Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:39 G20-Finanzminister lassen Corona-Konjunkturhilfen weiterlaufen +++

Die Finanzminister der G20-Staatengruppe wollen an den angesichts der Corona-Pandemie beschlossenen Konjunkturhilfen festzuhalten. "Wir werden die Erholung weiterhin unterstützen und jedes verfrühte Zurückziehen von Unterstützungsmaßnahmen vermeiden", erklärten die Finanzminister und Zentralbankchefs der 20 großen Industrie- und Schwellenländer in Washington. Zwar habe sich die weltweite Erholung von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie in den vergangenen Monaten in einem "stabilen Tempo" fortgesetzt. Die Erholung verlaufe aber zwischen den Staaten und innerhalb von Ländern höchst unterschiedlich und sei zudem von Rückfällen etwa beim Auftreten neuer Virusvarianten bedroht.

+++ 22:30 Bundesländer melden 11.419 Neuinfektionen - Thüringen "Spitzenreiter" bei der Inzidenz +++
Die 16 Bundesländer melden 11.419 Neuinfektionen. Das sind 161 weniger als in der Vorwoche. Die Zahl der im Zusammenhang mit Corona Verstorbenen steigt um 78. Am vergangenen Mittwoch waren es 76. Der Sieben-Tage-Schnitt bei den Neuinfektionen beträgt aktuell 8403. Der Sieben-Tage-Schnitt der Todesfälle liegt momentan bei 62.

Die Zahl der aktiven Infektionen wird aktuell mit 129.059 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenzen in den Bundesländern nehmen völlig unterschiedliche Entwicklungen. Während der Wert in Bremen um mehr als zehn binnen eines Tages sinkt, steigt er etwa im Saarland um 5,6 und in Thüringen, dem aktuellen Hotspot Deutschlands, um 6,6.

+++ 22:07 In zwei Drittel aller bayerischen Schulen Quarantänefälle nach den Sommerferien +++
Zu Beginn des neuen Schuljahres in Bayern hat es nach Angaben des Bayerischen Philologenverbands (bpv) in zahlreichen Klassen Corona-Quarantänefälle gegeben. Wie der Verband berichtet, ergab dies eine Befragung von rund 1700 Lehrkräften an Gymnasien und Beruflichen Oberschulen. Knapp zwei Drittel der befragten bpv-Mitglieder aus ganz Bayern hätten angegeben, dass in ihren Klassen bereits Quarantänefälle unter Schülern auftraten. Dies sei eine enorme Belastung für den Schulbetrieb, der ab diesem Schuljahr wieder auf Präsenzunterricht ausgerichtet sei.

+++ 21:54 G20 beschließen globale Steuer und warnen vor Auswirkungen der Pandemie +++
Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) warnen in der Corona-Krise weiterhin vor erheblichen Risiken. Vor allem Mutationen des Virus und das sehr unterschiedliche Impftempo zwischen reichen und armen Ländern gehörten dazu, heißt es in der Abschlusserklärung des Treffens der G20-Finanzminister in Washington. Hilfen für Unternehmen und Haushalte dürften daher nicht zu früh zurückgenommen werden, um die Erholung der Wirtschaft nicht abzuwürgen. Den Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge schreitet die Konjunkturerholung zwar weiter voran, hat sich zuletzt aber leicht abgeschwächt. Die Unterschiede zwischen den Ländern seien zudem sehr groß. Wie erwartet billigten die G20-Finanzminister auch die Details der geplanten globalen Steuerreform von insgesamt 136 Ländern.

+++ 21:35 Befragung in "Nature": 15 Prozent der Wissenschaftler erhielten Todesdrohung +++
Die Virologin Sandra Ciesek weist auf Twitter auf ein Problem vieler Wissenschaftler hin, die in der Corona-Pandemie öffentlich auftreten: Sie erhalten Beleidigungen und Todesdrohungen. In einer Befragung des Magazins "Nature" hätte 15 Prozent der 300 befragten Wissenschaftler angegeben, bereits mit dem Tode bedroht worden zu sein. Aber auch Bedrohungen der Reputation seien an der Tagesordnung, so heißt es in der Befragung.

+++ 21:01 R-Wert steigt leicht auf 0,96 +++
Das Robert-Koch-Institut schätzt den sogenannten R-Wert aktuell auf 0,96. Das heißt, dass 100 infizierte Personen demnach 96 weitere mit dem Coronavirus anstecken würden. Am Vortag war der Wert mit 0,93 angegeben worden. Innerhalb der letzten 15 Tagen erreichte er am 2. Oktober mit 1,12 den Höchstwert. Liegt der Wert dauerhaft über 1, breitet sich das Virus weiter aus.

+++ 20:45 Corona-Krise als Turbo für digitalen Einzelhandel +++
Hat die Pandemie der Digitalisierung im Einzelhandel wirklich einen notwendigen Aufschub beschert? Nur bedingt, findet Karolin Junker de Neui. Im Interview mit ntv erläutert die Handelsexpertin, wie sich Unternehmen für die Zukunft wappnen sollten.

