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Zockermesse ohne Gaming-Fans "Gamescom-Gefühl" funktioniert auch virtuell

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Neue VR-Spiele ausprobieren, wird dieses Jahr schwierig.

(Foto: REUTERS)

Normalerweise drängeln sich bei der Gamescom Tausende Gaming-Fans durch die Kölner Messehallen. Doch dieses Jahr findet die Zockermesse komplett digital statt. Das hat für die Gamer aber durchaus Vorteile, sagt Veranstalter Felix Falk.

Normalerweise drängeln sich bei der Gamescom Tausende Gaming-Fans durch die Kölner Messehallen und warten mitunter Stunden darauf, für ein paar Minuten den neuen Spiele-Hit ausprobieren zu können. Für viele Besucher macht genau das den Zauber der Spielemesse aus. Doch daraus wird dieses Mal nichts, die Gamescom findet komplett digital statt. "Dieses Jahr war sicherlich die aufregendste Vorbereitung", sagt Felix Falk. Er ist Geschäftsführer des Verbandes Game, dem Veranstalter der Messe. "Wir haben zum Glück auf Vielem aufbauen können", meint Falk mit Blick auf die vergangenen Jahre.

Für die Gamer hat die virtuelle Messe durchaus Vorteile: Die Teilnahme ist kostenlos und das stundenlange Schlange stehen entfällt auch. Das "Gamescom-Gefühl" sei auch virtuell möglich, ist Falk überzeugt: "Wenn wir über eine digitale Gamescom reden, dann reden wir darüber, dass auch in den Communities, zum Beispiel auf den sozialen Plattformen, der Austausch stattfindet." Allein bei Tiktok hatten sich in der Woche vor der Gamescom schon 90 Millionen Menschen unter einem gemeinsamen Hashtag versammelt.

Für die Gamer-Gemeinde ist das Corona-Jahr also verschmerzbar. Viele Spielehersteller in Deutschland haben aber zu kämpfen. Und das war schon vor Ausbruch der Pandemie so.

"Wenn ich in Aachen sitze und mache ein neues Spiel, dann kostet mich das im Schnitt 30 Prozent mehr als wenn ich nebenan in Frankreich, in England oder in Kanada das Spiel entwickele." Das liege daran, dass andere Länder die Industrie schon seit Jahren finanziell unterstützen, moniert Falk. In Deutschland sei das noch neu. In den vergangenen zwei Haushalten wurden jeweils 50 Millionen Euro für die Game-Branche von der Bundesregierung locker gemacht. Zurecht, sagt Falk.

Schließlich gehe es nicht nur um das Vergnügen von Spielern, sondern auch um Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Augmented Reality. Und diese seien auch wichtig für die Wirtschaft. Was er sich von der Gamescom erhofft, ob es überhaupt noch eine klassische Messe braucht und warum er einen Zweitjob als Saxophonist hat, erzählt Felix Falk in "So techt Deutschland".

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Quelle: ntv.de