Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 01:45 Holetschek: Corona-Maßnahmen nur noch gegen Ungeimpfte +++

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, hat deutlich gemacht, dass bei einer verschärften Pandemielage notwendige Maßnahmen nur Ungeimpfte treffen werden. "Wir müssen die Zahlen im Blick behalten, die Belegung auf den Intensivstationen etwa. Dort liegen fast nur Ungeimpfte, die drohen unser Gesundheitssystem im Winter zu überlasten, sofern die nächste Welle kommen", sagte Holetschek dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Er kündigte an: "Sollte es zusätzliche Maßnahmen geben, werden sich diese gegen Ungeimpfte richten." Von Geimpften gehe keine große Gefahr aus - "wir sind schon juristisch gezwungen, das zu berücksichtigen und werden es auch tun", sagte der Minister.

+++ 00:30 Kinderärzte raten "so dringlich wie bei Erwachsenen" zur Corona-Impfung von Kindern ++
Die Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, empfiehlt die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche "allgemein und uneingeschränkt". "Nachdem Daten von über zehn Millionen Kindern und Jugendlichen erhoben wurden, empfehle ich die Impfung den über 12-Jährigen heute allgemein und uneingeschränkt, ich werbe dafür so dringlich wie bei Erwachsenen", sagte der Vorsitzende der Gesellschaft, Jörg Dötsch, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Risiko-Nutzen-Abwägung falle eindeutig zugunsten der Impfung aus. Dötsch rät mit Blick auf die Pandemie-Bekämpfung an Schulen zu einem "Zwischenweg": "Wir wollen weiterhin keine Durchseuchung der Kinder - aber wir wollen auch unbedingt vermeiden, dass die Jüngsten nochmal unter den Folgen der Schulschließungen und der Isolationsmaßnahmen leiden müssen", sagte Dötsch. Die Infektionszahlen seien "nicht mehr das Entscheidende, auch nicht dann, wenn sie regional sehr hoch sind."

+++ 22:25 Dehoga beklagt "Regelchaos" in den Herbstferien +++
Auch mit Blick auf die Herbstferien beklagt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Thüringen ein "Regelungschaos" bei den Corona-Vorgaben für die Branche. Wenn in den Ferien besonders Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern verreisen wollten, seien für viele Betriebe die Regeln bei der Testpflicht nicht erfüllbar, kritisiert der Branchenverband. Testzentren fehlten, die Kostenübernahme sei nicht geklärt, und Regelungen seien unklar. "Das Regelungschaos und immer wieder Einschränkungen für unsere ohnehin gebeutelte Branche sind untragbar", sagtePräsident Mark Kühnelt. Gerade in Regionen mit geringen Einwohnerzahlen seien die nächsten Warnstufen durch Sprünge bei den Inzidenzzahlen oder bei anderen Werten schnell erreicht. Bei der aktuellen Impfquote seien diese Grenzwerte höher anzusetzen, da nicht von einer Überlastung des Gesundheitssystems ausgegangen werden könne.

+++ 21:52 Saarland: Auffrischungsimpfungen in Seniorenheimen bald abgeschlossen +++
Die Corona-Auffrischungsimpfungen in saarländischen Seniorenheimen können dem Gesundheitsministerium in Saarbrücken zufolge bald beendet werden. "Bis Ende Oktober werden die Anfahrten durch mobile Teams im Zuge der Auffrischimpfungen abgeschlossen sein", teilt das Ministerium mit. Im Anschluss sollen voraussichtlich Anfang November die Anfahrten der besonderen Wohnformen in der Eingliederungshilfe starten. "Mit dem verstärkten Impfangebot soll der möglichen nachlassenden Immunität, insbesondere von vulnerablen Gruppen, entgegengewirkt werden", sagt Gesundheitsministerin Monika Bachmann einer Mitteilung zufolge. Ziel sei ein größtmöglicher Schutz für Bewohner und Bewohnerinnen sowie der Beschäftigten in den Einrichtungen der Pflege und besonderen Wohnformen. Die sogenannten Booster-Impfungen in Altenhilfeeinrichtungen hatten im September begonnen.

+++ 21:06 Neben Thüringen ein weiteres Bundesland über Inzidenz 100 +++
Die 7-Tage-Inzidenz in den 16 Bundesländern entwickelt sich sehr unterschiedlich. In 11 Bundesländern ist der Wert im Vergleich zum Vortag gestiegen - die größten Zuwächse gab es in Baden-Württemberg und Thüringen. Mit Bayern (100,5) liegt neben Thüringen jetzt wieder ein zweites Bundesland über der 100er Schwelle, Sachsen steht ganz knapp davor. In vier Bundesländern sinkt die Inzidenz, nur in Rheinland-Pfalz bleibt der Wert unverändert.

