Der TagMücken kilometerweit geflogen? Flughafen-Anwohner an Malaria erkrankt
In Frankfurt sind zwei Menschen an Malaria erkrankt, die in der Nähe des Flughafens wohnen. Sie werden im Krankenhaus behandelt. Laut dem Gesundheitsamt waren die Erkrankten aus dem Stadtteil Schwanheim nicht im Ausland und arbeiten nicht am Flughafen. Das Amt geht daher davon aus, dass sie von Mücken gestochen wurden, die mutmaßlich mit einem Flugzeug nach Frankfurt kamen. Zwischen Flughafen und Wohnort der Betroffenen liegen etwa fünf Kilometer.
Dass die Mücken sich um einen Flughafen in einem Radius von mehreren Kilometern bewegten, geschehe selten, sagt der Leiter des Gesundheitsamts, Peter Tinnemann. "Sie müssen sich vorstellen, wie es Ihnen geht nach einer langen Reise aus einem tropischen Land, dann sind sie erschöpft." Auch sei die Mücken-Lebensdauer kurz. Allerdings können Anopheles-Mücken, die die Krankheit übertragen, demnach fünf bis zu zehn Kilometer weit fliegen. Tinnemann rät dazu, bei Symptomen aufmerksam zu sein: "Dies gilt insbesondere für Menschen, die am oder im Umfeld des Frankfurter Flughafens arbeiten oder sich dort aufhalten beziehungsweise in räumlicher Nähe zum Flughafen wohnen." Neben Fieber könnten unter anderem Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Diesen Sommer wurden sechs Mitarbeiter des Flughafens infiziert, zwei von ihnen starben. Mehr dazu hier.