Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 20:05 Mehr als 100 Kinder müssen in Quarantäne +++

Mehr als 100 Kinder müssen wegen Corona-Fällen im Landkreis Nordwestmecklenburg in Quarantäne. Betroffen sind davon allein alle 88 Kinder und 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Kita in Wismar, wie der Landkreis mitteilte. Betroffen sind demnach ebenfalls Kinder einer Grundschule und einer Kita in Schönberg sowie einer Kita im Dorf Mecklenburg. Die Quarantäne ist den Angaben zufolge jeweils mindestens bis zum Freitag der kommenden Woche angeordnet worden.

+++ 19:35 Söder: Zerreden von Corona-Politik gefährlich +++
Die fortwährende Kritik an der Corona-Strategie von Bund und Ländern gefährdet nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die für den Erfolg wichtige Akzeptanz der Bevölkerung. "Jeder, der jetzt diese Konzepte ganz bewusst zerredet, darf sich zumindest mit der Frage konfrontiert sehen, ob er das Mitmachen der Bevölkerung stärkt oder das Gegenteil macht", sagte der CSU-Chef nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Das am Mittwoch nach stundenlangen Beratungen beschlossene neue Corona-Konzept sieht mehr Lockerungen vor, setzt aber zugleich auch auf die Eigenverantwortung der Menschen. "Deswegen jetzt die Bitte und der Wunsch, da mitzumachen, sich einzubringen, nicht wieder alles zu zerreden", betonte Söder.

+++ 19:05 Weil in Quarantäne wohlauf: Zahl der Mutationsfälle in Niedersachsen steigt +++
Die Zahl der bei Corona-Neuinfizierten in Niedersachsen festgestellten Mutationsfälle steigt weiter kräftig an. Bis zum Donnerstag waren insgesamt 3788 davon nachgewiesen, in 3685 von ihnen handelte es sich um die britische Variante, wie das Landesgesundheitsamt in Hannover mitteilte. Vor einer Woche betrug die Zahl der Mutationsfälle noch 1394. Welchen Anteil die Virus-Varianten am gesamten Infektionsgeschehen inzwischen haben, konnte das Landesgesundheitsamt wegen einer fehlenden systematischen Erfassung noch nicht sagen. Derweil gab Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil ntv ein Interview aus seiner häuslichen Quarantäne. Er sei wohlauf, scherzte der SPD-Politiker, deshalb könne er sich die vielen Beileidsbezeugungen an seine Frau gar nicht erklären.

+++ 18:45 Wiens Impfallianz mit Israel ärgert Frankreich +++
Israel sowie die beiden EU-Länder Österreich und Dänemark wollen sich mit einer Impfstoff-Allianz gegen mögliche künftige Produktions- und Lieferschwierigkeiten wappnen. Die Regierungschefs der drei Staaten, Benjamin Netanjahu, Sebastian Kurz und Mette Frederiksen, vereinbarten in Jerusalem eine vertiefte Zusammenarbeit. Enger kooperiert werden soll unter anderem bei Forschung und Produktion. Kurz und Frederiksen informierten sich in Israel zudem über die dortige Impfkampagne und den Grünen Pass. In Frankreich stieß die österreich-dänische Initiative auf Kritik. "Wir haben diesen Ansatz von Dänemark und Österreich zur Kenntnis genommen. Wir sind jedoch nach wie vor der festen Überzeugung, dass die wirksamste Lösung zur Deckung des Impfbedarfs weiterhin auf dem europäischen Rahmen beruhen muss", hieß es aus dem Außenministerium in Paris. Die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten sei wichtiger denn je. "Deshalb ist es jetzt vorrangig, unsere Ressourcen zu bündeln, um die Produktionskapazität in Europa zu erhöhen, was wir auch tun."
Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:15 Auftritt als Impfgegner: Bundeswehr-Soldat aus Impfzentrum abgezogen +++
Nach Beschwerden über Äußerungen eines Soldaten gegen das Impfen im Einsatz am Impfzentrum im Kreis Minden-Lübbecke hat die Bundeswehr interne Ermittlungen eingeleitet. "Wir sind in Kenntnis davon gesetzt worden, dass sich ein Soldat am Impfzentrum in Hille Zivilpersonen gegenüber negativ über den Impfstoff und das Impfen im Allgemeinen geäußert haben soll", sagte André Burdich, Sprecher des dort eingesetzten Panzerpionierbataillons 130. Der Soldat sei umgehend abgezogen worden und werde auch künftig "definitiv nicht mehr am Impfzentrum eingesetzt". Das "Mindener Tageblatt" hatte von mehreren Vorfällen berichtet, wonach der auf dem Parkplatz eingesetzte Uniformierte Menschen mit Impftermin überzeugen wollte, die Impfung sei schädlich für sie. Er soll sie dem Bericht zufolge als "Impfopfer" und "Probandin" angesprochen und auf sie eingewirkt haben, die Impftermine verstreichen zu lassen.

231597225.jpg

Überall in Deutschland helfen Bundeswehr-Soldaten in Impfzentren aus.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

+++ 17:45 "Schlumpfiges Grinsen": Scholz zeigt sich nach Söders Rempler versöhnlich +++
Neun Stunden hat der jüngste Verhandlungsmarathon zwischen Bund und Ländern gedauert. Auf dem Weg zur Einigung gab es immer wieder harte Auseinandersetzungen. So gerieten etwa Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bundesfinanzminister Olaf Scholz heftig aneinander. Im RTL-Interview gibt sich Scholz nun versöhnlich: „Ich zähle zu denjenigen die es abkönnen, wenn andere Mal ein bisschen ruppig werden. Hauptsache, sie machen am Ende das Richtige mit. Und so ist es gekommen.“ Insgesamt zeigt sich der SPD-Politiker mit den Ergebnissen des Corona-Gipfels zufrieden und wirft einen hoffnungsvollen Blick auf das bevorstehende Osterfest.

