Freitag, 08. November 2019Der Tag

mit Heidi Ulrich
22:37 Uhr

Das war Freitag, der 8. November 2019

Liebe Leser,

heute waren Dutzende Bergleute in Sachsen-Anhalt stundenlang in der Tiefe gefangen, nachdem es eine Verpuffung gegeben hatte. Überlebt haben alle Bergleute, allerdings wurden zwei von ihnen verletzt. Außerdem waren heute diese Meldungen wichtig:

Nochmal kurz zum Fußball: Köln hat im letzten Moment gegen Hoffenheim verloren. Köln unterlag mit 1:2, nachdem Hoffenheims Jürgen Locadia in der 98. Minute noch einen Elfmeter verwandelt hatte. Kurz nach dem Abpfiff kommt noch die Meldung, dass Köln den Vertrag von Sportchef Armin Veh mit sofortiger Wirkung aufgelöst hat.

Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen eine gute Nacht und ein schönes Wochenende!

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Ganz schön kalt könnte es auch am Wochenende werden. Unter anderem auf dem Brocken hat es heute geschneit.

(Foto: dpa)

 

22:11 Uhr

Trump: "Kleinem Michael" Bloomberg fehlt "Magie"

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Der Milliardär Michael Bloomberg erwäge ernsthaft, in das Rennen der Demokraten einzusteigen, sagte einer seiner Berater.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg überlegt anscheinend, sich als Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu bewerben. Offiziell angekündigt hat Bloomberg seine Kandidatur zwar noch nicht, US-Präsident Donald Trump hat aber schon reagiert. Er sagte, dem "kleinen Michael" Bloomberg fehle die nötige "Magie", die Wahlen in einem Jahr zu gewinnen. "Er wird nicht gut abschneiden." Bloombergs Kandidatur werde nur Joe Biden schaden, fügte er hinzu. Der frühere Vizepräsident Biden gilt bisher als Favorit im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Zuletzt gewannen jedoch einige seiner Rivalen an Boden, darunter die linke Senatorin Elizabeth Warren.

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21:44 Uhr

Todesfälle bei E-Zigaretten - mögliche Ursache gefunden

Was war der Auslöser für die Lungenerkrankungen in den USA in Zusammenhang mit E-Zigaretten? Die US-Gesundheitsbehörde CDC erklärt nun, ein aus Vitamin E gewonnenes Öl könnte eine Ursache sein.

  • "Es handelt sich um das erste Mal, dass wir eine mögliche besorgniserregende Chemikalie in Proben von Patienten mit diesen Lungenkrankheiten entdeckt haben", teilte die Behörde mit.
  • Bei einer Untersuchung von Proben von Lungenflüssigkeit von 29 erkrankten Patienten aus 10 Bundesstaaten sei das Öl in allen Proben gefunden worden. Es müssten aber noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden und es sei nicht auszuschließen, dass auch weitere Chemikalien zu den Erkrankungen beitrügen, hieß es.
  • 39 Menschen sind in den USA bislang nach dem Gebrauch von E-Zigaretten gestorben, mehr als 2000 erkrankten. In Deutschland und auch europaweit ist bislang kein ähnlicher Anstieg von Lungenschädigungen bekannt.
21:20 Uhr

Frosta ersetzt Plastiktüten durch Papiertüten

Wer im Supermarkt in die Tiefkühltruhe nach einem Frosta-Produkt greift, hat bald eine neuartige Papiertüte in der Hand. Ab Januar sollen alle Fertigprodukte darin und nicht mehr in Plastiktüten verpackt sein, sagte Frosta-Chef Ahlers der "Welt" und dem "Spiegel".

  • Die Papiertüten bestehen demnach aus zwei Lagen langfasrigen, reißfesten Papiers, das mit einem auf Pflanzenstärke basierenden Kleber zusammengehalten wird. Eine Kunststoffbeschichtung habe die Tüten nicht.
  • Die Verpackung sei voll kompostierbar, Frosta habe sie selbst entwickelt und zum Patent angemeldet, sagte Ahlers.
  • Wegen der aufwendigen Herstellung der neuen Verpackung sollen alle Produkte 20 Cent mehr kosten.
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20:59 Uhr

Türkei schickt IS-Anhänger ab Montag in Heimatländer

Die türkische Regierung macht anscheinend ihre Drohung wahr und will gefangene ausländische IS-Anhänger in ihre Heimatländer zurückschicken. "Wir haben euch gesagt, dass wir sie euch ausliefern werden. Am Montag werden wir damit beginnen", sagte der türkische Innenminister Süleyman Soylu laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Soylu hatte kürzlich gesagt, dass die Türkei fast 1200 ausländische IS-Anhänger gefangen halte. Allein während der jüngsten Offensive der Türkei in Nordsyrien seien 287 gefangen genommen worden. Die meisten Länder weigern sich, ihre Staatsbürger zurückzuholen, die für den IS gekämpft haben.

