Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 15:30 In NRW zahlen Fahrgäste ohne Mundschutz ab sofort 150 Euro Bußgeld +++

Ab diesem Mittwoch droht in Nordrhein-Westfalen Bußgeld für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen - durchsetzen müssen das die Kommunen. Wer keine Maske im öffentlichen Nahverkehr trägt, kann nach Angaben des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums direkt mit 150 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten werden - ohne zusätzliche Aufforderung. Auch sonst hält der überarbeitete Bußgeld-Katalog zur Corona-Schutzverordnung empfindliche Geldbußen parat. 5000 Euro müssen demnach Veranstalter oder Organisatoren berappen, wenn sie eine "große Festveranstaltung" durchführen. 10.000 Euro Bußgeld werden sogar fällig, wenn ein Freizeitpark ohne besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept betrieben wird. 250 Euro kostet der Spaß, an einem Sport- oder Musikfest beziehungsweise Festival teilzunehmen.

+++ 14:56 Maskenverweigerer in Dortmunder Supermarkt verletzt Polizisten +++
Ein Maskenverweigerer hat in einem Dortmunder Supermarkt zwei Polizisten verletzt, die ihn abführen wollten. Der Staatsschutz ermittelt, da der 44-Jährige offenbar dem Reichsbürger-Milieu zuzuordnen ist. Der Mann hatte laut Polizei einen Mitarbeiter mit einem Einkaufswagen gerammt. Als die Beamten eintrafen, filmte er die Situation und erklärte, zum Tragen eines Mundschutzes nicht verpflichtet zu sein. Er habe eine Reihe von Paragrafen aufgelistet, "die jedoch nicht mit den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland übereinstimmen". Als die Polizisten den Mann aus dem Laden bringen wollten, habe er sich so stark gewehrt, dass zwei Beamte verletzt worden seien und ins Krankenhaus mussten. Auf der Fahrt zum Revier versuchte er weiter, einen Polizisten anzugreifen.

+++ 14:26 NRW-Schule muss wegen Infektionsfall am ersten Tag geschlossen bleiben +++
Wegen eines Corona-Falls ist eine Sekundarschule im nordrhein-westfälischen Dorsten am ersten Tag des neuen Schuljahres geschlossen geblieben. Eine Lehrerin habe sich angesteckt, sie befinde sich in Quarantäne, sagte ein Sprecher des Kreisgesundheitsamtes. Die Lehrerin habe an den Tagen vor dem Schulbeginn an mehreren Konferenzen teilgenommen. Insgesamt seien 43 Kontaktpersonen ermittelt worden, die nun getestet würden. Wegen Personalmangels sei diesen Mittwoch kein Schulbetrieb möglich gewesen.

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+++ 14:01 Infizierte Kroatien-Urlauber stecken Party-Gäste in Stuttgart an +++
Acht junge Menschen haben nach einer Reise in die kroatische Partyhochburg Novalja bei einer Geburtstagsfeier in Stuttgart mindestens 14 weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Gruppe, alle etwa Ende 20, sei im Juli nach Kroatien gereist und danach positiv auf das Virus getestet worden, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Es sei davon auszugehen, dass sie zum Zeitpunkt der Geburtstagsfeier am 1. August noch nicht von ihrer Infektion wussten. Derzeit versuche man herauszufinden, ob sich von den rund 40 Geburtstagsgästen weitere Menschen angesteckt haben. Auch im Kreis Göppingen gibt es derzeit vermehrt Neuinfektionen, nachdem eine Gruppe Abiturienten in Novalja auf der Insel Pag Party-Urlaub gemacht hatte. Wie eine Sprecherin des Landratsamts mitteilte, sind inzwischen zwölf Teilnehmer der Abi-Fahrt mit dem Coronavirus infiziert. Teilgenommen hätten insgesamt 14 Abiturienten aus dem Raum Donzdorf.

+++ 13:44 Regierung warnt vor neuer Dynamik der Infektionen +++
Angesichts der höchsten Neuinfektionszahlen seit drei Monaten warnt die Bundesregierung vor einer neue Dynamik. Wenn jetzt nicht alle wachsam seien, könne die Entwicklung eine neue Dynamik erreichen, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Man müsse trotz einer gewissen Ermüdung bei den Abstands- und Hygiene-Regeln weiter wachsam sein.

