Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:36 Ohne Maske gebetet: Bulgariens Premier muss Strafe zahlen +++

Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow muss wegen eines Kirchenbesuchs ohne Maske eine Geldstrafe von umgerechnet 153 Euro zahlen. Das gelte auch für die Journalisten, die Borissow unmaskiert während seines Besuchs im Kloster Rila begleitet hätten, teilt das Gesundheitsministerium mit. Ob auch Geistliche zahlen müssen, ist bislang unklar.

+++ 23:04 Rekordanstiege in Texas, Arizona und Nevada +++
Mehrere US-Bundesstaaten verzeichnen die zweite Wochen in Folge Rekordanstiege bei der Zahl der bekannten Infektionen. Allein Texas gab für Montag mehr als 5000 neue Fälle bekannt. Das Texas Children's Hospital kündigt an, wegen der großen Zahl der schweren Covid-19-Erkrankungen im Raum Houston nun auch Erwachsene aufzunehmen. Einer Reuters-Zählung zufolge erlitten am Dienstag auch Nevada und Arizona Rekordzuwächse.

+++ 22:37 US-Virologe Fauci extrem beunruhigt +++
Der führende US-Virologe in der Corona-Krise, Anthony Fauci, äußert sich besorgt über deutlich steigende Fallzahlen von Coronavirus-Infektionen in mehreren US-Bundesstaaten. Fauci spricht bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus von einem "beunruhigenden Anstieg von Infektionen" in Florida, Texas, Arizona und anderen Bundesstaaten. Die nächsten paar Wochen würden entscheidend dafür, diesem Anstieg entgegenzuwirken.

+++ 22:10 New York plant Quarantänepflicht für andere US-Bundesstaaten  +++
Inmitten deutlich ansteigender Corona-Infektionszahlen in weiten Teilen der Vereinigten Staaten könnten neue Beschränkungen für Reisende innerhalb der USA verhängt werden. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo, in dessen Bundesstaat die Infektions- und Todeszahlen wieder gering sind, denkt über entsprechende Maßnahmen zum Schutz nach: "Wir erwägen ernsthaft eine Quarantäne, nur um sicherzustellen, dass Menschen, die aus Staaten mit höheren Infektionen kommen, unsere Infektionsrate nicht versehentlich erhöhen", sagte Cuomo dem US-Sender NBC. Damit meinte der Gouverneur eine zweiwöchige verpflichtende Quarantäne, die Einreisenden aus betroffenen Bundesstaaten auferlegt wird. New York war mit knapp 800 Toten und Zehntausenden Neuinfektionen pro Tag noch vor einigen Monaten weltweites Epizentrum der Pandemie. Damals erließen andere Bundesstaaten Quarantäne-Vorschriften für einreisende New Yorker. Dank umfassender Maßnahmen konnte die Verbreitung des Virus dort schließlich eingedämmt werden.

+++ 21:40 EU erwägt Ausschluss von US-Bürgern +++
Die EU-Staaten werden Medienberichten zufolge bei der Wiedereröffnung ihrer Grenzen möglicherweise US-Bürger von der Einreise ausschließen. Hintergrund sei, dass die USA die Epidemie nicht in den Griff bekämen, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf einen Entwurf entsprechender EU-Länderlisten, die dem Blatt vorliegen. Die USA - wo es weltweit die meisten bekannten Fälle gibt - würden dann in einer Kategorie mit Russland und Brasilien geführt. Das sei "ein schwerer Schlag für das Ansehen der USA in der Welt" und eine Absage an US-Präsident Donald Trump und seinen Umgang mit der Epidemie, schrieb die Zeitung. Eine endgültige Entscheidung der Europäer werde Anfang nächster Woche erwartet. Eine offizielle Reaktion aus Washington lag zunächst nicht vor.

+++ 21:22 Deutscher R-Wert weiter kritisch +++
Die Reproduktionszahl, die über die Dynamik des Ausbruchsgeschehens in Deutschland Auskunft gibt, entwickelt sich inzwischen etwas weniger dramatisch. Trotzdem liegen beide R-Werte, das Vier-Tages-R und das Sieben-Tage-R weiter deutlich über der kritischen Marke. Der Berliner Senat teilte mit, dass der Berliner R-Wert mit 1,96 den dritten Tag in Folge über der kritischen Marke lag. Damit sprang die Corona-Ampel der Hauptstadt in diesem Segment auf Rot.

Allgemein machen die allgemein verringerten deutschen Fallzahlen die beiden Schätzwerte anfällig für Schwankungen. Dennoch spiele - so das RKI - "insbesondere der Ausbruch in Nordrhein-Westfalen eine große Rolle". Die weitere Entwicklung müsse in den nächsten Tagen beobachtet werden. "Insbesondere in Bezug auf die Frage, ob es auch außerhalb der beschriebenen Ausbrüche zu einem Anstieg der Fallzahlen kommt", heißt es in dem aktuellen RKI-Situationsbericht.