+++ 17:15 Corona-Ausbruch bei Edeka: 69 Infizierte in Fleischbetrieb +++
In einem Fleischwerk von Edeka Südwest in Rheinstetten sind Dutzende Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Ein Sprecher des Landratsamts Karlsruhe berichtete von 69 positiv Getesteten und 140 Kontaktpersonen, die in Quarantäne bleiben müssten. In einem Fall sei die zuerst in Großbritannien nachgewiesene mutierte Variante des Virus bestätigt worden. Weil das Infektionsgeschehen nicht diffus sei und die Kontakte gut nachverfolgt werden könnten, habe der Ausbruch zunächst keine Folgen wie etwaige Ausgangsbeschränkungen, sagte der Sprecher. Ein Sprecher von Edeka Südwest erklärte, im Rahmen betriebsinterner Testungen sei vergangene Woche bei zwei Mitarbeitern eine Infektion nachgewiesen worden. Anfang dieser Woche seien weitere Fälle hinzugekommen. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Infektionsquelle im privaten Bereich liegt." Weitere Tests hätten keine positiven Befunde mehr ergeben. In dem Betrieb arbeiten demnach 1200 Menschen.
Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:49 Niedersachsens Ministerpräsident in Quarantäne +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil muss nach einem Corona-Infektionsfall in seiner Staatskanzlei vorübergehend in Quarantäne. "Es geht uns gut, keiner hat Symptome", teilte die Staatskanzlei in Hannover mit. Das Landesgesundheitsamt gehe aber davon aus, dass der SPD-Politiker als direkte Kontaktperson bis zum Montag kommender Woche in Quarantäne müsse.

233973860.jpg

Muss wohl erst einmal zu Hause weiterarbeiten: Stephan Weil.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 16:20 EU stoppt Astrazeneca-Export nach Australien +++
Erstmals ist die Ausfuhr von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union in einen Drittstaat über die neue Exportkontrolle gestoppt worden. Italien verhinderte den Export von 250.000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca an Australien, wie EU-Kreise bestätigten. Der Mechanismus wurde Ende Januar als Reaktion auf die Ankündigungen von Impfstoff-Herstellern über Lieferverzögerungen eingerichtet. Er soll mehr Klarheit bringen, wohin in der EU produzierter Impfstoff geliefert wird. Zuvor war bekanntgeworden, dass die EU die Genehmigungspflicht für Impfstoff-Ausfuhren bis Ende Juni verlängern will.
Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:50 Behördenirrwitz: Selbsttest-Anbieter seit Monaten ausgebremst +++
Während die Bürger im Corona-Lockdown ausharren müssen, bremsen Institute, Ministerien und die deutsche Bürokratie Hersteller von Schnelltests aus, die für den Hausgebrauch in Österreich längst benutzt werden dürfen. Das vergebliche Ringen der Firma MSP Bodmann um klare Vorgaben zeigt, was derzeit alles schiefläuft im Pandemie-Krisenmodus.

+++ 15:26 Paris bleibt verschärfter Lockdown erspart +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron will Insidern zufolge die Wirtschaft so weit offen wie möglich halten und einen Lockdown am Wochenende in der Hauptstadt Paris vermeiden. Aus Regierungskreisen verlautet, Ministerpräsident Jean Castex werde deshalb im Laufe des Tages eine solche strikte Schließung für die Region Pas-de-Calais im Norden verhängen, nicht aber für den Großraum Paris, die Ile-de-France. Im Süden an der Riviera gilt sie bereits. "Wenn wir einen Lockdown am Wochenende in Paris vermeiden können, dann werden wir das versuchen", zitiert ein Insider Macron auf einer Kabinettssitzung. "Jedes gewonnene Wochenende ist wichtig."

+++ 14:56 Mobilität trotz Lockdown: Deutsche wieder sehr viel unterwegs +++
Rund ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie schränken die Menschen zumindest bei schönem Wetter ihre Mobilität kaum noch ein. Wie aus einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht, hat sich die Mobilität in der zweiten Februarhälfte 2021 "stark dem Vorkrisenniveau angenähert". In den ersten beiden Februarwochen lag die Mobilität noch 19 Prozent unter dem Niveau des Februars 2019. In der 7. Kalenderwoche (15. bis 21. Februar) lag sie nur noch 11 Prozent unter den Referenzwerten. An den ersten fünf Tagen der 8. Kalenderwoche (22. bis 26. Februar) waren es nur noch 4 Prozent. Insgesamt sei seit Jahresanfang "eine Angleichung der Mobilität an das Vorkrisenniveau zu beobachten", schrieben die Statistiker.
Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:26 Österreich alarmiert: Inzidenz von 228 droht +++
Österreichs Gesundheitsministers Rudolf Anschober (Grüne) hat die Corona-Prognosen für sein Land als alarmierend bezeichnet. "Das Ruder zeigt leider in die falsche Richtung", sagte Anschober in Wien. Nach jüngsten Daten des Covid-Prognose-Konsortiums droht die Sieben-Tage-Inzidenz von jetzt rund 165 auf 228 nächste Woche zu steigen. Ein besonders hoher Wert von rund 320 sei im Bundesland Salzburg zu erwarten. Bis zum 17. März sagen die Forscher auch einen spürbaren Anstieg der mit Covid-Patienten belegten Klinikbetten voraus. Die Reproduktionszahl sei auf 1,14 gestiegen. Das heißt, dass ein Erkrankter mehr als einen weiteren ansteckt. Ob die für Ende März ins Auge gefassten weiteren Öffnungsschritte kommen könnten, werde die Regierung bis zum 15. März entscheiden, so der Minister.
Mehr dazu lesen Sie hier.

*Datenschutz

+++ 13:56 Bayern öffnet am 15. März weiterführende Schulen +++
Nach rund einem Vierteljahr Corona-Zwangspause dürfen ab dem 15. März auch alle weiterführenden Schulen in Bayern wieder öffnen - im Wechselunterricht und nur in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Das teilt Ministerpräsident Markus Söder nach einer Videoschalte des Kabinetts in München mit.

+++ 13:46 Söder: Dritte Corona-Welle rollt +++
Beim Kampf gegen die Pandemie ist nach Auffassung von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder die zweite Welle besiegt. Es rolle aber die dritte Welle, mit der britischen Virus-Variante, sagt Söder nach einer Sitzung seines Kabinetts in München. Es müsse gesehen werden, wie kontrollierbar dies sein werde.

+++ 13:32 Schleswig-Holstein öffnet Einzelhandel am Montag wieder +++
In Schleswig-Holstein darf der Einzelhandel ab Montag wieder öffnen. In Geschäften bis 800 Quadratmeter werde dabei eine Beschränkung von zehn Quadratmetern pro Kunde gelten, kündigt Ministerpräsident Daniel Günther im Landtag an. Oberhalb dieser Größe gelten 20 Quadratmeter pro Kunde.