20:31 Uhr

Bärenmarke ruft Frischmilch zurück

Vorhin hatten wir schon den Milch-Rückruf von Weihenstephan (siehe Eintrag von 17:15), nun ruft auch Bärenmarke Milch zurück. Betroffen sei die Ein-Liter-Packung "Die frische Milch" (3,8 Prozent Fett) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30. November 2019, hieß es vom Unternehmen. Bei Routinekontrollen sei bei einzelnen Packungen eine Verunreinigung mit dem Keim Bacillus Cereus festgestellt worden, der zu Durchfall oder Erbrechen führen könne. Die Ursache für die Verunreinigung sei inzwischen beseitigt, andere Chargen und Artikel seien nicht betroffen, so Bärenmarke. Betroffene Verbraucher können beim Händler ihr Geld zurückbekommen - auch ohne Kassenbon.

19:51 Uhr

Reagan-Statue auf Dach der US-Botschaft enthüllt

Ein überlebensgroßer Ronald Reagan aus Bronze schaut nun von der Dachterrasse der US-Botschaft in Berlin herunter. US-Außenminister Pompeo hat die Statue des früheren US-Präsidenten heute enthüllt. Sie steht in der Nähe des Brandenburger Tors, wo Reagan 1987 den damaligen sowjetischen Führer Michail Gorbatschow aufforderte: "Reißen Sie diese Mauer nieder!" Dass die Statue auf dem Botschafts-Gelände ist, hat einen Grund. Die Berliner Stadtverwaltung hatte eine Reagan-Statue in den letzten Jahren immer wieder abgelehnt. Das sei unnötig, da Reagan schon Ehrenbürger Berlins sei, hieß es.

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19:21 Uhr

Waffenhersteller Heckler & Koch steht zum Verkauf

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Heckler & Koch beliefert die Bundeswehr und ist unter anderem der Hersteller des Standard-Sturmgewehrs G36.

(Foto: dpa)

Der hoch verschuldete Waffenhersteller Heckler & Koch steht, so wie es aussieht, zum Verkauf. Das Unternehmen aus Oberndorf in Baden-Württemberg erklärte, dass man Kenntnis habe von einem Übernahmeantrag beim Bundeswirtschaftsministerium. Es soll sich um einen Investor handeln, der schon jetzt in kleinerem Umfang an der Firma beteiligt ist und der die Mehrheit übernehmen will. Eine Änderung der bisherigen Firmenstrategie sei nicht zu erwarten, betonte die Firma. Bisher gehört Heckler & Koch zu knapp zwei Dritteln dem deutschen Investor Andreas Heeschen.

Der "Focus" berichtet, bei dem Kaufinteressenten handle es sich um ein Konglomerat von Firmen aus verschiedenen Ländern wie Barbados, USA, Neuseeland, Malta und Luxemburg. Das Bundeswirtschaftsministerium wisse seit einem Jahr von dem Übernahmevorhaben und lasse das Firmenkonglomerat vom Bundesnachrichtendienst überprüfen, heißt es in dem Bericht.

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18:57 Uhr

Ex-Minister zieht angeblich ins Dschungelcamp

Wer zieht im Januar ins Dschungelcamp ein? Darüber wird gerade mal wieder spekuliert. Die "Bild"-Zeitung will die meisten Kandidaten schon kennen. Sie schreibt, mit dabei seien unter anderem die Schauspielerin Sonja Kirchberger, der Gewinner von "Deutschland sucht den Superstar" von 2016, Prince Damien, sowie der ehemalige Box-Champion Sven Ottke und der frühere CDU-Politiker und Bundesverkehrsminister Günther Krause.