+++ 21:01 RKI besorgt über Anstieg der Fallzahlen +++
Lokale Ausbrüche in fünf Regionen - in den Landkreisen Gütersloh und Warendorf in Nordrhein-Westfalen, aber auch in Magdeburg, Göttingen und Berlin-Neukölln - treiben nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) die deutschen Fallzahlen in die Höhe.

 

Nachdem in den vergangenen Wochen im Mittel etwa 350 neue Fälle pro Tag ans RKI gemeldet wurden, steigen diese Zahlen seit einer Woche wieder an. Als gemeinsamen Nenner der aktuellen Ausbrüche nannte das RKI "schwierige soziale Bedingungen".

Alle Bundesländer meldeten bis zum Abend 432 Neuinfektionen und neue 12 Todesfälle. Nach Berechnungen von ntv.de auf Basis der Länderzahlen kommt Deutschland insgesamt auf 190.955 Infektionen, 8906 Menschen starben. Nach teilweisen Schätzungen des RKI sind 175.015 von der Krankheit genesen. 7040 Menschen sind akut infiziert.

+++ 20:25 Berliner Abifeier - auf dem Sportplatz +++
Am Rheingau-Gymnasium in Berlin findet die feierliche Zeugnisübergabe im Freien statt: Die diesjährigen Abiturienten bekommen ihr Abschlusszeugnis nicht in Aula, denn dafür ist das Wetter auch viel zu schön. Sondern? Auf dem Sportplatz. Mitsamt Familienangehörigen versammelt sich der Abschlussjahrgang Epidemie-konform. So kann der vorgeschriebene Mindestabstand ganz wunderbar eingehalten werden.

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Feierlich und trotzdem korrekt: Abizeugnisübergabe im Berliner Rheingau-Gymnasium.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 19:52 Frankreichs Corona-App floppt +++
Die französische Corona-Warn-App war der deutschen zeitlich zwar voraus, bisher ist "StopCovid" aber wenig wirksam, räumt die Regierung in Paris nun ein. Digital-Staatssekretär Cédric O sprach von maximal 1,5 Millionen Nutzern nach drei Wochen. Die deutsche App ist dagegen knapp zwölf Millionen Mal innerhalb einer knappen Woche heruntergeladen worden. In Frankreich wurden bisher nur 14 Nutzer gewarnt, dass sie einem Corona-Infizierten zu nahe gekommen seien. Nur 68 Menschen gaben laut Regierung in der App an, dass sie positiv getestet wurden. Der französische Digital-Staatssekretär machte "kulturelle Unterschiede" zu Deutschland dafür verantwortlich, dass sich die Beliebtheit der beiden Warn-Apps so deutlich unterscheidet. In Frankreich gibt es massive Kritik am Krisenmanagement von Präsident Emmanuel Macron. Mit mehr als 29.600 Todesopfern ist Frankreich eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas.

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Die Franzosen wollen seine App nicht: Cédric O hat eine Erklärung dafür.

(Foto: imago images/IP3press)

+++ 19:21 Göttingen lockert Regeln für Quarantäne-Hochhaus  +++
Im niedersächsischen Göttingen wird die Corona-Quarantäne für etwa die Hälfte der Bewohner eines komplett isolierten Hochhauskomplexes nach negativen Tests vorzeitig gelockert. Knapp 350 der rund 700 dort lebenden Menschen könnten die Gebäude nun wieder zeitlich unbegrenzt verlassen, teilte die Stadtverwaltung mit. Für die übrigen gelten die nach einem massiven Corona-Ausbruch angeordneten Quarantänemaßnahmen weiter bis zunächst Donnerstag. Auch für die rund 350 zweimal negativ getesteten Bewohner gelten aber weiterhin besondere Regeln. Außerhalb der Gebäude müssen sie eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Auch Kita- und Schulbesuche sowie Tätigkeiten in sensiblen Bereichen wie der Krankenpflege sind ihnen bis Ende des Monats noch verboten. Die Stadt hatte die Quarantäne für den Wohnblock am vergangenen Donnerstag verhängt, am Wochenende hatten Bewohner gegen die strikten Maßnahmen protestiert und dabei auch Polizei-Beamte verletzt.

+++ 18:55 Virologe warnt: "Gütersloh-Lockdown zu kurz"  +++
Der wegen des massenhaften Corona-Ausbruchs beim Fleischkonzern Tönnies für den Landkreis Gütersloh verhängte einwöchige Lockdown ist aus Sicht des Virologen Alexander Kekulé zu kurz angesetzt. Es dauere in der Regel zwei Wochen, bis bei allen Infizierten Symptome aufgetreten seien, sagte Kekulé im Podcast von "MDR Aktuell". Im schlimmsten Fall würden die Einschränkungen am 30. Juni wieder aufgehoben, und erst danach werde klar, wie viele Menschen sich tatsächlich angesteckt hätten. Er gehe nicht davon aus, "dass man den Lockdown nach einer Woche wieder beenden können wird", betonte Kekulé auch mit Blick auf die Zeit, welche die Behörden für Testungen und Auswertungen benötigten. "Darum hätte ich zwei Wochen von Vornherein angesagt", sagte der Lehrstuhlinhaber an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