+++ 13:22 Trotz hoher Zahlen: Polen hält Lockerungen im Mai für denkbar +++
Polen hält Lockerungen im Mai für denkbar, sollte das Land den Scheitelpunkt einer dritten Infektionswelle im März und April erreicht haben. Dann werde man sicher einen Pfad zum Abbau von Beschränkungen vor sich haben, sagt Gesundheitsminister Adam Niedzielski. Die Zahl der Neuinfektionen liegt diesen Donnerstag bei 15.253. Von Dienstag auf Mittwoch hatte sie sich von 7937 auf 15.698 nahezu verdoppelt. Polen hatte im Februar einige Beschränkungen gelockert, allerdings angekündigt, diese wieder zurückzunehmen, sollte sich die Lage verschlechtern.

+++ 13:13 Ifo-Chef plädiert für Verkürzung der Sommerferien +++
Ifo-Präsident Clemens Fuest spricht sich angesichts des teils seit Monaten brachliegenden Schulunterrichts für eine Verkürzung der Sommerferien aus. "Jetzt ist der Moment gekommen, ernsthaft darüber nachzudenken", sagt Fuest mit Blick auf den versäumten Unterrichtsstoff. Der anhaltende Ausfall des Schulunterrichts habe massive, messbare Auswirkungen auf Lebenszeiteinkommen. Diese seien weit höher als der kurzfristige Ausfall an Wertschöpfung, die bei drei Milliarden Euro pro Woche liege. Es bestehe die Gefahr, dass die Kluft zwischen Gut- und Schlechtausgebildeten sich noch vertiefen werde. "Das werden wir gar nicht ausgleichen können." Notwendig seien besonders Programme für Kinder aus bildungsfernen Haushalten.

+++ 12:59 dm bietet in eigenen Zentren kostenlose Schnelltests an +++
Die Drogeriekette dm bietet künftig in eigenen Zentren vor ihren Filialen kostenlose Schnelltests an. Geplant sei ein "sukzessiver Aufbau" solcher Zentren im Laufe des Monats März, begonnen werde auf Freiflächen vor mehreren hundert Filialen in Baden-Württemberg, teilt das Unternehmen mit. Einen ersten Testlauf gab es demnach am Donnerstagmorgen vor dem Firmensitz in Karlsruhe.

+++ 12:47 Zahl der Neuinfektionen in Europa steigt wieder +++
Mehr als die Hälfte der Länder in Europa haben in der vergangenen Woche einen Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Wie das Europabüro der Weltgesundheitsorganisation WHO mitteilt, ist die Anzahl der Neuinfektionen um neun Prozent gestiegen. Damit habe der vielversprechende Rückgang der letzten sechs Wochen gestoppt. Die Virusvariante B.1.1.7, die zuerst in Großbritannien auftrat, sei inzwischen in 43 der 53 europäischen Länder aufgetreten. Die südafrikanische Mutation B.1.351 sei in 26 Ländern, die brasilianische Variante in 15 Ländern gemeldet worden.

+++ 12:33 Knapp 5,5 Prozent der Deutschen erstgeimpft +++
Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland ist auf mehr als 6,8 Millionen gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei knapp 5,5 Prozent, die der Zweitimpfungen bei 2,7 Prozent – das entspricht mehr als 2,2 Millionen voll geimpften Personen. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Prapäraten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt deutlich: Laut RKI haben in Rheinland-Pfalz bereits mehr als 3,4 Prozent eine Zweitimpfung erhalten, in Niedersachsen knapp 2,3 Prozent.

+++ 12:23 WHO: Ermutigende Daten bei Biontech und Astrazeneca +++
Zu den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) neue ermutigende Daten. Dies könne dazu führen, dass die WHO ihre Empfehlung für den Abstand zwischen den Impfungen überarbeitet, sagt der WHO-Berater für Europa, Siddhartha Datta, vor Journalisten.

+++ 12:10 Ungarn macht Grundschulen und Geschäfte dicht +++
Ungarn verschärft den Lockdown. Grundschulen sollen bis Anfang April, Geschäfte ab Montag bis zum 22. März geschlossen werden, teilt der Stabschef von Ministerpräsident Viktor Orban nach einer Kabinettssitzung mit. Ausgenommen seien Lebensmittelläden. Hintergrund sind die rasant steigenden Infektionszahlen. Bislang gibt es in Ungarn einen Teil-Lockdown bis zum 15. März. Weiterführende Schulen sind bereits geschlossen, ebenso Hotels und Restaurants. Essensangebote außer Haus sind allerdings erlaubt.

+++ 12:01 Impfkommission empfiehlt Astrazeneca-Vakzin nun doch für Ältere +++
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt einem Zeitungsbericht zufolge den Impfstoff von Astrazeneca nun auch für Personen, die älter als 65 Jahre sind. Eine entsprechende Stellungnahme sei fertig, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Nach Ablauf der Abstimmungsfrist innerhalb der Stiko am Donnerstagmittag sollten die Fachgesellschaften und die Bundesländer informiert werden. Mit der Verimpfung an Ältere könne dann in der kommenden Woche begonnen werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:53 In USA deutet sich leichte Entspannung an +++
In den USA deutet sich eine zarte Entspannung der Virus-Lage an: Binnen eines Tages verzeichneten die Behörden mindestens 66.714 neu erkannte Infektionen mit dem Coronavirus – den niedrigsten Mittwochswert seit 21. Oktober vergangenen Jahres. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten wuchs demnach auf mehr als 28,8 Millionen an. Zudem registrierten die US-Behörden laut NYT 2369 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 518.079.

+++ 11:36 Epidemiologe befürchtet zu lockeren Umgang mit Pandemie +++
Nach den Bund-Länder-Beschlüssen zu Öffnungsschritten sieht der Epidemiologe Rafael Mikolajczyk das Risiko eines falschen Signals an die Bevölkerung. "Lockerung in den Einstellungen kann größere Folgen haben als die Regeln selbst", erklärt der Wissenschaftler der Universitätsklinik Halle. Das beim Coronavirus mögliche exponentielle Wachstum der Fallzahlen werde leicht unterschätzt. Aus einer Inzidenz von 25 könne schnell eine Inzidenz von 100 werden - "und wenn man dann mit Gegenmaßnahmen noch zwei Wochen wartet, ist man bei 200", so der Epidemiologe.

