Angriffe auf KraftwerkeSelenskyj: Moskau attackiert trotz Trumps Waffenruhe weiter

Am frühen Nachmittag verkündet US-Präsident Trump eine "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine. Schon wenige Stunden später zeigt sich, Moskau hält davon relativ wenig. Selenskyj kritisiert weitere Angriffe auf Kraftwerke.
Das russische Militär hat nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Heizkraftwerk in der Großstadt Charkiw im Osten des Landes angegriffen und beschädigt. In seiner abendlichen Videoansprache ließ Selenskyj jedoch offen, ob die Attacke vor oder nach der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Waffenruhe für Attacken auf Energieanlagen erfolgte. Auf X betonte er dann, dass der Angriff nach Trumps Ankündigung am frühen Nachmittag geschah.
Bei dem Angriff mit Drohnen und Gleitbomben wurden nach Angaben der örtlichen Behörden sechs Menschen verletzt, unter ihnen ein Kind. Schon zuvor, unmittelbar vor einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, sei ein Kraftwerk in Kiew mit russischen Shahed-Drohnen beschossen worden, teilte Selenskyj auf X mit. Er habe von der Leyen von den "brutalen russischen Angriffen, die unvermindert anhalten", in Kenntnis gesetzt.
Abgesehen davon äußerte sich Selenskyj positiv zu der von Trump verkündeten Waffenruhe im Energiebereich. "Die Ukraine ist bereit, keine Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur durchzuführen, und wir erwarten eine entsprechende Bereitschaft Russlands sowie eine diesbezügliche Vereinbarung mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika", sagte er.
Die Ukraine habe bereits zahlreiche Schritte zur Deeskalation vorgeschlagen. "Putin hat auf all diese Vorschläge immer nur mit einem Wort geantwortet: Nein." Nun hoffe er, dass Putin anders antworten werde, sagte Selenskyj weiter. "Die Ukraine will Frieden - die Frage ist, ob Russland ihn will."
Nunmehr warte die Ukraine auf klare Einzelheiten zum Dialog zwischen den USA und Russland "und darauf, dass Putin das umsetzt, was Präsident Trump angekündigt hat".
