Panorama

Auf Aarauer Pferderennbahn22-Jährige stirbt durch Schüsse bei Rave-Party in der Schweiz - fünf Verletzte

30.08.2026, 07:30 Uhr
00:00 / 01:47
Video poster

Bei einem Rave in der Schweiz fallen mehrere Schüsse, laut Polizei stirbt eine junge Frau. Fünf weitere Menschen werden verletzt. Noch immer läuft ein Großeinsatz, Menschen sollen dem Gebiet um die Aarauer Pferderennbahn fernbleiben.

Bei einer Rave-Party im Norden der Schweiz sind Schüsse gefallen. Laut Polizei gab es dabei ein Todesopfer. Eine 22-jährige Frau sei tödlich verletzt worden und vor Ort gestorben, teilte die Kantonspolizei Aargau auf X mit. Vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren seien leicht bis schwer verletzt worden. Alle Opfer stammen den Angaben zufolge aus der Schweiz.

Noch immer läuft ein Großeinsatz der Polizei, die Menschen wurden aufgefordert, dem Gebiet fernzubleiben. Die Fahndung laufe auf Hochtouren, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Aargau bei einer Pressekonferenz am frühen Nachmittag. Demnach sei die Spuren- und Beweissicherung im Gange, damit schnellstmöglich Erkenntnisse gewonnen werden könnten.

Man habe keine Kenntnisse, wo sich die Täterschaft befinden könnte. "Aufgrund der ganzen Situation schließen wir aber aus, dass die Täterschaft wieder irgendwo aktiv werden könnte und zu einer neuen Gefahr werden könnte", hieß es vom Sprecher weiter. Noch gäbe es keine Erkenntnisse zur Täterschaft oder zu einem Motiv. Es müsse davon ausgegangen werden, dass eine "größere Zahl" Schüsse gefallen sei, sagte er. Aarau im Schweizer Kanton Aargau liegt etwa 40 Kilometer westlich von Zürich. 

Zu dem Vorfall kam es beim Aarauer Rave auf der Pferderennbahn, einer Techno-Party von Samstagnachmittag bis in die Nacht zum Sonntag mit rund 3500 Besuchern. Die Polizei bestätigte am Morgen zunächst "mehrere Schussabgaben bei einer größeren Personengruppe". Man habe eine "Sonderlage".

Augenzeugen berichteten, sie hätten die Schüsse zunächst für Feuerwerk gehalten. Videos sollen "Serienfeuer" zeigen.

Das Gebiet um die Pferderennbahn ist großräumig abgesperrt, auch die Feuerwehr ist vor Ort. Bei der Umfahrung des Sperrgebiets führt die Polizei Personenkontrollen durch. Die Polizei bittet darum, Video- und Bildmaterial an den Instagram-Kanal der Kantonspolizei Aargau zu senden.

Inzwischen äußerte sich auch der DJ der betroffenen Veranstaltung. Was auf dem Rave passiert sei, sei absolut herzzerreißend, schrieb DJ Tekibo in einer Instagram-Story. "Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein." Er versuche immer noch, das Ganze zu verarbeiten. Er habe einen wichtigen Menschen verloren und finde einfach nicht die richtigen Worte. Er werde sich für eine bestimmte Zeit zurückziehen, kündigte er an.

Quelle: ntv.de, sba/AFP/dpa

SchweizAmokläufe