+++ 11:21 Wegen Mutation: Briten wollen Zulassung angepasster Impfstoffe beschleunigen +++
Die Zulassung von Impfstoffen, die an Corona-Varianten angepasst wurden, soll in Großbritannien deutlich beschleunigt werden. Der sogenannte "Fast Track"-Prozess solle dem der Prüfung und Freigabe von Grippeimpfungen ähneln und keine Abstriche bei der Sicherheit der Impfstoffe machen, teilt die britische Zulassungsbehörde mit. Impfstoffentwickler haben sich zuversichtlich gezeigt, ihre Mittel in relativ kurzer Zeit an neue Varianten des Coronavirus anpassen zu können. In dem beschleunigten Prozess sollen weiterhin umfangreiche Tests zur Immunantwort auf die Impfstoffe und deren Sicherheit erforderlich sein. Verzichtet werden soll hingegen auf lang angelegte klinische Studien mit Zehntausenden Teilnehmern.

+++ 11:09 Intensivmediziner rechnen mit mehr Covid-Patienten +++
Intensivmediziner gehen angesichts des Öffnungs-Fahrplans von Bund und Ländern von einer deutlichen Zunahme der Corona-Fälle aus. "Ich rechne damit, dass wir durch die beschlossenen Öffnungsszenarien deutlich steigende Zahlen von Neuinfektionen erleben werden - und dann auch vermehrt Intensivpatienten mit Covid-19", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx. "Die Sorge ist, dass wir in eine dritte Welle rutschen."

+++ 10:58 Eine Million Gratis-Schnelltests kosten Staat 21 Millionen Euro +++
In der aktualisierten Corona-Testverordnung beziffert das Gesundheitsministerium die Kosten für mehr Schnelltests. "Je eine Million Testungen entstehen dem Bund Kosten in Höhe von bis zu 21 Millionen Euro, davon bis zu sechs Millionen Euro für Sachkosten und bis zu 15 Millionen Euro Durchführungskosten", heißt es in der Verordnung. Dort wird ergänzt, dass Bürgerinnen und Bürger künftig wöchentlich Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest haben sollen.

+++ 10:47 Chemiebranche bietet Impf-Unterstützung durch Werksärzte an +++
Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) sieht in den Beschlüssen einen strategischen Ansatz. "Erste Schritte zurück zur Normalität für betroffene Wirtschaftsbereiche bei gleichzeitig wirksamem Schutz der Gesundheit erfordern eine klare Strategie. Dies scheint sich nun endlich abzuzeichnen", sagt VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. Zur Beschleunigung des Impfprogramms böten die Werksärzte in den Unternehmen ihre Hilfe an, um die Beschäftigten rasch zu impfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:33 Spahn: Bei Schnelltests übersteigt Angebot deutlich Nachfrage +++
In Deutschland sind nach Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bereits ausreichend Tests vorhanden. "Bei Schnelltests übersteigt das Angebot deutlich die Nachfrage", sagt Spahn im Bundestag. Spahn verweist zudem auf den Beschluss der Bund-Länder-Runde, wonach der Bund ab kommendem Montag die Kosten für einen Schnelltest pro Person pro Woche übernimmt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:24 EU startet Prüfung von russischem Impfstoff Sputnik V +++
Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) beginnt mit der Prüfung einer Zulassung für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Das teilt die in Den Haag ansässige Behörde mit. In Ungarn wird der Vektorviren-Impfstoff bereits eingesetzt, auch andere EU-Länder planen dies unabhängig von der EMA-Entscheidung. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:14 Grünen-Kritik an Beschlüssen: "Fatal für Kinder" +++
Das Ergebnis der jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse deckt nach Auffassung der Grünen-Co-Vorsitzenden Annalena Baerbock "alle Schwachstellen des letzten Jahres auf, nämlich dass ein Jahr lang nur auf Sicht gefahren worden ist". Es habe in der Bundesregierung keine "hauptverantwortliche Stelle" gegeben, was sich jetzt vor allem bei Kindern und Schulen am dramatischsten zeige, sagt sie in der ARD. "Die Bundesregierung hat sich irgendwann komplett aus der Verantwortung für Kinder und Schulen verabschiedet." Bund und Gesundheitsminister hätten versagt. Der Bund müsste für Schnelltests an Schulen eine Milliarde Euro bereitstellen, die Regierung wolle das aber nicht. "Und das ist wirklich fatal für Kinder und Jugendliche." Die Bundesregierung hätte längst eine umfassende Teststrategie vorlegen müssen. "Es ist allerhöchste Eisenbahn."

+++ 09:56 Rheinland-Pfalz will Schnelltests ab Montag anbieten +++
Rheinland-Pfalz will kostenlose Schnelltests für alle Bürger schrittweise ab Montag anbieten. Dafür seien vier Millionen Testsets bestellt worden, sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Spätestens Freitag werde es genauere Informationen geben, wo die Tests zu bekommen seien. Bis April sollten auch Betriebe und Schulen einbezogen seien.

+++ 09:42 Finanzpolitiker: Keine Mehrwertsteuer auf Impfstoffe und Schnelltests +++
CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler schlägt die Abschaffung der Mehrwertsteuer für Impfstoffe und Schnelltests vor. Deutschland könne durch einen Null-Mehrwertsteuersatz die Kosten zur Bekämpfung der Pandemie um Hunderte Millionen Euro senken, sagt Güntzler der "Wirtschaftswoche". "Wir sollten die Möglichkeit nutzen, dass Brüssel extra die entsprechende EU-Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie im Dezember geändert hat." Wie das Magazin weiter berichtet, geht aus einer Kleinen Anfrage der FDP an die Bundesregierung hervor, dass sich die Impfkosten für den Bund auf 8,8 Milliarden Euro belaufen. Davon entfielen gut 1,5 Milliarden Euro auf die Mehrwertsteuer.

+++ 09:30 Altmaier nimmt Spahn nach Kritik in Schutz +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier stellt sich schützend vor den zuletzt viel kritisierten Gesundheitsminister Jens Spahn. "Ich bin jetzt so lange in der Politik und auch Bundesminister, dass ich glaube, niemand hat Verständnis, wenn wir uns gegenseitig zerlegen und Kritik äußern, die möglicherweise hier oder da berechtigt oder unberechtigt ist", so Altmaier im "ntv Frühstart". Statt zu diskutieren, müsse man sich auf die Öffnungsperspektive und den Gesundheitsschutz für Bürger und Unternehmen konzentrieren. "Da müssen eben alle Minister und alle Ministerpräsidenten an einem Strang ziehen", so der Wirtschaftsminister.

