe dem in Deutschland geborenen Serben nicht den geringsten Anlass gegeben.

12:16 Uhr

Schüler wollten Lehrer mit Hammer erschlagen - Prozess startet

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Lehrer Wolfgang Wittchow tritt in dem Prozess als Nebenkläger auf.

(Foto: dpa)

Vor dem Dortmunder Landgericht hat der Prozess gegen drei Schüler einer Dortmunder Gesamtschule begonnen: Den drei heute 17, 18 und 19 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen, einen Lehrer im Mai 2019 in einen Hinterhalt am Lehrerparkplatz der Schule gelockt zu haben, um ihn mit Hämmern zu erschlagen. Dem Lehrer soll die Situation aber gleich merkwürdig vorgekommen sein, sodass er den Jugendlichen nicht den Rücken zukehrte.

Zum Auftakt des Prozesses um den mutmaßlich geplanten Mordanschlag schlossen die Richter die Öffentlichkeit aus. Der Schutz der jugendlichen Angeklagten überwiege das öffentliche Interesse, hieß es in dem Prozess am Dortmunder Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio versuchten Mord und Verabredung zu einem Verbrechen vor.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:38 Uhr

Vergewaltigungsvorwurf erwähnt: Reporterin wegen Bryant-Tweet suspendiert

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Kobe Bryant starb am Sonntag mit 41 Jahren bei einem Helikopterabsturz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen eines Tweets nach dem Tod von NBA-Legende Kobe Bryant ist eine Reporterin der "Washington Post" suspendiert worden. Felicia Somnez hatte kurz nach dem tödlichen Helikopterabsturz den Link zu einem Artikel getwittert, der sich mit den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Bryant im Jahr 2003 auseinandersetzt. Bryant war damals von einer 19-Jährigen beschuldigt worden, sie vergewaltigt zu haben - es kam allerdings zu keinem Prozess, weil das mutmaßliche Opfer nicht vor Gericht aussagen wollte.

Die "Washington Post" suspendierte die Reporterin laut "Guardian" wegen der Verletzung der Social-Media-Richtlinien. "Die Tweets haben schlechtes Urteilungsvermögen gezeigt, das die Arbeit ihrer Kollegen untergräbt", sagte Chefredakteurin Tracy Grant. Somnez dagegen rechtfertigte ihren Tweet. "Jede öffentliche Person ist es wert, in ihrer Gesamtheit in Erinnerung zu bleiben - auch wenn diese Gesamtheit beunruhigend ist und die Person geliebt wird."

Update: In einer früheren Version hatten wir berichtet, dass die betreffende Reporterin entlassen wurde - sie wurde jedoch lediglich suspendiert. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

11:13 Uhr

SEK-Einsätze in NRW: Sechs Rocker festgenommen

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Ermittler nehmen einen Mann in Herne fest.

(Foto: dpa)

Ermittler haben bei einem Einsatz in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen sechs Männer aus der höheren Führungsebene einer Rockergruppierung festgenommen. Am frühen Morgen wurden Objekte in Dortmund, Schwerte, Castrop-Rauxel, Herne, Gelsenkirchen, Wuppertal und Schermbeck gestürmt und durchsucht, sagte ein Sprecher der Polizei Hagen. Seine Behörde leitete den Einsatz.

Auch Spezialeinsatzkommando-Kräfte waren an der Aktion beteiligt. Den Festgenommenen werde Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Um welche Rockergruppierung es sich handelt, sagte der Sprecher nicht. Auch weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

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10:49 Uhr

Berliner Feuerwehr muss für fehlende Pflegekräfte einspringen

Der Mangel an Pflegekräften in Deutschland ist mittlerweile offenbar so groß, dass teilweise die Feuerwehr einspringen muss: Laut "RBB 24" fahren die Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr 43 Mal pro Tag zu einem Noteinsatz ins Pflegeheim - weil eine Pflegekraft dort alleine überfordert ist.

"Der Klassiker ist: Wir werden gerufen, weil der Patient aus dem Bett gefallen ist. Er hat keine Beschwerden, er schafft es nur aus eigener Kraft nicht, wieder aufzustehen", sagt Notfallsanitäter Eric Menzlow "RBB 24". Eine Pflegekraft alleine schaffe es aber oft nicht, "einen älteren Menschen mit 100 Kilogramm zurück ins Bett zu heben". Weil sie sich nicht anders zu helfen wüssten, riefen dann viele Pflegekräfte die 112.