+++ 20:39 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 11.669 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.358.472 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.669 neue Fälle hinzu. Das sind 1495 neue Fälle mehr als am Freitag der Vorwoche (+ 14,7 Prozent). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 80 (Vorwoche: 97) auf 94.548. Als aktuell infiziert gelten rund 131.984 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,06 angegeben (Vortag: 1,04).

+++ 20:30 FDA empfiehlt auch Corona-Booster mit Johnson & Johnson +++
Nach Empfehlungen für die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna spricht sich ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA auch für Corona-Auffrischungsimpfungen von Johnson & Johnson aus. Mit Johnson & Johnson geimpfte Menschen sollten mindestens zwei Monate nach ihrer bisherigen Impfdosis eine Auffrischungsimpfung bekommen können, entscheidet das Gremium. Die Empfehlungen des Gremiums sind nicht bindend, typischerweise folgt die FDA ihnen aber. In diesem Fall soll auch noch geprüft werden, ob mit Johnson & Johnson geimpfte Menschen möglicherweise eine Auffrischungsimpfung mit Biontech/Pfizer oder Moderna bekommen könnten. Zuvor hatte das Gremium bereits Auffrischungsimpfungen für ältere Menschen und Risikogruppen mit den Mitteln von Biontech/Pfizer und Moderna empfohlen. Die Booster-Impfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer sind in den USA auch schon offiziell genehmigt und angelaufen

+++ 19:57 Italien meldet weiter sinkende Zahlen +++
In Italien schwächt sich die Corona-Pandemie weiter ab. Der bis Donnerstag berechnete Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt landesweit bei durchschnittlich 29 Fällen je 100.000 Einwohnern, wie aus dem wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom hervorgeht. Eine Woche zuvor registrierten die Experten noch 34 Fälle im Schnitt. In fast allen italienischen Regionen und Autonomen Provinzen herrsche ein niedriges Infektionsgeschehen. Die Behörden meldeten am Freitag rund 2700 Corona-Neuinfektionen und etwas mehr als 40 Tote mit dem Virus binnen eines Tages.

+++ 19:17 EU-Kommission ruft zur Grippeimpfung auf +++
Mit Blick auf die bevorstehende Grippe-Saison hat die EU-Kommission zur Impfung aufgerufen. "Wir stehen vor dem Übergang vom Herbst zum Winter, einer Jahreszeit, in der Atemwegserkrankungen zunehmen, auch die saisonale Grippe und natürlich Covid-19, daher müssen wir verhindern, dass unsere Gesundheitssysteme überlastet werden", teilt die für Gesundheit zuständige EU-Kommissarin Stella Kyriakides in Brüssel mit. Die Risikogruppen für Covid-19 seien auch am anfälligsten für die Grippe. "Wenn beide Viren zirkulieren, müssen wir verhindern, dass es zu einer möglichen Doppelpandemie von Covid-19 und Grippe kommt", so Kyriakides. Es gebe "enorme" Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten bei den Grippeimpfungen. "In manchen Mitgliedstaaten sind fast 70 Prozent aller Senioren geimpft, in anderen hingegen nicht einmal 10 Prozent".

+++ 18:36 Zahl der gefälschten Impfausweise in Sachsen nimmt zu +++
In Sachsen sind offenbar immer mehr gefälschte Impfausweise im Umlauf. Die Zahl der gemeldeten Fälschungen ist in den vergangenen Monaten gestiegen, wie das sächsische Innenministerium mitteilt. Demnach wurden seit Mai dieses Jahres insgesamt 22 Fälschungen von Impfausweisen mit Corona-Bezug gemeldet. In den Monaten Mai und Juni waren es jeweils zwei Fälle, im Juni fünf, im August drei und im September zehn. Bei den Fällen dauern die Ermittlungen laut Ministerium noch an. Auch im Nachbarland Thüringen war die Zahl der Meldungen zuletzt gestiegen. Entsprechende Hinweise hätten sich zuletzt gemehrt, teilten die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) und das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Vor allem die Zahl der Meldungen von Verdachtsfällen durch Apotheken sei zuletzt rapide gestiegen.

+++ 17:57 Grüne: Öffnung von Weihnachtsmärkten in Sachsen kritisch +++
Die mitregierenden Grünen sehen die vom Kabinett geplante Öffnung von Weihnachtsmärkten wegen der Corona-Lage kritisch. Sachsen habe bundesweit die niedrigste Impfquote und mit die höchste Inzidenz bei Infizierten, sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Kathleen Kuhfuß. "Und mit diesen schlechten Voraussetzungen gehen wir wider besseres Wissen den nächsten Öffnungsschritten durch die neue Corona-Schutz-Verordnung entgegen." In anderen europäischen Ländern seien viele Einschränkungen gefallen, aber eben auch bei einer deutlich höheren Impfdichte in der Bevölkerung, gab Kuhfuß zu Bedenken. Zudem sei die Durchsetzung der 2- oder 3G-Regeln in anderen Ländern deutlich konsequenter als in Sachsen. Aktuell würden hierzulande die 3G-Regeln für Geimpfte, Genesene und Getestete in Restaurants und bei großen Menschenansammlungen "großzügig und nahezu ohne Kontrollen" gehandhabt. Mit der neuen Verordnung soll bis zum Erreichen der Vorwarnstufe bei den Weihnachtsmärkten komplett auf die 3G-Regeln verzichtet werden. Kuhfuß befürchtet deshalb "neue, verhinderbare Infektionen". Man werbe dafür, dass sich Politik bei ihren Entscheidungen an Hinweisen aus der Wissenschaft orientiert. Die Warnungen aus der Medizin zur vierten Welle seien sehr eindeutig.

