Der TagPolizisten treffen Kollegen bei Musikvideodreh an - mitsamt kiloweise Drogen
Die Berliner Party-Polizisten bekommen Konkurrenz: Zwei hessische Ordnungshüter haben den Bogen wohl eindeutig überspannt. Wie bereits seit etwa einer Woche bekannt ist, wird gegen die beiden Bereitschaftspolizisten wegen Drogenvorwürfen ermittelt. Nun gibt es weitere Details zu dem Vorfall: Die beiden hessischen Polizisten stecken nämlich in Schwierigkeiten, weil sie bei einem Einsatz ihrer Kollegen in einer Wohnung in Rheinland-Pfalz angetroffen wurden. Dort fand nach Polizeiangaben offenbar ein Dreh für ein Musikvideo statt, bei dem die beiden als Komparsen mitwirkten. Soweit kein größeres Problem, außer dass Nachbarn die Polizei holten wegen "Schreien und Kampfgeräuschen", wie die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage bestätigt. Doch in der Wohnung waren nicht nur 14 Menschen und das übliche Mobiliar: Die rheinland-pfälzischen Beamten stellten zwei Kilogramm einer weißen Substanz sicher - kein Fake-Kokain fürs Musikvideo, sondern eine Droge, die unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Ein Vortest habe ergeben, dass es sich um Amphetamin handele, so ein Polizeisprecher. Zudem wurde den Angaben nach knapp ein Kilo einer Substanz gefunden, bei der es sich wahrscheinlich um Marihuana handelt. Zuerst hatte die "Frankfurter Rundschau" berichtet.
Einer der beiden Bereitschaftspolizisten aus Hessen steckt wegen noch einer Sache in Schwierigkeiten: Er steht im Verdacht, Urkunden gefälscht zu haben. Im Kofferraum seines Autos - einem ehemaligen Streifenwagen der hessischen Polizei - befanden sich vier Paar Auto-Kennzeichen. Hier bestehe der Verdacht, dass das aufgeklebte Landessiegel und die TÜV-Plaketten gefälscht sein könnten. An dieser Stelle unterscheidet sich der Fall auch deutlich von den Berliner Polizeikolleginnen und -kollegen: Die waren schlichtweg feierwütig und verhielten sich beim G20-Einsatz in Hamburg unangemessen, aber nicht kriminell.