Coronavirus-Liveticker +++ 04:35 Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 214,9 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 41.240 Neuinfektionen. Das sind 5809 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche, als 35.431 Positiv-Tests gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 214,9 von 207,4 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Virus angesteckt haben. 323 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 111.925. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 7,15 Millionen Tests positiv aus. Das RKI weist darauf hin, dass zum Jahreswechsel weniger getestet wird und demnach vermutlich weniger Fälle gemeldet werden.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Bei der Interpretation der Fallzahlen ist während der Feiertage und rund um den Jahreswechsel zu beachten, dass die Daten nur ein unvollständige Bild der aktuellen Pandemie-Lage in Deutschland zeigen. Grund ist, dass einige Bundesländer (wie etwa Nordrhein-Westfalen oder Berlin) aber auch regionale Gesundheitsämter zeitweise gar keine oder nur teilweise Aktualisierungen ihrer Corona-Fallzahlen vornehmen. Zudem ist aufgrund der Feiertage mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität sowie eingeschränkten Laborkapazitäten zu rechnen.
Die deutsche Impfkampagne soll zwar vielerorts fortgeführt werden. Es ist jedoch unklar, inwiefern dieses Angebot an den Feiertagen genutzt wird. Auch hier kann es zudem zu einem Meldeverzug kommen. Die Zahl der tatsächlich durchgeführten Impfungen wird in der offiziellen Statistik nachgetragen. An Sonn- und Feiertagen werden in der Regel keine neuen Daten veröffentlicht.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 03:55 England kündigt Bereitstellung zusätzlicher Betten für Covid-Patienten an +++
Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante fürchten die englischen Gesundheitsbehörden eine Überlastung der Krankenhäuser und wollen Tausende zusätzliche Betten bereitstellen. Noch in dieser Woche werde mit dem Bau zusätzlicher Strukturen mit Platz für je 100 Betten auf dem Gelände von acht Krankenhäusern begonnen, erklärt der Gesundheitsdienst NHS England.
+++ 03:01 Krankenhausgesellschaft gegen kürzere Quarantänezeiten für Personal +++
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, spricht sich gegen eine allgemeine Verkürzung der Quarantänezeiten zur Sicherung der gesundheitlichen Infrastruktur aus. "Ein flächendeckender Einsatz von infizierten symptomlosen Mitarbeitern in der kritischen Infrastruktur ist ein zu hohes Risiko, gerade auch im Gesundheitswesen für die besonders vulnerablen Gruppen", sagt Gaß den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Er betont: "Es wäre den Mitarbeitern auch schwer zu vermitteln, mit viel Aufwand Infektionsschutz zu betreiben, während Kollegen infektiös am Krankenbett stehen."
+++ 01:51 Russland zählt 71.000 Corona-Tote im November +++
In Russland sind im November mindestens 71.000 Menschen durch das Coronavirus gestorben. Nach Angaben der staatlichen Staatistikbehörde starben 87.527 mit Corona infizierte Menschen, bei 71.187 von ihnen wurde das Virus als Todesursache bestätigt. Dieser Monatswert ist der höchste seit Beginn der Corona-Pandemie.
+++ 01:03 US-Gesundheitsbehörde CDC warnt vor Kreuzfahrten +++
Wegen einer Zunahme gemeldeter Neuinfektionen auf Schiffen warnt die US-Gesundheitsbehörde CDC vor Kreuzfahrten. Dies gelte weltweit und unabhängig vom Impfstatus der Reisenden, erklärt die Behörde. Auch vollständig geimpfte Passagiere könnten infiziert werden und das Virus weiterverbreiten. Es sei "besonders wichtig", dass Menschen, bei denen eine hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe bestehe, von jeglichen Kreuzfahrten absähen, heißt es weiter.
+++ 23:39 Israel bietet Immungeschwächten vierte Impfung an +++
Israel bietet zunächst nur Personen mit einer Immunschwäche eine vierte Impfung an. Das teilt ein Vertreter des Gesundheitsministeriums mit. Ein Expertengremium hatte indes wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante dazu geraten, neben Immungeschwächten auch Menschen über 60 Jahre und medizinisches Fachpersonal zum vierten Mal zu immunisieren.
+++ 22:31 Südafrika beendet Ausgangssperre – Fallzahlen steigen wieder+++
Südafrika beendet mit sofortiger Wirkung eine Ausgangssperre, die zwischen Mitternacht und 4.00 Uhr morgens galt. Das Land habe den Höhepunkt der vierten Welle überschritten, die von der Omikron-Variante ausgelöst worden sei, heißt es in einer Mitteilung des Kabinetts. Zudem dürften Spirituosengeschäfte auch nach 23.00 Uhr wieder geöffnet bleiben. Derweil steigen in Südafrika die Neuinfektionen wieder an. Heute sind 12.978 neue Fälle gemeldet worden. Dabei zeigt die Grafik seit dem 28.12 eine kontinuierliche Steigerung an.
