Der Tag

Der Tag Was Karl sagt - stimmt meistens

20.07.2021, 12:08 Uhr

Karl Lauterbach - schon klar, den mag man oder man findet ihn richtig doof, aber was er sagt hat doch fast immer Hand und Fuß. Kurz: Karl ist kontrovers, aber korrekt. Sein jüngster Beitrag auf Instagram zum Beispiel ist so ein gefundenes Fressen für seine Hater. Ein kurzer Blick in die Kommentarspalten der sozialen Netzwerke genügt, um ein Stimmungsbild zu Karl Lauterbach bekommen. Klar, Karl ist gerade überall, und meist auch gleichzeitig, das ist verwirrend für viele, und deswegen findet man eben auch von üblen Beleidigungen über den Vorwurf der Panikmache alles bis hin zum Wunsch, der SPD-Mann solle Gesundheitsminister werden, in den Kommentarspalten der Sozialen Netzwerke.

Seit Beginn der Pandemie sorgt der Mann, der die gleichen Initialen hat wie Karl Lagerfeld und spätestens im zweiten Lockdown Kultstatus erreicht hat, immer wieder für Aufsehen. Seine Warnungen und Vorhersagen polarisieren, manche sehen in ihm einen Panikmacher. Aber: Er hatte einfach oft Recht. Als Lauterbach im April 2020 in Talkshows - damals sank die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zu Mitte März - sagte: "Das, was wir jetzt beschließen, wird in der ein oder anderen Form wahrscheinlich für anderthalb Jahre gelten," wollte ihm keiner so recht glauben. FDP-Mann Wolfgang Kubicki frotzelte noch: "Machen Sie uns doch keine Angst, Herr Lauterbach," und der konterte nur in seiner trockenen Art: "Man muss ja ehrlich sein." Über ein Jahr später, galten und gelten noch immer Bestimmungen von damals. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir zu einer Normalität, wie wir sie im letzten Jahr gekannt haben - auch in der Schule - frühestens 2021, vielleicht sogar nach den neuesten Studien der Harvard Universität (!) 2022 zurückkommen." Und Sie wissen ja, wie es gelaufen ist.

Quelle: ntv.de