+++ 20:34 Chaos an Flughäfen - Britische Impfzertifikate zeitweise nicht abrufbar +++
Wegen vorübergehender Probleme mit dem britischen Online-Impfzertifikat sind am heutigen Mittwoch Pläne von Reisenden in Großbritannien durchkreuzt worden. Wie der Nationale Gesundheitsdienst NHS per Twitter mitteilt, waren die Online-Zertifikate per App und Webseite zeitweise nicht erreichbar. Die Nachrichtenagentur PA meldet, Reisende seien teilweise am Flughafen von den Fluggesellschaften abgewiesen worden, weil sie nicht in der Lage gewesen seien, ihren Impfstatus vorzuweisen. Später waren die Zertifikate wieder abrufbar, wie der NHS mitteilte.

+++ 20:07 Türkei bei deutlich mehr als 30.000 Neuinfektionen - Todesfälle rückläufig +++
In der Türkei steigen die Neuinfektionszahlen derzeit spürbar. Ende August lag der Sieben-Tage-Schnitt bei knapp 19.000 täglichen Fällen, aktuell liegt dieser Wert bei mehr als 30.000. Am heutigen Mittwoch melden die Behörden 31.248 Neuinfektionen. Damit dauert die dritte Pandemie-Welle in der Türkei weiter an. Die Zahl der Todesfälle sinkt derweil von einem Zenit Anfang September – allerdings auf hohem Niveau. Aktuell versterben im Sieben-Tage-Schnitt 210 Menschen täglich. Im September waren es noch 270; auf dem Höchststand im Mai waren es im Schnitt mehr als 350 Menschen.

+++ 19:45 Nur 61 Prozent geimpft - Schweiz veranstaltet nationale Impfwoche +++
Die Schweiz will die niedrige Impfquote gegen eine Corona-Infektion mit neuen Initiativen anheben. Vom 8. bis 14. November findet eine nationale Impfwoche statt, wie die Regierung in Bern mitteilt. Aktuell sind in der Schweiz bezogen auf die Gesamtbevölkerung knapp 61 Prozent vollständig geimpft. In Deutschland sind es gut 65 Prozent. Die 14-Tage-Inzidenz neu gemeldeter Infektionen liegt pro 100.000 Einwohner bei knapp 150. Zu der Impfinitiative gehören eine Informationskampagne in allen Medien sowie mehr mobile Impfstellen. Menschen, die noch unsicher sind, werden individuelle Gespräche mit geschultem Personal angeboten.

+++ 19:26 Infizierter feiert in Bayreuther Diskothek +++
In einer Diskothek im Landkreis Bayreuth hat am vergangenen Wochenende ein Gast gefeiert, bei dem inzwischen eine Corona-Infektion nachgewiesen geworden ist. Wie das Landratsamt mitteilt, sei der Mann bei seinem Aufenthalt in der Diskothek als "infektiös einzustufen" gewesen. Deshalb bitte man alle Gäste, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag ebenfalls den Club besucht haben, auf Symptome zu achten und sich selbst zu testen. Außerdem empfehle das Gesundheitsamt, die Kontakte bis in die nächste Woche hinein zu reduzieren.

+++ 19:05 Rekord bei Neuinfektionen in Lettland - Impfquote nur bei knapp 50 Prozent +++
In Lettland erreicht die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand. Die Gesundheitsbehörde in Riga vermeldet am heutigen Mittwoch 2236 positive Tests binnen eines Tages. Der bisherige Rekordwert in dem baltischen EU-Land von 1861 war am 31. Dezember 2020 erfasst worden. In den letzten 14 Tagen wurden nach offiziellen Angaben 993,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. Angesichts der erneut starken Ausbreitung des Coronavirus hat die Regierung in Riga den Notstand verhängt. Er gilt seit Montag bis zum 11. Januar. Damit verbunden sind Beschränkungen sowohl für Geimpfte als auch für Nicht-Geimpfte, durch die das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt werden. In Lettland ist nur knapp die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner vollständig gegen Corona geimpft.

+++ 18:45 Thüringer Studierende dürfen künftig zwei kostenlose Tests pro Woche machen +++
Studierende in Thüringen sollen künftig zweimal die Woche einen kostenlosen Corona-Schnelltest machen können. Die Universitäten müssten die Tests aus den Zuweisungen des Landes bezahlen und auch Testangebote vor Ort organisieren, teilt das Wissenschaftsministerium mit. Das ergebe sich aus der Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes in Verbindung mit den Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherungen. Staatliche Arbeitsschutzvorschriften seien auch auf Unfallversicherte anzuwenden, wie etwa Studierende, hieß es. Bislang hatte diese Pflicht zum Vorhalten von Tests nur für Uni-Beschäftigte gegolten.

+++ 18:28 Inzidenz in Österreich bei 143 - Salzburg negativer Spitzenreiter +++
Langsam, aber kontinuierlich klettern die Neuinfektionszahlen in Österreich. Nachdem Sie ab Mitte September sanken, in den letzten zehn Tage wieder an. Am gestrigen Dienstag wurden 2563 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 24 Stunden gemessen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich beträgt 143,9 und ist damit mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. In Oberösterreich und in Salzburg sind die Inzidenzwerte aktuell jeweils bei über 200. In der Mozartstadt stiegen sie zuletzt besonders rasant an.

