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Der TagFriedrich Merz erhält ungewöhnlichen Beistand

15.09.2026, 05:59 Uhr

Er selbst galt einige Jahre als "Chef-Zyniker". Doch wenn es um den Bundeskanzler geht, kennt Harald Schmidt keinen Spaß. Der 69-Jährige lehnt nämlich Rücktrittsforderungen an Friedrich Merz ab. "Ich hoffe, dass er die Legislaturperiode durchsteht", sagte der Entertainer in Köln. Für Schmidt, der viele Jahre eine Late-Night-Show moderierte, ist Merz in einer ähnlichen Situation wie viele andere westliche Regierungschefs: "Nennen Sie einen Regierungschef, der nicht zu Hause Probleme bis unters Dach hat." Vermutlich sei beim Arktis-Gipfel in Finnland bei jeder Gelegenheit gesagt worden: "Du wirst auch gleich abgewählt, gehen wir einen trinken!"

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Während der Großteil der Welt über die Zukunft diskutiert, fahre Deutschland die "Schnuckiputzi-Tour" und diskutiere über den Kanzler, unkt Harald Schmidt. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Medien hätten sich auf die Linie festgelegt, dass Merz es nicht könne. In einer solchen Situation habe es ein Politiker sehr schwer. Schmidt nannte als Beispiel Merz' Sommerurlaub. "Das ist so kleinkariert. Geht er in Urlaub, heißt es, er war zu lange in Urlaub. Geht er nicht in Urlaub, heißt es, er braucht mal Urlaub." Wäre er der Berater von Merz, würde er ihm raten, in die Offensive zu gehen: "Ich würde den Kanzler viel mehr sagen lassen: 'Ihr könnt froh sein, dass ich den Job mache. Ich ziehe das jetzt alles durch.'" Vielleicht könnte es dann für ihn sogar eine Wende zum Besseren geben.

Quelle: ntv.de