+++ 13:26 Sozialverband fordert Vermögensabgabe für Reiche +++
Der Sozialverband VdK fordert zur Bewältigung von Folgen der Corona-Krise eine einmalige Vermögensabgabe. Die Kosten der Krise müssten gerecht verteilt werden, erklärte Verbandspräsidentin Verena Bentele. Die Bürger hätten bereits große Solidarität gezeigt und auch finanzielle Einbußen erlitten, der Staat habe zudem hohe Schulden aufgenommen. Nur Menschen und Betriebe mit großem Vermögen sollen nach den Vorstellungen des VdK zu der Vermögensabgabe herangezogen werden. Es soll dabei ein Freibetrag von einer Million Euro gelten, selbst bewohnte Immobilien sollen steuerfrei bleiben. "Nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung wäre von der Vermögensabgabe betroffen - doch der Effekt wäre enorm", zeigte sich Bentele überzeugt. Es gehe um zusätzliche Steuereinnahmen im Milliardenbereich.

+++ 13:03 Österreich informiert ab sofort über Testzahlen in Hotels +++
Nach Kritik an Österreichs Corona-Testprogramm im Tourismus werden Testzahlen aus Hotels und Pensionen nun jede Woche im Internet veröffentlicht. Seit Beginn des Programms im Juli seien 65.002 Tests in 2256 Beherbergungsbetrieben durchgeführt worden, teilte das Tourismusministerium in Wien mit. Die Zahl der positiven Tests wird nicht genannt. Im Rahmen des Programms "Sichere Gastfreundschaft" können sich Mitarbeiter im Hotelgewerbe freiwillig bis zu einmal die Woche auf den Erreger Sars-CoV-2 testen lassen. Die Wirtschaftskammer (WKÖ) lobte die Veröffentlichung der Testzahlen als "starkes Signal an unsere in- und ausländischen Gäste". Laut WKÖ arbeiteten im Juni rund 79.000 Menschen in den etwa 15.000 Betrieben der Hotelbranche. Bei der Vorstellung des laut Ministerium europaweit einzigartigen Programms war von 65.000 Tests pro Woche die Rede gewesen.

+++ 12:37 Regierung: Jede vierte Corona-Neuinfektion in NRW nach Reiserückkehr +++
Etwa jede vierte Corona-Neuinfektion in Nordrhein-Westfalen ist derzeit auf Reiserückkehrer zurückzuführen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit. Dabei gehe es sowohl um die Rückkehr von Reisen im Inland als auch aus dem Ausland. Allein am größten NRW-Airport Düsseldorf waren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein am vergangenen Samstag 71 von gut 1850 Abstrichen im Testzentrum positiv. Die Corona-Infektionszahlen sind in den vergangenen Wochen bundesweit stetig gestiegen.

+++ 12:34 Schüler in Hessen müssen auch außerhalb des Klassenzimmers Masken tragen +++
In Hessen müssen Schüler und Lehrer mit Beginn des neuen Schuljahres an diesem Montag außerhalb der Klassenzimmer sogenannte Alltagsmasken tragen. Das Land macht den Schulen damit einheitliche Vorgaben wegen der Corona-Pandemie, wie Staatskanzlei und Kultusministerium in Wiesbaden mitteilten.

+++ 12:05 Frankreich greift härter durch +++
Frankreich wird die Maskenpflichtkontrollen durch die Polizei ausweiten, wie die Regierung ankündigt. "Wir sind an einem entscheidenden Punkt", sagt ein Sprecher. "Aber es sind nicht die Polizisten, vor denen man sich fürchten sollte (...) man sollte sich vor dem Virus fürchten, das lauert und ansteckt." Frankreich verzeichnete in den vergangenen Tagen einen erneuten Anstieg der Corona-Infektionen.

+++ 11:41 Berliner Fallzahlen schnellen hoch +++
Wie hat sich die tägliche Neuinfektions-Zahl entwickelt? Wo gibt es Infektionsherde? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen die ntv-Moderatoren Daniel Schüler und Katrin Neumann mit dem Virologen Timo Ulrichs die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 11:13 Neuseeland untersucht Fracht als Infektionsquelle +++
Am Dienstag sind in Neuseeland erstmals seit 102 Tagen wieder lokale Infizierungen bestätigt worden. In der Stadt mit 1,7 Millionen Einwohnern wurde daraufhin ein dreitägiger Lockdown angeordnet, der bis Freitag dauern soll. Die Behörden hatten vier neue Fälle bei einer Familie aus der Millionenmetropole Auckland gemeldet. Wo sie sich angesteckt haben, ist bislang noch unklar. "Wir arbeiten hart daran, Teile des Puzzles zusammenzusetzen, wie diese Familie infiziert wurde", sagte Ashley Bloomfield, Generaldirektor für Gesundheit. Die Ermittlungen konzentrierten sich jetzt auf die Möglichkeit, dass das Virus per Fracht eingeführt wurde. Bloomfield sagte, dass in einem Kühlhaus in Auckland, in dem ein Mann aus der infizierten Familie arbeitete, Oberflächentests durchgeführt wurden. "Wir wissen, dass das Virus in gekühlten Umgebungen eine ganze Weile überleben kann", sagte Bloomfield während einer im Fernsehen übertragenen Medienkonferenz.