+++ 18:31 Gericht zwingt Bolsonaro zum Mundschutz +++
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro muss nach einem Gerichtsbeschluss in der Öffentlichkeit eine Mund- und Nasenmaske tragen. Sollte sich Bolsonaro nicht daran halten, müsse er pro Tag eine Strafe von umgerechnet rund 340 Euro zahlen, ordnet Bundesrichter Renato Borelli an. Der weit rechts stehende Bolsonaro hatte die Gefahr des Virus lange geleugnet und von einer "kleinen Grippe" gesprochen. Bolsonaro hatte ohne Schutzmaske an Veranstaltungen in der Hauptstadt teilgenommen. In Brasilien sind inzwischen mehr als eine Million Infektionsfälle bekannt, die weltweit zweithöchste Zahl nach den USA. Rund 50.000 Menschen sind infolge einer Infektion gestorben.
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+++ 18:01 Schleswig-Holstein ordnet Quarantäne für Risiko-Urlauber an +++
Reisende aus Corona-Risikogebieten wie dem Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen müssen in Schleswig-Holstein künftig in Quarantäne. Sie sollten unverzüglich nach der Einreise ihre Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft beziehen, um sich 14 Tage lang zu isolieren, teilte die Landesregierung in Kiel mit.
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+++ 17:31 Drosten schlägt Alarm: Das Virus ist wieder im Kommen +++
Der Virologe Christian Drosten befürchtet nach Corona-Ausbrüchen unter anderem in Nordrhein-Westfalen eine unbemerkte Ausbreitung des Coronavirus in die Bevölkerung. Die Verbreitung über die Gegend hinaus zu verhindern, sei jetzt das Entscheidende, sagte der Charité-Wissenschaftler in seinem NDR-Podcast. Generell gebe es aktuell in mehreren Orten, darunter auch in Berlin, eindeutige Anzeichen, dass Sars-CoV-2 wieder komme. Schon jetzt ist aus Sicht des Virologen große Vorsicht geboten, dass sich keine zweite Welle entwickelt. Er verwies auf die Lage in den Südstaaten der USA, wo sich trotz hoher Umgebungstemperaturen eine "furchtbare Situation" entwickle. Dort sei zu früh gelockert worden. "Ich bin nicht optimistisch, dass wir in einem Monat noch so eine friedliche Situation haben wie jetzt, was die Epidemietätigkeit angeht" sagte Drosten. "In zwei Monaten, denke ich, werden wir ein Problem haben, wenn wir nicht jetzt wieder alle Alarmsensoren anschalten." Die Bevölkerung müsse einsehen, dass die Gesundheitsbehörden Unterstützung und Konsens bräuchten.
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Wenn wir nicht alle Alarmsensoren anschalten, haben wir bald ein Problem: Charité-Virologe Drosten ist nicht entspannt.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 17:01 Jüngste Hotspots: Zentralrat befürchtet Ausgrenzung von Roma +++
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma warnt davor, die Minderheit für Corona-Ausbrüche verantwortlich zu machen. "Wenn man Corona zu einer Pandemie macht, deren Verbreitung gezielt Roma zugeschrieben wird, dann wird damit sozialer Sprengstoff produziert", sagte der Vorsitzende Romani Rose der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Roma seien unter anderem auch besonders betroffen von den Ausbrüchen in der Fleischbranche. "Wir wissen, dass es eine große Zahl von Roma aus allen Ländern Südosteuropas gibt, die in der Fleischindustrie, aber auch in der Landwirtschaft in Deutschland als Saisonarbeiter oder als Leiharbeiter unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen leben und arbeiten", sagte Rose der Zeitung. Verantwortlich für die Zustände seien Firmen, die aus "blankem Profitinteresse" handelten.

+++ 16:30 Corona-Ausbruch in Wiesenhof-Schlachthof bei Oldenburg +++
Mehrere Mitarbeiter eines Schlachthofs der PHW-Gruppe ("Wiesenhof") im niedersächsischen Wildeshausen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Unternehmen mit. Eine Reihentestung vom Montag sei bei 23 von 50 Mitarbeitern positiv verlaufen, sagte ein Sprecher des Landkreises. Der PHW-Gruppe zufolge sollen alle mehr als 1100 Mitarbeiter des Schlachthofes auf eine Corona-Infektion getestet werden. PHW hält eine Mehrheitsbeteiligung an dem Schlachthof Geestland Putenspezialitäten. Schon Anfang Juni waren mehr als 1100 Mitarbeiter getestet worden, dabei wurde ein Infektionsfall entdeckt.
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Wiesenhof ist auf Geflügel spezialisiert und hat mehrere Schlachthöfe in Deutschland.

