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Der Börsen-TagDeutschlands Geldmaschine ist nicht die Auto-, sondern die Digitalwirtschaft

16.09.2026, 09:05 Uhr

Die deutsche Leitindustrie ist nicht mehr die Auto-, sondern die Digitalindustrie. Das zeigt eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) und des Mannheimer Forschungsinstituts ISTARI.AI.

Knapp 482 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und knapp 12,0 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung hat die Branche für sich vorzuweisen: Das ist mehr als doppelt so viel wie der Automobilbau, der laut Destatis bei 4,5 bis 5,0 Prozent liegt. Rechnet man digital transformierte Klassiker dazu, sind es sogar über 1,0 Billionen Euro - mehr als ein Viertel der deutschen Wirtschaft.

Und es ist keine US-Tech-Story. Für den Report wurden 1,4 Millionen deutsche Unternehmen gescannt. Ergebnis: 229.000 Firmen gehören zur Digitalwirtschaft, davon 63.000 mit rein digitalen Produkten wie Software oder Plattformen (192 Mrd. Euro). 95 Prozent sind Mittelständler. Der digitale Kern sichert neun Millionen Jobs, mit transformierten Branchen sind es sogar 15 Millionen. BVDW-Chef Dirk Freytag fordert deshalb: Digitalpolitik muss als Wirtschaftspolitik verstanden werden. Für die Börse heißt das: Wer auf Deutschland setzt und nur auf Auto schaut, schaut falsch. Die Wertschöpfung ist längst woanders - nur ist sie im Dax kaum abgebildet.

Quelle: ntv.de