Das war Dienstag, der 13. Mai 2025
Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,
so langsam fühlt es sich schon richtig nach Sommer an, oder? So schön wie das Wetter momentan auch ist, die Nachrichtenlage passt nicht ganz dazu - noch ein paar Leseempfehlungen zum Abschluss:
Forderung nach Freihandelsdeals - Experten: Trumps Zölle schaden den USA mehr als der EU
Bis zu 600 Euro dank Sammelklage: Gehackte Facebook-Nutzer mit Anspruch auf Schadensersatz
Katar-Flugzeug ein "Albtraum": Trumps "fliegender Palast" wäre ein massives Sicherheitsrisiko
Von Lukas Märkle
"Jetzt ist ihre Zeit gekommen": Trump ordnet Aufhebung aller Syrien-Sanktionen an
Sektenartige Gruppe verboten: Wie Peter Fitzek über das "Königreich Deutschland" herrschte
Von Marc Dimpfel
Elite-Uni schlägt zurück: Trump dreht Harvard den Geldhahn weiter zu
Filmfestspiele in Cannes: Leonardo DiCaprio überreicht Robert De Niro die Ehrenpalme
Gegen Vorboten der Anfälle: Medikament bringt "Paradigmenwechsel" bei Migräne
Damit verabschiede ich mich und möchte noch auf den Ukraine-Ticker verweisen, den wir auch während der Nacht aktuell halten. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.
Ihre Johanna Ohlau
Krankenkassen in Not - Bund zieht millionenschwere Finanzspritze vor
Erst seit wenigen Tagen ist die neue Bundesgesundheitsministerin im Amt, da hat Nina Warken nach eigenen Angaben ein System in "tiefroten Zahlen" übernommen. Das "Handelsblatt" hat mit der CDU-Politikerin gesprochen. Angesichts der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zieht der Bund eine Millionenspritze vor. 800 Millionen Euro Bundeszuschuss stellt das Ministerium bereits Mitte Mai zum Auffüllen der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zur Verfügung. Hintergrund ist, dass die Reserve des Fonds – der Geldsammel- und -verteilstelle der Kassen - eine vorgegebene Mindestmarke unterschritten hat. Warken spricht von einem "ersten Warnschuss". Die Lage der GKV sei "dramatischer als ohnehin angenommen". Im vergangenen Jahr verbuchten die Kassen ein hohes Defizit von 6,2 Milliarden Euro. Zu Jahresbeginn reagierten die meisten schon mit teils deutlichen Anhebungen der Zusatzbeiträge.
Das erste Mal im TV?! Kandidaten wollen "Unschuld" in Show verlieren
Niemand guckt es angeblich, aber Reality-TV hat auch hier in Deutschland viele Fans. In den Formaten ist seit "Big Brother" schon eine Menge passiert, es wurde geweint, gepöbelt, geprügelt, enthüllt - und auch Sex gehabt. Doch bei einer Show des britischen Senders Channel 4 geht es nicht einfach nur um Geschlechtsverkehr, sondern um das erste Mal. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen in dem Format vor der Kamera ihre Unschuld verlieren. Bei "Virgin Island" werden zwölf junge Menschen, die bisher noch nie Sex hatten, zwei Wochen lang auf einer kroatischen Insel im Mittelmeer von Beziehungs- und Intimitätscoachs mit Ratschlägen und intimen Erfahrungen konfrontiert. Das Ziel: Sie sollen lernen, ihre Unschuld zu verlieren - und werden ermutigt, das Gelernte gleich umzusetzen. Es ist nicht das erste gewagte Format des Senders, aber attraktive Sex-Coaches, die junge Menschen zum Sex vor der Kamera verführen können? Klingt für mich nicht nach einem Hit - jedenfalls nicht für die sicherlich vulnerablen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sicherlich auch keine Erfahrung in dem Business haben.
Erneuter Luftangriff mit Toten auf Klinik in Gaza - Sinwar-Bruder das Ziel?