(Foto: picture alliance / Friso Gentsch)

+++ 16:20 Düsseldorf will Altstadt gegen Massenansturm rüsten +++
Die Düsseldorfer Altstadt, die "längste Theke der Welt", soll kein zweites Ischgl werden - kein weiterer Hotspot der Corona-Pandemie. Am vergangenen Wochenende waren viele Tausend Feierwütige in die engen Altstadtgassen geströmt und hatten den Verantwortlichen in der Landeshauptstadt Sorgenfalten auf die Stirn getrieben. Polizei und Ordnungsamt mussten größere Ansammlungen auflösen. Nun soll an den kommenden Wochenenden ein Lagezentrum im Rathaus dafür sorgen, dass die Altstadtgänger die Stadt nicht in den Lockdown treiben, kündigte die Stadt an. Dies habe sich bereits an Karneval und am Japan-Tag bewährt. Weitere Maßnahmen werden nicht ausgeschlossen.

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Düsseldorfer Altstadt Ende Mai: Die Stadt will einen Lockdown verhindern und kündigt Beschränkungen an.

(Foto: imago images/Ralph Peters)

+++ 15:55 Nach Gütersloh: Lockdown auch für Nachbarkreis Warendorf +++
Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies verhängen die Behörden einen Lockdown auch für den Nachbarkreis Warendorf. Genau wie im Kreis Gütersloh gebe es Kontaktbeschränkungen, Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen würden verboten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Ab Donnerstag würden zudem Schulen und Kitas im Kreisgebiet geschlossen. Laumann erläuterte, dass die Behörden nun auch Werkvertragsarbeiter anderer Unternehmen testen wollten, die zu den Tönnies-Arbeitern Kontakt gehabt hätten. Noch sei unklar, welche Unternehmen das seien, sagte der CDU-Politiker und fügte hinzu, ein Teil der Werkvertragsunternehmer seien nicht kooperativ.

+++ 15:45 Radikale im Lockdown: Europol rechnet mit mehr Terroranschlägen +++
Europol hat vor einer Radikalisierung von Einzeltätern durch strenge Corona-Maßnahmen gewarnt. Die Gefahr von terroristischen Anschlägen steige, heißt es im neuesten Terrorismus-Bericht der Polizeibehörde, der in Den Haag vorgelegt wurde. Die möglichen wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie könnten die Radikalisierung anheizen, schreibt Europol-Chefin Catherine De Bolle im Vorwort des Berichts. "Aktivisten der links- wie auch rechtsextremistischen Seite sowie aus Kreisen des dschihadistischen Terrorismus versuchen, die Pandemie auszunutzen, um ihre Ziele weiter zu propagieren."

+++ 15:25 Nur noch ein Meter Abstand: Johnson verkündet umstrittene Lockerungen +++
Trotz Kritik unabhängiger Wissenschaftler dürfen Pubs, Restaurants, Hotels und viele andere Einrichtungen in England vom 4. Juli an wieder öffnen. Das kündigte der britische Premierminister Boris Johnson im Parlament in London an. Gleichzeitig werde die Abstandsregel von zwei Metern auf einen Meter reduziert, sofern andere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus getroffen werden. Unter anderem müssen Besucher beim Betreten ihre Kontaktdaten hinterlassen. Auch Kinos, Museen, Bibliotheken, Friseursalons und Gotteshäuser dürfen unter Auflagen wieder aufmachen. Die neue Regelung gilt nur für England. Schottland, Wales und Nordirland legen ihre eigenen Maßnahmen fest. Die Pub-Branche hatte bereits mit Ungeduld auf die Ankündigung gewartet.

+++ 14:50 Tönnies will Werkverträge abschaffen +++
Nach den massenhaften Corona-Infektionen beim Fleischkonzern Tönnies hat das Unternehmen Verbesserungen für die Arbeiter angekündigt. Wie der Konzern mitteilte, sollen Werkverträge in allen Kernbereichen der Fleischproduktion abgeschafft und die Mitarbeiter stattdessen direkt in der Unternehmensgruppe angestellt werden. Zudem versprach Tönnies, "ausreichend und angemessenen" Wohnraum für die Beschäftigten an den Standorten zu schaffen.

+++ 14:35 Bayern verbietet Urlaubern aus Gütersloh die Einreise +++
Hotels, Pensionen und andere Beherbergungsbetriebe in Bayern dürfen vorerst keine Gäste mehr aus dem nordrhein-westfälischen Landkreis Gütersloh und aus anderen Kreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen aufnehmen. "Es geht um die klassische Urlaubsreise", sagte der bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann in München im Anschluss an eine Kabinettssitzung, bei der diese Maßnahme beschlossen wurde. Vor dem Urlaubsreiseverkehr aus dem kurz vor Beginn der Sommerferien stehenden Nordrhein-Westfalen solle diese Schutzmaßnahme nun greifen. Herrmann sagte, aus den Erfahrungen nach den Faschingsferien sei die klare Erkenntnis gewonnen worden, dass von Regionen mit so einer hohen Zahl an Infizierten wie im Landkreis Gütersloh eine Gefahr drohe. Dies dürfe sich nicht wiederholen. Zuvor waren auf der Insel Usedom Urlauber aus dem Kreis Gütersloh aufgefordert worden, das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wieder zu verlassen. Dort gilt bereits per Verordnung die nun auch in Bayern beschlossene Regel, dass Urlauber aus einem Corona-Hotspot nicht einreisen und auch nicht beherbergt werden dürfen.

