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So techt Deutschland Warum sind deutsche Startups unsichtbar?

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Das Flugtaxi des deutschen Herstellers Lilium.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Schicke das Kennwort 'Frosch' an fünf Mal die drei". So oder so ähnlich klang es beim Klingelton-Imperium Jamba Anfang der 2000er Jahre. Tilo Bonow gehörte damals zum Jamba-Team. Das hat geprägt, genauso wie die Arbeit mit den Samwer-Brüdern, die durch Rocket Internet bekannt geworden sind: "Da habe ich Blut geleckt, wie es ist, mit und für Unternehmer zu arbeiten", erzählt Bonow. Heute hilft er mit seiner PR-Agentur Piabo Tech-Firmen dabei, ihre Geschichten der Öffentlichkeit zu erzählen.

"Mittlerweile haben wir gefühlt das halbe Silicon Valley im Portfolio", sagt Bonow. Deutsche Firmen hätten allerdings noch Nachholbedarf. "A company without a story is a company without a strategy", zitiert er einen US-amerikanischen Softwareentwickler und Investor. "Wer keine Geschichte zu erzählen hat, hat auch keine Strategie."

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Tilo Bonow lebt und arbeitet in Berlin.

Unternehmen in den USA wüssten, wo sie hinwollen. Das müssen deutsche Firmen häufig noch lernen. Dabei gebe es in Deutschland auch tolle Gründer und talentierten Nachwuchs. So haben etwa Teams der Technischen Universität München gleich mehrfach den Hyperloop-Wettbewerb von Elon Musk gewonnen. "Dann kriegen die einen Artikel und das war es. In Amerika würden die durch alle Talkshows durchgejagt werden", beklagt sich Tilo Bonow. Hierzulande weiß jeder, wer Elon Musk oder Steven Jobs sind. "Wir haben auch hier tolle Gründer. Aber wen kennt man denn da?"

Doch auch die Unternehmen, selbst große Konzerne, haben in Sachen PR nach Ansicht von Bonow noch Luft nach oben. "Wenn ich sehe, dass die eine Kommunikationsarmee sitzen haben, denke ich mir: 'Ok, und das ist euer Output?'" Was schiefläuft und warum gute PR gerade für Tech-Unternehmen so wichtig ist, erzählt Tilo Bonow in "So techt Deutschland".

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Quelle: ntv.de, sks