Die israelische Armee hat heute zum zweiten Mal ein Krankenhaus in Chan Junis im südlichen Gazastreifen angegriffen. Dabei wurden nach Krankenhausangaben mindestens sechs Menschen getötet. Die israelische Armee schrieb, es handele sich um einen "präzisen Angriff auf Hamas-Terroristen in einem Kommando- und Kontrollzentrum". Dieses befinde sich in einer unterirdischen Struktur unter dem Europäischen Krankenhaus in Chan Junis. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Nach unbestätigten israelischen Medienberichten galt der Angriff Mohammed al-Sinwar. Er ist der jüngere Bruder des im vergangenen Jahr getöteten Hamas-Chefs Jihia al-Sinwar und gilt als neuer starker Mann in der islamistischen Miliz. Al-Sinwar ist seit der Tötung des Hamas-Militärchefs Mohammed Deif im vergangenen Jahr durch Israel der neue Chef des bewaffneten Hamas-Arms, der Kassam-Brigaden.
Biden im Rollstuhl? Seine Berater befürchteten das in zweiter Amtszeit
Ein Regierungschef im Rollstuhl? Ja, warum denn nicht. Schließlich braucht es für die Führung eines Landes nicht unbedingt gesunde Beine, aber sehr wohl einen funktionierenden Verstand - naja, nicht überall: Genau da unterscheiden sich die USA ja sehr von uns. In den Vereinigten Staaten ist die körperliche Verfassung von Präsidenten und denen, die in das Amt wollen, durchaus von großem Interesse in der Bevölkerung. Das versuchte auch Donald Trump im Wahlkampf gegen Joe Biden immer wieder für sich zu nutzen mit Spitznamen wie "Sleepy Biden" für den Demokraten. Besonders sein altersbedingt unsicherer Gang gab nicht nur Trump Anlass zu Spott, sondern Bidens Beraterteam vor allem wohl Grund zur Sorge: Während der Wahlkampagne im vergangenen Jahr wäre es "politisch untragbar" gewesen, wenn Biden in einem Rollstuhl gesessen hätte, schreiben CNN-Moderator Jake Tapper und Axios-Journalist Alex Thompson in einem bald erscheinenden Buch, aus dem Axios zitiert. Die beiden schreiben auch davon, dass Biden anfing Namen zu vergessen und teils orientierungslos wirkte, wenn er müde war. Unvergessen ist wohl dieser Moment: Als Biden den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit "President Putin" in einer Pressekonferenz ansprach. Nicht allzu lange danach trat Biden als Präsidentschaftskandidat zurück und überließ Kamala Harris das Feld. Genützt hat es den Demokraten bekanntlich nicht.
Entführungsversuch: Maskierte attackieren Familie von Bitcoin-Unternehmer
Dramatische Szenen am Morgen in Paris: Ein Paar bringt seine kleine Tochter zur Kita, als plötzlich drei maskierte Männer versuchen, Frau und Kind in einen Wagen zu zerren. Die drei sind verwandt mit einem Bitcoin-Unternehmer und die Kriminellen versuchen, die Tochter des Geschäftsmanns und das kleine Mädchen zu entführen. Der Versuch scheitert, weil der Ehemann Gegenwehr leistet und Passanten einschreiten und die drei Unbekannten daran hindern. So heißt es aus Polizeikreisen. Auf verifizierten Bildern einer Überwachungskamera war zu sehen, wie die Männer versuchen, die Frau und das Kleinkind gewaltsam in einen Lieferwagen zu zerren. Die Angreifer ergreifen schließlich die Flucht. Das Fahrzeug wurde später in der Nähe gefunden, von den Tätern fehlt jede Spur. Die Familie kam mit leichten Verletzungen und sicherlich einem riesigen Schrecken ins Krankenhaus.
Deutsche gewinnen in Spaniens Lotterie und merken es nicht
Haben Sie jemanden im Bekanntenkreis oder in der Familie, der oder die kürzlich in Spanien war? Das sind vielleicht ganz schön ahnungslose Glückspilze: Im Spanien-Urlaub kauft sich ein deutsches Ehepaar Lotterie-Lose und fliegt wenig später zurück. Was sie nicht bemerken: Sie haben Zehntausende Euro gewonnen. Nun läuft die Suche nach ihnen, denn die Lose verfallen Ende des Monats.