+++ 10:54 In Brüssel herrscht jetzt strenge Maskenpflicht +++
Die belgische Hauptstadt Brüssel mit ihren rund 1,2 Millionen Einwohnern verhängt eine Maskenpflicht für den gesamten öffentlichen Raum. Alle Menschen müssten ab sofort etwa in Parks und auf der Straße, aber auch in privaten Räumen, die für die Öffentlichkeit zugänglich seien, Mund und Nase bedecken, teilen die Behörden mit. Bislang war dies nur auf viel besuchten öffentlichen Plätzen und in geschlossenen Gebäuden wie etwa Supermärkten vorgeschrieben. Brüssel gehört damit zu den Hauptstädten in Europa mit den strengsten Corona-Regeln.

+++10:27 Welche Masken bieten den größten Schutz? +++
An der amerikanischen Duke University haben Wissenschaftler verschiedene Schutzmasken auf ihre Wirksamkeit gegen das Coronavirus getestet. Das Frühstücksmagazin "Good Morning America" hat die Ergebnisse rund um den Wissenschaflter Eric Westman wie folgt zusammengefasst: Den größten Schutz bieten demnach spezielle N95-Masken gegen eine Ansteckung. Allerdings benötigen diese Masken nur besonders gefährdete Menschen. Auf Platz zwei folgen laut der Studie die dünnen chirurgischen Masken. Die weitverbreiteten Baumwollmasken landen auf Platz drei, denn sie können nicht immer gegen eine Tröpfcheninfektion helfen. Sitzen sie zum Beispiel nicht richtig über Nase und Mund, seien sie nahezu zwecklos. Nur auf Platz vier sieht Westman FFP2-Masken oder Masken mit einem Ventil. Sie würden zwar die Person selbst schützen, Mitmenschen aber gefährden. Tücher oder Bandanas über Mund und Nase können vielleicht eine modische Alternative sein, mehr aber nicht. Wegen mangelhafter Forschungsergebnisse schaffen es Bandanas nur auf Platz fünf. Das Schlusslicht im Ranking ist das Schlauchtuch. Sie helfen laut Experten ähnlich wenig wie Bandanas. Schließlich sei der Fleece-Stoff für kleine Partikel durchlässig und beim Sprechen würden sogar mehr Tröpfchen produziert als ohne.

+++ 09:57 In diesen Ländern stecken sich die meisten deutschen Reiserückkehrer an +++
Der Anteil derer, die sich im Ausland mit dem Virus angesteckt haben, ist zuletzt deutlich gestiegen. Während sich in der vorletzten Woche noch 18 Prozent im Ausland infiziert haben, waren es in der vergangenen Woche mit 1777 Fällen bereits 31 Prozent, wie das Robert-Koch-Institut berichtet. Das RKI erhebt diese Zahl einmal pro Woche und stellt zudem auch eine Statistik über die Expositionsländer auf. Als mögliche Ansteckungsherde gelten demnach vor allem der Kosovo (1096 Fälle), die Türkei (501 Fälle), Kroatien (260 Fälle) und Serbien (196).

+++ 09:37 Spahn schaut skeptisch nach Russland +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht die weltweit erste Zulassung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus in Russland kritisch. Er schaue da sehr skeptisch nach Russland, sagte Spahn im Deutschlandfunk. "Nach allem was wir wissen, ist das nicht hinreichend erprobt." Es gehe nicht darum, irgendwie Erster zu sein, sondern einen wirksamen, erprobten und damit auch sicheren Impfstoff zu haben. Dafür seien auch in einer solchen Pandemie Studien und Tests wichtig. Die russischen Behörden seien aber nicht sehr transparent vorgegangen, und es habe auch noch keine Phase-3-Studie mit einer breiten Erprobung am Menschen gegeben. "Das kann dann auch gefährlich sein, zu früh zu beginnen."