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18:40 Uhr

Scherzinger deutet Comback von Pussycat Dolls an

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Die Pussycat Dolls bei einem Auftritt 2006 in Köln.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Pussycat Dolls kehren möglicherweise zurück. Das hat die ehemalige Leadsängerin der Gruppe, Nicole Scherzinger, angedeutet. In der Sendung "The Jonathan Ross Show" sagte sie, dass eine "gute Chance" bestehe, dass die Girlgroup eine Reunion feiern wird. Die Dolls hatten mit ihrer ersten Single "Don't Cha" 2005 ihren größten Erfolg, tanzten und sangen sich durch sieben erfolgreiche Jahre und trennten sich schließlich 2010. Die ehemaligen Kolleginnen hätten danach jahrelang nicht miteinander gesprochen, sagte Scherzinger. "Ich kann noch nichts versprechen, aber ich würde es nicht ausschließen. Wir sind in Gesprächen."

18:10 Uhr

"Mein Kampf" bei Attentäter von Halle gefunden

Ermittler haben beim mutmaßlichen Attentäter von Halle Nazi-Propaganda gefunden. Auf Festplatten von Stephan B. seien Hitlers "Mein Kampf" sowie Hitler-Bilder und Hakenkreuze gewesen, schreibt der "Spiegel". Gefunden hätten die Ermittler auch einen Mittschnitt des antimuslimischen Massakers von Christchurch mit 51 Toten und andere Gewalt-Videos.

Vor einem Monat hatte der Täter versucht, eine Synagoge in Halle zu stürmen, um dort ein Massaker anzurichten. Als die Tür der Synagoge seinen Angriffen standhielt, erschoss er zwei Menschen. Stephan B. hat die Taten zugegeben, er nannte Antisemitismus als sein Motiv.

17:42 Uhr

Clan-Chef soll Deutschland binnen einer Woche verlassen

Zur geplanten Abschiebung des libanesischen Clan-Chefs Ibrahim Miri sind weitere Details bekannt geworden. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer sagte, Miri sei aufgefordert worden, Deutschland innerhalb einer Woche zu verlassen. Beamte würden ihn in diesem Fall an die Grenze eines Landes bringen, das bereit ist, ihn aufzunehmen. "Sollte er dieser Ausreisefrist nicht nachkommen, wird er in die Republik Libanon abgeschoben." Allerdings will Miris Verteidiger gegen die Bamf-Entscheidung noch Rechtsmittel einlegen.

Zuvor hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Miris Asylantrag als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt. Miri ist ein verurteilter Straftäter. Er war schon im Juli in den Libanon abgeschoben worden, kehrte letzten Monat aber verbotenerweise nach Deutschland zurück, beantragte in Bremen Asyl und wurde festgenommen.

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17:15 Uhr

Weihenstephan ruft Milch und Kakao zurück

Die Molkerei Weihenstephan ruft bundesweit Milch und Kakao zurück. Ein Produktionsfehler könne zum vorzeitigen Verderb der betroffenen Chargen führen, erklärte das Freisinger Unternehmen. Betroffen sind demnach die Ein-Liter-Tetrapacks von "Weihenstephan H-Milch 3,5%" mit Mindesthaltbarkeitsdatum 8. Januar 2020 sowie von "Weihenstephan H-Kakao" mit Mindesthaltbarkeitsdatum 19. Februar 2020. Ein technisches Problem sei schuld an dem Produktionsfehler, dieses sei aber inzwischen behoben, hieß es.

16:48 Uhr

Merkel verspricht USA "aktive Hilfe"

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Pompeo und Merkel in Berlin.

(Foto: imago images/Emmanuele Contini)

Die US-Regierung erwartet von den Europäern bekanntlich mehr Engagement, wenn es um das Thema Verteidigung geht – etwa durch höhere Militärausgaben der Nato-Partner. Die Ankündigung von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen, kam bei US-Außenminister Pompeo daher gut an. Alle müssten zusammenarbeiten, damit die Nato eine "wichtige Macht für das Gute in der Welt" bleibe, sagte er bei seinem Berlin-Besuch. Pompeo nannte Deutschland einen "enorm wichtigen Partner" und Kanzlerin Merkel eine "große Freundin der USA".

Merkel ihrerseits versprach, dass sich Deutschland weiterhin an der Bewältigung von internationalen Krisen beteiligen werde. Deutschland wolle "eine aktive Rollen spielen", sagte sie. Als Beispiele nannte sie die Konflikte in Afghanistan, Syrien und Libyen sowie in der Ukraine.