+++ 09:18 Habeck zu Beschlüssen: "Hoffnung ist keine Strategie" +++
Grünen-Chef Robert Habeck zeigt sich enttäuscht von den Bund-Länder-Beschlüssen. "Als Bürger fühlt man sich im Stich gelassen", sagt er im Deutschlandfunk. Aus seiner Sicht sei nicht klug, was gerade getan werde. "Es wird auf Hoffnung gesetzt, das ist aber keine Strategie", kritisiert Habeck. "Wir sind am Beginn einer dritten Welle und reden über Öffnung, statt über Impfen, über Testen, über Nachvollziehbarkeit zu reden." Es müsse erst getestet werden, dann könne es Öffnungen geben. Die Bundesregierung verheddere sich in Bürokratie, anstatt einfach nur zu machen und zum Beispiel Schnelltests kurzerhand zu bestellen.

+++ 09:06 Einzelhandel bezeichnet Beschlüsse als "Katastrophe" +++
Der Einzelhandelsverband HDE ist enttäuscht von den Bund-Länder-Beschlüssen. "Die für eine Öffnung der Geschäfte vorgeschriebene stabile Inzidenz von 50 sei nicht flächendeckend in Sichtweite." Die damit weitgehend geschlossenen Handelsunternehmen dürften bis Ende März im Vergleich zu 2019 weitere zehn Milliarden Euro Umsatz verlieren. "Die Ergebnisse des Corona-Gipfels sind für den Einzelhandel eine Katastrophe", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Auch die Möglichkeit für den Einkauf nach vorheriger Terminvergabe sei für die meisten Läden kein Rettungsanker. Denn dabei seien in der Regel die Personal- und Betriebskosten höher als die Umsätze. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:47 Lauterbach: "Mit diesem Beschluss läuft dritte Welle an" +++
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach übt Kritik an den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern. "Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass mit diesem Beschluss die 3. Welle langsam anläuft", schreibt er auf Twitter. Es könne sein, dass das Einkaufen mit vorher vereinbartem Termin und die Außengastronomie anliefen. "Aber spätestens Anfang April liegt die Inzidenz über 100 und das Intermezzo ist beendet", so Lauterbach weiter. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:35 60 Regionen liegen über "Notbremse"-Schwelle von 100 +++
Die Bemühungen zur Eindämmung der Ansteckungswelle bewirken mit Blick auf die kommunalen Fallaufkommen vorerst nicht die erhoffte Trendwende: In Deutschland ist die Anzahl der Regionen leicht gesunken, in denen sich laut Robert-Koch-Institut das Fallaufkommen unter 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt. Den RKI-Daten zufolge weisen nun 154 Städte und Landkreise (gestern: 161, vorgestern: 154, vorvorgestern: 150) eine Sieben-Tage-Inzidenz unter der sogenannten Obergrenze auf. Zugleich liegen 258 Regionen mit ihrem Fallaufkommen über diesem Schwellenwert. Über der von Bundeskanzlerin Angela Merkel als "Notbremse" bezeichneten 100er-Marke befinden sich laut RKI-Daten aktuell 60 Städte und Landkreise.

*Datenschutz

+++ 08:18 Lindner wirft Bundesregierung "grobes Versagen" vor +++
FDP-Chef Christian Lindner wirft der Bundesregierung Versagen im Kampf gegen die Pandemie vor. Zu deren Beginn seien allen Fehler und Fehleinschätzungen unterlaufen, sagt er im Deutschlandfunk. Das müsse unterschieden werden von den "Managementfehlern", die bis heute gemacht würden. "Dass sich jetzt das Problem bei der Bestellung von Masken, bei der Beschaffung von Impfstoffen zu wiederholen scheint bei den Schnell- und den Selbsttests, das ist ein grobes Versagen der Bundesregierung. Da könnten und müssten wir weiter sein."

+++ 07:59 Scholz erwartet genug Testmöglichkeiten "nach kurzer Übergangsphase" +++
Vize-Kanzler Olaf Scholz verteidigt die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern als "Öffnungskonzept mit nötiger Vorsicht". Wichtig seien nun verstärkt Schnell- und Selbsttests, sagt der SPD-Kanzlerkandidat in der ARD. "Es gibt sehr viele Testangebote, die beschafft werden können." Es sei davon auszugehen, dass nach einer "kurzen Übergangsphase" genügend zur Verfügung stünden.

+++ 07:36 Thüringen als einziges Bundesland weiter über 100er-Schwelle +++
In der aktuellen Virus-Lage bleibt es bei zwei Bundesländern, die sich mit ihrem Fallaufkommen unter der Obergrenze von 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegen. Dem jüngsten RKI-Datenstand zufolge liegt nun Schleswig-Holstein (47,7) am deutlichsten unter der 50er-Schwelle, gefolgt von Rheinland-Pfalz (48,6). Das höchste Fallaufkommen im Ländervergleich weist den RKI-Daten zufolge weiterhin Thüringen auf. Dort ist der Wert von 124,5 auf 127,5 angewachsen. Der Freistaat liegt somit weiter als einziges Bundesland über der 100er-Marke. Besser sieht es in Baden-Württemberg und Niedersachsen aus, die sich im 50er-Bereich bewegen.

+++ 07:19 Pandemie macht Job im Ausland weniger beliebt +++
Im Zuge der Pandemie hat der karrierefördernde Posten im Ausland an Attraktivität verloren. Bei einer großangelegten Umfrage des Stellenportals Stepstone, der Unternehmensberatung Boston Consulting Group und des internationalen Jobbörsenverbands The Network unter 208.800 Teilnehmern in 190 Ländern sagte nur noch gut die Hälfte, dass sie gern im Ausland arbeiten würde. Im Jahr 2014 waren es bei einer Vorgängerumfrage fast zwei Drittel gewesen, 2018 immerhin noch 57 Prozent. Gründe sind nach Einschätzung der Studienautoren die Pandemie, strengere Einreisebestimmungen und nationalistische Politik sowie die Möglichkeit zum virtuellen Arbeiten.