+++ 17:42 Indien lässt geimpfte Touristen wieder einreisen +++
Indien lässt nach neunzehn Monaten vollständig geimpfte Touristen wieder einreisen. Außerdem müssten die Reisenden innerhalb von 72 Stunden vor Flugantritt negativ auf das Coronavirus getestet worden sein, berichten indische Medien. Die Regierung hatte zuvor mitgeteilt, dass Touristenvisa ab sofort wieder ausgestellt werden, aber zunächst nur für Reisende auf Charterflügen. Vom 15. November an soll diese Regelung auch auf Touristen ausgedehnt werden, die mit anderen Flügen anreisen.

+++ 17:13 Alle Dänen können dritte Corona-Impfung bekommen +++
In Dänemark bekommen nun alle Einwohner das Angebot für eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus. Das teilt Gesundheitsminister Magnus Heunicke mit. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sowie Bewohnern von Pflegeheimen wird bereits seit September eine dritte Impfung verabreicht. In den nächsten Wochen werde man das Angebot zunächst auf alle Menschen über 65 Jahren und auf Mitarbeiter im Gesundheits- und Altenpflegebereich ausweiten, so der Minister. In den kommenden Monaten sollen etwa eineinhalb Millionen Bürger eine Auffrischimpfung bekommen. Ziel sei es, dass alle Bürger sechs Monate und 14 Tage nach ihrer zweiten Impfung eine dritte bekommen. Die Regierung begründet ihre Entscheidung mit Erkenntnissen der europäischen Gesundheitsbehörden.

+++ 16:31 Thüringer Gutachten: Anlasslose Tests an Schulen kaum begründbar +++
Ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Sondergutachten zum Infektionsgeschehen an Schulen hält anlasslose Corona-Tests an Thüringens Schulen weiterhin nicht für nötig. Kinder und Jugendliche trügen zum Pandemiegeschehen bei - wie auch ungeimpfte Erwachsene, stellt der wissenschaftliche Beirat in dem Gutachten fest. Im Gegensatz zu Erwachsenen erkrankten Kinder und Jugendliche aber sehr selten schwer. "Weil Kinder selbst nicht schwer erkranken und Erwachsene sich impfen lassen können, sind Quarantänemaßnahmen grundsätzlich weder für den Eigen- noch für den Fremdschutz zu rechtfertigen", heißt es in dem Sondergutachten. Demnach seien unter anderem auch mehrmals wöchentliche nicht anlassbezogene Tests "nicht mehr gut zu begründen". Auch stünden die Kosten dafür in keinem Verhältnis zum "in der Öffentlichkeit irrtümlicherweise erwarteten Nutzen".

+++ 16:13 Dehoga: Anteil von 2G- und 3G-Betrieben ungefähr gleich +++
Der Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) ruft Reisende vor dem Start der Herbstferien in Niedersachsen an diesem Wochenende auf, sich vorab über geltende 2G- und 3G-Regelungen an den Urlaubsorten zu informieren. Von Kreis zu Kreis gelten unterschiedliche Regelungen, sagt die Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Renate Mitulla. Auch je nach dem, ob noch eine Warnstufe in Kraft sei. "Unsere große Bitte ist daher: Erkundigen Sie sich vorher bei ihrem Betrieb, wie es aussieht", sagt Mitulla - etwa mit Blick auf Gäste, die in den Ferien zu einer Familienfeier anreisen wollen. Die niedersächsische Corona-Verordnung sieht vor, dass bei der Warnstufe 1 oder einer Inzidenz über 50 in einem Kreis verpflichtend die 3G-Regel gilt. Das heißt, Zutritt etwa zur Gastronomie gibt es dann nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. An den Orten, wo keine Warnstufe gilt und die Inzidenz unter 50 liegt, können Betriebe selbst entscheiden ob sie freiwillig 2G oder 3G anwenden wollen. Unterm Strich halte sich der Anteil an Betrieben, die nach 2G- und 3G-Regeln öffnen, ungefähr die Waage.

+++ 15:50 Biontech beantragt Impfostzulassung bei Kindern von fünf bis elf Jahren +++
Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer beantragen jetzt auch in Europa eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder von fünf bis elf Jahren. Beide teilen in Mainz und New York mit, dass sie der EU-Arzneimittelbehörde EMA die entsprechenden Daten zu den klinischen Untersuchungen übermittelt hätten. Dieselben Daten wurden bereits der US-Arzneimittelbehörde FDA übergeben. Dort hatten Biontech und Pfizer am 7. Oktober die Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs für Kinder von fünf bis elf Jahren beantragt.