Unterschiedliche Auffassungen gibt es bei der Frage, ob der chinesische Konzern Huawei am Aufbau der 5G-Netzwerke beteiligt werden soll. Merkel schließt das nicht prinzipiell aus, Pompeo fordert, Huawei sollte ausgeschlossen werden.

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16:06 Uhr

Spurhalteassistent und Co. werden verpflichtend

Vom Rennwagen kommen wir zu alltagstauglichen Autos. Für die werden moderne Assistenzsysteme in der EU bald Pflicht. Die EU-Staaten haben einer entsprechenden Verordnung zugestimmt.

  • Ab Mai 2022 sind bei Neuwagen intelligente Assistenzsysteme zur Spurhaltung, Notbremsung oder Geschwindigkeitskontrolle verpflichtend. Zwei Jahre später gilt das auch für bestehende Modelle.
  • Die Sicherheitstechniken sollen helfen, die Zahl der Unfallopfer deutlich zu senken.
  • Auch Systeme zur Verringerung toter Winkel bei Lkw und Bussen, sogenannte Abbiegeassistenten, sind künftig vorgeschrieben. Das gilt ab November 2025 für neue Modelle und drei Jahre später für bestehende Modelle.

Was denken Sie? Ist diese Vorschrift sinnvoll, um die Zahl schwerer Unfälle zu reduzieren?

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15:28 Uhr

Rennwagen fährt über tschechische Autobahn

Da staunten die Autofahrer auf einer Autobahn in Tschechien nicht schlecht, als ein knallroter Rennwagen wie aus der Formel 2 an ihnen vorbeizog. Der Rennwagen hatte allerdings weder eine Straßenzulassung, noch Kennzeichnen, Blinker oder Scheinwerfer. Vor knapp zwei Monaten war der 600-PS-Flitzer bei Pribram in der Region Mittelböhmen unterwegs gewesen. Nun hat die Polizei den 45-jährigen Fahrer ausfindig gemacht. Dem blüht eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 400 Euro, außerdem könnte sein Führerschein für bis zu ein Jahr einkassiert werden.

 

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15:09 Uhr

Ufo droht mit Streiks bei weiteren Airlines

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Demo von Flugbegleitern am Flughafen in Frankfurt am Main.

(Foto: REUTERS)

Hunderte Flüge sind wegen des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter schon ausgefallen, nächste Woche könnte es an deutschen Flughäfen noch chaotischer zugehen. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat damit gedroht, ihre Streiks auf andere Lufthansa-Gesellschaften auszuweiten. Das könnte dann Flüge von Germanwings, Eurowings Deutschland, LufthansaCityLine und SunExpress Deutschland betreffen. Noch ist es nur eine Drohnung. Am Wochenende sprechen Ufo und die Lufthansa über eine mögliche Schlichtung im Tarifkonflikt. Der Streikt läuft nun den zweiten Tag. Die Lufthansa hat bisher 1300 Flüge gestrichen. 180.000 Passagiere sind davon betroffen.

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14:44 Uhr

Audi ruft 40.000 Dieselautos zurück

Der nächste Rückruf wegen des Abgasskandals steht an: Audi muss rund 40.000 Dieselautos in die Werkstätten zurückrufen. Es gehe um Autos der Modellreihen A4 und A6 mit Sechszylinder-TDI-Motoren aus den Jahren 2004 bis 2009, sagten Sprecher von Audi und vom Kraftfahrtbundesamt. Audi muss aus der Motorsteuerung unzulässige Programme entfernen, mit denen die Fahrzeuge die erlaubten Stickoxid-Abgasgrenzwerte nur auf dem Prüfstand einhalten, auf der Straße jedoch überschreiten.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Hallo liebe Leser!

Für den Kollegen Janis Peitsch hat soeben das Wochenende begonnen und zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls ist hier in Berlin auf jeden Fall einiges los. Ich halte noch bis zum späten Abend im Büro die Stellung und bin gespannt, was der Tag noch so bringt. Bei Fragen oder Kritik erreichen Sie mich über heidi.ulrich(at)nachrichtenmanufaktur.de.

14:20 Uhr

Deutschland muss Mutter und Kinder aus Syrien zurückholen

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden: Deutschland muss eine aus Wolfsburg stammende Mutter zusammen mit ihren drei kleinen Kindern aus einem syrischen Lager zurückholen.