+++ 06:58 Hausärzte befürchten "bürokratischen Overkill" +++
Nach der Bund-Länder-Vereinbarung zu einer stärkeren Einbeziehung von niedergelassenen Ärzten bei den Corona-Impfungen fordern die Hausärzte bürokratische Entlastungen. Um neben der Versorgung der Patienten auch die Impfungen sowie die zusätzlichen Testungen stemmen zu können, müsse jeglicher vermeidbarer Aufwand wegfallen, sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Er warnt, dass die Atteste, die die Hausärzte im Rahmen der Impfpriorisierung für Patienten ausstellen sollen, den Prozess enorm verlangsamten und "schnell zum bürokratischen Overkill" werden. Stattdessen könnten die Krankenkassen bei der Vorrangprüfung "durch ein flächendeckendes Einladungsverfahren" unterstützen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:32 Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder angewachsen und bleibt damit deutlich über der 60er-Schwelle. Laut aktuellem RKI-Datenstand stieg sie am Mittwoch von 64,0 auf 64,7. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:19 Groß- und Außenhandel dringt auf Tempo beim Testen und Impfen +++
Der Groß- und Außenhandel fordert mehr und schnellere Impfungen und Tests. "Um aus dem Schlamassel zu kommen, brauchen wir mehr Tempo beim Testen und Impfen", sagt Anton Börner, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), nach den jüngsten Corona-Beschlüssen den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Wir haben in Handel und Industrie Spezialisten, die Logistik und Distribution ebenso können wie das Entwickeln von Öffnungsstrategien ohne jegliche Abstriche beim Gesundheitsschutz." Bei der Lösung der Krise müsse die Politik endlich die Kompetenzen der Unternehmen nutzen und die Wirtschaft mit an den Tisch holen.

+++ 05:51 Kritik an beschlossener Teststrategie: "Zu unkonkret" +++
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund übt Kritik an der beschlossenen Teststrategie. "Zu unkonkret sind die Beschlüsse zu Teststrategien in Bezug auf Schnell- und Eigentests", sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der "Rheinischen Post". "Zwar soll es flächendeckend für jeden Schnelltests geben, was richtig und gut ist. Allerdings ist es bedauerlich, dass es offenbar noch einige Wochen dauern wird, bis diese Instrumente flächendeckend in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen werden." Die Organisation liege bei den Ländern und Kommunen. "Wie sich die Eigentests in das System einfügen sollen, wie der Nachweis dokumentiert wird, wie lange er gewisse Zugänge ermöglichen soll, wird leider noch nicht beantwortet." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:11 RKI meldet fast 12.000 Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen eines Tages 11.912 Corona-Neuinfektionen und 359 weitere Todesfälle. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 64,7. Am Mittwoch hatte dieser Wert 64,0 betragen. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie wächst den Angaben zufolge auf 2.471.942. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:00 Kretschmann: Über kürzere Ferien wegen Corona nachdenken +++
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann bringt kürzere Ferien ins Gespräch, damit Wissenslücken nach der langen Schließung der Schulen geschlossen werden können. "Man könnte an den Ferien ein bisschen was abknapsen, um Unterrichtsstoff nachzuholen", sagt der Grünen-Regierungschef dem "Mannheimer Morgen". "Solche Überlegungen wird man ernsthaft anstellen müssen." Auf die Frage, ob er dabei an die Sommerferien denke, sagt er: "Darüber könnte man mal nachdenken." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 04:40 EU-Kommissar Schmit warnt vor sozialer Krise nach der Pandemie +++
Angesichts der Folgen der Corona-Pandemie warnt EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit vor einer sozialen Krise. Zwar habe es bislang keinen dramatischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegeben, aber insbesondere für junge Menschen seien die Aussichten nicht rosig. "Wir müssen aufpassen und brauchen eine Politik, die dafür sorgt, dass wir nach dieser Krise nicht in eine neue soziale Krise hineinschlittern", sagt er.

+++ 03:37 Hans: "Können Land nicht über Monate im Dauerlockdown halten" +++
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans begrüßt die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels zu Lockerungen der Corona-Maßnahmen. "Wir können das Land nicht über Monate hinweg im Dauerlockdown halten", erklärt Hans in Saarbrücken. Aus diesem Grund habe die Runde "behutsame Erleichterungen vereinbart, die mit einer Ausweitung der Tests verbunden sind". Weitreichende Lockerungen seien allerdings "aufgrund der wieder steigenden Infektionszahlen zunächst nicht verantwortbar".

+++ 02:22 Bartsch nennt Gipfelbeschlüsse "Corona-Irrgarten" +++
Linksfraktionschef Dietmar Bartsch kritisiert die Ergebnisse des Spitzengesprächs von Bund und Ländern scharf. In den Zeitungen der Funke Mediengruppe spricht Bartsch mit Blick auf den komplizierten Öffnungsfahrplan von einem "Corona-Irrgarten" und von "Inzidenz- und Lockerungswirrwarr". Dies werde "die Bürger und Bürgerinnen weiter verunsichern". Dagegen habe "das Schlüsselthema des zügigen Impfens" eine zu geringe Rolle gespielt, sagt Bartsch weiter. "Wir brauchen eine nationale Kraftanstrengung beim Impfen, um den Lockdown dauerhaft hinter uns zu lassen", hebt er hervor. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 01:35 Handwerk und Reisebranche empfinden Lockerungen als nicht ausreichend +++
Das Handwerk und die Reisebranche bezeichnen die beim Corona-Gipfel beschlossenen Lockerungen als nicht ausreichend. "Die Beschlüsse bringen für viele unserer von Schließungen betroffenen Betriebe nicht die erhoffte Öffnungsoption schon in nächster Zeit", erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Um ein Betriebesterben auf breiter Front zu verhindern, müsse wirtschaftliches Leben schnellstens wieder ermöglicht werden, wo immer das epidemiologisch vertretbar sei. Auch der Deutsche Reiseverband (DRV) zeigt sich enttäuscht. DRV-Präsident Norbert Fiebig sagt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, es sei "inakzeptabel, dass wir aufgrund des Fehlens von Tests und des viel zu langsamen Impfprozesses gezwungen werden, weitere Monate im Lockdown zu verharren".

+++ 00:55 Länder wollen Schulen je nach Infektionslage weiter öffnen +++
Die Bundesländer werden bei den geplanten weiteren Schulöffnungen voraussichtlich nicht einheitlich vorgehen. Man habe festgestellt, dass die Länder in eigener Verantwortung schrittweise eine weitere Rückkehr in den Präsenzunterricht planen könnten, sagt der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. "Wir werden dann sehen, wann die nächsten Jahrgangsstufen auch möglich sind." Dies würden die Länder aufgrund ihrer jeweiligen Inzidenzlage beschließen. Bereits zuvor hatten die Kultusminister beschlossen, dass der an Grundschulen begonnene Wechsel- oder Präsenzunterricht auf weitere Jahrgänge ausgeweitet und intensiviert werden soll.

