Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 11:14 Lauterbach: Schulschließungen können wir uns "kein zweites Mal leisten" +++

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt im Interview mit RTL und ntv vor Schulunterricht unter normalen Umständen. Das könne sehr schnell wieder zu Schulausfällen und zur Quarantäne ganzer Klassen, möglicherweise ganzer Schulen führen. Man müsse in den Sommerferien ein Konzept vorbereiten, um erneute Schulausfälle zu vermeiden. "Ich bin nicht der Meinung, dass wir im Herbst die Schulen noch einmal so schließen können, wie wir es gemacht haben in der ersten Welle. Das, glaube ich, können wir uns kein zweites Mal leisten", sagte Lauterbach. Außerdem müsse man gute Strategien entwickeln, damit qualitativ hochwertiger Unterreicht auch zu Hause möglich werde. Es sei schade, dass es ausgerechnet für Schüler nicht gelungen sei, ein gutes Schutzkonzept zu entwerfen. "Vielleicht haben wir da nicht die richtigen Prioritäten bislang gehabt", so der SPD-Politiker.

+++ 10:28 China meldet nur drei Neuinfektionen +++
In China verharrt die Zahl der Neuinfektionen neuesten Angaben zufolge auf niedrigem Niveau. Die chinesische Gesundheitsbehörde meldet wie tags zuvor binnen 24 Stunden lediglich drei neue Coronavirus-Fälle. Nur eine der Neuinfektionen sei in Peking registriert worden, erklärt die nationale Gesundheitskommission. Insgesamt sind in China nach offiziellen Angaben 83.537 Fälle bestätigt. Die Zahl der Todesfälle beträgt seit mehreren Tagen konstant 4634.

*Datenschutz

+++ 10:06 Biontech meldet Etappensieg bei Corona-Impfstoff-Tests +++
Im Wettlauf um einen Impfstoff gegen Covid-19 sind Mainzer Forscher einen wichtigen Schritt vorangekommen. Bei den ersten Probanden können wirksame Antikörper gegen Sars-Cov-2 nachgewiesen werden. Als nächster Schritt stehen nun Massentests an.

+++ 09:41 Ostsee-Orte planen Ampel-System für Strände +++
Um die notwendigen Sicherheitsabstände an den Ostsee-Stränden zu gewährleisten, planen einige Regionen laut einem Medienbericht die Einführung eines Ampel-Systems. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sollen ab Mitte Juli an den Stränden der Lübecker Bucht Bildschirme aufgestellt werden. Diese soll mit Ampel-Farben die aktuelle Situation zeigen. "Ziel ist es, die Besucherströme vorausschauend zu steuern – oft ist es so, dass ein Strandabschnitt, der nahe bei einem großen Parkplatz ist, überfüllt ist, während in anderen Bereich noch genügend Platz wäre", sagte André Rosinski, Chef der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht, gegenüber der "Bild". Demnach wurde das System am vergangenen Wochenende erstmals getestet.

+++ 08:56 USA: Rund 50.000 Neuinfektionen an einem Tag +++
In den USA sind rund 50.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einem Tag verzeichnet worden. Laut der Johns-Hopkins-Universität sind am Mittwoch rund 50.700 Neuinfektionen gemeldet worden. Die "Washington Post" zählt rund 52.800 Fälle. Seit Beginn der Pandemie bezieht sich ntv.de auf die Zahlen der "New York Times", die von 48.991 Neuinfizierten (Stand 6.45 Uhr MESZ) ausgeht. Seit einer Woche melden die USA regelmäßig mehr als 40.000 Neuinfektionen am Tag und liegen damit über den Zahlen vom bisherigen Höhepunkt der Pandemie im April und Mai. Seit Beginn der Pandemie haben sich in den USA über 2,6 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Mindestens 128.000 Infizierte sind bereits gestorben.

*Datenschutz

+++ 08:09 Neuinfektionen in Israel klettern auf Rekordwert +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 868 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert stammt mit 819 vom 3. April. In der Nacht zum Donnerstag wurden daher neue Beschränkungen verkündet. Verschiedene Viertel in Lod bei Tel Aviv sowie in der Hafenstadt Aschdod sollten für mindestens eine Woche abgeriegelt werden. Auch in den Palästinensergebieten soll von Freitag an ein fünftägiger Lockdown in Kraft treten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 26.257 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 322 Infizierte sind gestorben. In den Palästinensergebieten gibt es bisher 2758 bekannte Infektionsfälle, acht Menschen starben.

*Datenschutz

+++ 07:26 Mehr als 600.000 Infektionen in Indien +++
In Indien ist die Zahl der festgestellten Infektionen auf über 600.000 gestiegen. Bislang gebe es 17.834 Todesfälle, teilten die Behörden des Landes mit. Fast 360.000 Menschen gelten mittlerweile als genesen.