+++ 09:13 Ärzte: Politik stiehlt sich bei Kosten aus Verantwortung +++
Ärzte in Niedersachsen üben im Fall der Corona-Abwehr scharfe Kritik an der Gesundheitspolitik, die sich in ihren Augen aus der Verantwortung stiehlt. Während die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) mit eigenen finanziellen Mitteln die gesamte Infrastruktur für die Massentests aus dem Boden stampfen müssten, wolle für die Erstattung der Kosten in den zuständigen Behörden und staatlichen Einrichtungen niemand verantwortlich sein, heißt es in einer Mitteilung der KV Niedersachsen (KVN) und der ärztlichen und psychotherapeutischen Berufsverbände in Niedersachsen. Stattdessen schöben Länder und Kommunen sich die Verantwortung gegenseitig zu. Zahlreiche Maßnahmen zur Infektionsabwehr, wie etwa bei den Testzentren, hätten die Kassenärztlichen Vereinigungen als Standesorganisationen aller Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten aus ihren Rücklagen bezahlt.

+++ 08:45 Genesene 68-Jährige in China wieder positiv getestet +++
Die Behörden in der chinesischen Provinz Hubei haben nach eigenen Angaben eine Person positiv auf Covid-19 getestet, die vor Monaten nach einer Infektion als geheilt gegolten hatte. Die 68-Jährige sei nun in Quarantäne. Tests hätten gezeigt, dass alle ihre Kontaktpersonen nicht infiziert seien.

+++ 08:20 Spahn: Anstieg der Infektionszahlen besorgniserregend +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht den Anstieg der Infektionszahlen als Alarmzeichen. "Das ist ohne Zweifel besorgniserregend", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben. Und das kann natürlich - wenn wir jetzt nicht alle miteinander aufpassen - eine Dynamik entfalten." Es gelte, "sehr, sehr wachsam" zu sein, weil es nicht mehr nur lokale Ausbrüche seien.

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+++ 08:13 Nur noch 41 deutsche Kreise ohne Neuinfektionen +++
Die Gesamtzahl der Kreise und kreisfreien Städte (inklusive der Berliner Bezirke), die in den vergangenen sieben Tagen keinen neuen Fall gemeldet haben, ist auf 41 gesunken. Am Vortag waren es noch 46. So wenige Regionen, die nicht mit lokalen Corona-Ausbrüchen zu kämpfen haben, waren es zuletzt am 11. Mai. Vor einer Woche erschienen noch 68 Kreise und Städte mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 0 in einer Auflistung von ntv.de. Nach wie vor gibt es allerdings nur einen Landkreis, der über dem Grenzwert von 50 Fällen innerhalb von einer Woche auf 100.000 Einwohner gerechnet liegt: Dingolfing-Landau in Bayern (Inzidenz: 96,7).

+++ 07:58 Auch Maskenverweigerer dürfen wählen +++
Bei den Kommunalwahlen in NRW sollen am 13. September auch Maskenverweigerer ihre Kreuze machen dürfen. In der von heute an gültigen neuen Coronaschutz-Verordnung wurde der Passus ergänzt, dass in Wahlräumen "durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen" sei, "dass auch Personen, die gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verstoßen, ihr Wahlrecht ausüben können." Grundsätzlich sollen alle Wahllokale ohnehin so gestaltet sein, dass jeweils 1,5 Meter Mindestabstand zu anderen Personen gehalten wird. In einem Gesetz für die Kommunalwahlen wurde allerdings bereits festgehalten, dass die Helfer im Wahllokal notfalls auch Mundschutz tragen dürfen - was eigentlich gegen das Verhüllungsverbot bei Wahlen verstößt.

+++ 07:37 Trump nennt Fallzahlen-Anstieg in Deutschland "unglücklich" +++
US-Präsident Donald Trump bedauert die zunehmende Zahl an Fällen in Deutschland. "Im Sieben-Tage-Durchschnitt für Deutschland sind die Fälle unglücklicherweise um 62 Prozent gestiegen. Das ist wirklich unglücklich", sagt Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Der Staatschef nennt zudem explizit hohe Raten auch für Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich. Es bleibt aber unklar, auf welcher Grundlage Trumps Zahlen basieren. Die Infektionen in den USA würden dagegen sinken, sagt Trump. "Das wird mit der Zeit noch viel besser", meint er. Tatsächlich sind die Neuinfektionen in den USA, die 330 Millionen Einwohner haben, nicht mehr so zahlreich wie noch Mitte Juli, liegen aber noch immer bei um die 50.000 täglich. In Deutschland, das in den vergangenen Tagen eine Zunahme verzeichnete, infizieren sich derzeit dagegen rund 1000 Menschen täglich mit dem Virus - in der Bundesrepublik leben etwa 83 Millionen Menschen.