+++ 00:37 Söder nach Scholz-Attacke: "Ich will nicht sagen, wir sind ein Herz und eine Seele, aber es ist alles wieder gut" +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kommentiert in der Pressekonferenz Berichte darüber, dass er Bundesfinanzminister Olaf Scholz in der Bund-Länder-Runde verbal attackiert haben soll. "Ich würde da nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen", sagt Söder und fügt mit Blick auf den Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidaten hinzu: "Er hatte ein sehr pointiertes Auftreten." Der CSU-Chef endet seine Einlassung mit den Worten: "Ich will nicht sagen, wir sind ein Herz und eine Seele, aber es ist alles wieder gut." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 00:27 Söder mahnt weiter zur Vorsicht: März wird Übergangsmonat +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezeichnet den Monat März im Kampf gegen die Pandemie als Übergangsmonat. "Es kann sich zum Guten, aber auch zum Schlechten entwickeln", sagt Söder zu den Anti-Corona-Maßnahmen. "Wir hoffen sehr, dass der März ein Chancen-Monat wird." Mit Blick auf den beschlossenen Stufenplan sagt Söder weiter: "Wir geben den Menschen ein großes Stück Vertrauen und Freiheit zurück." Es gelte jedoch, weiterhin genau auf Inzidenzen zu achten. Söder warnt vor zu hastigen Öffnungsschritten. "Das Herz sagt uns: So viel öffnen wie möglich! Der Verstand mahnt aber eindeutig zur Vorsicht", sagt er. "Wahr ist, was hier beschlossen wurde, sind schon sehr große Schritte. Wir haben kein schlechtes Gewissen dabei, aber wir haben schon Sorgen und Bedenken." Es gelte aufzupassen, nicht in den nächsten Lockdown zu schlittern, möglicherweise schon zu Ostern.

+++ 00:17 Müller über Impfstau: "Keinesfalls so, dass Millionen Dosen rumliegen und nicht verimpft werden" +++
Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, klärt auf der Pressekonferenz nach dem Bund-Länder-Gipfel über mutmaßlich Millionen Impfdosen auf, die noch nicht verimpft seien. "Es ist keinesfalls so, dass Millionen Impfdosen rumliegen und nicht verimpft werden." Die Länder hätten einen Puffer an Dosen, die zurückgehalten werden, um reagieren zu können, wenn Lieferungen sich verzögern. Nur so könne man nahtlos weiterimpfen. Länder hätten nur einen Bruchteil zurückgehalten oder schon kontingentiert - nun werde dieser Teil verimpft. Gleichzeitig kündigt Kanzlerin Angela Merkel eine deutliche Beschleunigung der Impfkampagne an. "Wir glauben, dass wir hier noch Steigerungspotenzial haben", sagt sie. Die Impfungen würden deutlich forciert. "Wir wissen, dass wir auch in einem Wettlauf gegen die Zeit sind", so die Kanzlerin. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 00:07 Bei Inzidenzwert von 35 werden Treffen von drei Haushalten erlaubt +++
In Kommunen mit besonders niedrigen Infektionszahlen sollen die Kontaktbeschränkungen noch weiter gelockert werden. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sollen sich drei Haushalte treffen können, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel ankündigt. Grundsätzlich sollen Treffen von zwei Haushalten wieder möglich sein.

+++ 23:56 "Notbremse" soll bei bei Inzidenz von 100 greifen +++
Bund und Länder beschließen eine "Notbremse" ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Ab diesem Wert müssten Öffnungsschritte wieder zurückgenommen werden, sagt Bundeskanzlerin Merkel nach den Bund-Länder-Beratungen. Um das zu verhindern, wollen Bund und Länder die geplanten Lockerungen mit Tests absichern. Sie zeigten "mit guter Genauigkeit, ob jemand tagesaktuell ansteckend ist", sagt Merkel.

+++ 23:44 Merkel sieht Übergang in neue Pandemiephase "mit berechtigten Hoffnungen" +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht Deutschland ein weiteres Mal an der Schwelle zu einer neuen Phase der Pandemie. In diese Phase könne nicht mit Sorglosigkeit, "aber eben doch mit berechtigten Hoffnungen" gegangen werden, sagt Merkel im Anschluss an ihre neunstündigen Beratungen mit den Länderregierungschefs in Berlin. In den vergangenen Monaten sei in Deutschland sehr viel erreicht worden. Der Frühling 2021 werde ein anderer sein als der Frühling im vergangenen Jahr. Möglich geworden sei dies nach dem Eindämmen des Infektionsgeschehens in den vergangenen Monaten, die für viele schwere Belastungen und nie da gewesene Freiheitseingriffe bedeutet hätten. "Was wir gemeinsam durchgestanden haben, das war hart", sagt Merkel. Es habe aber Wirkung gezeigt.

+++ 23:33 Ramelow setzt auf Kontaktnachverfolgung mit Luca-App +++
Lockerungen der Einschränkungen sollen mit Hilfe eines verstärkten Einsatzes technischer Mittel wie der Smartphone-App Luca möglich werden. Das kündigt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow nach dem Spitzengespräch von Bund und Ländern an. Dies solle etwa die Kontaktnachverfolgung in Geschäften, aber auch in der Gastronomie und bei Veranstaltungen ermöglichen. Auf diese Weise lasse sich sicherstellen, dass, "falls jemand eine Infektion in seiner Nähe hat, er auch die Nachricht kriegt", sagt Ramelow. Zugleich werde dafür gesorgt, dass "nur die Person selber" diese Information bekomme, sodass der Datenschutz gewahrt bleibe.

+++ 23:25 Buchhandlungen und Gartenmärkte können bundesweit öffnen +++
Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte können bei Einhaltung von Hygieneauflagen bundesweit wieder öffnen. Das haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht. In einigen Ländern sind diese Geschäfte bereits offen.

+++ 23:14 Söder attackiert Scholz: "Sie sind nicht Kanzler" +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kritisiert Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in der Bund-Länder Runde nach Teilnehmerangaben ungewöhnlich heftig. Bei dem Punkt des Härtefallfonds für Firmen habe Scholz nach Angaben von Teilnehmern gesagt, dass es nur eine hälftige Finanzierung Bund-Länder und keinen anderen Deal geben könne. Darauf habe Söder gesagt, dass Scholz nicht Kanzler sei. "Da brauchen Sie nicht so schlumpfig zu grinsen. Das ist nicht Ihr Geld. Ihre Tonalität gefällt mir gar nicht", habe der CSU-Chef hinzugefügt. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Manuela Schwesig habe darauf gesagt: "Ausgerechnet von Ihnen, Herr Söder". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 23:08 Öffnungen für Einzelhandel, Kultur und Sport ab Inzidenz von 50 +++
Wie berichtet wollen Bund und Länder nach längerem Streit regionale Lockerungen schon ab einer Inzidenz von 50 möglich machen. Wie ntv aus Teilnehmerkreisen erfuhr, soll es etwa landesweit oder regional eine schrittweise Öffnung des Einzelhandels geben, wenn die Zahl der Infektionen unter 50 je 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt. Die geeinte Formulierung sieht landesweite oder regionale Öffnungen "des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro zehn Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und einem weiteren für jede weiteren 20 Quadratmeter" vor. Möglich wären dann auch die Öffnung von Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologischen und botanischen Gärten sowie kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen bis maximal zehn Personen im Außenbereich, auch auf Außensportanlagen, heißt es weiter in dem Papier.

