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Der TagICE-Mitarbeiter schießt Mann in Texas nieder

21.09.2026, 07:51 Uhr

Ein Mann ist im US-Bundesstaat Texas wohl nur mit Glück mit dem Leben noch mal davongekommen: Ein Mitarbeiter der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) hatte ihn gestern in Austin angeschossen und schwer verletzt. Ansonsten hätte der 28-Jährige es in eine traurige Statistik geschafft: Seit Donald Trumps Amtsantritt im vergangenen Jahr hat das brutale Vorgehen der umstrittenen Behörde ICE mehr als 50 Menschen das Leben gekostet - die meisten starben in Haft, zwei Menschen wurden jedoch im US-Bundesstaat Minnesota auf offener Straße erschossen. Danach musste Greg Bovino den Chefposten bei Trumps Menschenjäger-Truppe räumen - zur Erinnerung: Das ist der Mann, der sich medial gern in bester Gestapo-Manier inszenierte. Seitdem tritt die Bundesbehörde etwas weniger brutal auf, aber der jüngste Vorfall alarmiert viele Menschen. Es kam spontan zu Protesten nach der Attacke auf den 28-Jährigen aus Venezuela, der laut einer Anwältin Wilber Rafael Garces Perez heißt. Nach Angaben der Stadt Austin sei er in den Oberkörper getroffen worden, aber befinde sich inzwischen wieder in stabilem Zustand. Er sei noch gestern aus dem Krankenhaus entlassen und offenbar in den Gewahrsam der ICE überstellt worden. Von der ICE und dem US-Heimatschutzministerium liegen bislang keine Stellungnahmen vor.

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Das Auto des Mannes ist schwer beschädigt. Was genau passiert ist, darüber hält sich die Behörde ICE noch bedeckt. (Foto: picture alliance / Aaron E. Martinez/Austin American-Statesman via AP)

Austins Bürgermeister Kirk Watson erklärte bei X, er sei "sehr wütend und äußerst enttäuscht darüber, dass eine Person auf den Straßen von Austin von der ICE angeschossen wurde". Der Demokrat fordert eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls. "Eine Untersuchung, die ICE allein und unter Ausschluss anderer leitet, wäre aus meiner Sicht nicht glaubwürdig", sagte Watson. Ähnlich sieht das auch der ebenfalls demokratische US-Abgeordnete Greg Casar, der die sofortige Veröffentlichung der Videos von den Bodycams der beteiligten Einsatzkräfte fordert. "Immer wieder hat ICE auf Menschen geschossen und dann gelogen über das, was passiert ist", kritisierte der Demokrat. "Der Horror ist in unsere Stadt gekommen." Die ICE-Behörde ist zum Symbol von Trumps harter Einwanderungspolitik geworden. Der Republikaner verteidigt sein Vorgehen mit dem Ziel, gegen irreguläre Migration vorzugehen und die innere Sicherheit zu verbessern.

Quelle: ntv.de