+++ 07:04 Höchster Stand seit Mai: RKI zählt 1226 Neuinfektionen +++
Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 09. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen.

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+++ 06:38 Iran vergleicht russischen Impfstoff mit Büchse der Pandora +++
Das iranische Gesundheitsministerium vergleicht den russischen Impfstoff "Sputnik-V" mit der Büchse der Pandora und mahnt Vorsicht an. "Bevor nicht alle klinischen Studien beendet sind, ist der Gebrauch von Impfstoffen wie eine Büchse der Pandora und dementsprechend potenziell auch gefährlich", twittert Pressechef Kianusch Dschahanpur. Alle Staaten sollten sich bewusst sein, dass ein Wettlauf um einen Impfstoff kein anderes Ziel verfolgen sollte als den Schutz der Gesundheit der Menschen, erklärt der Pressechef des Gesundheitsministeriums.

+++ 06:13 Neuseeland verschiebt Parlamentsauflösung +++
Angesichts der ersten Fälle seit mehr als drei Monaten in Neuseeland verschärft die Regierung Vorkehrungen zur Eindämmung des Virus. In der Millionenmetropole Auckland etwa müssen Bewohner wieder zu Hause bleiben, sofern sie nicht notwendige Reisen unternehmen müssen. Rund um die Stadt errichtete die Polizei Straßensperren. Für den Rest des Landes wurden nicht ganz so strikte Regeln angeordnet, aber auch hier sollen diverse Einschränkungen vorerst bis Freitag in Kraft bleiben. Zudem gab Ministerpräsidentin Jacinda Ardern unter Verweis auf den neuerlichen Ausbruch bekannt, dass die Auflösung des Parlaments, die den Weg für Wahlen freimachen würde, auf Montag verschoben worden sei. Ob sich dadurch auch die eigentliche, für den 19. September angesetzte Wahl verzögere, stehe noch nicht fest.

+++ 05:31 WHO reagiert zurückhaltend auf Zulassung von Impfstoff +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert zurückhaltend auf die weltweit erste Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Russland. Die WHO stehe in engem Kontakt mit den russischen Gesundheitsbehörden und diskutiere mit ihnen über die Kriterien für den Impfstoff, sagt der Sprecher der UN-Unterorganisation, Tarik Jasarevic, Zu den "Präqualifikationen" eines jeden Serums gehöre, dass all die Daten zu seiner Sicherheit und Wirksamkeit "rigoros" zu überprüfen seien. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Dienstag verkündet, dass sein Land als erstes der Welt einen wirksamen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus entwickelt habe. Die Impfung wurde nach seinen Angaben bereits zugelassen. "Ich weiß, dass sie wirksam ist, dass sie dauerhafte Immunität gibt", sagte Putin.

+++ 04:56 Zahl der Toten in Argentinien steigt auf über 5000 +++
Die Zahl der Corona-Toten in Argentinien hat nach Angaben der Regierung inzwischen die Marke von 5000 übersprungen. Insgesamt seien 5004 Menschen im Zusammenhang mit einer Virus-Erkrankung gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen sei um 7043 auf 260.911 gestiegen.

+++ 04:12 Ärztepräsident fordert: Bei Fällen nicht ganze Schule schließen +++
Ärztepräsident Klaus Reinhardt spricht sich dagegen aus, im Fall einzelner Corona-Infektionen ganze Schulen zu schließen. "Wenn ein Corona-Fall in einer Schule auftaucht, muss nicht direkt die Schule für 14 Tage geschlossen werden", sagt er der "Rheinischen Post". Es reiche, wenn einzelne Klassen oder Kurse zu Hause blieben. Voraussetzung dafür sei natürlich, dass die Schülerinnen und Schüler auch nur in diesen Gruppen zusammenkämen. "Grundsätzlich halte ich 14 Tage Quarantäne ohnehin für sehr lang bemessen. Es gibt inzwischen Studien, wonach auch sieben Tage ausreichen, bis das Ansteckungsrisiko vorbei ist." Viele Schulen seien zudem bei Hygiene- und Abstandskonzepten auf den Start nach den Sommerferien nicht ausreichend vorbereitet, so Reinhardt.

