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Der TagSöder geht auf Distanz zu Aiwanger

30.07.2021, 13:00 Uhr

Das hat sich Markus Söder sicherlich auch anders vorgestellt. Nach den jüngsten Äußerungen von Hubert Aiwanger zu Corona-Impfungen geht Bayerns Ministerpräsident nun auf Distanz zu seinem Stellvertreter. "Ich mache mir Sorgen um ihn", sagt Söder dem "Spiegel". "Er wandelt auf einem schmalen Grat." Aiwanger lehnt seit Monaten eine eigene Corona-Impfung ab, trotz Drucks durch Söder. Nachdem er dies zunächst noch mit Abwarten erklärt hat, begründete der 50-Jährige seinen Verzicht zuletzt mit massiven Nebenwirkungen in seinem Bekanntenkreis durch die Impfung, ohne dies allerdings konkret zu untermauern.

Söder sieht bewusstes Kalkül hinter den Aussagen des mit den Freien Wählern auf einen Einzug in den Bundestag hoffenden Aiwangers. "Wer glaubt, sich bei rechten Gruppen und Querdenkern anbiedern zu können, verlässt die bürgerliche Mitte und nimmt am Ende selbst Schaden." Deutschland stehe auf der höchsten Stufe der menschlichen Zivilisation und sei beim Impfen "zum Teil mit Argumenten aus dem Mittelalter konfrontiert", sagte Söder. "Wer meint, in einem solchen Becken fischen zu können, der riskiert, darin zu ertrinken."

Quelle: ntv.de