Der TagMinisterium schlägt Euroscheine mit Gewehr und Panzer vor - massive Kritik
Maria Callas, Ludwig van Beethoven oder vielleicht Vögel und Flüsse: Repräsentanten europäischer Kultur oder Tiermotive und stilisierte Flusslandschaften könnten künftig neue Euro-Scheine zieren. Die Europäische Zentralbank stellte vergangene Woche die in die Endauswahl gekommenen Gestaltungsvorschläge für die nächste Euro-Banknotenserie vor. Ein Versuch des luxemburgischen Verteidigungsministeriums, sich an der Debatte in den sozialen Medien über mögliche Euroschein-Motive zu beteiligen, ist jetzt gründlich nach hinten losgegangen. Die "Direction de la Defense" präsentierte bei Facebook sechs Motive, wie die "FAZ" berichtet: Unter anderem zu sehen waren ein Jaguar-Radpanzer auf der 100-Euro-Banknote und das Sturmgewehr der luxemburgischen Armee von Heckler & Koch auf dem 200-Euro-Schein. Geholfen beim Design der Geldscheine hatte demnach Künstliche Intelligenz.
Vögel, Kultur, Wissenschaft und Geschichte seien "top" und "unsere Identität", aber auch die europäische Sicherheit könne auf neuen Geldscheinen abgebildet werden, hatte das Ministerium laut der Zeitung zu den Bildern geschrieben. Die Idee löste aber so heftige ablehnende Reaktionen aus, dass sich die Verantwortlichen zu einer Entschuldigung und einer Erklärung genötigt sahen. Man bedauere, dass die Grafiken Befindlichkeiten verletzt haben könnten. Die Verteidigungsdirektion betonte laut "Luxemburger Wort", man stehe weiter für die Grundwerte Frieden, Demokratie, Menschenrechte und Freiheit ein, deren Verteidigung sich "zwangsläufig auf geeignete militärische Mittel" stütze, von denen einige in der jüngsten Veröffentlichung dargestellt worden seien.