Willkommen in Detroit, dem Mekka der US-amerikanischen Autoindustrie - oder schlicht Motor City. Der Aufstieg der Stadt ist unmittelbar mit der Auto-Branche verbunden.Bild 1 von 34 Auf Gedeih und Verderb, wie sich in den letzten Monaten nicht zum ersten Mal zeigte. Die Krise der drei größten Konzerne, namentlich Ford, General Motors und Chrysler, hat die Stadt im Bundesstaat Michigan arg gebeutelt.Bild 2 von 34 Doch in Detroit fasst man neuen Mut. Chrysler und GM haben die Insolvenz hinter sich gebracht und wollen wieder nach vorne sehen.Bild 3 von 34 Dazu soll die Messe, die traditionell im Januar das Jahr der Autobranche eröffnet, das Startsignal geben. Und das ist grün. Elektroautos und Hybrid-Fahrzeuge stehen im Vordergrund. Sicher mehr noch als bei den Messen der letzten Zeit.Bild 4 von 34 Aber kann sie den Impuls für das Wiederauferstehen der Autobranche geben? Sehen Sie sich die wichtigsten Neuheiten der Detroit Auto Show an.Bild 5 von 34 Der hier ist jedenfalls alles andere als grün. Der Cadillac CTS-V Coupé ist schon vom ganzen Äußeren her brachial. Und die inneren Werte halten, was der Batman-Look verspricht. 556 PS aus einem aufgeladenen V8 versprechen einen flotten Tanz auf dem Asphalt.Bild 6 von 34 Er heißt Granite und ist ein Fahrzeug mit viel Nutzwert für die Stadt. Für GMC soll das Auto auch charakterbildend werden. Potenzial dazu hat es. In jedem Fall ist es markant.Bild 7 von 34 Der Lincoln MKX ist hierzulande ein eher unbekanntes Fahrzeug, das unter der Marke "typisches US-SUV" abgelegt werden kann. Im Innern bietet die Ford-Tochter das neue "MyLincoln Touch"-System, womit sich per Touchpad allerlei nützliche und unterhaltende Funktionen aus dem Auto kitzeln lassen. Der Rest ist eine leichte Überarbeitung, die Ford Vize-Präsident Mark Fields da zeigt.Bild 8 von 34 Kräftig aufgewertet hat GMC den Acadia Denali, ebenfalls ein typisches US-SUV. Neben Mahagoni-Holz und gekühltem Leder gibt es noch tiefere Stoßfänger, einen verchromten Kühlergrill und ein Panorama-Sonnendach.Bild 9 von 34 Das Ganze lässt sich aber noch toppen: Der Bentley Mulsanne ist keine Neuheit im eigentlichen Sinne, zeigt aber, dass Unvernunft auch in Detroit immer noch Konjunktur hat. Das Flaggschiff der englischen Edel-Marke ist mit 512 PS ausgestattet und erreicht Geschwindigkeiten jenseits der 300 Stundenkilometer.Bild 10 von 34 Na gut, es geht auch etwas zukunftsorientierter. Der Chevrolet Volt ist ein Hoffnungsträger für den GM-Konzern. Dabei soll er frühstens 2012 auf den Markt kommen. Aber der duale Antrieb, vornehmlich mit Strom und einem Verbrennungsmotor als Unterstützung, könnte für den taumelnden Riesen zukunftsweisend sein.Bild 11 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESSAuch bei BMW hält der Elektroantrieb in immer mehr Modellen Einzug. Das 1er-Coupé unter Strom heißt eigentlich "ActiveE Concept" und hat einem E-Motor mit 170 PS. In weniger als neun Sekunden geht es auf 100 km/h, aber bei 145 ist Schluss.Bild 12 von 34 Das kann man vom Z4 nicht gerade behaupten. Der jüngste Roadster zeigt sich in Detroit als M-Version. Mit dem Drei-Liter-Sechszylinder bringt der sportliche