+++ 18:10 Unternehmen mit Publikumsverkehr: Testpflicht im Südwesten verschärft +++
Baden-Württemberg will die Corona-Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte in Unternehmen mit Publikumsverkehr verschärfen. Mitarbeiter etwa in der Gastronomie oder in Friseursalons müssen sich künftig zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen. Geimpfte und genesene Beschäftigte müssen sich nicht testen lassen. Bisher gilt eine solche Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte mit Außenkontakt nur dann, wenn sich die Corona-Lage im Südwesten deutlich verschärft, also in der sogenannten Warn- und der Alarmstufe.

+++ 17:50 Ausweitung des Corona-Passes in Italien: Hafenarbeiter drohen mit Blockade +++
In Italien wächst vor der geplanten Ausweitung des Corona-Passes auf die Arbeitswelt ab Freitag die Sorge vor Konsequenzen für die Wirtschaft. Vor allem Beschäftigte im Güterverkehr könnten dabei zum Problem werden. Medienberichten zufolge drohen die Arbeiter im wichtigen Hafen der norditalienischen Stadt Triest mit einer Blockade, sollte die Regierung in Rom nicht die Nachweispflicht für Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Test fallen lassen. Massimiliano Fedriga, der Präsident der Region Friaul-Julisch Venetien, in der Triest liegt, warnt vor einem enormen Schaden für die Wirtschaft und ganz Italien. Ab dem 15. Oktober müssen Arbeitnehmer den sogenannten Grünen Pass vorzeigen, wenn Sie zur Arbeit kommen.

+++ 17:29 Litauen zahlt Menschen über 75 Jahre 100 Euro für Erstimpfung +++
Litauen will Senioren in der Corona-Krise mit einem finanziellen Anreiz zu einer Schutzimpfung motivieren. Das Parlament in Vilnius stimmt einer von der Regierung beschlossenen Einmalzahlung von 100 Euro für neu geimpfte Menschen über 75 Jahre zu. Begründet wird das Vorhaben mit der niedrigen Impfrate in dieser Altersgruppe. Zustehen soll die Zahlung Senioren, die bis zum 1. September keine Impfung erhalten haben und bis zum 1. Dezember vollständig geimpft werden. Auch voll geimpfte Senioren, die sich bis zum 1. April eine weitere Dosis eines zugelassenen Corona-Vakzins zur Auffrischung verabreichen lassen, soll die finanzielle Hilfe gewährt werden.

+++ 17:04 Folgt sechste Pandemie-Welle in den Niederlanden? +++
Droht den Niederlanden bereits die sechste Corona-Welle? Seit Anfang Oktober gehen die Neuinfektionszahlen in den Niederlanden steil nach oben. Am 1. Oktober wurden 1713 Neuinfektionen gemeldet, aktuell sind es 3746. Auch wenn es in der ersten Welle im Frühjahr 2020 vergleichsweise wenig Neuinfektionen in den Niederlanden gab, hat das Land mittlerweile bereits fünf Wellen erlebt und könnte nun bereits in die sechste hineingehen. Auch die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern steigt den Angaben zufolge deutlich. In den Krankenhäusern werden zurzeit 524 Covid-19-Patienten behandelt, davon 137 auf den Intensivstationen. Im ganzen Land wurde die Alarmstufe nun auf "Besorgnis erregend" erhöht. Sehr viele Infektionen werden Großstädten und in Regionen mit streng gläubigen Protestanten, dem sogenannten "Biblebelt" (Bibelgürtel), festgestellt. Viele orthodoxe Calvinisten lehnen eine Impfung ab. Etwa 68 Prozent der rund 17 Millionen Einwohner sind vollständig geimpft, darunter 83 Prozent der Erwachsenen.

+++ 16:48 Kitas im Südwesten fehlt in der Pandemie massiv das Personal +++
Fast jede Krippe und jeder Kindergarten im Südwesten hat in den vergangenen Monaten deutlich zu wenig Personal einsetzen können. Bei etwa jeder fünften Kita war der Mangel nach einer neuen Studie bisweilen sogar gravierend. "Der Personalmangel verschärft sich weiter, teilweise mit dramatischen Folgen für die Kinder und pädagogischen Fachkräfte", warnt der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung, Gerhard Brand. Nach der bundesweiten Online-Umfrage - mit über 2200 Kita-Leitungen aus Baden-Württemberg - mussten 88 Prozent der Kitas in den vergangenen zwölf Monaten zum Teil mit erheblich weniger Personal auskommen, als sie für ihre Aufsichtspflicht benötigen. Überstunden und unsichere Vorgaben in der Corona-Pandemie hätten die Belastung noch gesteigert, so Brand.

+++ 16:31 Drosten soll WHO-Beirat angehören - Studien zu künftigen Pandemien +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt den Berliner Virologen Christian Drosten als Mitglied eines wichtigen neuen Beirats vor. Der Beirat soll Richtlinien für künftige Studien über den Ursprung von Pandemien und Epidemien erarbeiten und Untersuchungen beaufsichtigen, berichtet die WHO in Genf. Sie schlägt 26 Mitglieder aus zahlreichen Ländern vor, darunter China, Russland, den USA, Sudan, Saudi-Arabien und Kambodscha. Die Mitgliedsländer können sich bis Ende Oktober zu der Liste äußern. Der Beirat ist eine Reaktion auf die von China lange verschleppte internationale Untersuchung des Ursprungs des Coronavirus.