Prozess gegen Sean "Diddy" Combs: Ex "Cassie" erzählt von Misshandlungen
US-Rap-Mogul Sean "Diddy" Combs (auch bekannt als "Puff Daddy") steht in einem weltweit beachteten Prozess vor Gericht. Zentrale Zeugin ist seine ehemalige Freundin Cassandra Ventura, bekannt als Sängerin "Cassie", die in ihrer Aussage von schweren Misshandlungen berichtet. "Er hat mir auf den Kopf geschlagen, mich umgeworfen, gezerrt, getreten und mir auf den Kopf getreten, wenn ich am Boden lag", sagte Cassie Ventura vor Gericht in New York über ihre Beziehung zu dem heute 55-Jährigen. Immer wieder habe sie blaue Flecken am ganzen Körper sowie andere Wunden gehabt - so gaben mehrere US-Medien übereinstimmend die Aussage Venturas wieder.
Die Staatsanwaltschaft wirft Combs ("I'll be missing you"), der seit Mitte September in Untersuchungshaft sitzt, Sexhandel, organisierte Kriminalität und andere Vergehen vor. So soll Combs Ventura auch zum Sex mit männlichen Prostituierten gezwungen haben, um sie dabei zu filmen und mit dem Material zu erpressen. Ein Video, das Schläge und Tritte von Combs gegen Ventura in einem Hotel zeigt, war zunächst vom TV-Sender CNN veröffentlicht worden und hatte für Empörung gesorgt. Zudem habe Combs Frauen mehrmals tagelang unter Drogen gesetzt und sie zum Sex gezwungen. Neben der Anklage der New Yorker Staatsanwaltschaft gibt es auch noch zahlreiche Zivilklagen gegen den Rapper. Unter anderem vertritt eine Anwaltskanzlei im texanischen Houston eigenen Angaben zufolge rund 120 Menschen mit Vorwürfen gegen Combs. Der Rapper wies bislang alle Vorwürfe zurück und plädierte auf nicht schuldig. Combs droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Trump kündigt Aufhebung der Sanktionen gegen Syrien an
Die USA wollen nach Aussage von Präsident Donald Trump die Sanktionen gegen Syrien aufheben. "Ich werde anordnen, die Sanktionen gegen Syrien aufzuheben, um dem Land eine Chance zu geben, großartig zu werden", sagte Trump in der saudischen Hauptstadt Riad.
Überwachungskamera filmt Schockmoment bei Asien-Beben
Ein Video vom heftigen Erdbeben in Myanmar und Thailand aus dem Frühjahr 2025 verbreitet sich weltweit. Eine Überwachungskamera filmt den Eingang eines Grundstücks. Plötzlich verschiebt sich der Erdboden mit einem heftigen Ruck.
Polizist schießt Mann auf der Flucht in den Rücken - Beamter vor Gericht
Seit dem gewaltsamen Tod von Lorenz A. in Oldenburg, der durch Polizeikugeln bei einem Einsatz ums Leben kam, wird nicht nur über strukturellen Rassismus in den Reihen der Polizei diskutiert. Es geht auch um den Einsatz von Tasern, um Todesfälle wie den in Oldenburg zu verhindern - so argumentieren etwa Vertreter von Polizeigewerkschaften. Zu der Debatte passt sicherlich ein Fall aus Düsseldorf, bei dem die Polizei zwar versucht, einen Mann mit einem Taser zu stellen, aber schließlich doch ein Beamter auf den weglaufenden Mann schießt - ebenfalls von hinten wie im Fall Lorenz A. Bei dem Einsatz in Düsseldorf kann der Mann jedoch mit einer Notoperation gerettet werden. Er hatte einfach wohl mehr Glück als der junge Oldenburger. Der Polizist aus Düsseldorf muss sich für sein Verhalten nun vor Gericht verantworten: Dem 27 Jahre alten Polizisten wirft die Staatsanwaltschaft gefährliche Körperverletzung im Amt vor.
Der Vorfall ereignete sich am 10. August 2024 in einem Park in der Nähe des Hauptbahnhofs. Die Polizei war gerufen worden, weil angeblich ein Mann zwei Personen mit einem Butterfly-Messer bedroht hatte. Dann trafen der Polizist und seine Kollegin auf einen Mann, den sie für den Gefährder hielten. Als der Mann der mehrfachen Aufforderung, sich auf den Boden zu legen, nicht folgte, lösten die Beamten einen Taser aus. Der Mann ging durch den Elektroschock zwar zu Boden, konnte die Projektile aber entfernen, aufstehen und flüchten. Dann feuerte der Polizist drei Schüsse auf den Flüchtenden ab. Zu dem Zeitpunkt befand sich der Mann in etwa sechs bis sieben Meter Entfernung. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft lag keine Voraussetzung für den Einsatz der Dienstwaffe vor. Der Beamte hatte sich zu den Vorwürfen im Ermittlungsverfahren nicht geäußert.
