Importe

Der Tag"Wirklich schräge Figuren": Wagenknecht teilt gegen AfD-Führung in Sachsen-Anhalt aus

16.09.2026, 05:57 Uhr

War's das schon wieder mit dem Flirt mit rechts? BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat die AfD-Führungsriege in Sachsen-Anhalt scharf kritisiert. Über Wahlgewinner Ulrich Siegmund sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Siegmund war ein guter Wahlkämpfer, ob er auch ein guter Ministerpräsident wäre, bezweifelt er offenbar selbst, anders ist sein Eiertanz um die Frage, unter welchen Bedingungen er überhaupt antreten will, nicht zu erklären." Sie kritisierte auch, dass Siegmund "die Ansiedlung eines israelischen Rüstungskonzerns, dessen Produktpalette aus Raketen und Haubitzen besteht", damit begründet habe, "dass man diese Dinge angeblich für Abschiebungen braucht". Das spreche nicht für ihn und erzeuge "Angst auch bei vielen gut integrierten Menschen, die vor Jahren nach Deutschland gekommen sind und jetzt unsere Krankenhäuser, Pflegeheime und viele andere Bereiche unserer Gesellschaft mit am Laufen halten".

Co-Fraktionschef Oliver Kirchner habe "jetzt öffentlich mitgeteilt, mit dem BSW könne man nicht zusammenarbeiten, weil die Partei von einer Frau mit dem Namen Mohamed Ali und einem 'Halbitaliener' geführt werde". Damit bezog er sich auf Parteichef Fabio De Masi, der einen italienischen Vater hat. "Das zeigt, dass sich hinter Siegmund teilweise wirklich schräge Figuren tummeln", sagte Wagenknecht dem RND. Sie bekräftigte, dass die fünf BSW-Landtagsabgeordneten Siegmund nicht zum Ministerpräsidenten wählen würden. Man sei aber weiter offen für Gespräche.

Quelle: ntv.de