+++ 16:17 Mann in Ostfriesland will sich digitalen Impfnachweis erschleichen +++
Um ein digitales Corona-Impfzertifikat zu bekommen, legte ein 43 Jahre alter Mann in einer Apotheke im ostfriesischen Leer einen gefälschten Impfausweis vor. Mitarbeiter der Apotheke erkannten jedoch die Fälschung und alarmierten die Polizei, wie die Beamten mitteilen. Demnach wies das vorgezeigte Dokument, das in einem Impfzentrum in Nordrhein-Westfalen ausgestellt worden sein sollte, deutliche Mängel auf. Zudem waren laut Polizei zuletzt vermehrt falsche Ausweise aus einem bestimmten Impfzentrum in NRW im Umlauf, wodurch die Angestellten der Apotheke misstrauisch wurden. Die Polizisten nahmen die Personalien des Mannes aus Groningen in den Niederlanden auf und stellten den Impfausweis sicher.

+++ 15:59 Ex-Verteidigungsminister Venezuelas stirbt an Covid-19 +++
Der frühere venezolanische Armeechef und Verteidigungsminister Raúl Isaías Baduel ist nach Angaben der Regierung Venezuelas im Gefängnis im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. "Wir bedauern den Tod von Raúl Isaias Baduel, der an einem Herz- und Atemstillstand infolge von Covid-19 gestorben ist", schreibt der venezolanische Generalstaatsanwalt Tarek William Saab auf Twitter. "Wir sprechen seinen Angehörigen und Freunden unser Beileid aus." Baduel, einstiger Vertrauter des damaligen Staatschefs Hugo Chávez, war wegen Veruntreuung, Amtsmissbrauchs und spätzer wegen Verschwörung zu Haft verurteilt worden.

+++ 15:40 Saarland: Knapp 1500 Verstöße gegen Corona-Auflagen durch Minderjährige +++
Wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen gibt es im Saarland bislang mindestens knapp 9000 Bußgeldverfahren. Das geht aus einer Antwort der saarländischen Landesregierung auf eine Anfrage des Linken-Landtagsabgeordneten Dennis Lander hervor. Im Zeitraum zwischen März 2020 und September 2021 sei nach einer Aufstellung eine Bußgeldsumme von insgesamt gut 960.000 Euro verhängt worden. Für die Verfolgung und Ahndung der Ordnungswidrigkeiten sind die Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken zuständig. Die größte Zahl der Bußgeldverfahren betrifft demnach Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Ausgangsbeschränkungen. Von den Bußgeldverfahren betreffen 1445 Minderjährige.

+++ 15:19 Urteil: Unternehmer muss Minijobberin ausgefallenen Lohn nicht zahlen +++
Geschäftsschließungen per Corona-Verordnung zur Eindämmung der Pandemie gehören nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts nicht zum allgemeinen Betriebsrisiko für Unternehmer. Diese würden damit auch nicht das Risiko für den Arbeitsausfall von Minijobbern tragen und seien nicht verpflichtet, ihnen in dieser Zeit eine Vergütung zu zahlen. Das entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Es handelt sich um den ersten Corona-Streitfall, der beim Bundesarbeitsgericht verhandelt wurde. Es sei Sache des Staates, für einen Ausgleich der finanziellen Nachteile durch den hoheitlichen Eingriff zur Bekämpfung der Pandemie zu sorgen, erklären die höchsten deutschen Arbeitsrichter. Das sei zum Teil mit dem erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld erfolgt. Bei der Klage ging es um den Anspruch einer als Verkäuferin eingesetzten Minijobberin aus Bremen auf Bezahlung während einer von den Behörden angeordneten Filialschließung im April 2020.

+++ 14:57 Zahl freier Intensivbetten schrumpft +++
Die Zahl der freien Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern sinkt weiter. 3645 Betten sind deutschlandweit aktuell nicht belegt, 162 weniger als am Vortag. Ihr Anteil beträgt 14,5 Prozent. Am Vortag lag dieser noch bei 15,2 Prozent.

Die Zahl der Corona-Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden müssen, steigt um 18 auf 1400. Mehr als die Hälfte von ihnen – 774 Corona-Intensivpatienten – werden aktuell beatmet. Das sind 6 mehr als am Vortag.

+++ 14:35 Krankenhausgesellschaft Sachsen: Überlastung droht +++
Die sächsische Krankenhausgesellschaft zeigt sich angesichts steigender Zahlen von Corona-Patienten besorgt. "Wir rufen die sächsische Bevölkerung auf, alles zu tun, um die weitere Ausbreitung des Covid-19-Infektionsgeschehens zu verhindern", sagt Geschäftsführer Stephan Helm. Zudem appelliert er an die Menschen, sich impfen zu lassen. Eine wiederholte Überlastung der Krankenhäuser und der Mitarbeiter müsse vermieden werden. "Viele arbeiten seit über einem Jahr immer wieder an der Belastungsgrenze und das den ganzen Tag mit Vollschutz." Die Krankenhausgesellschaft verweist auf die Lage vor einem Jahr, wo die Sieben-Tage-Inzidenz für Sachsen bei 22 gelegen habe und die zweite Welle eingesetzt habe. Derzeit beträgt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen laut Robert-Koch-Institut im Freistaat 85,9.