+++ 15:19 USA lassen geimpfte Reisende ab 8. November wieder ins Land +++
Die USA lassen gegen das Coronavirus geimpfte Reisende ab dem 8. November wieder ins Land. "Die neue Reiseregelung der USA, die für ausländische Reisende eine Impfung verlangt, wird am 8. November beginnen", erklärt ein Sprecher des Weißen Hauses auf Twitter. Die USA hatten im März vergangenen Jahres wegen der Corona-Pandemie Einreiseverbote unter anderem für Europäer verhängt.

+++ 14:54 Theater und Museen in Düsseldorf nur noch mit 2G +++
In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf gilt ab dem 1. November die 2G-Regel für städtische Kultureinrichtungen wie Museen, Theater oder Oper. Das teilt die Verwaltung mit. Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche. Seit dem 1. Oktober durften bereits nur noch Geimpfte und Genesene zu Veranstaltungen, die von der Stadt organisiert wurden. Nun wird die 2G-Regel auf alle städtischen Kultureinrichtungen außer VHS, Musikschule und Büchereien ausgeweitet. Jüngere Kinder dürfen weiter in Museen oder Theater. Schüler gelten wegen der regelmäßigen Corona-Tests in ihren Einrichtungen als getestet und dürfen die Einrichtungen auch ungeimpft besuchen. Wer als Erwachsener attestiert bekommt, dass er nicht geimpft werden kann, darf ebenfalls einen Test vorlegen.

+++ 14:21 EU startet Operation gegen Missbrauch von Corona-Hilfen +++
Europol und andere europäische Behörden starten eine gemeinsamen Operation, um Gelder aus dem Corona-Aufbaupaket der EU vor Betrug zu schützen. Zusammen mit 19 Mitgliedstaaten sollen sie sicherstellen, dass die Gelder wie vereinbart ausgegeben werden, wie das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) mitteilt. Die Operation mit dem Codenamen "Sentinel" solle Ermittlungen gegen Betrug und gegen die kriminelle Infiltrierung des Programms koordinieren und unterstützen. Konkret geht es um die Hilfen aus der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF). Um Geld aus dem Topf zu bekommen, mussten Mitgliedstaaten detaillierte Reform- und Ausgabenpläne vorlegen, die von der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten gebilligt wurden. Eine Sprecherin der Kommission sagt, dass bislang 19 Pläne angenommen und erste Gelder bereits an 17 Länder ausgezahlt worden seien. Deutschland kann nach derzeitigem Stand 25,6 Milliarden Euro an Zuschüssen aus dem Programm erwarten und hat erste Zahlungen im August erhalten.

+++ 13:58 Corona-Zertifikat wird Pflicht in Brüsseler Restaurants und Bars +++
Menschen in Brüssel müssen ab sofort einen Corona-Pass in Restaurants, Bars und für größere Veranstaltungen vorzeigen. Die Pflicht gilt heute in Innenräumen für alle Besucher ab 16 Jahren, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtet. Mit dem QR-Code des Passes können Bürger vorweisen, dass sie entweder vollständig gegen Covid-19 geimpft, davon genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet wurden. Auch zum Tanzen in Brüsseler Clubs sowie in Sportvereinen, kulturellen Einrichtungen und bei Messen ist das Zertifikat nötig. In Krankenhäusern oder Altenheimen müssen bereits Kinder ab 12 einen Nachweis dabei haben. Das gilt auch für größere Veranstaltungen ab 50 Besuchern drinnen oder mehr als 200 draußen. Ausgenommen sind private Feiern.

+++ 13:36 Die meisten hessischen Läden verzichten auf 2G-Optionsmodell +++
Für vier von fünf Handelsbetrieben in Hessen ist das sogenannte 2G-Modell einer Umfrage zufolge keine Option. Lediglich Unternehmen mit beratungsintensiven Sortimenten - wie Brautmoden- und Fotofachgeschäfte oder Optiker - können sich mehrheitlich vorstellen, nur noch Corona-Geimpfte und Genesene in ihren Läden zu empfangen. Das geht aus einer Befragung des Handelsverbands Hessen unter seinen Mitgliedern hervor. Daher werde die überwiegende Mehrzahl der Händler "den täglichen Zugang wie gewohnt umsetzen", sagt eine Sprecherin in Frankfurt. Auch die Edeka-Märkte bleiben "weiterhin für alle Kundinnen und Kunden offen", teilte die Zentrale in Hamburg mit. Die in dem genossenschaftlichen Verbund organisierten Kaufleute entscheiden demnach allerdings eigenständig "über alle Maßnahmen in ihren Märkten".