+++ 06:20 Studie: Krise trifft Minijobber besonders hart +++
Minijobber sind Experten zufolge besonders hart von der Corona-Krise betroffen, da sie keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. "Die Corona-Krise verstärkt die Probleme des Niedriglohnsektors - vor allem für Minijobberinnen und Minijobber. Ohne das Sicherheitsnetz des Kurzarbeitergeldes erleiden sie als erste Einkommenseinbußen oder verlieren ihre Arbeit", sagt der Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger. So ging die Beschäftigungsquote bei Minijobbern, die aus diesen Jobs ihren Haupterwerb bestreiten, im März bereits um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, wie aus einer publizierten Studie im Auftrag der Stiftung hervorgeht. Um kommende Krisen besser abfedern zu können, empfehlen die Studienautoren, die Schwelle für Minijobs von 450 auf 250 Euro zu senken. So müssten mehr Beschäftigte Sozialversicherungsbeiträge leisten, wären dadurch aber auch in Krisenzeiten besser abgesichert.

*Datenschutz

+++ 05:19 Hohe Nachfrage hilft Friseuren nicht wirklich +++
Die aktuell große Nachfrage nach Haarschnitten können die Umsatzausfälle der Corona-Zwangspause bei Friseuren nur bedingt kompensieren. "Ein richtiger Nachholeffekt ist das nicht", sagt der Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller. Er rechnet selbst für gut laufende Salons mit Jahresumsatzeinbußen von 10 bis 15 Prozent. Im März, als die Salons dicht machen mussten, lag der Monatsumsatz in deutschen Friseursalons 37,4 Prozent unter jenen des Vorjahresmonats, wie aus einer Branchenanalyse der Unternehmensberatung Peter Zöllner im Auftrag von Wella hervorgeht. Im Mai, als der Betrieb wieder anlief, lagen die Umsätze immerhin 15,8 Prozent über dem Vorjahr.

+++ 04:22 Deutliche Mehrheit für kostenlose Tests für alle +++
Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger befürwortet kostenlose Corona-Tests für alle. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" sprachen sich 60 Prozent dafür aus, dass jeder Bürger unabhängig von Symptomen und Risiko einen vom Staat bezahlten Corona-Test in Anspruch nehmen können sollte. 31 Prozent lehnten das ab. Die bayerische Staatsregierung hatte in dieser Woche die kostenlosen Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung beschlossen und damit eine Diskussion ausgelöst.

+++ 03:42 Mehr als 60.000 Tote in Brasilien+++
In Brasilien steigt die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus auf mehr als 60.000. In den letzten 24 Stunden seien 1016 Menschen an dem Virus gestorben und damit insgesamt 60.610, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Infizierten legt um 45.482 auf knapp 1,5 Millionen zu. Das ist die zweithöchste Zahl weltweit nach den USA.

+++ 02:31 Neuseeländischer Gesundheitsminister tritt zurück +++
Neuseelands Gesundheitsminister David Clark tritt zurück. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass die Regierung ohne ihn besser auf die Coronavirus-Pandemie reagieren könne, sagt er bei einer Pressekonferenz im Parlament. Ministerpräsidentin Jacinda Ardern habe seinen Rücktritt angenommen.

+++ 01:44 Deutsche buchen wieder mehr Urlaub ins Ausland +++
Die Bundesbürger buchen seit zwei Wochen nach Angaben der Tourismuswirtschaft wieder deutlich mehr Pauschalreisen ins Ausland für die Ferienmonate Juli und August. Nachdem vor rund vier Wochen noch fast ausschließlich Deutschlandurlaub gebucht worden sei, verlagere sich das Interesse nun zusätzlich in Richtung Flugreisen ans Mittelmeer, teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) den Zeitungen der Funke Mediengruppe mit. Die meisten Neubuchungen verzeichneten die Reiseveranstalter für die spanischen Inseln. 15 Prozent buchten in der vergangenen Woche einen Flug auf die Balearen - wie Mallorca oder Ibiza -, elf Prozent entschieden sich für die Kanaren. Ziele in Deutschland seien von 25 Prozent gewählt worden. Griechenland buchten 21 Prozent. Während der deutschen Sommer-Ferienzeiten nehmen den Angaben zufolge aber auch die Buchungen für Österreich, Italien und Kroatien jeweils im einstelligen Bereich zu.

+++ 00:54 Ägypten öffnet berühmte Touristenattraktion wieder +++
Nach dreimonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie hat Ägypten die berühmten Pyramiden von Gizeh wieder für Besucher geöffnet. "Es gibt viele Schutzvorkehrungen, bevor die Pyramiden betreten werden können", sagte die Reiseführerin Fatma Bayoumy in Kairo. Alles werde desinfiziert - "auch die Besucher und ihre Taschen", fügte sie hinzu. Auch das Ägyptische Museum in Kairo hat wieder geöffnet. Bereits kurz nach der Öffnung durchstreiften dutzende ausländische Touristen die Pyramidenanlage. "Die Energie ist wirklich besonders", sagte die australische Touristin Ashiana Love.