+++ 14:10 Impfquote viel höher? RKI weist Schuld von sich +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist die Verantwortung für offenbar zu niedrige, offiziell gemeldete Corona-Impfquoten in Deutschland zurück. "Das RKI kann nur die Impfdaten veröffentlichen, die ihm entsprechend übermittelt worden sind", sagt Präsident Lothar Wieler. Eine zu niedrige Erfassung stelle "keinen Fehler und kein Versäumnis des RKI dar", sondern gehe auf unterbliebene Meldungen einiger impfender Stellen zurück, heißt es. Man sei bei der Ermittlung der Impfquote auf das sogenannte Digitale Impfquotenmonitoring (DIM) angewiesen, schreibt das RKI. Die Anwendung und Zuverlässigkeit dieses Meldesystems liege "ausschließlich in der Hand der impfenden Stellen (Impfzentren, Impfteams, Krankenhäuser, Arztpraxen, Betriebsärzte)".

+++ 13:51 Gericht in Baden-Württemberg: AfD-Abgeordneter muss Corona-Testpflicht hinnehmen +++
Der ungeimpfte AfD-Landtagsabgeordnete Ruben Rupp muss nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes weiterhin Testpflichten für Nicht-Immunisierte hinnehmen. Die Mannheimer Richter hatten nach eigenen Angaben den Eilantrag des Fraktionsvize abgelehnt. Er hatte argumentiert, die Test- Vorschriften und insbesondere die ab der Alarmstufe vorgesehenen Zutrittsverbote seien rechtswidrig und schränkten seine Teilnahme am öffentlichen Leben ein. Aus Sicht des Gerichts ist das Testerfordernis rechtmäßig und weiterhin verhältnismäßig - auch nach dem Wegfall der kostenlosen Bürgertests.

+++ 13:25 Ryanair schließt Kunden wegen Streits um Pandemie-Flüge aus +++
Wegen Streits um Ticket-Rückerstattungen während der Pandemie hat Ryanair Medienberichten zufolge Passagieren den Check-in verweigert und sie erst nach Begleichung der Forderungen an Bord gelassen. Wie die "Irish Times" berichtete, sind allein in Irland Hunderte Reisende betroffen. Laut "Guardian" gibt es auch in Großbritannien mehrere Fälle. Es geht um sogenannte Chargebacks. Weil die irische Billigfluglinie ihnen Kosten für Flüge, die sie wegen der Pandemie nicht angetreten hatten, nicht erstattete, nutzten Reisende die Möglichkeit, sich das Geld über die Kreditkartenfirma zurückzuholen. Die Rückbuchungen seien laut Airline „unrechtmäßig“ erfolgt. Die Namen und Daten dieser Passagiere hat Ryanair sich offenbar gemerkt.

+++ 13:00 Gericht sieht Angriff auf Querdenker-Demo als erwiesen an: Haftstrafen für Aktivisten +++
Das Landgericht Stuttgart hat zwei linke Aktivisten wegen gefährlicher Körperverletzung von Teilnehmern einer Querdenker-Demonstration zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Kammer verhängte Haftstrafen von vier Jahren und sechs Monaten sowie fünf Jahren und sechs Monaten gegen die beiden 21- und 26-jährigen Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch in einem besonders schweren Fall. Die Jugendkammer sah es als erwiesen an, dass die Männer im Mai 2020 am Rande einer Stuttgarter Querdenker-Demo in Stuttgart zwei Männer angegriffen und so schwer verletzt haben, dass einer der Angegriffenen lebensgefährlich verletzt wurde und mehrere Wochen im Koma lag. Der Angriff war von einer Gruppe von 20 bis 40 Maskierten ausgeführt worden, zu denen nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft die beiden Angeklagten gehörten. Die Opfer hatten sich als Mitglieder des Vereins "Zentrum Automobil", der sich selbst als Gewerkschaft bezeichnet und dem rechten Spektrum zugeordnet wird, zu der Demonstration verabredet.

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Sympathisanten demonstrieren vor der Urteilsverkündung mit Fahnen und Transparenten für die Freilassung der Angeklagten.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 12:30 Spahn ruft Pflegekräfte auf, ihren "längeren Hebel" aktiv zu nutzen +++
Zu wenig Personal, kaum Geld: Die Pandemie hat die Krise im Pflegebereich nur noch deutlicher werden lassen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rief die Pflegekräfte im Rahmen des diesjährigen Deutschen Pflegetags auf, sich zusammenzuschließen, um ihre Forderungen durchzusetzen. Angesichts des Personalmangels in der Branche säßen sie am längeren Hebel, sagte Spahn: "Sie müssen Ihre Interessen durchsetzen." Er wolle sie "ermuntern vielleicht nicht gleich zum Generalstreik .... meinetwegen auch das ... aber zumindest ermuntern, ihren längeren Hebel zu nutzen".

