Der TagMann wirft Ehefrau 61 Meter in die Tiefe - lebenslange Haft
Ein Mann in Hessen soll seine Tat akribisch geplant haben, um den Tod seiner Ehefrau wie einen Unfall aussehen zu lassen: Doch die Behörden überführten den 60-Jährigen und nun hat das Frankfurter Landgericht ihn zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Nach Auffassung des Gerichts warf er die Frau aus dem 22. Stockwerk vom Balkon eines Frankfurter Hotels - 61 Meter in die Tiefe. Vor der Tat soll der Mann im Internet dazu recherchiert, ein Zimmer gebucht und seiner Ehefrau vorgemacht haben, dass er die Beziehung retten wolle. "Wie einen Müllsack" soll er die Frau plötzlich gepackt und über das Balkongeländer geworfen haben, wie der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung sagte. Das Gericht ist überzeugt: Der Mann wollte seine Frau entsorgen, um mit seiner Affäre ein neues Leben beginnen zu können und sich eine teure Scheidung zu sparen. "Ihr Verhalten steht sittlich auf niedrigster Stufe", spricht der Richter den 60-Jährigen direkt an. Doch der Mann blickt nicht auf, sondern starrt während der gesamten Urteilsbegründung vor sich hin. Er hatte in dem fast vier Monate dauernden Prozess nichts zu den Vorwürfen gesagt. "Es wäre das perfekte Verbrechen gewesen, wenn die Behörden nicht so akribisch ermittelt hätten", sagte der Richter.
Direkt nach dem Mord am Vatertag im Mai 2023 hatte der Ehemann gesagt, seine Frau sei beim Sex von der Balkonbrüstung gestürzt. Doch die Spurenlage passte nicht zu seinen Angaben, fast zwei Jahre lang wurde daher auch verdeckt gegen den in Rodgau im Landkreis Offenbach lebenden Mann ermittelt. Dort hatte er sich mit seiner Freundin und den Kindern aus der Ehe mit der Ermordeten ein neues Leben aufgebaut. Doch im Frühjahr 2025 - rund zwei Jahre nach dem Mord - klickten die Handschellen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.