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Der TagNamensstreit mit Trump: Kennedy Center schließt laut US-Präsident umgehend

15.09.2026, 21:45 Uhr

US-Präsident Donald Trump führt ja eigenen Aussagen zufolge einen Kampf gegen "anti-amerikanische Propaganda" in der Kulturwelt. Den bekommt schon länger das Kennedy Center in Washington zu spüren: Laut Trump wird die größte öffentliche Kultureinrichtung umgehend schließen. Grund dafür seien Sicherheitsbedenken und dringend nötige Renovierungsarbeiten, teilt er auf seiner Plattform Truth Social mit. Die Arbeiten könnten jedoch erst stattfinden, wenn ein Berufungsgericht über die geplante Umbenennung entschieden habe. Denn im Zuge der Renovierungsarbeiten wollte Trump auch, dass sein Name an der Fassade angebracht wird. Das von Trump eingesetzte Gremium war jedoch vor Gericht damit gescheitert, Trump in den Namen der Einrichtung mit aufzunehmen. Ein Richter durchkreuzte die Pläne Ende Mai und begründete den Schritt damit, dass der Kongress dem Kennedy Center einst seinen Namen gegeben habe. Folglich dürfe auch nur das US-Parlament diesen ändern. Dagegen legte das Kennedy Center Berufung ein, über die in der Hauptsache bislang nicht entschieden worden ist. Das Gremium ist inzwischen gespickt mit Trump-Vertrauen - deshalb ist der Kurs des Kennedy Centers auch wenig verwunderlich. Es hat schlichtweg mit der früheren Kultureinrichtung nur noch wenig zu tun. Auch ein Trick des Gremiums, zwar keine Umbenennung zu erreichen, aber Trump mit dem Beisatz auf der Fassade zu würdigen "von Donald J. Trump renoviert und restauriert" scheiterte vor Gericht. Kurz darauf stimmte das Gremium für die Schließung. Das Haus wurde nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt.

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Trumps Umbenennungsversuche führten bereits zu Protesten, Künstlerinnen und Künstler sagten Auftritte ab. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Quelle: ntv.de