Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:39 Iren müssen ab Mitternacht zu Hause bleiben +++

Auch Irland schränkt die Bewegungsfreiheit seiner Bürger ein. Von Mitternacht an müssten alle zu Hause bleiben, sagt Ministerpräsident Leo Varadkar. Ausnahmen gelten nur für diejenigen, deren Arbeit unerlässlich ist, für Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Sozialfürsorge. Nur zum Einkaufen von Lebensmitteln, zu kurzen sportlichen Betätigungen und zwingend erforderlichen Familienbesuche darf die Wohnung verlassen werden. Alle Zusammenkünfte im Freien sind außerhalb der Familie untersagt. Der öffentliche Personenverkehr darf nur noch von Beschäftigten genutzt werden, deren Arbeit unerlässlich ist. Die Maßnahmen gelten bis zum 12. April. In Irland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle seit gestern von 1819 auf 2121 gestiegen, insgesamt gibt es 22 Virus-Tote.

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Der Eiffelturm wird dieser Tage besonders beleuchtet.

(Foto: imago images/PanoramiC)

+++ 22:58 Eiffelturm dankt mit "Merci" +++
Aus Solidarität mit den Helferinnen und Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist der Eiffelturm in Paris am Abend erstmals mit besonderem Licht und dem Schriftzug "Merci" (Danke) erstrahlt. Künftig soll immer um 20 Uhr das Wort "Merci" an das Pariser Wahrzeichen projiziert werden, teilte die Stadt Paris am Freitag mit. Von 20.30 bis 23.00 wird der Turm die Pariserinnen und Pariser daran erinnern, zu Hause zu bleiben. Abwechselnd sollen auf dem Turm die Worte "Restez chez vous" und "Stay at Home" (Bleibt zu Hause) zu lesen sein. Zuletzt hatte der Eiffelturm aus Dank für das Krankenhauspersonal abends schon länger geglitzert als gewöhnlich.

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+++ 22:25 Tirol droht Sammelklage im Ischgl-Skandal +++
Rund 400 Skifahrer könnten sich einer Sammelklage gegen die Tiroler Behörden wegen einer zu späten Reaktion auf den Beginn der Coronavirus-Epidemie anschließen. Der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) teilte mit, bereits zwei Tage nach einem entsprechenden Aufruf hätten sich rund 400 Menschen gemeldet, mehr als 350 davon Deutsche. Die meisten hätten in Ischgl und im Paznauntal Urlaub gemacht.

Der Verband hatte zuvor Anzeige gegen den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Bürgermeister, Seilbahngesellschaften und weitere Behördenvertreter erstattet. Zugleich startete er einen europaweiten Aufruf an mögliche Betroffene, die davon ausgehen, dass sie sich beim Ski-Urlaub in Tirol mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben.

+++ 22:05 USA überspringen 100.000er Marke +++
In den USA sind 100.040 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist nach Reuters-Daten weiterhin weltweit die höchste Infektionszahl. In China, wo die Pandemie ihren Anfang nahm, wurden nach offiziellen Angaben 81.340 Infektionen bestätigt, in Italien sind es 86.498. Kurz zuvor unterzeichnete US-Präsident Donald Trump das 2,2 Billionen Dollar schwere Hilfspaket gegen die Corona-Krise.

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt am Main.

(Foto: imago images/Dirk Sattler)

+++ 21:53 EZB rät Banken zum Dividenden-Verzicht +++ Die Europäische Zentralbank hat die Banken im Euroraum gebeten, während der Corona-Pandemie keine Dividenden an ihre Aktionäre zu zahlen. Die Empfehlung gelte mindestens bis zum 1. Oktober 2020 und betreffe Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020, teilte die Notenbank am Freitag mit. In diesem Zeitraum sollten die Kreditinstitute auch keine eigenen Aktien zurückkaufen. Ziel der Empfehlung sei es, die Fähigkeit der Banken zu stärken, Verluste zu verkraften sowie die Kreditvergabe an private Haushalte und an Unternehmen zu unterstützen. Der Bundesverband deutscher Banken nannte die EZB-Empfehlung in der aktuellen Krisensituation "vertretbar".

+++ 21:35 Trump aktiviert Kriegswirtschaftsgesetz gegen GM +++
US-Präsident Donald Trump hat in der Coronavirus-Krise ein Kriegswirtschaftsgesetz aktiviert, um den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. General Motors (GM) habe "Zeit verschwendet", erklärte Trump. Er setze deswegen den sogenannten "Defence Production Act" ein, mit dem Unternehmen zur Herstellung gewisser Güter verpflichtet werden können. Zuvor hatte Trump das Unternehmen auf Twitter wüst beschimpft.

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Freiwillige Quarantäne, sonst wird es strikter: Erdogan wendet sich an alle Türken.

(Foto: AP)

+++ 21:15 Erdogan schickt alle Türken in Quarantäne +++
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ruft seine mehr als 80 Millionen Landsleute auf, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben. Die Menschen sollten ihre Häuser nicht verlassen, es sei denn zum Einkauf dringend benötigter Dinge. Sie sollten sich an die Auflagen halten, wenn sie striktere Maßnahmen vermeiden wollten. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus würden zudem alle internationalen Flüge gestrichen, kündigt Erdogan an. Alle 30 Großstädte im Land würden Pandemie-Räte einrichten, um notfalls weitere Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen.

