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Wieder was gelernt - Aramco Der 111-Milliarden-Dollar-Gewinn erklärt

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(Foto: REUTERS)

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Apple gilt als das reichste und wertvollste Unternehmen der Welt, aber im Vergleich zu Saudi Aramco ist selbst der iPhone-Hersteller ein Winzlig. Der saudische Ölriese hat erstmals seine Bücher geöffnet und astronomische Gewinne offenbart.

Wie die zustande kommen und was eigentlich aus dem größten Börsengang aller Zeiten geworden ist, erfahren Sie in dieser Folge von Wieder was gelernt. Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Alleine im letzten Jahr hat Apple trotz mehrerer Krisen 60 Milliarden Dollar verdient - netto. Es geht aber noch eine Spur astronomischer: Der saudische Ölriese Saudi Aramco hat letztes Jahr gut 111 Milliarden Dollar verdient. Die direkte Konkurrenz muss sich mit einem Bruchteil dessen begnügen, hat uns Falko Bozicevic vom Börsenmagazin "GoingPublic" gesagt.

"Unter den Ölmultis ist Aramco mit Abstand am profitabelsten, denn so geringe Förderkosten hat weder Rosneft noch BP oder Petrochina und auch nicht Royal Dutch Shell, Exxon oder Chevron - die nutzen alle Bohrinseln, die sind teuer."

Das liegt daran, dass Saudi-Arabien mit Aramco bei der Standortlotterie gewonnen hat. Erdöl im Wüstensand lässt sich sehr viel einfacher fördern als in der Tiefsee.

"Ölvorkommen sind eine Verteilung, die vor Hunderten Millionen Jahren auf der Erde stattgefunden hat. Welches Land seine Staatsgrenzen über welchem Gebiet gezeichnet hat, das hat vor 200 Jahren noch niemanden interessiert - da wusste man ja gar nicht, was man mit dem Öl machen sollte. Das ist de facto reiner Zufall und da haben natürlich Unternehmen im Nahen Osten entsprechend Vorteile."

Natürlich treiben hohe Ölpreise den Aramco-Gewinn ebenfalls in die Höhe. Aber davon profitiert vor allem die Konkurrenz.

"Die steigenden Ölpreise brauchen alle Ölmultis, aber am wenigsten braucht es Aramco. Wenn ich Förderkosten im einstelligen Dollar-Bereich habe, spielt es keine Rolle, ob das Ölfass gerade 40 Dollar kostet oder 50 Dollar. Wenn Öl bei 60 Dollar steht, dann sind sie eben noch eine Spur profitabler, aber eine Saudi Aramco ist profitabel, egal wo der Ölpreis steht."

Wie sich dann das schwache Jahr 2016 mit deutlich niedrigeren Gewinnen erklären lässt und wie der aktuelle Stand beim Börsengang ist, erfahren Sie hier, direkt bei Soundcloud und überall dort, wo es Podcasts gibt:

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Quelle: n-tv.de

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