+++ 22:55 Urlaub über Ostern wieder auf der Kippe: Verhandlungen über Ferienwohnungen vertagt +++
Laut der aktualisierten Beschlussvorschlage der laufenden Bund-Länder-Runde, die ntv vorliegt, ist die Entscheidung über die Gestattung von Aufenthalten in Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Wohnmobilen erst einmal vertagt. Die Bundeskanzlerin und die Länderchefs wollen die Situation am 22. März neu bewerten, heißt es.

+++ 22:45 Sachsen hält neue Öffnungsstrategie für "nicht vertretbar" +++
Bund und Länder dürften ihre Öffnungsbeschlüsse gegen den Protest Sachsens beschließen. Aus dem ntv vorliegenden neuen Entwurf geht hervor, dass Sachsen eine Protokollnotiz fordert. Darin betont das Land, dass es "die hier beschlossenen unkonditionierten Öffnungen angesichts der aktuellen und absehbaren Infektionslage sowie Impfquote für nicht vertretbar" hält. Das Land sei zudem der Ansicht, dass Öffnungen mit einem verpflichtenden und funktionierenden Testregime gekoppelt sein müssten.

+++ 22:27 Etliche Mitarbeiter in Quarantäne: 31 Infektionen bei Westfleisch-Werk +++
Wegen Corona-Infektionen sind beim fleischverarbeitenden Unternehmen Westfleisch zahlreiche Mitarbeiter in Quarantäne. Bei den täglichen Tests aller Beschäftigter seien in den vergangenen zwei Wochen am 1000-Mitarbeiter-Werk in Hamm-Uentrop 31 Infektionen festgestellt worden, teilt Westfleisch mit. Die positiv Getesteten seien isoliert worden und allesamt in einer separaten Unterkunft untergebracht. Man stehe im engen Austausch mit der Stadt Hamm, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

+++ 22:05 Gratis-Schnelltests sollen ab nächster Woche möglich sein +++
Kostenlose Schnelltests für alle Bürger sollen voraussichtlich von nächster Woche an möglich werden. Der Bund will ab dann die Kosten dafür übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern erfuhr. Die Länder sollen die Tests dann schnellstmöglich anbieten, auch mit einer Bescheinigung zum Ergebnis. Konkret soll mindestens ein Schnelltest pro Woche möglich sein, den geschultes Personal etwa in Testzentren oder Praxen abnimmt. Ein endgültiger Beschluss über die künftigen Corona-Maßnahmen stand aber noch aus.

+++ 21:43 Merkel gibt nach: Umfassende Lockerungen schon ab 50er-Inzidenz +++
Die Beratungen gehen weiter. Nach Informationen von ntv hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Druck mehrerer Bundesländer nachgegeben, die Voraussetzungen für umfassende Öffnungen zu lockern. Der anvisierte Stufenplan sieht für jeden Öffnungsschritt enger gefasste Lockerungen bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 vor und weitere Lockerungen, wenn die Inzidenz unter 50 liegt. Bislang sollte dieser zweite Wert mit 35 deutlich strenger ausfallen.

+++ 21:28 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 10.444 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.465.056 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 10.444 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 375 auf 71.052. Als aktuell infiziert gelten rund 120.410 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,83 angegeben (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 83 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,93 (Vortag: 0,94). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 2823 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1629 davon werden beatmet. Rund 4661 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 21:01 Verhandlungen unterbrochen: Länderchefs streiten über schnellere Ladenöffnungen +++
Bund und Länder unterbrechen ihre Beratungen für eine Bedenkpause. Hintergrund ist nach Informationen von ntv, dass einige Ministerpräsidenten den Einzelhandel noch schneller öffnen wollten als im Entwurf bisher vorgesehen. Kanzlerin Angela Merkel habe daraufhin vorgeschlagen, die Orientierung an der 35er-Inzidenz zugunsten eines Wertes von 50 zu ändern, wenn die Länder auf vorzeitige Öffnungen verzichten. Merkel sowie Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher haben nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters auf die Gefahr durch Virus-Mutationen verwiesen. Man mache denselben Fehler wie Großbritannien - lockern bei steigenden Zahlen, habe sie argumentiert. Tschentscher habe auch Merkels Angebot als zu locker abgelehnt. In einer kleineren Runde soll dem Vernehmen nach nun ein für alle Seiten gangbarer Kompromiss gesucht werden.

+++ 20:49 Kontaktregelungen sollen ab Montag gelockert werden +++
Die strikten Kontaktregeln zur Eindämmung des Coronavirus sollen ab nächsten Montag (8. März) gelockert werden. Dann sollen wieder Treffen des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt erlaubt sein - beschränkt auf fünf Teilnehmer, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. Und: Paare, die nicht zusammenwohnen, sollen künftig als ein Hausstand gelten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern.

+++ 20:36 Keine Pflicht: Bund und Länder belassen es bei Test-Appell an Unternehmen +++
Bund und Länder erlegen der Wirtschaft keine formelle Testpflicht auf. In den Beratungen habe man sich auf den Hinweis geeinigt, dass die Unternehmen als "gesamtgesellschaftlichen Beitrag" ihren am Arbeitsplatz anwesenden Beschäftigten pro Woche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest machen sollten. Die Bundesregierung will Details mit der Wirtschaft voraussichtlich am Freitag beraten.

+++ 20:20 MPK beschließt beschleunigtes Impfen +++
Um mehr Menschen in kürzerer Zeit gegen das Coronavirus zu impfen, hat die Ministerpräsidentenkonferenz nach Informationen von ntv eine Strategieänderung beschlossen. Demnach sollen die vorgeschriebenen Intervalle zwischen erster und zweiter Impfung jeweils maximal ausgereizt werden. Die Bundesländer sollen nicht länger Impfdosen für Zweitimpfungen zurückhalten und stattdessen darauf vertrauen, dass rechtzeitig Nachschub zur Verfügung steht.

Lesen Sie die Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, mau/jpe/chf/rts/dpa/AFP