+++ 14:20 Iran meldet Höchstwert bei Todesfällen +++
Im Iran sind innerhalb von 24 Stunden so viele Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben wie seit zwei Monaten nicht mehr. Es seien 121 neue Todesfälle registriert worden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Teheran. Das ist die höchste Zahl seit dem 11. April, damals waren es 125 Todesopfer. Damit starben in dem Land mit den meisten Todesfällen in der Region inzwischen bereits 9863 Menschen. Mit fast 2500 Neu-Ansteckungen liegt die Zahl der Infektionen der Sprecherin zufolge nun bei fast 210.000. Es gibt im In- und Ausland allerdings Zweifel an den offiziellen Zahlen Irans, sie werden als zu niedrig angesehen.

+++ 13:39 Sachsen-Anhalt will Kontaktbeschränkungen lockern +++
In Sachsen-Anhalt sollen die coronabedingten Kontaktsperren weiter gelockert werden. Ab Anfang Juli solle nur noch die Empfehlung gelten, sich mit nicht mehr als zehn Menschen zu treffen und möglichst wenige wechselnde Kontakte zu haben, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne. Auf Bußgelder solle verzichtet werden.

+++ 13:08 Offenbar weiterer Corona-Ausbruch in Berlin +++
Während der Senat des Landes Berlin die Abschaffung der Kontaktbeschränkungen beschließt, gibt es nach dem Corona-Ausbruch im Stadtteil Neukölln nun offenbar einen weiteren Fall mit Dutzenden Infektionen. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, sollen sich in einem Wohnblock nahe dem Ostbahnhof im Stadtteil Friedrichshain mehrere Familien mit Sars-Cov-2 angesteckt haben. Die Zeitung beruft sich dabei auf Angaben aus der Nachbarschaft. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg äußerte sich bislang nicht zu dem Bericht.

+++ 12:50 Berlin beschließt Bußgeld für Maskenverweigerer +++
Wer in Berlin im öffentlichen Nahverkehr trotz Pflicht keine Maske trägt, soll künftig mit einem Bußgeld bestraft werden. Das hat nach Informationen des "Tagesspiegel" der Berliner Senat beschlossen. Ob das Bußgeld auch für Verstöße im Supermarkt gilt, stehe noch nicht fest. Dafür laut Zeitungsbericht die Höhe: 50 Euro. Außerdem hat Berlin die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen ab Freitag beschlossen. Bisher gilt, dass sich maximal fünf Personen aus mehreren oder nur Mitglieder zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Veranstaltungen dürfen im geschlossenen Raum ab Freitag mit maximal 300 anstatt 150 Personen stattfinden.

+++ 12:42 RKI beginnt Antikörper-Studie in Bayern +++
Das Robert Koch-Institut hat in der oberbayerischen Gemeinde Bad Feilnbach eine Antikörper-Studie gestartet. Das RKI will bundesweit in vier stark betroffenen Gemeinden rund 8000 Menschen auf das Virus testen, pro Ort rund 2000. Bad Feilnbach ist die zweite Kommune nach Kupferzell in Baden-Württemberg, wo die Tests am 19. Mai begonnen hatten. Die Ergebnisse für Kupferzell sollen voraussichtlich Anfang Juli vorliegen. Bei den ersten in Bad Feilnbach zufällig ausgewählten Testpersonen sollte heute ein Rachenabstrich zum Test einer akuten Infektion gemacht sowie Blut abgenommen werden, um mögliche Antikörper zu bestimmen. Das soll zeigen, wie weit sich das Virus bereits in der Bevölkerung verbreitet hat.

+++ 12:24 Usedom schickt Urlauber aus Gütersloh nach Hause +++
Auf der Urlaubsinsel Usedom sind am Montag 14 Menschen aus Corona-Risiko-Gebieten aufgefordert worden, vorzeitig abzureisen. Sie müssen sich unverzüglich bei ihrem heimischen Gesundheitsamt melden, sagte Achim Froitzheim, Sprecher des Kreises Vorpommern-Greifswald. Beim Zahlen der Kurtaxe sei das Problem auffällig geworden. Gestern wurde ein Ehepaar aus Gütersloh aufgefordert, die Insel vorzeitig zu verlassen. Im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh hatte es einen massiven Corona-Ausbruch in einer Fleischfabrik der Firma Tönnies gegeben. Ob die zurückgeschickten Urlauber alle aus Gütersloh kommen, sagte der Sprecher zunächst nicht. Laut Froitzheim sei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Die 14 Fälle repräsentierten lediglich den Montag. "Dieses Thema betrifft die ganze Urlaubsregion Mecklenburg-Vorpommern. Natürlich schicken wir nur ungern Urlauber zurück, aber das ist unsere Aufgabe, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen."

