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Wieder was gelernt - Folge 103 Verheddert sich EU bei der Zeitumstellung?

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(Foto: imago/Future Image)

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Ende März stellen wir wieder unsere Uhren um und dann ist die Verwirrung erneut groß: Eine Stunde vor oder eine Stunde zurück? Genauso durcheinander läuft aktuell die europaweite Abschaffung von Sommer- und Winterzeit. Die EU-Kommission wollte ursprünglich schon dieses Jahr den Schlussstrich ziehen, peilt aktuell aber erst 2021 an. Und 2020 ist auch noch im Gespräch.

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Anfang der Woche hat sich der Verkehrsausschuss des Europaparlaments dem Vorschlag der Kommission angeschlossen und für die Abschaffung der Zeitumstellung in zwei Jahren gestimmt. Damit ist 2021 aber noch nicht beschlossene Sache. Es fehlt noch die Zustimmung des gesamten Parlaments und der Mitgliedstaaten, sagt Peter Liese. Er sitzt für die CDU im Europaparlament.

"Das Parlament stimmt Ende März ab und dann im Juni die Mitgliedsstaaten. Und dann gibt es einen sogenannten Trilog, das heißt: Kommission, Mitgliedsstaaten und Parlament setzen sich an einen Tisch und versuchen einen Kompromiss zu finden."

Bei der europaweiten Befragung hatten 84 Prozent der Menschen für die Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt. Im Verkehrsausschuss waren aber nur noch zwei Drittel der 34 Abgeordneten für das Ende von Sommer- und Winterzeit. Aber nicht alle protestieren gegen die Abschaffung.

"Ich glaube, dass eine große Zahl von Kollegen sagt: Wir wollen es eigentlich schneller haben. Denn alle mitberatenden Ausschüsse, die für Umwelt, Gesundheit, Landwirtschaft, Industrie und Binnenmarkt, haben gesagt, 2020 wollen wir das Enddatum."

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Peter Liese sitzt für die CDU im Europaparlament und ist umweltpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion.

(Foto: peter-liese.de)

Diesen Zeitplan unterstützt eine Gruppe von Abgeordneten, zu der auch Peter Liese gehört. Unklar ist aber noch die Position der Mitgliedsstaaten.

"Ich hoffe, dass sich die Verkehrsminister im Juni tatsächlich festlegen und das Thema nicht total auf die lange Bank schieben. Und ich hoffe auch, dass sie sich auf eine Position verständige, die in der Nähe der Position des europäischen Parlaments sein wird."

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Quelle: n-tv.de

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