+++ 03:29 Australiens Bundesstaat Victoria verzeichnet tödlichsten Tag +++
Der australische Bundesstaat Victoria meldet 21 neue Todesfälle und 410 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Noch nie starben in dem Bundesstaat mit der zweithöchsten Bevölkerungszahl des Landes so viele Menschen innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung.

+++ 02:43 Brasilien meldet mehr als 52.000 Neuinfektionen +++
In Brasilien steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 52.160 auf insgesamt 3,109 Millionen. Das Gesundheitsministerium gibt zudem 1274 weitere Todesfälle - damit insgesamt 103.026 - bekannt.

+++ 01:51 Mehr als 20,19 Millionen bestätigte Infektionen weltweit +++
Das Coronavirus ist laut aktuellen Daten weltweit inzwischen bei mehr als 20,19 Millionen Menschen nachgewiesen worden. 736.577 Menschen starben demnach.

+++ 01:08 Trump: USA sichern sich 100 Millionen Dosen von Moderna-Impfstoff +++
Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump eine Vereinbarung mit dem Biotechkonzern Moderna zum Erwerb von 100 Millionen Dosen eines potenziellen Corona-Impfstoffs geschlossen. Das teilt er in Washington auf einer Pressekonferenz mit. Bei Modernas Impfstoffkandidat läuft eine entscheidende Wirksamkeitsstudie der Phase III mit 30.000 Teilnehmern. Getestet wird in 30 US-Bundesstaaten. Die US-Regierung unterstützt das Projekt finanziell.

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+++ 00:22 US-Behörden melden mehr als 40.000 Neuinfektionen +++
Die US-Seuchenzentren CDC geben 40.522 festgestellte Neuinfektionen und 565 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 5,06 Millionen Infektionen und 162.407 Tote verzeichnet.

+++ 23:54 Libanon verzeichnet Rekordanstieg bei Infektionen +++
Der Libanon meldet einen Rekordanstieg bei Neuinfektionen. Es seien mehr als 300 Fälle und sieben Tote verzeichnet worden, teilen die Behörden mit. Insgesamt sind damit 7121 Infektionen und 87 Todesfälle bekannt. Experten befürchten eine stärkere Ausbreitung des Virus nach der Explosionskatastrophe vor einer Woche. Etwa 300.000 Menschen sind seitdem obdachlos, mindestens 15 medizinische Einrichtungen wurden beschädigt, darunter drei größere Krankenhäuser.

+++ 23:13 UN warnen vor schweren und dauerhaften Folgen der Pandemie +++
Die Vereinten Nationen befürchten schwere und dauerhafte Auswirkungen der Corona-Krise auf junge Erwachsene. Die Pandemie verschlechtere die Karriereaussichten junger Menschen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren sowie die Bildungschancen von Studenten, heißt es in einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Demnach sind junge Erwachsene überproportional stark von der Krise betroffen. Zugrunde liegt eine Studie mit mehr als 12.000 Teilnehmern im Alter von 18 bis 29 Jahren in 112 Ländern. Demnach sind die Auswirkungen der Pandemie besonders stark bei jungen Frauen, den jüngeren Jahrgängen in der untersuchten Altersgruppe sowie bei jungen Menschen in Ländern mit niedrigem Durchschnittseinkommen.

+++ 22:29 Facebook löscht Millionen Beiträge mit fragwürdigen Corona-Infos +++
Facebook hat seit April mehr als sieben Millionen Beiträge mit Informationen zum Coronavirus gelöscht, die dem Online-Netzwerk zufolge die Gesundheit von Menschen gefährden könnten. Rund 98 Millionen weniger gefährliche Inhalte mit zweifelhaften Informationen seien mit Warnhinweisen versehen worden, teilt der Konzern mit. Facebook fährt seit einiger Zeit einen härteren Kurs gegenüber potenziell gefährlichen Informationen, etwa zu angeblichen Corona-Behandlungen. Dabei geriet der Konzern auch mit US-Präsident Donald Trump aneinander. Das Unternehmen räumte zugleich ein, dass es die Corona-Krise schwieriger mache, bei Beiträgen einzugreifen, die darauf hinweisen, dass Nutzer sich Schaden zufügen wollen. Während zur Erkennung etwa von Hassrede automatisierte Software eingesetzt werde, sei in diesen Fällen immer noch die Rolle menschlicher Prüfer sehr groß. Die Verlagerung aus den Büros ins Homeoffice habe deren Arbeit erschwert.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, fzö/bad/rts/dpa/AFP