+++ 11:47 England kündigt weitere Lockerungen an +++
Auch Kinos, Museen und Galerien dürfen Medienberichten zufolge ab 4. Juli in England wieder öffnen. Voraussetzung seien aber bestimmte Sicherheitsvorkehrungen Vorabbuchungen von Tickets und Besucher-Wege nur in eine Richtung in den Kultureinrichtungen, berichtete unter anderem die Zeitung "The Guardian". Premierminister Boris Johnson wollte am frühen Nachmittag weitere Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in England ankündigen. Dazu soll auch eine Reduzierung des bisherigen Mindestabstands von zwei Metern und die Öffnung von Restaurants, Pubs und Hotels in England gehören. Jeder Landesteil in Großbritannien legt seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus fest. Kritiker, darunter Ärzte und Gewerkschaften, halten die Lockerungen für verfrüht.

+++ 10:53 Kanzleramt: Corona-App bald auch im Ausland +++
Kanzleramtsminister Helge Braun rechnet damit, dass die Corona-Warn-App noch vor der Hauptreisezeit auch in anderen Ländern nutzbar sein wird. "Wir denken, dass wir zum Beispiel Österreich, Schweiz, Italien noch vor der großen Sommerhauptreisezeit anbinden können, weil die ein sehr ähnliches Konzept verfolgen wie wir", sagte Braun am Dienstag in der "Radiowelt am Morgen" des Bayerischen Rundfunks. Schwieriger sei es etwa mit Frankreich, so Braun weiter. "Weil, dort werden die Daten an den Staat weitergegeben und wir müssen natürlich sicherstellen, dass durch den Kontaktaustausch, den wir zwischen Apps zweier Länder haben, nicht ein niedriges Datenschutzniveau entsteht."

+++ 10:49 Kreis Gütersloh kehrt zum Lockdown zurück +++
Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies schränken die Behörden das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh nun doch massiv ein. Erstmals in Deutschland werde ein Kreis wegen des Corona-Infektionsgeschehens wieder auf die Schutzmaßnahmen zurückgeführt, die noch vor einigen Wochen gegolten hätten, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Im Kreis Gütersloh handele es sich um das bisher "größte Infektionsgeschehen" in NRW und in Deutschland.

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+++ 10:26 RKI: Höhere Ansteckungsrate nicht überbewerten +++
Die Ansteckungsrate in Deutschland ist dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge wegen der einzelnen örtlichen Ausbrüche stark gestiegen. Dies sei der Grund, warum der sogenannte R-Wert zuletzt auf über zwei gestiegen sei, sagte RKI-Chef Lothar Wieler. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Schnitt mehr als zwei weitere ansteckt. Da aber insgesamt die Zahl der Neuinfektionen weiter relativ gering sei, dürfe dies nicht überbewertet werden. Aus 137 Kreisen sei in den vergangenen Wochen überhaupt kein neuer Fall gemeldet worden.

+++ 09:07 Zwei Kreise wegen Causa Tönnies im roten Bereich +++
Die Infektions-Karte für Deutschland weist nun zwei rote Fleck auf: Dem neuesten RKI-Datenstand zufolge überschreiten die Kreise Gütersloh und Warendorf die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Grund hierfür sind überwiegend die Fälle in der Causa Tönnies. Der Landkreis Göttingen (Hochhaus-Fälle) liegt nahe der kritischen Grenze.

+++ 08:24 Südafrika: Inzwischen mehr als 100.000 Infektionen +++
In Südafrika ist die Zahl der registrierten Coronavirus-Infektionen über die Schwelle von 100.000 gestiegen. Die Zahl liege nun bei 101.590, teilte das Gesundheitsministerium in Pretoria mit. Südafrika ist das Land mit der mit Abstand höchsten Zahl von offiziell erfassten Coronavirus-Fällen auf dem afrikanischen Kontinent. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in dem Land hatte zuletzt deutlich zugenommen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entfällt mehr als die Hälfte der in ganz Afrika erfassten Coronavirus-Infektionsfälle auf Südafrika. Die Zahl der offiziell verzeichneten Corona-Toten in dem Land liegt aktuell bei 1991. Binnen 24 Stunden zählten die Behörden 61 weitere Todesfälle.

+++ 07:59 Lufthansa bietet wieder Linienflüge nach China an +++
Nach der Zwangspause wegen des Coronavirus-Ausbruchs nimmt der Lufthansa-Konzern wieder Linienflüge auf das chinesische Festland auf. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, soll es ab Mittwoch jeweils einmal pro Woche eine Verbindung von Frankfurt nach Shanghai geben. Ein weiterer Flug ist jeden Freitag von Shanghai nach Frankfurt angesetzt. Laut Lufthansa sind es die ersten regulären Flüge der Gruppe nach Festlandchina seit Ende Januar. Infolge des Coronavirus-Ausbruchs hatte die Volksrepublik Visa und Aufenthaltsgenehmigungen ausgesetzt. Einreisen sind derzeit nur mit Sondergenehmigungen möglich.