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10:18 Uhr

Das ist der "Anglizismus des Jahres"

Fridays for Future, Omas for Future, Students for Future: Der Ausdruck "... for future" - auf Deutsch "für die Zukunft" - ist zum Anglizismus des Jahres 2019 gekürt worden. Überzeugt habe die Jury an dem Begriff neben der kreativen Verbreitung die zentrale Bedeutung für die Klimaschutzbewegung im Umgang mit der Erderwärmung, teilte die Fachjury in Berlin mit. Es handle sich um eine sogenannte Phraseoschablone - eine Redewendung mit einer Leerstelle, in die verschiedene Wörter eingesetzt werden könnten.

Die Initiative Anglizismus des Jahres würdigt jedes Jahr seit 2010 "den positiven Beitrag des Englischen zur Entwicklung des deutschen Wortschatzes". Ausgezeichnet wurden unter anderem die Wörter "Influencer" und "Shitstorm".

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(Foto: picture alliance/dpa)

09:52 Uhr

Deutscher Coronavirus-Patient steckte sich bei chinesischem Gast an

Der erste bestätigte Coronavirus-Patient in Deutschland hat sich bei einem chinesischen Gast seiner Firma angesteckt. Die Frau aus China sei zu einer Fortbildung bei der Firma Webasto im Landkreis Starnberg in Oberbayern gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Gesundheitsbehörden. Der Patient liegt demnach im Münchner Klinikum Schwabing.

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09:42 Uhr

Elfjährige vergewaltigt: Bruder von Nicki Minaj muss in Haft

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Seit Oktober ist Nicki Minaj mit Kenneth Petty verheiratet, der ebenfalls schon im Gefängnis saß - unter anderem wegen Mordes.

(Foto: picture alliance / dpa)

Jelani Maraj, der Bruder von Rapperin Nicki Minaj, soll seine elfjährige Stieftochter wiederholt vergewaltigt haben. Bereits 2017 wurde er deshalb wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. In Long Island wurde am Montag nun das Strafmaß verkündet: Jelani Maraj muss US-amerikanischen Medien zufolge 25 Jahre in den Knast. Richter Robert McDonald erklärte demnach, dass Jelani Maraj seiner Ansicht nach "dieses Kind zerstört habe".

Nicki Minaj war bei dem Prozess nicht anwesend. Der Anwalt ihres Bruders soll jedoch einen Brief von ihr vorgelesen haben, den sie 2016 verfasst haben soll. Darin soll sie ihren Bruder als "geduldigsten, sanftesten, aufrichtigsten, selbstlosesten Mann, den ich kenne" bezeichnen. Jelani Maraj streitet die Vorwürfe ab - und verwies auf sein "exzessives Alkoholproblem".

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09:16 Uhr

EU-Kommission will wohl Ein- und Zwei-Cent-Stücke abschaffen

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Die EU-Kommission plant laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Zum Arbeitsprogramm der Kommission, das am Mittwoch vorgestellt wird, gehört der "Vorschlag für einheitliche Rundungsregeln" mit dem Ziel, die kleinsten Münzen abzuschaffen, berichtete die Zeitung. Verwiesen werde auf einen Bericht der Kommission von 2018, wonach immer mehr Staaten mit der europäischen Gemeinschaftswährung dazu übergegangen seien, Beträge beim Einkaufen auf volle fünf Cent runden zu lassen.

Das spare die Herstellungskosten für die Ein- und Zwei-Cent-Münzen, die Mühe beim Zählen und den Transport, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" weiter aus dem Bericht. Jährliche Umfragen der Kommission hätten zudem gezeigt, "dass es heute in keinem Land mehr eine Mehrheit für die Beibehaltung dieser beiden Stückelungen gibt".

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08:43 Uhr

Aktivistin stürmt Auftritt von Siemens-Chef Kaeser

Vor einem Auftritt von Siemens-Chef Joe Kaeser bei einem Wirtschaftsempfang ist eine junge Klimaaktivistin auf die Bühne gestürmt. Sie strich sich am Montagabend in Berlin grüne Farbe auf die Wange und hielt eine kurze Rede. Eine andere Welt sei möglich, eine Welt von Solidarität und Verantwortung, sagte sie auf Englisch beim Jahresempfang des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft. Kaeser ließ sie zunächst gewähren, ein Sicherheitsmitarbeiter brachte sie dann nach wenigen Minuten unter Applaus der Zuhörer von der Bühne. Beim Weggang sang die Aktivistin das Lied "I Will Survive". Kaeser steht bei Klimaschützern in der Kritik. Hintergrund ist ein geplantes Kohlebergwerk-Projekt des indischen Industriekonzerns Adani in Australien, an dem Siemens beteiligt ist.