+++ 13:19 Vorzeitige Impfung von Landrat Vogel war kein Dienstvergehen +++
Die vorzeitige Corona-Impfung von Erzgebirgs-Landrat Frank Vogel hat keine dienstrechtlichen Folgen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hätten keine Anhaltspunkte ergeben, die den Verdacht eines Dienstvergehens rechtfertigten, teilt die Landesdirektion Sachsen mit. Im Februar war bekannt geworden, dass Vogel eine Impfung erhalten hatte, obwohl er nicht zur Bevölkerungsgruppe mit der höchsten Priorität gehörte. Das war damals Voraussetzung. Daher war wegen des Verdachts der Vorteilsannahme ermittelt worden. Vogel hatte die Impfung als Fehler bezeichnet und sich dafür entschuldigt.

+++ 12:52 Erstmals seit Mai: Inzidenz in Bayern überschreitet 100er Marke +++
Erstmals seit Mai liegt die Corona-Inzidenz in Bayern wieder über 100. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Wert von 100,2 für den Freistaat. Zuletzt hatte Bayern am 13. Mai über 100 gelegen. Bundesweit weist der Freistaat damit die laut RKI zweithöchste Inzidenz hinter Thüringen auf. Parallel hat - ebenfalls erstmals seit Mai - ein bayerischer Landkreis die Inzidenzschwelle von 300 überschritten: Für Berchtesgadener Land meldet das RKI einen Wert von 312,2 Infektionen pro Woche und 100.000 Menschen. Das ist auch bundesweit der höchste Wert.

+++ 12:26 Protest gegen Corona-Pass: Italienische Arbeiter blockieren Hafenzufahrt +++
Hunderte Hafenarbeiter protestieren in Italien gegen die neu eingeführte Pflicht zur Vorlage eines Corona-Passes am Arbeitsplatz. Rund 300 Arbeiter blockierten heute Morgen die Zufahrt zum Hafen von Genua und sorgten für Verspätungen beim Warenumschlag. Auch am Hafen von Triest demonstrierten Hunderte Arbeiter. Seit Freitag darf in Italien nur noch zur Arbeit erscheinen, wer eine Corona-Impfung, -Genesung oder einen negativen Corona-Test nachweisen kann. Wer ohne den sogenannten "grünen Pass" zur Arbeit kommt, riskiert bis zu 1500 Euro Bußgeld. Wer der Arbeit fernbleibt, weil er das Dokument nicht vorweisen kann, muss mit unbezahlter Freistellung rechnen. Wer sich nicht impfen lassen will, muss auf eigene Kosten einen Corona-Test machen und diesen regelmäßig erneuern.

+++ 12:00 Mobile Impfärzte bekommen weniger Geld als im Impfzentrum +++
Mobile Impfärzte erhalten in Niedersachsen 20 Euro weniger Stundenlohn als bei ihrer Arbeit in den Impfzentren. Die Impfärzte werden pro angefangene Viertelstunde bezahlt und erhalten dafür nun 32,50 Euro statt 37,50, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mitteilt. Somit kommen mobile Impfärzte auf einen Stundenlohn von 130 Euro - in den Impfzentren waren es noch 150 Euro. Die landesweiten Impfzentren wurden Ende September geschlossen. Die Corona-Schutzimpfungen sollen nun mobile Teams sowie niedergelassene Ärzte verabreichen.

+++ 11:39 Wegen eines Laborfehlers erhalten womöglich 43.000 Engländer falschen Negativ-Test +++
Etwa 43.000 Menschen in England könnten wegen eines Laborfehlers versehentlich zu Unrecht negative Corona-Testergebnisse erhalten haben. Der Gesundheitsbehörde Health Security Agency seien die Untersuchungen in einem Labor in der Stadt Wolverhampton ausgesetzt worden. Insgesamt seien dort rund 400.000 Tests ausgewertet worden. "Die überwiegende Mehrheit davon werden negative Ergebnisse gewesen sein, aber schätzungsweise 43.000 Menschen könnten zwischen dem 8. September und 12. Oktober ein falsches negatives PCR-Testergebnis erhalten haben, hauptsächlich im Südwesten Englands", betont die Behörde. Sie leitete eine Untersuchung ein.

+++ 11:18 Schnelltest reicht schon bald für Einreise nach Großbritannien +++
Rechtzeitig zu den britischen Herbstferien lockert die Regierung in London erneut die Corona-Regeln für die Einreise nach England. Vom 24. Oktober an müssen vollständig Geimpfte nach der Ankunft nur noch einen Antigentest machen und keinen PCR-Test mehr. Damit halbieren sich auch die Kosten, die Reisende selbst tragen müssen. PCR-Tests kosten mindestens 50 Pfund, das sind rund 59 Euro. Diese Kosten waren vor allem von Familien scharf kritisiert worden. Der Test muss vorab gebucht und spätestens am zweiten Tag nach Ankunft gemacht werden.