+++ 07:20 Chinesische Firma darf Impfstoff an Menschen testen +++
Eine Tochter des chinesischen Unternehmens Chongqing Zhifei Biological Products hat grünes Licht von den heimischen Behörden erhalten, einen Impfstoffkandidaten gegen das neuartige Coronavirus in Tests mit Menschen zu erproben. Chongqing Zhifei Biological Products teilt mit, der Impfstoff werde gemeinsam mit Anhui Zhifei Longcom Biopharmaceutical und dem Institute of Microbiology of the Chinese Academy of Sciences entwickelt.

+++ 05:28 Landesdatenschutzbeauftragte: keine Bedenken bei Corona-Warn-App +++
Niedersachsens oberste Datenhüterin Barbara Thiel stellt sich hinter die neue Corona-Warn-App. "Natürlich werde ich bei einem solchen Projekt hellhörig, das ist ganz normal. Aber nach allem, was mir über die Corona-Warn-App bekannt ist, habe ich keinen Grund gesehen, sie nicht zu installieren", sagt die als sehr kritisch geltende Landesdatenschutzbeauftragte der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Gleichzeitig befürwortet sie, dass bei Nutzung der App keine Standortdaten übertragen würden. "Das ist gut so. Die Wahl der dezentralen Architektur dürfte es so gut wie unmöglich machen, das Kontaktverhalten der Bevölkerung umfangreich zu überwachen", betont Thiel.

+++ 05:02 DIHK fordert Klarheit bei Ausbildungsprämie +++
Vor einem Ausbildungsgipfel bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlangt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag rasch Klarheit bei der sogenannten Ausbildungsprämie. Diese könne "eine Motivation für Betriebe sein, auch unter schwierigen Bedingungen ihre Ausbildungsanstrengungen aufrechtzuerhalten", sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur. Die Betriebe müssten nun rasch Informationen über die Details erhalten. "Sonst warten Unternehmen natürlich darauf und schließen zunächst die Ausbildungsverträge nicht ab."

+++ 04:21 Unesco: Corona-Krise verschärft Bildungs-Ungleichheit +++
Mehr als eine Viertelmilliarde Kinder weltweit haben keinen Zugang zu Bildung - und die Corona-Krise verschärft diese Lage noch: Zu diesem Schluss kommt die Unesco in ihrem aktuellen Weltbildungsbericht. Dem Report zufolge leisteten 40 Prozent der ärmsten Länder während der Pandemie keine Unterstützung für mittellose oder besonders gefährdete Schüler. Insgesamt waren mehr als 90 Prozent aller Lernenden weltweit von Schulschließungen betroffen. Aber bereits vor der Coronavirus-Pandemie sei die Ungleichheit massiv gewesen, heißt es in der Studie der UN-Kulturorganisation.

+++ 03:55 China meldet 22 Neuinfektionen, davon 13 in Peking +++
Die nationale Gesundheitskommission in China meldet binnen 24 Stunden 22 neue bestätigte Coronavirus-Fälle, 13 davon in Peking. Tags zuvor waren auf dem chinesischen Festland 18 Fälle aufgetreten, darunter 9 in der Hauptstadt. Die Stadt mit mehr als 20 Millionen Einwohnern meldete den ersten Fall einer neuen Virus-Welle am 11. Juni. Der erneute Ausbruch wird mit einem Lebensmittelgroßhandel im Südwesten Pekings in Verbindung gebracht. Dabei haben sich bisher nach offiziellen Angaben 249 Menschen in der Stadt angesteckt. Die chinesische Gesundheitskommission meldet sieben weitere asymptomatische Fälle, die in China nicht zu den bestätigten Fällen zählen, da die Infizierten keinerlei Symptome zeigen.

+++ 03:32 BA rechnet mit drei Millionen Arbeitslosen im Sommer +++
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland dürfte nach Einschätzung der Bundesanstalt für Arbeit (BA) infolge der Corona-Krise erstmals seit zehn Jahren im Sommer wieder über drei Millionen steigen. "Wir werden im Sommer voraussichtlich die Drei-Millionen-Marke überschreiten", sagt BA-Chef Detlef Scheele der "Süddeutschen Zeitung". Im saisonbedingt üblicherweise schwierigeren Arbeitsmarkt im Winter war die Arbeitslosigkeit zuletzt vor fünf Jahren so hoch.

+++ 03:03 Mexiko meldet mehr als 22.000 Corona-Todesfälle +++
Das mexikanische Gesundheitsministerium bestätigt innerhalb eines Tages 4577 Neuinfektionen und 759 weitere Todesfälle. Insgesamt sind in Mexiko nach offiziellen Angaben 185.122 Menschen mit dem Virus infiziert und 22.584 Personen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Regierung in Mexiko-Stadt geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Erkrankten wahrscheinlich deutlich höher liegt als die bestätigten Fälle.