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08:17 Uhr

Frau und Kinder nach einem Monat aus Amazonas-Dschungel gerettet

Nach über einem Monat sind eine zuvor vermisste Frau und ihre Kinder aus dem Regenwald im Amazonasgebiet gerettet worden. Die 40-Jährige und ihre Kinder im Alter von 10, 12 und 14 Jahren hatten sich im Dezember vergangenen Jahres bei einem Ausflug im kolumbianischen Teil des Regenwaldes verlaufen, berichtete die Zeitung "El Tiempo". Sie wurden bei einem schweren Gewitter vom Familienvater getrennt und irrten 34 Tage im Dschungel umher. Während dieser Zeit ernährten sie sich vor allem von Beeren.

Die Familie wurde schließlich von einer indigenen Gruppe in Peru entdeckt. Die Ureinwohner veröffentlichten ein Foto der Familie auf Facebook, und der Vater alarmierte daraufhin die kolumbianische und die peruanische Marine. Die Frau und ihre Kinder wurden geborgen und in ein Krankenhaus gebracht. Sie waren unterernährt, litten unter Wurmbefall und Verletzungen an den Füßen.

07:54 Uhr

Wo das Wuhan-Virus wütet

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Die ansteckende Lungenkrankheit aus Wuhan greift weiter um sich. Die Zahl der Infizierten in China steigt nach Angaben der Gesundheitsbehörden auf 4515. In 15 weiteren Staaten gibt es bestätigte Coronavirus-Fälle - mittlerweile auch in Deutschland.

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07:39 Uhr

FDP will Vaterschaftstests vor Geburt legalisieren

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(Foto: imago/Christian Ohde)

Die FDP strebt eine generelle Legalisierung von Vaterschaftstests vor der Geburt eines Kindes an. Das geht aus einem Gesetzentwurf der FDP-Bundestagsfraktion hervor, über den die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Das bisherige Verbot vorgeburtlicher Vaterschaftstests sei "aus der Zeit gefallen", kritisierte die FDP-Abgeordnete Katrin Helling-Plahr.

Der Vaterschaftstest für Ungeborene soll nach dem Willen der FDP allerdings erst nach Ablauf der zwölften Schwangerschaftswoche erlaubt sein. Zu diesem Zeitpunkt endet die Frist, bis zu der Frauen in Deutschland straffrei abtreiben dürfen. Schwangere und potenzielle Väter sollen nach diesen Plänen also zwar schon während der Schwangerschaft Gewissheit über die Vaterschaft erhalten, aber nicht auf Grundlage dieses Wissens abtreiben lassen dürfen. Bislang sind vorgeburtliche Vaterschaftstests in Deutschland nur erlaubt, wenn die Schwangerschaft bei einer Vergewaltigung entstanden sein könnte. Die FDP kritisiert laut "SZ" in ihrem Gesetzentwurf, dass Schwangere und potenzielle Väter "in der Zeit zwischen Bekanntwerden der Schwangerschaft und Geburt in konstanter Ungewissheit leben" müssten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:12 Uhr

Nabel der EU liegt ab Samstag auf Acker bei Würzburg

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So sieht er aus, der neue Nabel der EU.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU in der Nacht zu Samstag verschiebt sich logischerweise auch der geografische Mittelpunkt. Und so kommt es, dass das 80-Einwohner-Dorf Gadheim bei Würzburg künftig der neue Nabel der EU ist: 9 Grad, 54 Minuten, 7 Sekunden östlicher Länge und 49 Grad, 50 Minuten, 35 Sekunden nördlicher Breite - so lauten nach Berechnungen des Nationalen Geografischen Instituts Frankreichs die Koordinaten für die Stelle auf einem Feld in Unterfranken.

In Gadheim, einem Ortsteil von Veitshöchheim, hat man längst drei Fahnenmasten aufgestellt, an denen die Flaggen von Veitshöchheim, Deutschland und der EU flattern. Schließlich schieben die Briten den Brexit schon seit Jahren vor sich her. Bisher ist der geografische Mittelpunkt übrigens der Ort Westerngrund bei Aschaffenburg, ebenfalls Unterfranken.

