DEUTSCHLAND AM MORGEN
22. Oktober 2026
imageHeute mit Nilofar Breuer
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08:45 Uhr

Frankreich als Vorbild? Schülerkonferenz begrüßt Protestaufruf für Deutschland

In Frankreich protestieren Schüler seit Ende September für eine bessere Ausstattung der Schulen, mehr Lehrkräfte und bessere Lernbedingungen. Die Proteste eskalierten, unterschiedliche Gruppen instrumentalisierten sie - ihren Höhepunkt erreichten die Ausschreitungen am vergangenen Samstag. Die Bundeskonferenz der Schülerinnen und Schüler unterstützt dennoch die für 31. Oktober in vielen deutschen Städten geplanten Proteste für bessere Bildung. Man bewerte die angekündigten Proteste "grundsätzlich positiv, soweit sie friedlich und demokratisch stattfinden", sagte Isabelle Seltenreich, eine Sprecherin der Bundesschülerkonferenz, der "Rheinischen Post". Schüler hätten das Recht und allen Grund, für bessere Bildung und bessere Bedingungen an ihren Schulen auf die Straße zu gehen.

Im Netz ruft eine Initiative zu Protesten auf, die sich "GenZ regelt" beziehungsweise "GenZ steht auf" nennt. Sie setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz ein, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht. Dabei lehnt sie Gewalt ausdrücklich ab. Wie kraftvoll die Mobilisierung letztlich ist und ob auch hierzulande radikale Gruppen für Ausschreitungen sorgen werden, lässt sich derzeit schwer einschätzen. 

Frankreich als Vorbild? Schülerkonferenz begrüßt Protestaufruf für Deutschland
08:06 Uhr

"Großartig": Trump bejubelt Prügel für Wahlkampf-Störer

Bei einem Wahlkampfauftritt von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat South Carolina ist es zu gewalttätigen Angriffen auf Störer im Publikum gekommen. "Der hat voll einen abbekommen", sagte Trump, nachdem einer der Störer in der Menschenmenge zu Boden ging. Über ihm war auf Aufnahmen des Senders Fox News ein weiterer Zuschauer zu sehen, der mehrfach zum Schlag ausholte. "Das war großartig", jubelte Trump. Danach fragte er anerkennend: "Wer ist der Typ, der diesen Schlag gelandet hat?" Bereits in den ersten Minuten hatten etliche Menschen die Veranstaltung mit Zwischenrufen gestört - ähnlich wie bei einem Auftritt am Vortag in North Carolina. In der Regel wurden sie binnen Sekunden von Beamten abgeführt. Fernsehaufnahmen zeigten auch einen zweiten Fall, in dem ein Zuschauer einen jungen Mann tätlich angriff, der bereits von Sicherheitskräften abgeführt wurde.

Trump warb in South Carolina für die Kandidatin Darline Graham, die für die Republikaner in den Senat einziehen soll. In knapp zwei Wochen finden in den USA die Zwischenwahlen statt, bei denen die Republikaner ihre dünne Mehrheit im Kongress verteidigen wollen.

"Großartig": Trump bejubelt Prügel für Wahlkampf-Störer
07:27 Uhr

Elefant gerät außer Kontrolle und verwüstet Straßen

Schreckmoment bei einer Prozession im südindischen Shivamogga: Ein Elefant läuft beim Dasara-Fest durch die Straßen und beschädigt Gebäude und Fahrzeuge. Einsatzkräfte bringen das Tier unter Kontrolle. Verletzt wird niemand. Sechs goldene Armreifen verschwinden.

Elefant gerät außer Kontrolle und verwüstet Straßen
07:15 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

nimmt der Staat wegen der besseren Wirtschaftslage mehr Steuern ein? Diese Frage beantworten heute die Steuerschätzer in Berlin. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für den Bundeshaushalt 2027, der aktuell im Parlament beraten wird. Finanzminister Lars Klingbeil will sich um 15 Uhr zu den Ergebnissen der Prognose äußern.

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Hofft auf mehr finanziellen Spielraum für den Bundeshaushalt: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. (Foto: picture alliance/AAPimages/Wehnert)

Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:

  • Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt in Montenegro am sogenannten Berlin-Prozess teil. Mit den Westbalkan-Ländern soll über eine engere Zusammenarbeit und den EU-Beitrittsprozess gesprochen werden.

  • Die Ministerpräsidenten kommen um 10 Uhr zu Beratungen im Bundesrat in Berlin zusammen. Eine öffentliche Tagesordnung gibt es nicht, es dürfte aber um bundespolitische Themen wie die Pflegereform oder die Senkung der Stromsteuer für Privathaushalte gehen.

  • In Straßburg endet die Plenarsitzung des Europäischen Parlaments. Parlamentspräsidentin Roberta Metsola gibt bekannt, wer den Sacharow-Preis für geistige Freiheit erhält.

  • Der kanadische Premierminister Mark Carney will bei einem Besuch in der Türkei die Handelsbeziehungen ausbauen und damit die Abhängigkeit seines Landes von den USA verringern.

  • Vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl assistierter Selbsttötungen in Deutschland stellen Medizinerinnen und Mediziner heute neue Handlungsempfehlungen vor. Nach jahrelangen Vorbereitungen soll es die erste interdisziplinäre Leitlinie zum Thema sein.

  • Microsoft-Chef Satya Nadella und Microsoft-Deutschlandchefin Agnes Heftberger halten um 10 Uhr in Köln Grundsatzreden zum Thema Künstliche Intelligenz.

