Leben

Themenzimmer für Fleischfans Metzger Böbel träumte vom Wursthotel

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Wurst wohin man schaut: Das ist das klare Konzept in Deutschlands einzigem Wursthotel.

(Foto: Claus Böbel)

Dass die fränkische Bratwurst sowieso schon Weltruf genießt, steht außer Frage. Ein findiger Metzger hat nun vor Kurzem Deutschlands erstes Bratwurst-Hotel in Rittersbach eröffnet. Doch wer schläft da unterm Bratwursthimmel? Metzger Böbel lockt mit dieser kuriosen Idee einige Neugierige in die Provinz. Aber wie kam er auf diese Idee? Im Gespräch mit n-tv.de erklärt er sein Konzept.

n-tv.de: Die "German Bratwurst" ist ein weltweiter Hit, oder?

Claus Böbel: Ja, für mich ist Wurst - vielleicht neben Bier - der einzige Begriff, der keiner Übersetzung bedarf. Ich brauche zu einem Engländer nicht "Sausage" zu sagen, sondern auch wenn ich "Wurst" sage, weiß er, wovon ich spreche. Wenn ich Bratwurst sage, dann erst recht. Es ist ein deutscher Begriff - und wenn man den Kreis noch enger zieht, dann ein fränkischer. Und nun kommen Menschen aus der ganzen Welt in die fränkische Provinz.

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Bei Claus Böbel dreht sich alles um die Wurst.

(Foto: Bratwursthotel/Ronald Rinklef)

Wie sind Sie auf die Idee für das Themenhotel gekommen?

Die Idee ist eigentlich ganz einfach. Ich habe als Unternehmer das umgesetzt, was mir als Reisender und Gast gefällt. Ich wollte mehr als ein normales Hotel, das nur weiße Wände hat. Reisen soll ja auch ein Erlebnis sein. Es geht nicht nur um Schlafen und Essen.

Sie bieten außerdem noch ein breites Bratwurst-Erlebnis an. Was können Touristen bei Ihnen erleben?

Ja, es gibt das Schlafen unterm Bratwursthimmel und Essen im Wurstrestaurant. Außerdem kann man Bratwurst-Seminare machen und demnächst gibt es dann auch einen Bratwurst-Wanderweg und so weiter. Wir wollten das im Kleinen groß machen. Wir haben nur sieben Zimmer und mir liegt die persönliche Note sehr am Herzen.

Sehen Sie denn einen Trend zum Vegetarismus aus?

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In der Bratwurstbar gibt es allerdings nicht nur Fleisch.

(Foto: Claus Böbel)

Weniger Fleisch essen ist aus meiner Sicht absolut in Ordnung. Da ist dann nur die Frage, in welcher Qualität und woher. Das spüren wir auch auf dem Land. Aber den Trend zum Vegetarismus nicht.

Wer träumt denn gerne unterm Bratwursthimmel?

Wir haben zwei große Gruppen. Zum einen sind es Touristen aus aller Welt und diese interessieren sich vor allem für Kulinarik. Das zweite sind Firmen, die das Hotel für eine Tagung buchen oder einfach die Abwechslung auf einer Geschäftsreise suchen.

*Datenschutz

Ihr kleines Hotel ist voller wurstiger Details ...

Naja, die Architektin hat die Maßgabe gehabt, dass die Zimmer so sein müssen, dass die Leute es entweder sagen "da muss ich hin" oder "da gehe ich niemals hin". Schwarz oder weiß.

Sie werben sogar auf Chinesisch, Sie haben noch einiges vor, oder?

Ja, noch kommen nicht viele, aber vielleicht besuchen uns mehr, wenn es auch auf Chinesisch auf der Website steht. Da muss man auch ein bisschen Geduld haben und in den nächsten Jahren mal gucken, wie es läuft.

Mit Claus Böbel sprach Sonja Gurris

Quelle: n-tv.de

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