+++ 10:50 Apothekerin erkennt gefälschten Impfpass - und zeigt Kundin an +++
Eine Mitarbeiterin einer Apotheke in Neuruppin hat einen gefälschten Impfpass erkannt und die Polizei alarmiert. Eine 46-jährige Kundin hatte zuvor ihren Impfpass vorgezeigt und wollte ein digitales Zertifikat als Nachweis für die Corona-Impfung erhalten, wie die "Märkische Oderzeitung" berichtet. Die Apothekerin hatte laut Polizei aber Zweifel an der Echtheit der Unterschrift im Impfpass. Ihr schien auch der eingeklebte Nachweis bezüglich des Impfstoffes zu groß zu sein. Eine Überprüfung durch die Beamten ergab, dass die angegebene Ärztin gar keine Impfung an die 46-Jährige verabreicht hatte. Die Kundin wurde wegen Urkundenfälschung angezeigt. Die Ermittlungen dauern an.

+++ 10:23 60.000 Booster-Impfungen werden täglich in Deutschland verabreicht +++
In Deutschland sind unter den Menschen im impffähigen Alter inzwischen mehr als 77 Prozent mindestens einmal geimpft. Einen vollständigen Impfschutz besitzen insgesamt 73,7 Prozent. Zudem nehmen die Auffrischimpfungen immer mehr an Fahrt auf. Mittlerweile werden bundesweit rund 60.000 solcher Booster-Spritzen pro Tag verabreicht.

+++ 09:56 Sydney hebt Hotel-Quarantäne für Geimpfte auf - aber nur für Australier +++
Sydney hebt ab November die Hotel-Quarantäne für geimpfte Reisende auf. "Für doppelt Geimpfte aus aller Welt" sei die australische Metropole ab 1. November wieder "offen", sagt der Regierungschef von New South Wales, Dominic Perrottet. Die 14-tägige Hotel-Quarantäne gehöre dann der Vergangenheit an. "Dies ist ein bedeutender Tag für unseren Bundesstaat", so Perrottet. Der australische Premierminister Scott Morrison schränkte jedoch umgehend ein, dass die Regelung nur für australische Bürger, Menschen mit einer Aufenthaltsgenehmigung und ihre jeweiligen Familien gelte. Für Reisende aus dem Ausland würden die Grenzen noch nicht geöffnet.

+++ 09:27 Lindner fordert Ende der Corona-Hilfsprogramme +++
FDP-Chef Christian Lindner spricht sich für ein Ende der staatlichen Corona-Hilfsprogramme aus. Im Moment der Corona-Krise seien sie richtig und notwendig gewesen, sagt er im "Handelsblatt". Auf Dauer schwäche zu großer staatlicher Einfluss aber Wettbewerbsfähigkeit und Innovation. "Es ist Zeit, zum wirtschaftlichen Normalzustand zurückzukehren. Staatskonsum kann natürliche Nachfrage nicht ersetzen." Das dürfe viele Menschen umtreiben, die sich um Arbeitsplätze und Wachstumsperspektiven sorgen. Die Aufgabe besteht laut dem FDP-Chef nun darin, private Investitionen für die Transformation zu mobilisieren und den Standort Deutschland dafür wieder attraktiv zu machen. "Die günstigste Form von Wirtschaftsförderung ist dabei die Lösung von bürokratischen Fesseln und der Verzicht auf neue Belastungen", so Lindner.

+++ 08:56 Hausärzte beklagen Engpass bei Grippe-Impfstoff +++
Die Hausärzte beklagen Lieferengpässe bei den Grippe-Impfstoffen - und sehen die Schuld dafür bei den Apotheken. Sie sorgten "durch eigene Impfangebote für eine künstliche Verknappung des Impfstoffes und behindern die Impfungen in den Arztpraxen", kritisiert Oliver Funken, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Nordrhein. "Impfen ist eine originäre ärztliche Aufgabe. Leider kommen aktuell die bestellten Mengen nicht überall vollständig an." Viele Apotheken würden ihren Kunden in diesem Jahr "aktiv" die Grippe-Impfung anbieten, klagt Funken. Dabei würden sie oft auf Impfstoff zugreifen, der für die Arztpraxen vorgesehen sei. "Die Apotheken sollen die Versorgung mit Impfstoffen und Medikamenten 24 Stunden an sieben Tagen flächendeckend sicherstellen. Das ist ihre Kernaufgabe. Und das gilt auch für die Auslieferung der Grippeimpfstoffe an die Arztpraxen."

+++ 08:30 Epidemiologe: Zu viele Menschen im Nordosten sind noch ungeimpft +++
Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern müssen nach Ansicht des Rostocker Epidemiologen Emil Reisinger damit rechnen, bis Ende des Winters mit Hygienemaßnahmen wie dem Tragen von Masken leben zu müssen. Zu viele Menschen im Nordosten seien noch ungeimpft und damit gefährdet beziehungsweise für eine Infektion empfänglich, sagte Reisinger der Deutschen Presse-Agentur. Neben der Impfung und einer überstandenen Erkrankung biete die Maske in Innenräumen den größten Schutz.