  • Das Bundesverwaltungsgericht befasst sich ab 10.30 Uhr in Leipzig mit zwei Justizbeamten aus Nordrhein-Westfalen, die in Chats rassistische und rechtsextreme Inhalte verbreitet haben sollen.

  • In Wien steht der Kabarettist Günther Paal alias Gunkl wegen mutmaßlichen Kindesmissbrauchs vor Gericht.

  • Im New Yorker Stadtrat ist um 16.15 Uhr eine Abstimmung über ein Verbot von Pferdekutschen im Central Park geplant.

  • In Hamburg wird um 11 Uhr die "Blume des Jahres 2027" bekanntgegeben.

Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Nilofar Breuer und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an nilofarkathleen.breuer[at]ntv.de. 

Das wird heute wichtig
06:52 Uhr

J.K. Rowling erneuert ihre Kritik an Transaktivismus 

Sechs Jahre nach ihrem umstrittenen Essay meldet sich J.K. Rowling erneut zu Wort. In einem neuen Aufsatz hat die kontroverse Autorin ihre Kritik am Transaktivismus erneuert und berichtet dabei von Morddrohungen gegen sie. "Es ist nun sechs Jahre her, seit ich meinen Essay geschrieben habe, in dem ich erklärte, warum ich mich dazu entschlossen habe, mich zum Thema Transaktivismus zu äußern, und welches Risiko dieser meiner Meinung nach für die Rechte der Frauen sowie für die Meinungs- und Glaubensfreiheit aller darstellt", schreibt Rowling in der Einleitung. Ihre Überzeugungen hätten sich nicht verändert, die Umstände jedoch schon: "Die Lage hat sich zweifellos gewandelt, und mein eigenes Engagement in dieser Frage ist mittlerweile sowohl praktischer als auch theoretischer Natur, weshalb ich dachte, es sei an der Zeit für ein Update."

Rowling äußert sich bereits seit Jahren kritisch dazu, wie Trans-Menschen mit ihrer Identität umgehen. Ihrer Ansicht nach bleiben Menschen, die als biologische Frauen oder Männer geboren wurden, ihr Leben lang Frauen beziehungsweise Männer. Viele Trans-Aktivisten werfen ihr daher seit geraumer Zeit Trans-Feindlichkeit vor. Auch die Hauptdarsteller der "Harry Potter"-Filme, Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint, haben sich von der Autorin distanziert.

J.K. Rowling erneuert ihre Kritik an Transaktivismus 
06:27 Uhr

PHP-Schwachstelle: Experte ruft zur Abschaltung ungeschützter Webseiten auf

Ungeschützte Webseiten müssen im Kampf gegen die schwerwiegende PHP-Lücke nach Ansicht von IT-Sicherheitsexperten sofort abgeschaltet werden. Angesichts drohender automatisierter Angriffswellen fordert der Karlsruher IT-Sicherheitsexperte Christoph Fischer ein drastisches Durchgreifen der Betreiber. "Systeme, für die aktuell noch kein Sicherheitsupdate eingespielt werden konnte, dürfen unter keinen Umständen weiter am Netz bleiben", sagte Fischer. "Jede ungeschützte PHP-Anwendung ist in diesem Moment eine offene Tür für Kriminelle."

Am Mittwoch hatte unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor der gravierenden Schwachstelle mit dem Namen "PHP-Shell" gewarnt. Bundesländer, Kommunen, Behörden, Krankenhäuser, Universitäten sowie andere öffentliche Einrichtungen, aber auch private Webseiten-Betreiber hatten daraufhin bereits ihren Internetauftritt vorsorglich vom Netz genommen. Angreifer können die Lücke nutzen, um aus der Ferne einen fremden Code auszuführen und Server vollständig zu übernehmen.

PHP-Schwachstelle: Experte ruft zur Abschaltung ungeschützter Webseiten auf
05:58 Uhr

SPD-Politikerin fordert Auswertung gehackter E-Mails für AfD-Verbotsverfahren

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Carmen Wegge will die bei einem Hackerangriff auf die AfD erbeuteten internen E-Mails für ein mögliches Verbotsverfahren der Partei auswerten lassen. "Die bisher bekannten Inhalte der AfD-Leaks sind verachtenswert", sagte die Sprecherin der parlamentarischen Linken der SPD der "Augsburger Allgemeine". "Die AfD-Leaks müssen deshalb auch mit Blick auf ein mögliches Verbotsverfahren ausgewertet werden", forderte sie. Die Juristin spricht sich schon länger für ein Verbotsverfahren aus. Aus ihrer Sicht könnten die geleakten E-Mails "wichtige zusätzliche Erkenntnisse liefern und das Gesamtbild ergänzen, das sich aus den bisherigen Belegen ergibt".

Bei einem Hackerangriff auf einen Dienstleister der AfD sind nach Angaben der Partei Daten aus mehreren E-Mail-Postfächern abgegriffen worden. Wie die Bundespartei in Berlin erklärte, wurden zwar "nur wenige Mail-Postfächer" rechtswidrig kopiert. Dabei seien jedoch "große Datenmengen abgeflossen". Die meisten der betroffenen Postfächer sind demnach seit Jahren nicht mehr genutzt worden. Aktuelle Postfächer des AfD-Bundesverbands seien nicht betroffen.

SPD-Politikerin fordert Auswertung gehackter E-Mails für AfD-Verbotsverfahren