+++ 11:55 Frankreichs Regierung will umstrittenen Corona-Pass verlängern +++
Die französische Regierung will den umstrittenen Gesundheitspass zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bis zum Sommer 2022 einsetzen können. Das Kabinett in Paris beriet über einen entsprechenden Gesetzesvorschlag. Demnach sollen zudem die Strafen für gefälschte Gesundheitspässe auf bis zu fünf Jahre Haft und 75.000 Euro angehoben werden. In Frankreich muss der Gesundheitspass für viele Veranstaltungen und an vielen öffentlichen Orten vorgelegt werden. Er weist eine vollständige Corona-Impfung, eine Genesung von Covid-19 oder einen negativen Corona-Test nach. Ursprünglich hatte der Gesundheitspass nur bis zum 15. November eingesetzt werden sollen. Nach dem Gesetzentwurf muss die Regierung dem Parlament bis spätestens Ende Februar 2022 die Gründe für eine Verlängerung des Passes darlegen.

+++ 11:31 Erstimpfungen: Bremen knackt die 80 Prozent +++
Bremen hat als erstes Bundesland bei den Erstimpfungen die 80 Prozent geschafft. Auch bei den Zweitimpfungen liegt Bremen vorn. Mehr als 70 Prozent bei den Komplettimpfungen schaffen bisher nur auch das Saarland und Schleswig-Holstein. Hamburg ist mit 69,8 Prozent aber fast an dieser Marke dran. Die niedrigsten Impfquoten verzeichnen Brandenburg, Thüringen und Sachsen.

+++ 11:05 Mindestens 65,4 Prozent der Deutschen sind vollständig geimpft +++
Im Laufe des Vortages wurden laut RKI-Zahlen insgesamt 170.011 Impfdosen verabreicht. Davon entfielen 46.980 Impfdosen auf Erstimpfungen und 75.039 auf Zweitimpfungen. Die durchschnittliche tägliche Impfleistung stabilisiert sich bei etwa 130.000 Impfungen pro Tag. Davon sind rund 30.000 "Booster"-Impfungen. Aktuell sind 68,6 Prozent der Einwohner in Deutschland mindestens einmal geimpft. Das entspricht rund 57,074 Millionen Menschen. Mindestens 65,4 Prozent (54,396 Millionen) der Deutschen sind vollständig geimpft. Unter der Bevölkerung im impffähigen Alter (älter als 12 Jahre) beträgt der Anteil 73,5 Prozent.

31,4 Prozent der Bevölkerung sind laut RKI-Impfquotenmonitoring noch ungeimpft.

+++ 10:29 Kyffhäuserkreis registriert Inzidenz von mehr als 880 unter Kindern +++
Der Thüringer Hotspot Kyffhäuserkreis weist laut RKI-Zahlen unter den Kindern (0 bis 14 Jahre) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 882,8 auf. Damit spitzt sich die Lage vor Ort in dieser Altersgruppe weiter zu – denn am Vortag lag der Wert bei 871,4. Außer in der Altersgruppe 80+ hat der bundesweite Hotspot Berchtesgadener Land das größte Fallaufkommen bei jungen Erwachsenen (15 bis 34 Jahre) und Erwachsenen (35 bis 59).

+++ 09:59 Ciesek kritisiert Hospitalisierungsinzidenz "als Maß aller Dinge" +++
Die Virologin Sandra Ciesek übte im NDR-Podcast "Coronavirus-Update" Kritik an der sogenannten Hospitalisierungsinzidenz (Covid-19-Neuaufnahmen in Kliniken binnen sieben Tagen) "als Maß aller Dinge". Laut der Leiterin der Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt bildet der Indikator die tatsächliche Belastung in vielerlei Hinsicht ungenau ab. Sie sprach sich etwa dafür aus, sich die Lage der Universitätskliniken genauer anzuschauen, da diese die Covid-19-Patienten vorrangig behandelten. Auch innerhalb einzelner Krankenhäuser seien Abteilungen unterschiedlich stark belastet. Die weitere Entwicklung der Pandemie in Deutschland sei momentan schwierig zu bewerten. Es sei aber schon öfter zu beobachten gewesen, dass die Infektionszahlen nach den Schulferien wieder steigen.

+++ 09:19 Mehrere Thüringer Fraktionen gegen 2G als Pflicht +++
Thüringen hat bundesweit eine der höchsten Corona-Inzidenzen und zugleich eine relativ geringe Impfquote. Linken-Gesundheitsministerin Heike Werner schloss bei einer Überlastung des Gesundheitssystems eine 2G-Pflicht (geimpft und genesen) nicht aus. Mehrere Landtagsfraktionen haben sich zunächst jedoch gegen eine verpflichtende 2G-Regelung in bestimmten Bereichen ausgesprochen. "Jemand, der getestet ist, ist ja zunächst mal keine Gefahr für seine Umwelt", sagte die SPD-Gesundheitspolitikerin Cornelia Klisch. 2G könne den Impfdruck erhöhen, sie sei aber dafür, zunächst noch mehr Aufklärungsarbeit zu leisten. Der CDU-Abgeordnete Thadäus König sprach sich für eine Erweiterung des 2G-Modells auf Gaststätten und Hotels aus - als Möglichkeit, aber nicht als Pflicht.

