mit Tobias HauserKlingbeil: Parteitag wird zum Jahreswechsel gesamte SPD-Spitze neu wählen
Nach dem Rücktritt von SPD-Ko-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas wird ein Bundesparteitag "um den Jahreswechsel" herum über die künftige SPD-Führung entscheiden. Dabei werde "die gesamte Führungsriege der SPD dann zur Wahl anstehen", sagte der verbliebene SPD-Ko-Vorsitzende Lars Klingbeil am Montag in Berlin. An der Doppelspitze beim SPD-Vorsitz will die Klingbeil demnach festhalten.
Höhlenforscher sitzt auf Sardinien in zehn Metern Tiefe fest
Mit einem großen Aufgebot an Helfern läuft in Italien eine Rettungsaktion für einen Höhlenforscher, der in zehn Metern Tiefe festsitzt. Ein Hangrutsch verschüttete den Eingang zu der Höhle bei Urzulei auf Sardinien, wie die italienische Bergrettung mitteilte. Der 31 Jahre alte Mann sitzt demnach seit Sonntagnachmittag fest. Bei ihm handelt es sich um einen Italiener. Die Rettungsarbeiten hätten die ganze Nacht angedauert und würden fortgesetzt, teilte die Bergrettung weiter mit.
Die Einsatzkräfte, die sich durch die Geröllmassen zu ihm vor graben, konnten demnach inzwischen Kontakt zu dem Mann aufnehmen. Er sei am Leben und bei Bewusstsein. Die Bergungsarbeiten gestalten sich nach Angaben der Rettungskräfte äußerst schwierig. Mehr als 30 Einsatzkräfte der Berg- und Höhlenrettung arbeiten mit Unterstützung der Feuerwehr daran, das Material, das den Höhleneingang versperrt, von Hand zu entfernen. Sie wollen so zu dem Mann vordringen, der vermutlich unter weiteren Trümmern unterschiedlicher Größe begraben liegt.
Überwachungsvideo: Bus fuhr rückwärts auf der Autobahn
In der Türkei kommt es am Sonntag auf einer Autobahn zu einem fatalen Unfall. Ein Lkw kracht in einen Reisebus - elf Menschen sterben, viele weitere werden verletzt. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen nun den Moment des Unglücks und den Unfallhergang. Offenbar versuchte der Busfahrer ein riskantes Manöver.
Klingbeil sagt wegen Bas-Rücktritt kurzfristig Reise ab
Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil verzichtet angesichts des Rückzugs seiner Co-Parteivorsitzenden Bärbel Bas auf einen geplanten Besuch in Indien. Wegen der aktuellen Entwicklungen in Berlin müsse Klingbeil seine für heute geplante Reise nach Indien kurzfristig absagen, hieß es aus dem Ministerium. In der Hauptstadt Neu-Delhi waren für Dienstag unter anderem Gespräche mit indischen Regierungsvertretern vorgesehen. Bas hatte ihren sofortigen Rücktritt vom Parteivorsitz und ihrem Amt als Bundesarbeitsministerin angekündigt.
Schwesig nennt Angriffe der Union auf Bas "unmenschlich"
Der Rücktritt von Bärbel Bas wirft auch neue Fragen zum Zusammenhalt in der Regierung auf. Kritik an der Union wird aus vielen Ecken laut, auch aus Bas' Partei. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat nach dem Rücktritt von SPD-Chefin Bärbel Bas das Verhalten der Union scharf kritisiert. "Mein Mitgefühl gilt Bärbel Bas", schrieb die SPD-Landeschefin am Morgen auf der Plattform X. "Ich wünsche ihr viel Kraft in dieser schweren Situation. Persönlich danke ich Bärbel Bas für die gute Zusammenarbeit! Die Attacken der CDU - trotz ihrer persönlichen schweren Situation - waren unmenschlich und rücksichtslos."
Bas hatte am Montagmorgen bekannt gegeben, als Arbeitsministerin und SPD-Chefin zurückzutreten. Sie begründete den Schritt in einer öffentlichen Mitteilung mit dem Tod ihrer Stieftochter und mit öffentlichen Angriffen auf sich, auch aus den Reihen des Koalitionspartners, der Union.
"Werden Freiheit nicht aufgeben": Taiwan kritisiert China
Taiwan hat Chinas Ankündigung mehrerer Schieß- und Militärübungen in Gewässern entlang der Festlandküste kritisiert. Chinas wiederholte Übungen im Indopazifik sorgten für Unsicherheit in der Region, sagte Verteidigungsminister Wellington Koo in Taipei. Das taiwanische Militär werde die Lage eng nach dem Prinzip, auf das Schlimmste vorbereitet zu sein, beobachten, erklärte er.