06:45 Uhr

Leichtes Erdbeben schreckt Menschen auf Schwäbischer Alb auf

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Schon in der Nacht zum Montag und im vergangenen November hatte in der Gegend um Albstadt die Erde gebebt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg hat am späten Montagabend die Erde leicht gebebt. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 3,4 lag nördlich von Albstadt im Zollernalbkreis. Das teilte das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam auf seiner Website mit. Nach einer automatisierten Berechnung des Erdbebendienstes Südwest war das Beben vermutlich im Umkreis von etwa 20 Kilometern spürbar. Nach ersten Erkenntnissen des Innenministeriums in Baden-Württemberg gab es keine Verletzten oder Sachschäden.

In der Gegend war es bereits in der Nacht zu Montag zu kleineren Erdbeben mit einer maximalen Stärke von 2,1 gekommen. Im vergangenen November hatte die Erde bei Albstadt auch schon gebebt - damals wurde ein Wert von 3,8 gemessen.

06:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

falls Sie das Haus noch nicht verlassen haben, tun Sie gut daran, heute einen Schirm einzupacken: Irgendetwas zwischen Schnee, Graupel und Regen wird vermutlich auch bei Ihnen vom Himmel fallen. Das ungemütliche Wetter ist aber natürlich nicht das einzige Thema, das uns heute beschäftigt. Das wird sonst noch wichtig:

  • Israels Staatspräsident Reuven Rivlin ist in Berlin zu Besuch und trifft dort unter anderem auf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundeskanzlerin Angela Merkel.
  • Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung gibt bei einer Pressekonferenz einen Überblick darüber, was sich in den zehn Jahren seit der Aufdeckung des Missbrauchsskandals in Deutschland getan hat.
  • US-Präsident Donald Trump empfängt in Washington Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Bei einer Pressekonferenz wollen sie einen Friedensplan für den Nahen Osten vorstellen.
  • In Berlin steht eines der kuriosesten Hostels Deutschlands: Es befindet sich auf dem Gelände der nordkoreanischen Botschaft. Jetzt beschäftigt sich das Verwaltungsgericht Berlin damit: Das Bezirksamt Berlin-Mitte hatte der Betreiberin des Hostels als Teil der Sanktionen gegen die Demokratische Volksrepublik Korea die Nutzung untersagt. Dagegen klagt sie.
  • Im Prozess um den tödlichen Stoß vor einen einfahrenden Zug in Voerde fällt heute voraussichtlich das Urteil gegen den Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, aus reiner Mordlust gehandelt zu haben.
  • Und in Dortmund beginnt der Prozess gegen drei Schüler einer Gesamtschule, die ihren Lehrer in einen Hinterhalt locken und dann mit einem Hammer erschlagen wollten.

Ich trockne jetzt meine Jacke und hole mir einen Kaffee. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich wie immer unter franziska.tuerk@nama.de. Kommen Sie gut durch den Dienstag!

06:17 Uhr

Tief "Lolita" bringt Orkanböen und Graupelschauer

Am Rand des mächtigen Zentraltiefs „Kim“ mit Zentrum bei Island hat sich das kleine, aber sehr wetterwirksame Randtief "Lolita" gebildet. Es zieht heute über den Norden unseres Landes hinweg und bringt neben Sturm mit Orkanböen in den Gipfellagen feuchtkalte Polarluft zu uns, sodass es im Bergland winterlich wird. Am Mittwoch lässt der Wind nach, es bleibt aber nasskalt und im Bergland winterlich. Donnerstag beruhigt sich das Wetter weiter, bevor am Freitag mit kräftigem Wind feuchte, aber fast frühlingshaft warme Luft zu uns kommt.

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Doch nun zu den Details für den heutigen Tag: wiederholt ziehen kräftige und im Tagesverlauf teils auch gewittrige Schauer durch. Die Schneefallgrenze sinkt dabei auf 200 bis 500 Meter Höhe und in starken Schauern können auch mal Flocken bis ganz runter fallen. In heftigeren Graupelgewittern kann es auch in tiefen Lagen kurzzeitig mal glatt werden, während es im Bergland nachmittags zunehmend winterlich weitergeht. Außerdem drohen dort auch Schneeverwehungen. Die Höchstwerte mit 3 bis 8 Grad werden schon am frühen Vormittag erreicht, denn nach Durchzug der Kaltfront gehen die Temperaturen nachmittags dann auf 0 bis 7 Grad zurück. Der Wind weht im Norden in Böen stark bis stürmisch. In der Südhälfte müssen Sie derweil auch im Flachland verbreitet mit Sturmböen rechnen. In Gipfellagen des Schwarzwaldes und der Alpen sind Orkanböen dabei. Kommen Sie gut und sicher durch diesen teilweise intensiven Wettertag. Ihr Björn Alexander