+++ 23:49 Kalifornien nimmt einige Lockerungen zurück +++
Kalifornien reagiert auf den Anstieg der Coronavirus-Neuinfektionen mit einer Rücknahme von Lockerungen. In 19 stark betroffenen Bezirken, darunter auch Los Angeles County, müssen Restaurants ihre Innenbereiche wieder schließen. Das gelte auch für den Betrieb von Kinos, Weingütern, Museen und Zoos, teilte Gouverneur Gavin Newsom mit. Die Einschränkungen sollen mindestens drei Wochen lang gelten. Am kommenden Feiertagswochenende will der Staat die Parkplätze an Stränden in den dicht besiedelten Räumen um Los Angeles und San Francisco schließen. Los Angeles County hatte zuvor bereits angekündigt, Strände, Fahrradwege, Parkplätze und Piers am Wochenende um den Nationalfeiertag (4. Juli) zu sperren. Newsom forderte die 40 Millionen Einwohner auf, Veranstaltungen und Ansammlungen zu vermeiden und stattdessen im kleinen Familienkreis Zuhause zu bleiben.

+++ 23:03 Trotz Anstieg der Neuinfektionen sagt Trump: Virus wird verschwinden +++
Trotz eines dramatischen Anstiegs der täglichen Neuinfektionen in den USA glaubt Präsident Donald Trump weiter an das Verschwinden des Virus. Die Wirtschaft werde sich bald wieder erholen und "das Virus wird irgendwann gewissermaßen einfach verschwinden", sagte der Republikaner Trump im Gespräch mit dem Fernsehsender Fox Business. Die Demokraten werfen Trump angesichts solcher Äußerungen vor, im Kampf gegen das Coronavirus kapituliert zu haben - und das obwohl die Pandemie in den USA zunehmend eskaliert. Daten der Universität Johns Hopkins zufolge meldeten die US-Behörden zuletzt jeden Tag rund 40.000 Neuinfektionen, vor allem aus den südlichen Bundesstaaten Florida, Texas, Arizona, Georgia und Kalifornien. Die aktuellen Zahlen der Neuinfektionen sind damit höher als jene im April und im Mai, dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie.

+++ 22:13 USA melden mehr als 40.000 neue Fälle - Fauci warnt vor Eskalation +++
Die Zahl der neuen Virus-Infektionen in den USA steigt wieder über die Marke von 40.000. Zuletzt habe es 43.644 neue Fälle gegeben, teilt die Seuchenschutz-Behörde CDC mit. Die Gesamtzahl der Infizierten klettert damit auf rund 2,58 Millionen. Am Dienstag hatte die Zahl der neuen Infektionen bei 35.644 gelegen, nachdem sie in den Tagen davor angestiegen und stets über 40.000 gelegen hatte. Der US-Regierungsberater Anthony Fauci hatte gewarnt, die USA könnten die Schwelle von 100.000 täglichen Neuinfizierten überschreiten, sollten die US-Amerikaner keine Masken tragen und keinen Mindestabstand halten.

+++ 21:51 Apple schließt mehr als 70 Geschäfte +++
Apple muss in den USA wieder Läden schließen. Betroffen seien mehr als zwei Dutzend Geschäfte in sieben Bundesstaaten. Insgesamt seien damit in den USA derzeit 77 Apple-Stores zu. Der Konzern betreibt im ganzen Land insgesamt rund 270 Läden. Im März hatte Apple wegen der Pandemie sämtliche Geschäfte dicht gemacht. Nachdem sich die Lage entspannt hatte, mussten wegen steigender Infektionszahlen zuletzt schon unter anderem in Florida wieder Läden den Betrieb einstellen. Apple hat mitgeteilt, seine Angestellten im Einzelhandel auch während der Schließung weiter zu bezahlen. Von der jüngsten Schließungswelle ist nicht zuletzt auch Kalifornien betroffen, wo Apple seinen Konzernsitz hat. Der Bundesstaat an der Westküste gehört zusammen mit Florida derzeit zu den Brennpunkten. Apple schließt aktuell auch Geschäfte Alabama, Georgia, Idaho, Louisiana, Nevada and Oklahoma

+++ 21:21 NRW verlängert Quarantäne-Vorgabe im Fall Tönnies +++
Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat die Quarantäne für Menschen, die beim Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück gearbeitet haben oder in einer der Gemeinschaftsunterkünfte leben, um zwei Wochen verlängert. In der entsprechenden Allgemeinverfügung wird häusliche Quarantäne bis zum 17. Juli angeordnet. Ausgenommen sind unter anderem Menschen, die schon erkrankt waren und als geheilt gelten. In dem Tönnies-Werk im Kreis Gütersloh hatte es einen massiven Ausbruch gegeben. Eine Ministeriumssprecherin erläuterte, dass die Verfügung nun für alle Kreise gelte. Entscheidend für die Quarantäne ist, ob eine Person zwischen dem 3. und 17. Juni "an mindestens einem Tag" auf dem Betriebsgelände von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gearbeitet hat - unabhängig davon, ob sie bei Tönnies selbst, einem Subunternehmer oder einer Leiharbeitsfirma angestellt war oder ist.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, jpe/jki/dpa/rts/AFP