+++ 08:02 Baden-Württemberg verschärft Testpflicht für ungeimpfte Arbeitnehmer +++
In Baden-Württemberg tritt heute eine neue Corona-Verordnung in Kraft. Damit verschärft die Landesregierung die Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte in Unternehmen mit Publikumsverkehr. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa in der Gastronomie oder in Friseursalons müssen sich künftig zweimal wöchentlich auf das Coronavirus testen lassen. Geimpfte und genesene Beschäftigte sind von dieser Pflicht befreit. Bisher galt eine solche Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte mit Außenkontakt nur dann, wenn sich die Corona-Lage im Südwesten deutlich verschärft. Zudem tritt nun das sogenannte 2G-Optionsmodell in Kraft, das es in einigen Bundesländern schon länger gibt. Dadurch fallen bei größeren Veranstaltungen die Maskenpflicht und Abstandsregeln weg, wenn nur Geimpfte und Genesene zugelassen sind. Auch volle Säle und Fußballstadien kann es so wieder geben. Bisher galt eine Obergrenze für Großveranstaltungen von maximal 25.000 Besuchern unter 3G-Bedingungen.

+++ 07:28 Stuttgart hebt Testpflicht für Kita-Kinder auf +++
Kinder ab drei Jahren können in Stuttgart ab heute wieder ungetestet in die Kita gehen. Die Testpflicht läuft aus und wird nicht verlängert, wie die Stadt mitteilt. "Wir haben diesen Schritt gut abgewogen, er ist jetzt einfach vernünftig", so die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer. Eingeführt worden war die Testpflicht Anfang September, weil mit einer starken Ausbreitung des Coronavirus nach der Ferienzeit und durch Mutationen gerechnet worden war. Seit der Einführung hätten jedoch nur wenige und leichte Krankheitsfälle aufgedeckt werden können, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes, Stefan Ehehalt. Eltern können in Stuttgart aber auch weiterhin zweimal die Woche kostenlose Tests an den Kitas erhalten und eigenständig anwenden.

+++ 07:06 Australiens Hauptstadt beendet Lockdown nach zwei Monaten +++
Die Region Australian Capital Territory (ACT) mit der australischen Hauptstadt Canberra beendet einen seit zwei Monaten geltenden Lockdown. Ab sofort dürften die Menschen wieder ihre Häuser verlassen, teilen die Behörden mit. Private Haushalte dürfen nun wieder bis zu fünf Gäste empfangen. Draußen sind Versammlungen von bis zu 25 Personen erlaubt. Lokale, Sporteinrichtungen und Friseure können unter Einhaltung strenger Abstandsregeln ebenfalls öffnen. Mitte August wurde im ACT mit rund 430.000 Einwohnern erstmals seit einem Jahr wieder ein Corona-Fall bestätigt. Ein zunächst für sieben Tage verhängter Lockdown wurde wegen steigender Infektionszahlen mehrmals verlängert. Heute meldeten die Behörden 35 neue Fälle.

+++ 06:28 Bayer stoppt Impfstoff-Projekt in Wuppertal +++
Nach der Rücknahme des Zulassungsantrags seines Impfstoff-Kandidaten durch Curevac stoppt Bayer sein Impfstoff-Projekt in Wuppertal. "Nach der Rücknahme des Zulassungsantrags durch Curevac wird es nun keinen Impfstoff geben, den wir für Curevac in Wuppertal herstellen könnten. Wir bedauern diese Entwicklung", sagt ein Konzernsprecher der Zeitung "Rheinische Post". Die Kooperation werde einvernehmlich nicht fortgesetzt. Bayer wollte im Werk Wuppertal 160 Millionen Dosen des Curevac-Vakzins herstellen und erste Dosen möglicherweise schon Ende des Jahres ausliefern. Die bereits rund 30 angeheuerten Beschäftigten sollen neue Aufgaben bekommen.

+++ 05:59 RKI-Chef Wieler erhält Morddrohungen +++
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sieht sich massiven Bedrohungen ausgesetzt. "Ich wünschte, die Lage wäre angenehmer, aber ich bekomme immer noch Drohungen", sagt Wieler den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wenn etwa öffentlich behauptet werde, er sei dafür verantwortlich, dass Schulen geschlossen würden, oder wenn irgendwo die Behauptung stehe, er wolle Lockdown statt Freiheit, "dann nehmen die Drohungen, auch die Morddrohungen, massiv zu". Das hindere ihn aber nicht an seiner Arbeit. "Das Risiko hält mich aber nicht ab von meiner Pflicht. Solange ich Beamter dieses Staates bin, werde ich ihm verantwortungsvoll dienen", so Wieler.