Koo zufolge erwartet Taiwan, dass an der chinesischen Küste stationierte Einheiten trainieren werden. Chinas Behörde für maritime Sicherheit hatte die ab heute beginnenden Übungen parallel zum Nationalfeiertag Taiwans am Samstag per Navigationswarnung für die Schifffahrt angekündigt. Betroffen sind etwa Gebiete im Ostchinesischen, Südchinesischen und dem Gelben Meer. Die Übungen erfolgen wenige Tage nach der Rede von Taiwans Präsident Lai Ching-te zum Nationalfeiertag. Darin hatte er China kritisiert, Druck mit militärischen Aktivitäten auszuüben. "Taiwan schätzt Frieden, doch wir werden unsere Freiheit nicht aufgeben", hatte der Chef der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) betont.
Alexander Schweitzer wird neuer Bundesarbeitsminister
Bärbel Bas tritt von zwei Ämtern zurück - die Suche nach ihrem Nachfolger ist indes schon abgeschlossen. Alexander Schweitzer soll aus Mainz in die Hauptstadt wechseln.
Toby Maguire leitet kurz nach der Scheidung die Trauung seiner Ex-Frau
Nur wenige Wochen nach ihrer offiziellen Scheidung hat Tobey Maguire die Hochzeit seiner Ex-Frau Jennifer Meyer geleitet. Die Schmuckdesignerin heiratete Geoffrey Ogunlesi, Sohn des nigerianischen Rechtsanwalts und Investmentbankers Adebayo Ogunlesi, wie das Magazin "People" berichtete. Die Feier fand demnach auf der hawaiianischen Insel Lanai statt. Gäste waren laut "People" unter anderem Courteney Cox, Leonardo DiCaprio, Jeff Bezos und seine Frau Lauren Sánchez Bezos. Schauspieler Maguire ("Spider-Man", "Der große Gatsby") leitete die Trauung. Exklusive Fotos des "People"-Magazins von der Zeremonie zeigen ihn im Anzug vor dem küssenden Hochzeitspaar stehend.
Maguire und Jennifer Meyer sind bereits seit zehn Jahren getrennt, vor sechs Jahren reichten sie die Scheidung ein. Rechtskräftig wurde diese laut "People" erst am 21. September dieses Jahres. Das Paar heiratete im Jahr 2007 und bekam einen gemeinsamen Sohn und eine Tochter. Meyer und Ogunlesi wurden im Frühjahr Eltern eines kleinen Mädchens.
Bärbel Bas tritt als SPD-Chefin und Arbeitsministerin zurück
Bärbel Bas tritt als Arbeitsministerin und als SPD-Chefin zurück. Sie begründete den Schritt in einer öffentlichen Mitteilung mit dem Tod ihrer Stieftochter und mit öffentlichen Angriffen auf sich, auch aus den Reihen des Koalitionspartners, der Union.
Hype um ein Fohlen - für 75.000 Euro aus Brandenburg nach Dubai
Welche Fell-Pracht: Ein wild geschecktes Hengstfohlen aus dem brandenburgischen Fehrbellin erfreut derzeit Pferdefreunde weit über die Grenzen des Bundeslandes hinaus. Im Netz sind die Videos von dem farbenfrohen Tigerschecken mit dem Namen J-Nimon K ein Renner. Einen besonderen Bekanntheitsschub erlangte das Tier, als es für stattliche 75.000 Euro bei einer Versteigerung in Wien verkauft wurde.
Doch was ist das Besondere an dem grazilen Fohlen? "Eindeutig die Farbe", sagt Züchter Steffen Krehl. J-Nimon K sehe mehr oder weniger aus wie ein Dalmatiner, ein Dalmatiner-Zebra oder eine Giraffe. "Wo ich ihn das erste Mal im Gras habe liegen sehen, habe ich gedacht: Oh, ein kleiner Hund. So sah es aus." Das rund 5 Monate alte Tier bleibt nun noch für ein paar Wochen bei seiner Mutter, ehe es von ihr getrennt wird. Dann entscheidet sich, ob es für das Fohlen direkt zu seinem Käufer nach Dubai geht oder es womöglich erst noch in einem Gestüt in Europa ausgebildet wird.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen lieben Leserinnen und Leser,
Donald Trump ärgert sich wieder einmal über den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Kritik an seinem Diesel-Deal mit Kremlchef Wladimir Putin verbittet sich der US-Präsident hingegen. Auf den Unmut in Kiew über das Geschäft, das Putins Kriegskasse füttert, reagiert Trump mit dem Vorschlag, die Ukrainer mögen sich doch per Neuwahl einen neuen Präsidenten suchen. Zu alledem verkündete er einen angeblichen Nichtangriffspakt, der erstmal nur für Energieanlagen in beiden Ländern gelten soll, und zwar sofort - von dem Selenskyj nach eigenem Bekunden aber nichts weiß. Russland scheint dem Willen Trumps nicht zu folgen und seine Angriffe auf ukrainische Energieanlagen fortzusetzen. Zumindest die Außenminister der EU wollen Selenskyj heute mit neuen Sanktionen den Rücken stärken - und so viele Unterstützer der russischen Kriegsmaschinerie ins Visier nehmen wie nie zuvor.