Brite saß fast 40 Jahre unschuldig im Gefängnis
Ein Mann saß in Großbritannien seit 38 Jahren im Gefängnis - wegen eines Mordes, den er gar nicht begangen hat. Um sich das mal vor Augen zu führen: Das war vor dem Fall des Eisernen Vorhangs und Margret Thatcher war britische Premierministerin. Keine Frage, dass das einer der schlimmsten Justizirrtümer Großbritanniens ist. Eine DNA-Probe vom Tatort stimmt nicht mit der des heute 68 Jahre alten Mannes überein. Er war in den 1980ern wegen Mordes an einer jungen Frau im englischen Bebington bei Liverpool verurteilt worden - nun allerdings hob ein Berufungsgericht die Entscheidung auf, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete. Der zu Unrecht Inhaftierte soll demnach schon früher versucht haben, die Verurteilung aufheben zu lassen. Die Anwältin des Mannes las ein Statement vor: "Ich bin nicht wütend, ich bin nicht verbittert", hieß es darin nach Angaben von PA. Er wolle einfach nur zu seinen Lieben und seiner Familie zurückkehren, "um das Beste aus dem zu machen, was mir von meiner Existenz" auf dieser Welt noch bleibe.
Für die Familie der ermordeten 21 Jahre alten Frau dürfte das zugleich ein schwieriger Moment sein: Der Mörder der Frau hat womöglich jetzt fast 40 Jahre sein Leben unbescholten einfach weiter gelebt. "Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um denjenigen zu finden, zu dem die DNA gehört, die am Tatort gefunden wurde", sagten die Ermittler dem Bericht zufolge.
Hollywoodstar Ewan McGregor geht versehentlich auf Schützenfest
Wie würden Sie einem Ausländer erklären, was ein Schützenfest ist? Ich mag die Beschreibung von Hollywood-Schauspieler Ewan McGregor: "Die Leute dort waren sehr, sehr, sehr betrunken und lustig." Der "Star Wars"-Star nennt das traditionelle Volksfest auch "eine verrückte Veranstaltung" mit einer "Mischung aus Schießen und Trinken". In den Genuss eines Stücks norddeutscher Kultur ist der 54 Jahre alte Brite versehentlich gekommen: Zusammen mit einem Freund war er auf dem Motorrad für die Doku "Long Way Home" unterwegs - durch 17 Länder in neun Wochen. Als das Duo auf der Suche nach einem kurzen Stopp zur Stärkung war, stießen sie auf etwas, was sie erst für ein Foodtruck-Festival hielten - jedoch mit sonderbarer Kleidung, viel Alkohol und Waffen. Die Leute hätten sie sofort willkommen geheißen im niedersächsischen Westersode. Den Ort geben zumindest Menschen in den sozialen Medien an, in dem britische auf norddeutsche Kultur getroffen sein soll. Und wir Deutschen bleiben da wohl unserem Klischee trotz Feierei treu: "Es war alles super organisiert und sicher", erzählt McGregor in einem Interview mit "Esquire":
Kim Kardashian über Überfall in Paris: "Ich war sicher, dass er mich erschießt"
Achteinhalb Jahre liegt der brutale Überfall auf Kim Kardashian in einem Pariser Luxus-Hotel nun schon zurück. Im Oktober 2016 stürmen als Polizisten verkleidete Kriminelle nachts in die Hotel-Suite des Reality-Stars. Auf Schmuck im Wert von rund neun Millionen Euro hatten sie es abgesehen und Kardashian gefesselt und geknebelt. Dafür stehen die zehn mutmaßlichen Täter jetzt vor Gericht. Die 44-Jährige hat nun über die schreckliche Nacht ausgesagt: "Ich war sicher, dass er mich erschießt." Als einer der Räuber seine Pistole auf sie gerichtet habe, habe sie gedacht, "dass es vorbei ist", sagte die Influencerin und Unternehmerin unter Tränen. "In dieser Nacht dachte ich, dass ich sterben würde", schilderte Kardashian. Sie habe die Männer angefleht, zu nehmen was sie wollten und ihr Leben zu verschonen, damit sie zu ihren kleinen Kindern zurückkehren könne.