+++ 04:50 RKI meldet 11.518 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 11.518 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 1089 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 68,7, am Vortag lag sie noch bei 67,0. 65 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

+++ 04:18 Frankreich lässt Ungeimpfte für Tests bezahlen +++
In Frankreich sind Corona-Tests für nichtgeimpfte Erwachsene ab sofort nicht mehr kostenlos, es sei denn, medizinische Gründe sprechen gegen eine Impfung. Die Tests würden als Impfersatz missbraucht, dies müsse die Öffentlichkeit nicht länger finanzieren, erklärt die Regierung in Paris. Ein Schnelltest kostet künftig zwischen 22 und 30 Euro, ein PCR-Test 44 Euro.

+++ 02:39 Wieler: RKI kann tatsächliche Impfquote nur schätzen +++
RKI-Präsident Lothar Wieler räumt ein, dass exakte Angaben zur aktuellen Impfquote bis heute nicht möglich sind. "Die offiziell gemeldeten Daten sind die Mindestimpfquote. Wir können die tatsächliche Impfquote nur schätzen", sagte Wieler den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wie hoch die aktuelle Quote sei, könne man nicht sagen. Bis Ende September seien bis zu 84 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal geimpft und bis zu 80 Prozent vollständig. Wieler kritisiert in diesem Zusammenhang das schleppende Tempo bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. "Es liegt an Ressourcen, an den vielen unterschiedlichen Abrechnungssystemen, den unterschiedlichen Interessen von Ärzten, Kassen und Kliniken, aber auch am Datenschutz."

+++ 01:40 Trotz Impfung: Lettlands Präsident positiv getestet +++
Der lettische Präsident Egils Levits hat sich trotz vollständiger Impfung mit dem Coronavirus infiziert. Levits wurde nach seiner Rückkehr von einer Reise nach Dänemark und Schweden positiv auf das Virus getestet. "Die Symptome sind gering und der Präsident fühlt sich gut", erklärte sein Stabschef. Levits werde sich dennoch selbst isolieren. In Lettland sind nur 48 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft. Damit hat das Land mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die viertschlechteste Impfquote innerhalb der EU.

+++ 00:24 Großbritannien erleichtert Geimpften die Einreise +++
Großbritannien lockert die Einreisebestimmungen. Geimpfte Passagiere aus Ländern mit niedrigen Ansteckungsraten müssten sich nicht länger aufwendigen Corona-Tests unterziehen, teilt die Regierung in London mit. Die Tourismus-Branche hatte sich beschwert, die Tests und komplizierte Regeln hätten im Sommer einer Zunahme der Flug-Reisen behindert.

+++ 23:30 FDA-Gremium empfiehlt Booster-Impfungen mit Moderna +++
Auch der Impfstoff von Moderna soll für Auffrischungsimpfungen in den USA zugelassen werden. Mit Moderna geimpfte Menschen, die älter als 65 Jahre sind, sowie jüngere, die wegen Vorerkrankungen oder ihrem Job einem höheren Risiko ausgesetzt sind, sollten mindestens sechs Monate nach ihrer bisherigen zweiten Impfdosis eine Auffrischungsimpfung mit einer halben Dosis des Mittels bekommen, entschied ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA. Booster-Impfungen mit dem Biontech-Pfizer-Vakzin sind in den USA bereits angelaufen.

+++ 22:20 USA spenden weitere 17 Millionen Impfdosen an Afrika +++
Die USA wollen weitere 17 Millionen Impfdosen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson an die Länder der Afrikanischen Union (AU) spenden. Das kündigte US-Präsident Joe Biden bei einem Treffen mit Kenias Präsident Uhuru Kenyatta an. Die USA haben eigenen Angaben nach bereits 50 Millionen Impfdosen an die AU gespendet.

+++ 21:56 In acht Bundesländern steigt die Inzidenz +++
In 8 von 16 Bundesländern steigt der Inzidenz-Wert im Vergleich zum Vortag. Die größten Zuwächse gibt es in Sachsen, das sich der 100er-Grenze nähert, sowie in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

+++ 21:28 RKI: Teils sehr hohe Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) registriert in einzelnen Regionen Deutschlands besonders viele Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen. In acht Landkreisen liege die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei den 10- bis 19-Jährigen bei mehr als 500, twitterte das RKI zu einer Auswertung im neuen Wochenbericht. Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche in den Altersgruppen unter 20 Jahren allerdings im Vergleich zur Woche zuvor leicht gesunken, hieß es zusammenfassend.

+++ 20:58 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 12.165 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.346.803 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 12.165 neue Fälle hinzu. Das sind 784 neue Fälle mehr als am Donnerstag der Vorwoche (+ 6,9 Prozent). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 73 (Vorwoche: 78) auf 94.468. Als aktuell infiziert gelten rund 131.700 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,04 angegeben (Vortag: 0,96).

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1397 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 767 davon werden beatmet. Rund 3688 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.


Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: hny/ino/dpa/AFP/rts

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.