Panorama

Wahl durch Corona verändert 22-Jährige ist neue deutsche Weinkönigin

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Eva Lanzerath (m.) gewinnt, Anna-Maria Löffler (l.) und Eva Christine Müller (r.) werden "nur" Weinprinzessinnen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein bisschen Normalität inmitten der Krise: Deutschland hat seine 72. Weinkönigin - wenn auch der Weg zur Krönung etwas anders war als üblich. Die Bundeslandwirtschaftsministerin freut sich über die Herkunft der diesjährigen Siegerin. Und auch zwei Prinzessinnen werden auserwählt.

Eva Lanzerath ist zur 72. deutschen Weinkönigin gewählt worden. Die Jury kürte die 22-Jährige aus dem Weinbaugebiet Ahr im rheinland-pfälzischen Neustadt an der Weinstraße zur Siegerin des diesjährigen Finales, wie der Veranstalter der Verleihung, das Deutsche Weininstitut, mitteilte. Die Lehramtsstudentin repräsentiert als Weinkönigin nun ein Jahr lang den deutschen Wein.

Die rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner und CDU-Landtagsfraktionschef Christian Baldauf gratulierten Lanzerath. "Wir freuen uns, dass erneut eine Vertreterin eines rheinland-pfälzischen Anbaugebiets die Krone erlangt hat", teilten die beiden Politiker mit. Die Deutsche Weinkönigin sei "die wichtigste Botschafterin der deutschen Weinbranche im In- und Ausland", betonte Klöckner, die vor 25 Jahren selbst zur deutschen Weinkönigin gekrönt worden war.

Spontaneität, Eloquenz, Englisch und Wein-Fachkenntnis

Anna-Maria Löffler aus Haßloch in der Pfalz und Eva Müller aus Wöllstein in Rheinhessen, die es ebenfalls unter die letzten drei geschafft hatten, wurden zu Weinprinzessinnen gekürt. Insgesamt waren sieben Kandidatinnen im Finale gegeneinander angetreten.

Wegen der Corona-Krise fand der Wettbewerb in diesem Jahr unter ungewohnten Bedingungen statt. Sechs der 13 Weinanbaugebiete entsandten keine Kandidatinnen. Wegen der geringeren Teilnehmerinnenzahl entfiel der Vorentscheid. Stattdessen gab es eine Fachbefragung per Livestream. Die Veranstaltung heute fand ohne Publikum statt.

Die deutsche Weinkönigin wird seit 1931 jedes Jahr gekürt. Eine 70-köpfige Jury wählt die Siegerin. Kriterien sind unter anderem Spontaneität, Eloquenz, Englischkenntnisse und Fachwissen zum Weinbau. Aufgabe der Amtsinhaberin ist es, Wein aus allen deutschen Anbaugebieten im In- und Ausland zu repräsentieren.

Quelle: ntv.de, mra/AFP