Weltweit ist das Medieninteresse riesig an dem Fall. Fast 500 Journalistinnen und Journalisten sind für den Prozess akkreditiert. Das Urteil wird für den 23. Mai erwartet.
Schichtwechsel
Meine liebe Kollegin Heidi Ulrich und ich teilen uns auch heute wieder "Der Tag" - in der zweiten Hälfte übernehme ich und halte Sie mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau. Hinweise, Fragen und Kritik bekomme ich gern per E-Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!
Neapel wird von Erdbeben erschüttert
Die Gegend um Neapel ist von einem stärkeren Erdbeben erschüttert worden. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie gibt die Stärke mit 4,4 an. Das Epizentrum wird in den Phlegräischen Feldern verortet – ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität in unmittelbarer Nähe von Neapel. In der Stadt Pozzuoli rannten Menschen in Panik auf die Straßen. Der Eisenbahnverkehr wurde sicherheitshalber eingestellt. In vielen Schulen wurde der Unterricht unterbrochen. Der bisher stärkste Erdstoß wurde gegen 12 Uhr registriert, es gab viele weitere Beben. Mögliche Opfer oder größere Schäden wurden bisher nicht gemeldet.
Kriminelle ermorden Politikerin und Tochter vor Publikum
In Mexiko wird eine Bürgermeisterkandidatin in aller Öffentlichkeit bei einem Wahlkampfauftritt erschossen. Augenzeugen filmen die Tat und berichten, wie sich die Attentäter von hinten näherten. Auch die Tochter der Kandidatin und drei weitere Personen sterben.
Bombenalarm am Flughafen Brüssel-Charleroi
Am Flughafen in Brüssel-Charleroi ist der Flugbetrieb derzeit eingestellt. An Bord eines Flugzeugs, das kurz zuvor gelandet war, sei um kurz vor 11 Uhr ein Bombenalarm ausgelöst worden, heißt es vom Airport. Um das Flugzeug herum sei eine Sicherheitszone eingerichtet worden. Medienberichten zufolge handelt es sich um eine aus der portugiesischen Stadt Porto kommende Maschine der Fluggesellschaft Ryanair.
Papst Leo streamt, lernt - und zockt
Papst Leo XIV ist so digital unterwegs wie keiner seiner Vorgänger. Nach Recherchen von ntv und RTL ist der neue Pontifex bei Streamingdiensten wie Spotify, Disney Plus, DAZN und ESPN angemeldet. Bei diesen Plattformen ist Robert Francis Prevost - wie er mit bürgerlichem Namen heißt - mit zwei E-Mail-Adressen registriert, die ihm eindeutig zugeordnet werden können. Die Abos von Sport-Streamingdiensten sind keine allzu große Überraschung: Der in Chicago geborene Papst ist langjähriger Fan der Baseballmannschaft Chicago White Sox. Doch Papst Leo nutzt das Internet auch zum Lernen. Seit 2014 verwendet er das Sprachlernprogramm Duolingo, um Deutsch zu lernen. Besonders überraschend ist jedoch: Papst Leo ist auch beim Online-Games-Anbieter Zynga registriert, bekannt für Browser- und Mobile-Spiele wie Words with Friends oder FarmVille.
Kardashians Stylistin schildert Überfall: "Es war Terror"
Maskierte und bewaffnete Täter stürmten das Luxusappartement von Kim Kardashian, fesselten sie und raubten ihren Schmuck im Wert von rund neun Millionen Euro. Der Überfall im Jahr 2016 in Paris wird nun vor Gericht verhandelt. Angeklagt sind neun Männer und eine Frau. Kardashian wird voraussichtlich am Nachmittag aussagen. Vorher war ihre Stylistin als Zeugin geladen.
