Der TagSpanische Exklave sieht sich in Notlage
Hunderte Migranten sind in den vergangenen Tagen auf dem Seeweg aus Marokko in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika angelangt. "Wir befinden uns in einer Situation des totalen humanitären und sozialen Notstands" sagt der Präsident des Gebiets, Juan Jesús Vivas. Am Vortag sprach er bereits von mehr als 1500 Menschen, die über das Meer angekommen seien. Die Aufnahmezentren seien nicht mehr aufnahmefähig. Zudem berichtet die spanische Nachrichtenagentur EFE, dass Tausende Migranten über den Grenzzaun hinweg nach Ceuta gelangt seien. Sie hätten die Sperranlagen vor der Stadt überwunden, die zu diesem Zeitpunkt nicht von der Polizei bewacht worden seien, heißt es. Die spanische Polizei bestätigt einen Massenansturm an Migranten, ohne zunächst Zahlen zu nennen.
Das Innenministerium in Madrid erklärt, verschiedene Ministerien gingen "koordiniert" vor, um "mit größtmöglicher Schnelligkeit und Effizienz auf die Situation in Ceuta zu reagieren". Den Angaben aus Madrid zufolge kooperiert die marokkanische Regierung eng bei der Bewältigung der Situation. Eine ausführliche Meldung finden Sie hier.