  • Die Deutsche war laut Gericht 2014 mit zwei der drei Kinder in das Gebiet des Islamischen Staats (IS) gereist, das dritte Kind wurde dort geboren.
  • Das Auswärtige Amt hatte demnach die Rückholung der Kinder aus dem Lager Al-Hol im Nordosten Syriens bereits in die Wege geleitet, die der Mutter aber abgelehnt.
  • Begründung: Die Sicherheitsbelange der Bundesrepublik stünden einer Rückkehr der Frau entgegen, da sie sich der Terrormiliz IS angeschlossen habe.
  • Das Oberverwaltungsgericht entschied nun aber, die zwei, sieben und acht Jahre alten Kinder müssten gemeinsam mit ihrer Mutter zurück nach Deutschland. Die Kleinen seien traumatisiert und zwingend auf den Schutz und die Betreuung ihrer Mutter angewiesen.
  • Der Schutz des familiären Verbundes nach dem Grundgesetz habe in diesem Fall Vorrang, so die Richter.
13:56 Uhr

Polizistin gesteht Giftanschlag auf Ehemann

Der erste Prozesstag begann mit einem Geständnis: Vor dem Landgericht Tübingen hat eine Polizistin zugegeben, dass sie ihren Ehemann vergiften und töten wollte.

  • Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die 40-Jährige aus Angst vor dem Verlust des Sorgerechts für ihre zwei Kinder handelte.
  • Die 40 Jahre alte Mutter zweier Kinder gab an, ihr 52 Jahre alter Ehemann - ebenfalls Polizeibeamter - habe sie psychisch unter Druck gesetzt.
  • Um ihn zu töten, habe die Frau ihm im Februar in der gemeinsamen Wohnung Insulin gespritzt. Die Staatsanwaltschaft spricht von einer Überdosis.
  • Auf Drängen des Sohnes rief die 40-Jährige laut Anklage aber den Rettungsdienst, so dass der Mann überlebte.
  • Angeklagt ist auch eine Kollegin. Sie soll das Insulin besorgt haben, das dem Ehemann verabreicht wurde
13:32 Uhr

Sprengte 58-Jähriger Haus wegen Zwangsversteigerung in die Luft?

Gestern sorgte der Fund einer männlichen Leiche in den Trümmern eines explodierten Hauses im mittelfränkischen Ansbach für Schlagzeilen.

  • Ermittler glauben mittlerweile, dass der tote 58-Jährige die Explosion selbst auslöste. Er habe vermutlich ein Benzin-Gas-Gemisch zur Detonation gebracht, teilte das Polizeipräsidium in Nürnberg mit.
  • Die Polizei prüft nun, ob es einen Zusammenhang mit einer öffentlich bekannt gemachten Zwangsversteigerung des Gebäudes gibt.
  • Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion des Leichnams des Mannes an.
  • Hinweise auf den Aufenthalt Unbekannter in dem Gebäude, die für die Explosion verantwortlich sein könnten, gebe es nicht. 
13:10 Uhr

Whatsapp experimentiert mit Onlineshopping

Whatsapp testet derzeit eine Katalogfunktion. Wie der Messengerdienst in einem Blogeintrag schreibt, erhalten Firmen damit die Möglichkeit, ihre Waren besser in der App zu präsentieren. 

Demnach sollen die Kataloge Produktlisten mit Fotos, Kurzbeschreibungen und Preisen für interessierte Kunden enthalten.

Bestellen können die Kunden die angebotenen Waren aber noch nicht. Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass diese Funktion später eingeführt wird. Bei der Schwester-App Instagram ist eine entsprechende Kauf-Funktion bereits implementiert.

12:47 Uhr

Bericht: Aslyantrag von Clanchef Miri abgelehnt

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat der Zeitung "Welt" zufolge den Asylantrag des libanesischen Clanchefs Ibrahim Miri abgelehnt.

Der Schwerkriminelle war nach seiner Abschiebung in den Libanon vergangene Woche illegal zurück nach Deutschland gekommen. Als Begründung führte er an, dass er im Libanon verfolgt werde.

Weil Miri mit der Rückkehr gegen seine Wiedereinreisesperre verstieß, wurde gegen ihn anschließend Abschiebehaft verhängt. Innenminister Horst Seehofer will sich um 13.30 Uhr zu dem Fall äußern.