Ansonsten steht noch folgendes an:
Findet die CDU einen Weg aus ihrer existenziellen Krise? Die Parteiführung schließt heute ihre zweitägigen Beratungen über die Konsequenzen aus der Serie krachender Niederlagen bei den Landtagswahlen im September ab und stellt anschließend Ergebnisse vor.
Der Prozess gegen den früheren Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wird um 9.30 Uhr mit der Vernehmung der Hauptzeugen fortgesetzt.
Gymnasiasten und Studenten in Frankreich wollen den Druck auf die Regierung mit weiteren Protesten erhöhen.
In Stockholm wird um 11.45 Uhr über den letzten Nobelpreis des Jahres entschieden. Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften gibt bekannt, wer den Wirtschaftsnobelpreis erhält.
In Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin beginnen die Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und Linken.
Und damit weiter mit den Nachrichten des Tages! Sie erreichen mich unter tobias.hauser@ntv.de
Klaus Ernst droht BSW bei AfD-Zusammenarbeit mit Austritt
Klaus Ernst droht dem BSW mit Austritt, wenn seine Partei ihr Verhältnis mit der AfD nicht klärt. Er fordert eine klare Abgrenzung. "Die schleichende Verschiebung des Kurses des BSW nach rechts ist unakzeptabel und widerspricht dem Gründungskonsens der Partei", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". "Wie viele andere Mitglieder mit gewerkschaftlichem Hintergrund frage ich mich, ob ich noch in der richtigen Partei bin."
"Eine Tolerierung von Klüngelei mit der AfD wurde nie im Bundesvorstand beschlossen", betont Ernst, der im Bundesvorstand des BSW ist und bis zum Wochenende Co-Landesvorsitzender in Bayern war. "Eine Mitgliedschaft im BSW hängt für mich von der Klärung des Verhältnisses zur AfD ab." Das BSW dürfe der AfD "nicht in Ämter und in Verantwortung verhelfen, wenn sich das verhindern lässt".
BSW-Politiker nahmen zudem an einer Feier des rechten Magazins Compact in Magdeburg teil, bei der auch AfD-Politiker zu Gast waren. "Dass sich die BSW-Fraktion in Sachsen-Anhalt zu Feier-Runden in den Räumen des rechtsextremen Magazins Compact trifft, kann ich niemand mehr erklären und führt zu Austritten", sagt Ernst. "Das geht über die Zustimmung zu Anträgen weit hinaus."
US-Richterin schiebt Trumps "politischer Propaganda" den Riegel vor
Eine US-Richterin hat der Regierung von Präsident Donald Trump vor den Kongresswahlen die Ausstrahlung steuerfinanzierter Wahlwerbung für den Amtsinhaber untersagt. Die Bezirksrichterin Jennifer Rochon in Manhattan erließ am Sonntag (Ortszeit) eine entsprechende einstweilige Verfügung. Geklagt hatte unter anderem die Kontrollorganisation Common Cause. Sie warf der Regierung vor, bei den seit Ende September laufenden Spots handele es sich nicht um Mitteilungen von öffentlichem Interesse, sondern um politische Propaganda zugunsten der Republikaner für die Wahlen am 3. November. Das Justizministerium nahm zu der richterlichen Anordnung zunächst nicht Stellung.
Das Weiße Haus teilte in dieser Woche mit, die künftigen Kosten werde Trumps politisches Aktionskomitee MAGA PAC übernehmen. Steuergelder für ausgestrahlte Spots, die den Hinweis trugen, seien von der US-Regierung bezahlt worden, würden jedoch nicht zurückerstattet. Einer am Samstag eingereichten Gerichtserklärung zufolge hatte die Regierung allerdings bereits geplant, die Ausstrahlung der Spots schon vor der richterlichen Anordnung einzustellen.