Sie habe bereits geschlafen, als sie von bedrohlichen Geräuschen wach geworden sei, sagt die Stylistin aus. Ihr Zimmer befand sich demnach im Untergeschoss des Appartements, das von Kardashian im Obergeschoss. "Ich hatte Angst um mein Leben und das von Kim", berichtet die Stylistin. Sie habe laute Männerstimmen gehört und Kardashian habe in Panik geschrien. "Ich habe Kinder, ich muss am Leben bleiben, nehmt alles mit", habe Kim Kardashian geschrien. "Es war Terror." Die Stylistin schloss sich ihren Angaben zufolge im Bad ein und alarmierte Kims Schwester Kourtney und den Bodyguard, die in dem Moment noch in einem Nachtclub waren. Als die Räuber weg waren, sei Kim noch mit gefesselten Füßen in ihr Zimmer gekommen.
Ausländische Beschäftigte schließen Fachkräfte-Lücke
Viele Unternehmen in Deutschland suchen händeringend nach Fachkräften. Dank ausländischer Fachkräfte kann die Lücke insgesamt noch geschlossen werden - ohne sie wären die Beschäftigungszahlen bei Fachkräften in Deutschland einer Studie zufolge bereits heute rückläufig. Der Zuwachs von 600.000 beschäftigten Fachkräften zwischen 2015 und 2024 sei allein auf Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit zurückzuführen, erklärt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach ging auch das Plus von einer Million bei den Helfertätigkeiten "fast ausschließlich" auf diese Gruppe zurück.
Laut der Studie kamen in Westdeutschland auf 100 ältere Beschäftigte zwischen 58 und 62 Jahren 95 jüngere Menschen zwischen 28 und 32 Jahren. Im Osten sind es mit 68 Jüngeren nochmal deutlich weniger. Ohne die Fachkräfte und Helfer aus dem Ausland wäre der demografische Druck der Studie zufolge "deutlich höher", erklärt IAB-Forscherin Sarah Kuhn. Und der Bedarf bleibt: "Die Zuwanderung zu Erwerbszwecken ist bisher zu gering, um die Personallücken langfristig schließen zu können", erklärt Kuhn.
Nissan schreibt Megaverlust - Werkschließungen und massenhafter Jobabbau
Der japanische Autohersteller Nissan hat in seinem abgelaufenen Geschäftsjahr einen Milliardenverlust verzeichnet. Bis Ende März machte der Konzern unter dem Strich 671 Milliarden Yen (knapp 4,1 Milliarden Euro) Verlust, wie er mitteilte. Das hoch verschuldete Unternehmen plant nun den Abbau von 15 Prozent seiner weltweiten Arbeitskräfte und will sieben seiner insgesamt 17 Werke schließen.
Nissan hatte zuvor bereits den Abbau von weltweit 9000 Stellen angekündigt. Diese Zahl erhöhte das Unternehmen nun auf 20.000. Die Werkschließungen sollen bis 2027 erfolgen.
Mehr Meldungen aus der Welt der Aktien finden Sie in unserem "Börsen-Tag".
Promis trauern um Nadja Abd el Farrag: "Benutzt und emotional geprügelt"
Mit emotionalen Worten verabschieden sich viele Promis von Nadja Abd el Farrag, die mit 60 Jahren verstorben ist. In die Trauer mischt sich bei einigen auch Wut. So scheibt Jenny Elvers auf Instagram: "Alle die sie noch bis zum Schluss vor die Kamera gezerrt haben, sollten sich in Grund und Boden schämen!!!! Gute Reise, Nadja." Darunter kommentiert Simone Ballack, dass Abd el Farrag "benutzt und emotional geprügelt" worden sei. "Sie hat lange durchgehalten in dieser verrückten Welt." Julian F.M. Stoeckel schreibt: "Es tut mir so leid".
Depardieu wegen sexueller Übergriffe zu Bewährung verurteilt
Der französische Schauspieler Gérard Depardieu wird wegen sexueller Gewalt schuldig gesprochen. Ein Gericht in Paris verurteilt den 76-Jährigen wegen sexueller Übergriffe auf zwei Frauen bei Dreharbeiten zu 18 Monaten Haft auf Bewährung und ordnet eine behördliche Registrierung als Sexualstraftäter an. Der 76-Jährige müsse sich in psychologische Behandlung begeben, urteilt das Gericht weiter. Depardieu bestreitet die Vorwürfe. Sein Anwalt kündigt an, in Revision zu gehen. Es ist das erste Urteil gegen Depardieu wegen sexueller Gewalt. Zahlreiche weitere Frauen werfen dem Star Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung vor.