 

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12:05 Uhr

Drogen bei Pete Doherty - Musiker in Paris festgenommen

Seine Beziehung mit Model Kate Moss brachte ihm ebenso Schlagzeilen ein, wie sein exzessiver Drogenkonsum. Nun hat Pete Doherty erneut Ärger wegen Betäubungsmitteln.

  • Der britische Rockmusiker wurde in Paris wegen des Erwerbs von Drogen festgenommen, bestätigte die Staatsanwaltschaft in der französischen Hauptstadt. 
  • Die Zeitung "Le Point" schrieb zuvor, dass bei Doherty Kokain gefunden worden sei.
  • Er habe zum Zeitpunkt seiner Festnahme im Stadtteil Pigalle unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol gestanden.

 

11:09 Uhr

Igel verletzt: Polizei stoppt mutmaßliche Tierquäler

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Der Igel wurde bei dem Vorfall verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gleich mehrere Streifenwagen der Rostocker Polizei sind ausgerückt, um drei mutmaßliche Igelquäler zu verfolgen.

  • Ein aufmerksamer Anwohner meldete am späten Donnerstagabend über den Notruf, dass mehrere Männer das Tier mit Tritten traktiert hätten, wie die Polizei am Freitag mitteilte.
  • Dabei soll der Igel auch gegen den Reifen eines parkenden Autos geflogen sein. Entsprechende Stachel wurden in einem Reifen entdeckt.
  • In der Nähe des Tatorts wurden drei Tatverdächtige im Alter von 18, 23 und 27 Jahren gestellt. Gegen sie wird nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.
  • Um den verletzten Igel kümmerte sich unterdessen der aufmerksame Anwohner.
10:51 Uhr
Breaking News

Explosion in Bergwerk bei Halle: Arbeiter unter Tage eingeschlossen

Auf dem Gelände des Bergwerks Teutschenthal hat sich nach Angaben der Polizei eine Explosion ereignet. Mehrere Personen sollen unter Tage eingeschlossen sein.

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10:28 Uhr

Missbrauchsfall in NRW: Verdächtige sollen Kinder getauscht haben

Die Ermittlungen wegen schweren Missbrauchs von Kindern in Bergisch Gladbach weiten sich aus. Nun wird bekannt, dass zwei der mutmaßlichen Täter ihre Kinder getauscht haben sollen. Es gebe "sehr deutliche Hinweise" darauf, "dass sich mindestens zwei der beschuldigten Männer die eigenen Kinder gegenseitig zugeführt haben", sagte der zuständige Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer dem "Spiegel".

Das Ausmaß des Kindesmissbrauchsfalls nimmt nach Erkenntnissen der Ermittler immer größere Dimensionen an. Inzwischen hätten 153 Beamte sechs namentlich feststehende Tatverdächtige und neun Opfer ermittelt, hatte NRW-Innenminister Herbert Reul am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag berichtet. Die Opfer sind demnach zwischen einem und zehn Jahre alt.

09:48 Uhr

Berlin: Jeder vierte Polizist hat ein Alkoholproblem

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Viele Berliner Polizisten haben ein Problem mit Alkohol.

(Foto: picture alliance/dpa)

Um die Gesundheit vieler Polizeibeamter in der Bundeshauptstadt ist es nicht gut bestellt. Wie der Berliner Kurier unter Berufung auf eine Studie der Freien Universität meldet, haben 25,5 Prozent der Beamten einen riskanten Alkoholkonsum. 19 Prozent der Ordnungshüter leiden unter Burnout-Symptomen, 22 Prozent zeigen Anzeichen von Angststörungen oder Depressionen.

Grund für die von der Polizei in Auftrag gegebene Studie sind die vielen Krankheitsfälle und Versetzungen in den Ruhestand wegen psychischer Störungen. Durch die Studie sollen nun Maßnahmen im Gesundheitsmanagement und der Personalentwicklung erarbeitet werden.

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08:54 Uhr

Stiefmutter soll Vierjährigen getötet haben

Schockierende Nachricht aus Bayern: Eine junge Frau soll in der Gemeinde Eschenbach ihren vier Jahre alten Stiefsohn getötet haben. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

  • Die 25 Jahre alte Stiefmutter, eine Philippinerin, hatte laut der Polizei in der Nacht zum Montag den Notruf alarmiert, weil das Kind bewusstlos war und nicht atmete.
  • Rettungskräfte konnten den Jungen nicht wiederbeleben.
  • Rechtsmediziner stellten später fest, dass das Kind wegen zunächst nicht sichtbarer Gewalteinwirkung starb.
  • Die Frau sitzt nun wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft.
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08:13 Uhr

Gauck hält die AfD für überflüssig

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Joachim Gauck hat eine klare Meinung zur AfD.

