Der TagReichinnek zu Antisemitimus-Vorwürfen: "Gibt rote Haltelinie" bei der Linken
Die Linke hat die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin klar für sich entscheiden können. Die Linke-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Heidi Reichinnek, sieht in dem Votum der Hauptstädter ein klares Signal für ihre Partei und Spitzenkandidatin Elif Eralp: "Die Menschen in Berlin haben die Politik der Landesregierung, aber auch der Bundesreohlagierung abgewählt. Sie wollen einen Politikwechsel. Sie wollen eine starke soziale Partei mit bezahlbaren Mieten. Und das gibt es halt eben nur mit der Linken." Reichinnek betont: "Elif Eralp gehört ins Rote Rathaus." Doch das sieht man bei der CSU in Bayern ganz anders und mahnt mögliche Koalitionspartner zur Vorsicht: Der Fraktionschef der CSU im bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, warnt vor der Wahl von Eralp zur Regierenden Bürgermeisterin. "SPD und Grüne sollten sich sehr gut überlegen, ob sie einer Partei den Weg ins Berliner Rathaus ebnen, die Judenhass duldet und zum Teil auf Wahlveranstaltungen Antisemitismus verbreitet", sagte Holetschek dem "Tagesspiegel". Die Antisemitismus-Vorwürfe weist Reichinnek zurück: Es gebe zu dieser Frage eine klare Positionierung der Linken, sagte sie im Deutschlandfunk. "Es gibt eine rote Haltelinie. Und wer die überschreitet, hat in dieser Partei nichts verloren."
Nichts verloren haben soll wohl auch Issa Remmo auf einer Wahlparty der Linken: Dort wurde das bekannte Berliner Clanmitglied gestern Abend gesichtet. Gefragt, was das über die Linke aussage, antwortete Reichinnek: "Es sagt aus, dass diese Wahlpartys nicht mit Gästeliste funktionieren, sondern jeder hinkommen kann." Der Mann sei sofort weggeschickt worden. Die Partei habe deutlich gemacht, dass sie mit ihm und seinem Clan nichts zu tun haben wolle. "Aber wie gesagt: Wir haben ja unsere Wahlpartys jetzt nicht mit Zäunen gesichert."