+++ 22:22 Italien meldet mehr als 100.000 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsbehörden in Italien haben heute mehr als 100.000 Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Das Gesundheitsministerium meldete am Abend fast 127.000 Corona-Fälle. Das sind 82.000 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. In den zurückliegenden 24 Stunden starben demnach fast 160 Menschen mit dem Virus. Die Bundesregierung stuft Italien ab Samstag als Hochrisikogebiete ein. Das Mittelmeerland erreichte erneut einen Rekordwert nach den rund 98.000 registrierten Fällen vom Vortag. In den vergangenen Tagen stieg zudem die Zahl der gemachten Corona-Tests stetig an. Ein negativer Nachweis ist in vielen Teilen des öffentlichen Lebens mittlerweile notwendig. Zuletzt hat sich auch der Anteil der positiven Ergebnisse unter allen Test immer weiter erhöht.
+++22:00 Drei Länder sprengen ihr bisheriges Maximum bei den Neuinfektionen +++
Besonders viele Neuinfektionen verzeichnen derzeit Bremen (+49,84), Schleswig-Holstein (+27,5) und Hamburg (+27,1). In den drei Bundesländern sind auch jeweils Höchstwerte bei den Tageszuwächsen verzeichnet worden. So registriert Bremen einen Zuwachs von 666 (vorheriges Maximum: 474), Hamburg 1622 (vorh. Max: 1336) und Schleswig-Holstein 1675 (vorh. Max: 1451).
Umgerechnet auf die Einwohner weist Thüringen die meisten neuen Fälle auf mit 112,6 je 100.000 Einwohner. Die meisten aktiven Infektionen auf die genannte Einwohnerzahl gibt es derzeit in Sachsen-Anhalt (1839), gefolgt von Brandenburg (1634) und Thüringen (1600). Absolut betrachtet gibt es die meisten aktiven Fälle in Baden-Württemberg. Fast jeder fünfte aktive Fall in Deutschland wird derzeit dort gemeldet.
+++21:32 Streeck zeigt sich optimistisch für mildere Omikron-Welle in Deutschland +++
In RTL Direkt sagte der Bonner Virologe Hendrik Streeck: "Deutschland hat Glück, dass die anderen Länder uns voraus sind. Wir können sehen, was dort passiert, und uns darauf einstellen." Deutschland habe im Vergleich "ziemlich starke Maßnahmen" ergriffen, so Streeck: "Das lässt hoffen, dass wir eine mildere Welle bekommen. "Noch schärfere Maßnahmen hält Streeck derzeit nicht für notwendig: "Wir müssen erstmal abwarten, bis wir eine bessere Datenlage haben, um dann zu sehen, wie sich die Fallzahlen entwickeln." Mit milderem Wetter im Frühjahr werde die Zahl der Infektionen wieder zurückgehen, deshalb werde Deutschland sicher "einen entspannten Sommer haben". Streeck sitzt im neuen Expertenrat der Bundesregierung, gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Drosten von der Berliner Charité. Die beiden Virologen waren in den vergangenen Monaten häufiger unterschiedlicher Meinung über die Corona-Maßnahmen, und in RTL Direkt deutet Streeck an, dass das im Expertenrat so weitergehen könnte. Sie beide seien Virologen, aber "wir beschäftigen uns ganz unterschiedlich mit Viren, so dass wir ganz unterschiedliche Facetten da reinbringen". Alle versuchten, zu einem Konsens zu kommen, und man habe gesehen, dass das auch gelingen könne.
+++ 21:12 Bundesländer melden 41.265 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 7.123.302 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 41.265 neue Fälle hinzu. Wegen den Feiertagen gilt eine viel höhere Dunkelziffer als wahrscheindlich. Ein Vergleich mit den Zahlen aus der Vorwoche ist daher nicht aussagekräftig. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 361 auf 111.706. Als aktuell infiziert gelten rund 629.841 Personen.
Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,93 angegeben (Vortag: 0,83). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 3914 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2301 davon werden invasiv beatmet.
Sinkende Inzidenzwerte an Weihnachten und Neujahr spiegeln nicht unbedingt das tatsächliche Infektionsgeschehen wider. Während der Feiertage werden aus verschiedenen Gründen weniger Ansteckungen erfasst. Einerseits gehen generell weniger Menschen zum Arzt, nur wenige Praxen haben überhaupt geöffnet, in Schulen und Kitas wird während der Ferien nicht getestet. Andererseits wird auch in Laboren und Gesundheitsämtern teils nur eingeschränkt gearbeitet. Die Folge: Die Zahl der gemeldeten Fälle geht zurück, die Dunkelziffer steigt, der Blick auf die Corona-Lage wird vorübergehend unscharf.
+++ 20:55 US-Behörde: Neue Studien belegen Wichtigkeit von Impfungen bei Minderjährigen +++
Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat mit zwei neuen Studien die Wichtigkeit von Impfungen gegen Covid-19 bei Kindern und Jugendlichen hervorgehoben. Nach der Verabreichung von etwa acht Millionen Dosen an Personen im Alter von fünf bis elf Jahren seit Oktober seien schwerwiegende Reaktionen auf das Vakzin selten berichtet worden, hieß es in einem der Berichte. In einer weiteren Untersuchung an sechs Krankenhäusern fanden die US-Wissenschaftler heraus, dass die große Mehrheit aller wegen Covid-19 behandelten Minderjährigen nicht vollständig geimpft war - nur 0,4 Prozent von diesen hatten die Impfserie aus zwei Injektionen abgeschlossen. Zwei Drittel der Covid-Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren seien dabei fettleibig gewesen. Die CDC rief dazu auf, Minderjährige durch Impfungen vor Covid-19 zu schützen - vor allem jene mit starkem Übergewicht oder Vorerkrankungen.
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Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP/rts