(Foto: picture alliance/dpa)

Joachim Gauck hält die AfD für eine überflüssige Partei. "Ich habe keinerlei Sympathie für die AfD oder sonstige Radikale, kann die niemals wählen und halte sie sogar für verzichtbar", sagte der frühere Bundespräsident der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Zugleich warnte er jedoch davor, alle Wähler der AfD pauschal als Faschisten abzustempeln. Nötig sei eine Form von Toleranz, die nicht einfach abnicke: "Okay, du bist so, und ich bin so. Toleranz kann auch heißen: Ich kämpfe mit denen, deren Ideologie ich ablehne, sehe sie aber nicht als Feinde", betonte Gauck. Feinde seien diejenigen, die Hass schürten oder sogar zu Gewalt griffen.

07:52 Uhr

Als Johann Georg Elser beinahe Adolf Hitler tötete

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Wussten Sie, dass … ein 36-jähriger Schwabe heute vor 80 Jahren tragisch mit einem Anschlag auf Adolf Hitler sowie die NS-Führungsriege gescheitert ist? Am 8. November 1939 verübt Johann Georg Elser im Münchner Bürgerbräukeller ein Bombenattentat, das nur misslingt, weil das Novemberwetter den Zeitplan des Diktators ändert.

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Eine von Johann Georg Elser gebaute Bombe zertrümmert am 8. November 1939 den Saal des Münchner Bürgerbräukellers, doch Adolf Hitler ist bereits abgereist.

(Foto: picture alliance/dpa)

Neugierig geworden? Dann lesen Sie hier mehr dazu.

Das passierte außerdem am 8. November:

  • Vor 8 Jahren geht bei der Jenaer Polizei ein Anruf mit den Worten "Guten Tag, hier ist Beate Zschäpe" ein. Wenig später stellt sich die NSU-Rechtsterroristin.
  • Vor 30 Jahren erlegt der kurz zuvor entmachtete DDR-Staatschef Erich Honecker seinen letzten Hirsch in der brandenburgischen Schorfheide.
  • Vor 110 Jahren erreicht der französische Rennfahrer Victor Héméry als erster Mensch mit einem Auto eine Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde. Sein damaliger Wagen ist ein sogenannter Blitzen-Benz.
  • Vor 124 Jahren entdeckt Wilhelm Conrad Röntgen die später nach ihm benannte X-Strahlung.
  • Vor 334 Jahren erlässt der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm das Edikt von Potsdam. Dieses sichert den französischen Hugenotten unter anderem Glaubensfreiheit in Brandenburg zu.

Wir gratulieren …

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    Ishiguro erhielt vor zwei Jahren den Literatur-Nobelpreis.

    (Foto: imago/Kyodo News)

    Kazuo Ishiguro, britischer Sir und Literatur-Nobelpreisträger ("Was vom Tage übrigblieb"), zum 65. Geburtstag.
  • Gabriele Krone-Schmalz, preisgekrönte ARD-Journalistin mit mephistophelisch-zackiger Frisur, zum 70. Geburtstag.
  • Alain Delon, französische Filmikone und einstiges Sexsymbol, zum 84. Geburtstag.
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Redakteur Christoph Rieke wirft in "Riekes Rückspiegel" täglich einen Blick in die Vergangenheit.

07:19 Uhr

Gorbatschow wirft Westen "Siegergehabe" vor

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Michail Gorbatschow zeigt auf einem Treffen in der Gorbatschow-Stiftung am 5. November 2019 ein Stück der Mauer, das ihm von Bundestagsmitglied Lamers überreicht wurde.

(Foto: Nikita Markov/Deutsche Botschaft Moskau /dpa)

In Deutschland genießt der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow wegen seiner Reformen großen Respekt. In Russland jedoch gilt er vielen als Totengräber der Sowjetunion. Nun, 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, wirft der 88-Jährige dem Westen vor, sich zum "Sieger des Kalten Krieges" aufgeschwungen zu haben.