Bayer 340 PS und 450 Newtonmeter auf die Räder. Und bei 145 ist noch lange nicht Schluss, versprochen.Bild 13 von 34 Der Star der Detroit Auto Show ist der neue Ford Focus. In den USA hat man den Europa-Ableger plötzlich ganz doll gerne, und die Abwrackprämie in Übersee hat ihm einen regelrechten Boom verschafft. Die Neuauflage wird daher wohl ein regelrechtes Weltauto werden. Immerhin hat es Ford, im Gegensatz zu GM, verstanden, von dem technolgischen Vorsprung der europäischen Tochter rechtzeitig zu profitieren. Im übernächsten Jahr soll er gar schon elektrisch fahren.Bild 14 von 34 Dazu baut Ford im gebeutelten Staat Michigan eigens eine neue Fabrik zur Fertigung von Akkus und Hybrid-Fahrzeugen. Das gibt der Vorsitzende von Ford, William Clay Ford Jr. (l.), bekannt - und Gouverneurin Jennifer Granholm freut sich darüber.Bild 15 von 34 Bei Volkswagen zeigt man in Detroit das erste Hybrid-Fahrzeug des Konzerns. Das Coupé mit einer Systemleistung von 177 PS emittiert nur 98 Gramm CO2 und läuft 227 km/h Spitze. Sieht sogar ganz flott aus. Bis zur Marktreife wird es wohl aber noch dauern.Bild 16 von 34 Bei Toyota werden die Hybrid-Fahrzeuge immer kleiner. Die duale Antriebstechnik rückt in die Klasse der Kleinwagen vor. Der FT-CH ist ein Kompakter, der für den modernen Stadtverkehr gedacht ist. Preislich soll er den Hybrid-Bruder Prius deutlich unterbieten und als Nicht-Hybrid in den USA für weniger als 22.000 Dollar auf den Markt kommen.Bild 17 von 34 Solche Preise werden mit Audis Elektrosportler nicht zu erzielen sein. Der E-Tron aus Detroit ist ein anderer als der im letzten Jahr auf der IAA präsentierte. Bei dem Coupé sind nur zwei Räder angetrieben und das Auto geht vom Design her mehr in Richtung TT. Der Name E-Tron soll bei Audi künftig für alle Elektroautos stehen.Bild 18 von 34 Auch bei Honda setzt man auf Hybrid, will diesen aber eher ein bisschen sportlicher machen. Das Coupé CR-Z soll dazu einen Beitrag leisten. John Mendel, Vize-Chef von Honda America, stellt das Auto vor.Bild 19 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESSIn Japan wird der Öko-Sportler bereits in diesem Frühjahr auf den Markt kommen, in Deutschland soll er erst im Sommer zu den Händlern kommen. Drei Modi erlauben eine sportliche, eine ökonomische oder normale Fahreinstellung, die sich jeweils natürlich im Spirtkonsum niederschlägt.Bild 20 von 34 Bei Mini ist und bleibt man stylisch und verrückt. Der Beachcomber soll das unterstreichen. Das Konzeptfahrzeug macht auf Buggy und zeigt Reminszenzen an den legendären Mini Moke.Bild 21 von 34 Es gibt sie auch in Detroit noch, die Limousinen, die einfach einen schönen Verbrennungsmotor an Bord haben. Der Buick Regal GS Concept ist so einer. Zwei Liter Hubraum verteilt auf vier Zylinder schaffen 255 PS und 295 Newtonmeter. Eigentlich ganz einfach, oder?Bild 22 von 34 Bei Subaru blickt man auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit dem Hybrid Tourer Concept will die japanische Marke an die Erfolge von 2009 anknüpfen, wie Tom Doll von Subaru America erklärt. Ein Zwei-Liter-Vierzylinder-Motor wird verbunden mit Elektro-Motoren an jedem Rad.Bild 23 