+++ 08:46 Baden-Württemberg: Ausbruch im Pflegeheim +++
In einem Altenpflegeheim in Kippenheim in Baden-Württemberg hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Das berichtet die "Badische Zeitung" unter Berufung auf das Gesundheitsamt des Ortenaukreises und den Heimbetreiber. Es seien 26 Bewohner und ein Dutzend Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bis auf drei Menschen waren demnach alle Infizierten vollständig geimpft. "Der Großteil der erkrankten Bewohner zeigt nur milde Symptome", sagte Dirk Luft, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes, dem Blatt. Zwei nicht geimpfte Bewohner wurden demnach in einer Klinik behandelt.

+++ 08:21 Bundesweiter Hotspot liegt in Bayern +++
Vier Kreise melden eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200. Bundesweit liegt dieser Wert laut RKI bei 65,4 und gibt dabei leicht nach im Vergleich zum Vortag. Wie am Vortag registriert das Berchtesgadener Land mit 264,3 erneut den höchsten Wert an gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Bremerhaven, Rosenheim und Traunstein liegen ebenfalls deutlich über der 200er-Marke. Der Kyffhäuserkreis in Thüringen sowie Straubing-Bogen in Bayern liegen bereits gefährlich nahe an der 200er-Inzidenz. Bundesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen wieder über 100. Die niedrigste Inzidenz verzeichnet derzeit Schleswig-Flensburg mit 12,3.

+++ 07:44 China will Hunderttausend Proben aus Blutbank von Wuhan analysieren +++
Wo hat die weltweite Corona-Pandemie ihren Ursprung? Dazu gibt es Indizien, doch vieles liegt noch im Dunklen. Bekannt ist, dass Covid-19 zum ersten Mal in der chinesischen Stadt Wuhan offiziell nachgewiesen wurde. Laut einem CNN-Bericht bereitet sich China nun vor, mehrere Hunderttausend Blutproben aus Wuhan zu analysieren. Der US-Sender beruft sich dabei auf eine nicht namentlich angegebene chinesische offizielle Quelle. Konkret soll es um 200.000 Proben gehen, darunter seien auch Proben aus den letzten Monaten des Jahres 2019. Proben aus diesem Zeitraum könnten der WHO zufolge, wichtige Informationen zum Virusursprung liefern. Wie CNN weiter berichtet, müssten diese Proben für zwei Jahre verwahrt bleiben, damit sie bei etwaigen Rechtsstreits als Beweismittel genutzt werden könnten. Diese Frist laufe bald ab.

+++ 06:55 "Kein Hort von Impfskeptikern": Theologe für 3G-Regel bei Gottesdiensten +++
Der evangelische Theologe Thies Gundlach hat sich dafür ausgesprochen, in Gottesdiensten zukünftig nur Geimpfte sowie Genesene und negativ Getestete zuzulassen. "Ich wäre sehr dafür, dass wir mindestens 3G machen. Mit Blick auf Konzerte und Veranstaltungen wird das auch so sein. Bei den Gottesdiensten ist die Diskussion etwas diffiziler", sagte der scheidende theologische Vizepräsident des Kirchenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dem Evangelischen Pressedienst. "Ich finde aber, wir sollten die gesellschaftlichen Impfbemühungen nicht unterlaufen", betonte Gundlach: "Die Kirche sollte nicht zum Hort von Impfskeptikern werden, weil wir denken, dass ein Gottesdienst in jedem Fall zugänglich sein sollte."

+++ 06:03 Boeing führt Impfpflicht für rund 125.000 US-Mitarbeiter ein +++
Der US-Flugzeugbauer Boeing führt im Rahmen einer von US-Präsident Joe Biden erlassenen Anordnung für Auftragnehmer von US-Bundesbehörden eine Impfpflicht ein. "Bis zum 8. Dezember müssen die rund 125.000 US-Mitarbeiter entweder einen Impfnachweis vorlegen oder infolge einer Behinderung oder einer aufrichtigen religiösen Überzeugung anerkannte, zumutbare Schutzmaßnahmen treffen", teilt Boeing mit. Auch die US-Fluggesellschaften American Airlines, Southwest Airlines, JetBlue Airways und Alaska Airlines sowie der Flugzeugteilehersteller Spirit AeroSystems erklären, dass sie sich an die von Biden vorgeschriebene Frist halten werden.

+++ 05:07 RKI meldet 11.903 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11.903 Neuinfektionen gemeldet, 356 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt leicht auf 65,4 von 65,8 am Vortag. 92 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Vor einer Woche waren es 76 Todesfälle gewesen.

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+++ 04:35 USA öffnen Grenzen zu Nachbarländern +++
Die USA öffnen ihre Grenzen zu den Nachbarländern wieder. Ab Anfang November werden nach 19 Monaten die Beschränkung für geimpfte Reisende aus Kanada aufgehoben. Auch die Grenze zu Mexiko werde dann für vollständig Geimpfte geöffnet, erklärt das Büro der demokratischen Senatorin Kirsten Gillibrand.

+++ 03:23 Lage auf Intensivstationen nicht entspannt, aber stabil +++
Die Kapazitäten für freie Betten auf den Intensivstationen sind nach Angaben der Intensivmediziner derzeit relativ stabil. "Im Moment sind wir in einer Plateau-Phase, wir stagnieren bei etwa 1300 Covid-Intensivpatienten. Die Lage ist unter Kontrolle", sagt Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Von einer Entspannung sei aber keineswegs zu sprechen. Weiterhin sei Covid-19 aber für die Intensivmedizin eine "große Belastung", die Lage auf den Intensivstationen werde inzwischen aber "nicht mehr immer und zuallererst von Corona bestimmt." Es gebe im Schnitt zwei freie Intensivbetten pro Standort.