Robert F. Kennedy Jr. planscht mit Enkeln in verseuchtem Bach
Robert F. Kennedy Jr. hat in sozialen Medien Fotos von einem Familienausflug mit seinen Enkelkindern gepostet. Der Ausflug am Muttertag fliegt dem US-Gesundheitsminister nun um die Ohren. Die Bilder zeigen ihn und die Kinder, wie sie in einem Bach platschen: Die Kinder sind zumindest mit den Füßen im Wasser, der Gesundheitsminister taucht sogar ganz unter. Laut der "New York Times" handelt es sich dabei um einen verschmutzen Bach in Washington D.C., der als Abwasserkanal dient. Das Gewässer sei weitgehend mit Fäkalien verseucht, schreibt die Zeitung. Wegen der hohen Bakterienwerte ist es verboten, im Rock Creek Park zu baden oder im Wasser zu waten.
"Diddys" Töchter verlassen Gerichtssaal
Im Prozess gegen Sean "Diddy" Combs werden die ersten Zeugen vernommen. Einer von ihnen ist ein Sexarbeiter. Vor Gericht schilderte er am Montag mehrere Sex-Treffen mit Combs und dessen damaliger Freundin Casandra "Cassie" Ventura. Während seiner detaillierten Aussagen verließen Combs drei Töchter gleich zweimal den Gerichtssaal – beide Male während expliziter Schilderungen sexueller Begegnungen. Der Sexarbeiter behauptete, er sei von Ventura mit mehreren tausend Dollar dafür bezahlt worden, Sex mit ihr zu haben, während Combs ihnen zusah. Er sagte außerdem aus, er habe beobachtet, wie der Musiker gegenüber seiner damaligen Partnerin gewalttätig geworden sei. Gezeigt wurde zudem das Video, das bereits um die Welt ging, in dem Combs auf Ventura in einem Hotel einschlägt- und tritt. Ventura zählt zu den wichtigsten Zeugen. Sie könnte noch im Laufe des Tages aussagen, meldet TMZ.
Die Staatsanwaltschaft wirft Combs vor, Frauen und Männer sexuell missbraucht und mit Drohungen und Gewalt zur Teilnahme an Drogen- und Sex-Partys genötigt zu haben. Mit seinem Geschäftsimperium soll er ein kriminelles Unternehmen geschaffen haben, das sich auch der Entführung, Brandstiftung, Bestechung und Behinderung der Justiz schuldig machte. Angeklagt ist er unter anderem wegen Sexhandels und organisierter Kriminalität. Combs bestreitet die Vorwürfe. Seine Anwälte sagen, die sexuellen Kontakte ihres Mandanten seien einvernehmlich gewesen.
Güterzug in Hessen entgleist: Fernzüge werden umgeleitet
Ein Güterzugunfall sorgt für Einschränkungen im Bahnverkehr. Die Strecke zwischen Frankfurt und Kassel ist gesperrt. Gestern Abend waren bei Borken zwei Wagen eines Güterzugs entgleist, wie Polizei und Bahn mitteilen. Die Aufräumarbeiten laufen noch. Im Fernverkehr werden die Züge bis auf weiteres über Fulda und Hanau umgeleitet. Auch der Nahverkehr ist betroffen. Die Bahn sagt, dass zwischen Treysa und Wabern ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden sei. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar.
An Starmers Haus hat es gebrannt
Die britische Polizei ermittelt zu mutmaßlichen Brandanschlägen auf zwei Gebäude, die mit Premier Keir Starmer in Verbindung stehen. Die Polizei erklärt, es habe am frühen Montagmorgen einen Brand am ehemaligen Wohnhaus von Starmer in London gegeben. Der Eingang des Gebäudes sei beschädigt worden, aber niemand verletzt worden. Die Feuerwehr spricht von einem "kleinen Feuer", das schnell gelöscht war. Starmer wohnt zwar in seinem Amtssitz in der Downing Street, laut Medienberichten ist er aber weiterhin der Eigentümer des Hauses. Die BBC berichtet von einem zweiten Brand an einem Gebäude, bei dem es ebenfalls einen Bezug zu Starmer gebe. An der Eingangstür des Gebäudes mit Wohnungen habe es am Sonntag einen kleinen Brand gegeben. Rettungskräfte hätten eine Person über eine Treppe mit Atemschutzmasken in Sicherheit gebracht. Beamte der Anti-Terror-Einheit haben sich eingeschaltet.