von 34 Ein Elektro-Allrad also. Und mit Allrad kennt sich Subaru ja aus. Daneben zeigt sich das Konzept-Fahrzeug mit einem riesigen Sonnendach noch sehr offen für Licht.Bild 24 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESSHyundai darf sich zusammen mit Kia als Gewinner der US-amerikanischen Abwrackprämie fühlen, weil beide Marken im abstürzenden Markt sogar zulegen konnten. In Detroit zeigt Hyundai das Konzeptfahrzeug Blue-Will, ein Hybridfahrzeug, das an der Steckdose aufgeladen werden kann.Bild 25 von 34 | Foto: REUTERSMercedes hat eine echte Weltpremiere an Bord, die so noch nicht auf einer Messe zu sehen waren. Das E-Klasse Cabrio macht Hoffnung auf einen baldigen Frühlingsanfang. Daneben gibt es die Stars der Marke, wie den SLS AMG oder die Hybrid-S-Klasse.Bild 26 von 34 | Foto: REUTERSChevrolet macht mit dem Aveo RS bei dem Kleinen mächtig Dampf. Das Showcar gibt aber vor allem einen Ausblick auf die neue Generation des Aveo, die 2011 auf den Markt kommen soll.Bild 27 von 34 | Foto: REUTERSDer könnte eine Revolution werden: Der Ford Transit Connect wird ebenfalls auf der Auto Show in Detroit gezeigt. Das Auto, das seit 2003 angeboten wird, hat gerade den nordamerikanischen Preis für Nutzfahrzeuge gewonnen. Das Hybridfahrzeug fährt in England, durch eine kleine Firma aufgerüstet, bereits elektrisch, und auch Ford selbst will demnächst ein Elektroauto auf dieser Basis auf den Markt bringen.Bild 28 von 34 | Foto: ASSOCIATED PRESSNatürlich gibt es auch Verrücktes in Detroit zu sehen. Der Tango von Commuter Cars ist ein Einsitzer, der komplett elektrisch unterwegs ist. Eine komplette Aufladung des Fahrzeugs dauert nur drei Stunden und 80 Prozent können sogar in nur 10 Minuten geladen werden. Sieht dennoch aus wie frisch aus der Schrottpresse.Bild 29 von 34 Das "Multi Amphibious Vehicle" hält, was es verspricht und ist zu Wasser und auf dem Lande mobil.Bild 30 von 34 Das zweite Fahrzeug der Firma CT&T ist ein reines Elektroauto für die Stadt. Sieht ein bisschen aus wie ein Smart, dem man die vordere Stoßstange geklaut hat, aber der Cit EV e-Zone soll Elektromobilität vor allem bezahlbar machen.Bild 31 von 34 Um das Bezahlbare geht es beim Revenge (dt. Rache) eher weniger. Sonst hätte man wohl auf die Materialien Karbon und Aluminium weniger stark zurück gegriffen. Im Revenge werden nur dicke V8-Motoren von Ford und GM verbaut, womit der Sportler auf etwa 640 PS kommt. Die Hybridalternative hat immerhin noch 400 PS und soll wenigert als drei Liter Sprit verbrauchen.Bild 32 von 34 Und last, but not least: Tesla zeigt auch was Neues in Detroit. Das Modell S wird voller Stolz von Chef Elon Musk vorgestellt. Lange erwartet, bringt die Marke jetzt einen Fünfsitzer auf den Markt, der sogar noch zwei Kinder zusätzlich mitnehmen kann.Bild 33 von 34 Dennoch nicht unsportlich, der Elektro-Wagen. Die Reichweite beträgt rund 300 Kilometer und die 60 Meilen erreicht er in 5,6 Sekunden. Technisch bleibt es weitgehend bei der Aneinanderreihung von zahllosen Lithium-Ionen-Akkus. Dennoch schick, dieser Tesla. Wenn so die Elektro-Zukunft aussieht, dann her damit. (Text: Markus Mechnich)Bild 34 von 34