+++ 01:23 Drosten hält Podcast-Projekt im Kern für erledigt +++
Der NDR-Podcast "Coronavirus-Update" mit Christian Drosten und Sandra Ciesek soll nach 100 Folgen in den kommenden Wochen mit kürzeren Folgen als zuletzt fortgesetzt werden. Im Kern halte er sein Projekt der wissenschaftlichen Informationsvermittlung auf diesem Weg für erledigt, seit Impfstoffe breit verfügbar seien, sagte Drosten. Die Wissenschaft habe geliefert. "Das Ganze ist jetzt Aufgabe der Politik." Von Februar 2020 an hatte Drosten in dem mehrfach ausgezeichneten Format über Erkenntnisse zu Sars-CoV-2 informiert, anfangs täglich. Mittlerweile erscheint der Podcast in der Regel im Zwei-Wochen-Takt.

+++ 00:01 Geimpfte Covid-Patienten auf Intensivstationen fast immer mit Vorerkrankungen +++
Die meisten Menschen, die trotz Impfung mit Covid-19 auf der Intensivstation liegen, sind ältere Patienten, deren Impfung schon länger zurückliegt. "Diese Menschen leiden in aller Regel zudem unter schweren chronischen Krankheiten", sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die allermeisten Patienten, die wir behandeln - das wissen wir aus den Gesprächen mit vielen Kollegen großer deutscher Intensivstationen - sind gar nicht oder nicht vollständig geimpft", betonte Marx. Nach Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums sind inzwischen etwa zehn Prozent der Intensivpatienten geimpft – eine logische Entwicklung, da auch der Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung zunimmt.

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+++ 22:16 G20 wollen sich für faire Impfstoff-Verteilung einsetzen +++
Die G20-Staaten wollen sich für eine "gerechte" Verteilung von Corona-Impfstoffen einsetzen. Dafür sollen Exportbeschränkungen aufgehoben werden, wie die G20-Handelsminister in ihrer Abschlusserklärung nach einem Treffen im italienischen Sorrent festhielten. Die Erklärung sei ein Zeichen für die "Wiederbelebung des Multilateralismus", sagte Italiens Außenminister Luigi Di Maio, dessen Land den G20-Vorsitz innehat. "Wir müssen dafür sorgen, dass mehr Impfstoffe in Umlauf gebracht werden und dass es Produktionsstätten in den Entwicklungsländern gibt", sagte der französische Außenhandelsminister Franck Riester am Rande des Treffens. Dafür müssten Ausnahmeregelungen in Bezug auf geistige Eigentumsrechte durchgesetzt werden, "um die Herstellung von Impfstoffen überall auf der Welt zu ermöglichen". Mehr als sechs Milliarden Impfstoffdosen wurden weltweit verabreicht, aber nur 1,4 Prozent der Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen sind vollständig geimpft. Im Vergleich dazu erhielten 58 Prozent der Menschen in reichen Ländern den Wirkstoff.

+++ 21:33 Bundesländer melden 8057 Neuinfektionen +++
Die Landesbehörden haben im Laufe des Dienstags 8057 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche ist die Zahl der registrierten Ansteckungen damit um 670 Fälle gestiegen (9,1 Prozent). Vor einer Woche waren es 7387 Neuinfektionen. Als aktuell infiziert gelten momentan 128.161 Menschen in Deutschland.

Zudem wurden 90 neue Todesfälle registriert. Insgesamt sind somit seit Beginn der Pandemie 94.317 Menschen in Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Die Zahl labortechnisch bestätigter Ansteckungen steigt auf 4.323.219. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind 4.100.741 Menschen inzwischen wieder genesen.

+++ 21:16 Sieben-Tage-Inzidenz in neun Bundesländern gesunken +++
In neun Bundesländern ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gesunken. Schleswig-Holstein verzeichnet momentan mit 25,5 den niedrigsten Wert. Thüringen (97,0) und Bremen (96,1) weisen die höchsten Inzidenzen auf, wobei das kleinste Bundesland einen Rückgang um 0,89 verzeichnet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bildet das Infektionsgeschehen der vergangenen sieben Tage ab. Liegt sie etwa bei 0, bedeutet das, dass in der vergangenen Woche kein einziger neuer Fall registriert wurde. Liegt sie bei 100, kam es durchschnittlich zu 100 Infektionen pro Tag.

+++ 21:00 RKI gibt R-Wert mit 0,93 an +++
Das Infektionsgeschehen flaut zurzeit wieder ab: Die Ansteckungsrate wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,93 angegeben (Vortag: 0,98).

Der R-Wert oder auch Reproduktionsfaktor gibt einen Hinweis auf die Dynamik im Infektionsgeschehen: Liegt der Wert über 1, gibt es einen exponentiellen Anstieg der Fallzahlen, liegt er darunter, flaut das Infektionsgeschehen ab. Es handelt sich bei den Angaben allerdings um Schätzungen, die vom RKI nachträglich korrigiert werden, sobald neuere Daten vorliegen.

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Quelle: ysc/ino/dpa/AFP/rts

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