Update von 09:21 Uhr: Es gibt eine Festnahme: Ein 21-Jähriger sei wegen des Verdachts auf Brandstiftung mit der Absicht, Leben zu gefährden, festgenommen worden, meldet die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Scotland Yard.
Musk profitiert von EU-Geldern
Von Elon Musk kontrollierte Unternehmen profitieren von EU-Geldern in dreistelliger Millionenhöhe. Das geht aus einem Schreiben der EU-Kommission an den deutschen Europaabgeordneten Daniel Freund hervor. So erhält etwa eine Tochterfirma von Tesla für die Errichtung von Ladestationen für E-Autos knapp 159 Millionen Euro. Rund 177 Millionen Euro gehen an SpaceX für den Start von Satelliten für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo mit Trägerraketen.
Der Grünen-Politiker Freund fordert, dass keine weiteren EU-Gelder an Unternehmen fließen, die von dem umstrittenen Unternehmer geführt oder kontrolliert werden. "Dieser Mann ist ein erklärter Feind der EU und unserer Grundwerte. Es kann nicht sein, dass wir dem reichsten Mann der Welt dann noch Hunderte Millionen an Subventionen zahlen", kritisiert Freund.
Zu den Geldern für SpaceX schreibt die EU-Kommission, die Aufträge für zwei Raketenstarts seien Ausnahmen gewesen, weil es mit den europäischen Trägerraketen Probleme gegeben habe.
Musk ist in der EU unter anderem wegen seiner Arbeit für US-Präsident Donald Trump und seiner offenen Unterstützung für die AfD in Deutschland umstritten.
Dobrindt verbietet Verein "Königreich Deutschland"
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verbietet den Verein "Königreich Deutschland". "Zweck und Tätigkeit des Vereins laufen den Strafgesetzen zuwider und richten sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung", erklärt sein Ministerium. Mit dem Verbot des Vereins sei die "größte Vereinigung" der "seit Jahren wachsenden Szene" der "sogenannten Reichsbürger und Selbstverwalter" verboten worden, sagt Dobrindt.
US-Regierung billigt milliardenschweren Waffenverkauf an Emirate
Die erste große Auslandsreise seiner Amtszeit führt US-Präsident Donald Trump nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Wirtschaftsbeziehungen stehen im Mittelpunkt, es werden mehrere Abkommen erwartet. Kurz nach Trumps Abreise aus Washington gibt seine Regierung nun grünes Licht für einen milliardenschweren Waffenverkauf an die Vereinigten Arabischen Emirate. Es geht um umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro. Der Deal umfasse Transporthubschrauber vom Typ CH-47F Chinook, Ausrüstungsgegenstände und Komponenten für F-16-Kampfjets, erklärt das US-Außenministerium. Der Verkauf muss noch vom US-Kongress genehmigt werden.
Berichte: Militär bombardiert Schule in Myanmar – viele Tote
In Myanmar hat das Militär Berichten zufolge eine Schule bombardiert. Mindestens 22 Menschen seien ums Leben gekommen, Dutzende weitere verletzt worden, heißt es von Augenzeugen und mehreren Medien. Unter den Todesopfern seien 20 Kinder und Jugendliche sowie zwei Lehrer. "Das waren doch nur Zivilisten und Schüler. Wie konnten sie unschuldigen Kindern das antun?", sagt die Augenzeugin Mar Mar Lwin, die in dem Dorf in der zentralen Region Sagaing als Rettungskraft arbeitet, der Deutschen Presse-Agentur.
Der staatliche Fernsehsender MRTV dementiert die Berichte und behauptet, subversive Medien würden absichtlich Falschmeldungen verbreiten. Die regierende Militärjunta geht seit ihrem Putsch vor mehr als vier Jahren immer wieder mit Luftangriffen gegen Widerstandsgruppen vor, trifft dabei aber oft Zivilisten.