  • Es sei ein Fehler gewesen, dass Europa nach dem Ende der Konfrontation zwischen Ost und West keine eigene, moderne Sicherheitsarchitektur geschaffen habe, sagte Gorbatschow den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
  • Eine solche Sicherheitsinfrastruktur sei mit dem damaligen französischen Präsidenten François Mitterrand, dem deutschen Außenminister Hans-Dietrich Genscher und US-Sicherheitsberater Brent Scowcroft abgesprochen gewesen, dann aber in Vergessenheit geraten. 
  • "Stattdessen erklärte der Westen, er habe den Kalten Krieg gewonnen. Dieses Siegergehabe war ein großer Fehler des Westens", betonte Gorbatschow.
  • Russland und die USA müssten sich wieder an den Verhandlungstisch setzen, forderte er.
07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

auch der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Mauergedenkens. Der Bundestag erinnert zu Beginn seiner Sitzung an den Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren. Folgende Themen stehen ebenfalls auf der Tagesordnung:

  • US-Außenminister Pompeo trifft zum Abschluss seines Deutschland-Besuches Kanzlerin Merkel.
  • Zwei fürs "Containern" verurteilte Studentinnen legen Klage beim Bundesverfassungsgericht ein.
  • Der Bundesrat stimmt über die Grundsteuer und die Besserstellung von Paketboten ab.
  • Zwei Polizistinnen stehen wegen eines versuchten Giftmordes in Tübingen vor Gericht.

Bis zum Nachmittag gebe ich Ihnen im "Tag" einen Überblick über das Nachrichtengeschehen. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie mich unter janis.peitsch[at]nama.de

06:41 Uhr

Der Winter kündigt sich an

Ein Dauerhoch ist nicht in Sicht, dafür naht heute der nächste Tiefausläufer. Der gehört zu Tief "Carletto" und zieht jetzt von Norditalien über die Alpen bis an die Ostsee. Hierbei regnet es teilweise recht ergiebig mit 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter.

Gleichzeitig sorgt die kalte Luft dafür, dass die Schneefallgrenze sinkt und dass wir in einigen Mittelgebirgslagen den ersten Schnee der Saison bekommen. Das gilt im Süden und Osten, wo die Flocken vorübergehend auf 500 bis 800 Meter runterrieseln können. Außerdem droht nachts wieder häufiger Frost oder Bodenfrost mit Glättegefahr durch Reif oder gefrierende Nässe. Kurzum: der Frühwinter klopft an.

Und auch heute geht es teils schon mal mit leichtem Frost los. Das gilt vor allem im Westen, wo neben Scheibenkratzen auch vereinzelte Reifglätte nicht auszuschließen ist. Am mildesten ist es noch an den Küsten von Nord- und Ostsee bei Frühwerten von 7 bis 9 Grad. Tagsüber erwartet uns dann eine Zweiteilung beim Wetter: Von Nordrhein-Westfalen bis herauf nach Schleswig-Holstein bleibt es freundlich und trocken und sie können sich häufiger auf 5 bis 7 Sonnenstunden freuen.

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Björn Alexander.

Ansonsten drückt "Carletto" seine Regenwolken von Süden heran. Das merken Sie zuerst in Bayern und Baden-Württemberg, von wo aus sich die Wolken im Tagesverlauf bis in den Osten ausbreiten. Hierbei sinkt die Schneefallgrenze in den stärksten Niederschlägen am Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und im Allgäu bereits auf 700 Meter und Sie müssen dort zum Teil mit glatten Straßen rechnen.

Die Temperaturen bringen es im Dauerregen gerade mal auf 3 bis 7 Grad. Im übrigen Land werden es 7 bis 10 Grad, wobei es ein vorerst letztes Mal für zweistellige Temperaturen reicht. Am Wochenende und darüber hinaus bleibt es nämlich kalt. Hier die Details, mit denen ich Ihnen einen guten Start in den Tag sowie ein hoffentlich ganz entspanntes Wochenende wünsche. Ihr Björn Alexander

06:02 Uhr

Blutüberströmter Mann kollabiert in Kneipe

Ein schwer verletzter Mann ist in der Nacht in Bremen blutüberströmt in ein Lokal gegangen und dort zusammengebrochen.

  • Der Mann wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte.
  • Ob er lebensbedrohlich verletzt wurde, ist bislang unklar.
  • Der Mann war vermutlich unmittelbar vor der Kneipe im Stadtteil Steintor in eine Messerstecherei verwickelt gewesen.