+++ 02:18 Althusmann fordert Bußgelder bei Behinderung von Corona-Bekämpfung +++
Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann spricht sich als Konsequenz aus dem Corona-Ausbruch beim Fleischbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen für eine sofortige Verschärfung von Kontrollen und hohe Bußgelder für Unternehmen bei mangelnder Unterstützung der Pandemie-Bekämpfung aus. Bei Verstößen gegen die Auflösung von Sub-Sub-Unternehmerstrukturen müsse ein Betrieb notfalls geschlossen werden, sagt Althusmann der "Rheinischen Post". "Der Fall Tönnies hat inzwischen in jeder Hinsicht rote Linien überschritten", erklärt der CDU-Politiker. "Die staatliche Kontrolle sollten wir ohne Verzug verschärfen und unangemeldet in 14-tägigen Abständen durchsetzen. Betriebe, die ihre Mitarbeiterlisten mit Wohnadressen in Krisenfällen der Pandemiebekämpfung nicht umgehend vorlegen, werden mit hohen Bußgeldern belegt."

+++ 01:21 Brasilien meldet mehr als 20.000 Neuinfektionen +++
Brasilien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministerium binnen 24 Stunden 21.432 neue bestätigte Coronavirus-Fälle sowie 654 neue Todesfälle infolge der Krankheit. Seit Beginn der Pandemie sind in dem lateinamerikanischen Land 1,1 Millionen Infektionen registriert. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt offiziellen Daten zufolge um 654 auf 51.271.

+++ 00:33 Zwei weitere Trump-Wahlkampfhelfer positiv getestet +++
Nach dem Auftritt von US-Präsident Donald Trump in Tulsa sind zwei Mitglieder seines Wahlkampfteams positiv auf das Virus getestet worden. Beide hätten an der Veranstaltung teilgenommen, sagt ein Sprecher. Allerdings hätten sie während der ganzen Zeit Masken getragen. Stunden vor dem Auftritt Trumps hatte sein Team sechs positive Tests unter den Mitarbeitern bekanntgegeben.

+++ 23:48 Neue Ausbrüche: Lissabon führt wieder regionale Beschränkungen ein +++
Die portugiesische Regierung führt wegen mehrerer neuer Infektionsherde wieder Beschränkungen in der Hauptstadt Lissabon ein. Wie Portugals Ministerpräsident Antonio Costa mitteilt, sind in Lissabon ab Dienstag wieder Versammlungen von mehr als zehn Personen verboten. Cafés und Geschäfte müssen um 20 Uhr schließen.

In Portugal wurden örtlichen Medienberichten zufolge wurden zwischen dem 21. Mai und dem 21. Juni mehr als 9000 neue Infektionen registriert, die meisten davon in Lissabon und angrenzenden Regionen. Insgesamt haben die portugiesischen Behörden bisher mehr als 39.000 Infektionen und mehr als 1500 Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 registriert.

+++ 23:11 Niedrigste Zahl an neuen Todesfällen in Großbritannien seit März +++
Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle in Großbritannien ist derzeit so niedrig wie seit Mitte März nicht mehr. Das geht aus einer Mitteilung des britischen Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden in den 24 Stunden bis Sonntagabend 15 Sterbefälle von mit dem Coronavirus infizierten Menschen verzeichnet. Auch die Zahl der Neuinfizierten liegt seit Monaten erstmals unter 1000. Für Dienstag wird erwartet, dass Premierminister Boris Johnson weitere Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in England ankündigt. Medienberichten zufolge soll der Mindestabstand von zwei Metern reduziert werden.

+++ 22:36 GroKo: Überwindung Corona-Pandemie Schwerpunkt EU-Präsidentschaft +++
Die Bundesregierung will sich in der am 1. Juli beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft ganz der Überwindung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen widmen. Die Pandemie sei eine "schicksalshafte Herausforderung", heißt es in einem knappen Beschluss der Spitzen von CDU, CSU und SPD. "Leitgedanken" der deutschen Ratspräsidentschaft seien eine dauerhafte Überwindung der COVID-19-Pandemie und die wirtschaftliche Erholung. Europa müsse stärker, innovativer, gerechter und nachhaltiger werden, heißt es in dem Beschluss weiter. Die Stimmung der Beratungen sei "gut" gewesen, hieß es aus Teilnehmerkreisen.

+++ 22:07 Saudi-Arabien schränkt Mekka-Wallfahrt ein +++
Die Mekka-Wallfahrt Hadsch wird in diesem Jahr nur eingeschränkt stattfinden. Sie werde in diesem Jahr einer sehr begrenzten Zahl von Bürgern und in Saudi-Arabien lebenden Ausländern aller Nationen offenstehen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur. Hintergrund seien die weltweite Zunahme der Covid-19-Fälle, das Fehlen eines Impfstoffes und die Schwierigkeit, einen ausreichenden Abstand bei einer großen Zahl von Pilgern aus dem Ausland zu gewährleisten. Saudi-Arabien hatte Ende März Muslime aufgerufen, ihre Pläne für eine Wallfahrt zurückzustellen. Zu der Pilgerfahrt reisen jährlich etwa 2,5 Millionen Menschen in das Königreich.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, mau/bad/dpa/rts/AFP/sid

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