Panorama

Blutige Unabhängigkeitsfeier 150 Tote bei 400 Schießereien in den USA

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Ein Polizist macht Fotos nach einer Schießerei in Chicago.

(Foto: picture alliance / newscom)

Eigentlich feiern die US-Amerikaner rund um den 4. Juli sich und ihre Unabhängigkeit, es kommt allerdings jedes Jahr auch zu enormen Gewaltausbrüchen mit vielen Todesopfern. 150 Menschen fallen diesmal Schießereien zum Opfer, besonders viele sind es in Chicago und New York.

Das Wochenende anlässlich der Unabhängigkeitsfeierlichkeiten in den USA war sehr blutig. Landesweit gab es über die drei Tage mehr als 400 Schießereien, bei denen mindestens 150 Menschen starben, teilte das Gun Violence Archive mit.

In der von Gewalt geplagten US-Metropole Chicago sind am Feiertagswochenende 14 Menschen erschossen worden. Insgesamt seien 88 Menschen durch Schusswaffen rund um den Unabhängigkeitstag am 4. Juli verletzt worden, gaben die Behörden am Montag (Ortszeit) bekannt. Unter den Verletzten befanden sich fünf Kinder und zwei Polizeibeamte. Die drittgrößte Stadt der USA verzeichnete im vergangenen Jahr 774 Morde und damit das zweittödlichste Jahr in den letzten zwei Jahrzehnten. Obwohl die Zahl der Schießereien im Juni im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent sank, liegt die Zahl der Todesopfer um 14 Prozent höher als im Vergleichsmonat.

An Feiertagswochenenden bricht sich die Gewalt in Chicago und anderen Großstädten mehr als sonst Bahn. Im vergangenen Jahr starben in der Stadt am Lake Michigan um den 4. Juli 17 Menschen, 87 wurden durch Schusswaffen verletzt. Jedoch umfasste das Feiertagswochenende 2020 vier Tage, dieses Jahr nur drei.

Auch in New York gab es 26 Tote bei 21 Schießereien. Die Hälfte davon starb direkt am 4. Juli. Im gesamten Jahr liegt die Zahl von Schießereien rund 40 Prozent über der im Vorjahr. In "The Big Apple" sind 2021 bisher 885 Todesopfer zu beklagen.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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