+++ 21:05 Bolsonaro ändert Krisenkurs +++

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Jetzt doch die Krise ernst nehmen: Brasiliens Präsident Bolsonaro.

(Foto: REUTERS)

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat Milliardenhilfen für von der Corona-Krise betroffene kleine und mittelständische Unternehmen angekündigt. Seine Regierung werde 40 Milliarden Real, umgerechnet sieben Milliarden Euro für solche Betriebe zur Verfügung stellen, sagte Bolsonaro bei einer Konferenz mit dem Chef der brasilianischen Notenbank. Bolsonaro war in dieser Woche landesweit in die Kritik geraten, weil er die von Gouverneuren mehrerer Bundesstaaten verhängten Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus in Zweifel gezogen hatte. Der Staatschef warf den Gouverneuren vor, Brasilien in den Ruin zu treiben und "soziales Chaos" zu verursachen.

+++ 20:45 LKA warnt Firmen vor falschen Soforthilfeanträgen +++
Cyberkriminelle Umtriebe im Gefolge der Corona-Epidemie nennt das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg "besonders abscheulich": Die Behörde warnt Unternehmen im Südwesten vor Betrügern im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen. Im Internet seien Seiten aufgetaucht, auf denen in Bedrängnis geratene Unternehmen aufgefordert würden, ein vermeintliches Formular dafür auszufüllen und hochzuladen, teilte das LKA mit. Die Firmen seien teils gezielt telefonisch kontaktiert und auf die Internetseiten hingewiesen worden. Dabei habe sich der Anrufer als Angehöriger der offiziellen Stellen zur Abwicklung der Soforthilfe ausgegeben. Die Polizei warnte davor, persönliche und Unternehmensdaten auf solchen Fake-Seiten im Internet preiszugeben. Stattdessen sollten Unternehmen für die Anträge auf Soforthilfe ausschließlich die Internetseiten von offiziellen Landesstellen - wie etwa Ministerien und Landesförderbanken mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammern - nutzen.

+++ 20:31 Italiens Staatspräsident klagt Europas Solidarität ein +++
Italiens Präsident Sergio Mattarella ruft die Europäer zu neuen Initiativen gegen die Bedrohung durch das Coronavirus auf. Die Europäische Union müsse reagieren, bevor es zu spät sei, sagt der Präsident in einer seiner seltenen Fernsehansprachen an die Bevölkerung. Neue Initiativen seien unerlässlich. Alte Wege des Denkens, die angesichts des dramatischen Zustands des Kontinents den Bezug zur Realität verloren hätten, müssten überwunden werden. "Ich hoffe, dass jeder die Schwere der Bedrohung Europas vollkommen begreift, bevor es zu spät ist."

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In Panama gestrandet: Vier Menschen sind an Bord der "Zaandam" gestorben.

(Foto: AP)

+++ 20:15 Vier Tote auf gestrandetem Kreuzfahrtschiff +++ Auf einem vor der Küste Panamas gestrandeten Kreuzfahrtschiff mit mehreren Coronavirus-Verdachtsfällen an Bord sind vier ältere Passagiere gestorben, teilte die niederländische Reederei Holland America Line mit. Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus hatten mehrere südamerikanische Staaten der "Zaandam" die Einfahrt in einen Hafen verwehrt. Seit Tagen liegt das Schiff deshalb vor der Küste Panamas vor Anker. Das Kreuzfahrtschiff war am 7. März in Buenos Aires gestartet. Ursprünglich sollte die Kreuzfahrt in der chilenischen Stadt San Antontio enden. Weil sich entlang der Route kein Hafen zum Anlegen fand, musste die Besatzung ihren Kurs jedoch kurzfristig ändern.

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Bevor er sein Café im Zentrum von Helsinki zusperrte, hat der Wirt dem Virus noch eine Nachricht hinterlassen.

(Foto: imago images/Lehtikuva)

+++ 19:57 Helsinki wird völlig abgeriegelt +++
In Finnland beginnen Polizei und Armee damit, die Straßen nach Helsinki zu sperren. Die Hauptstadt und die sie umgebende Region Uusimaa, das Epizentrum der Coronavirus-Epidemie im Land, sollen von Mitternacht an abgeriegelt werden. Die Regierung hat bereits am Mittwoch beschlossen, Uusimaa bis 19. April zu blockieren. Allerdings muss dem das Parlament zustimmen, das noch berät. Menschen sollen durch die Blockade am Reisen gehindert und eine Verbreitung des Virus vermieden werden. Reisen von und nach Uusimaa sollen verboten werden.

+++ 19:45 Merkel telefoniert mit Trump +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit US-Präsident Trump telefoniert. Schwerpunkt des Gesprächs sei der Austausch zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie gewesen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Abend mit. Beide hätten vereinbart, hierzu im engen Kontakt zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu nutzen. Trump telefonierte auch mit dem britischen Premierminister Boris Johnson, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. "Der Präsident dankte dem Premierminister für seine enge Freundschaft und wünschte ihm eine schnelle Genesung", erklärte das Weiße Haus. Trump und Johnson hätten eine enge Zusammenarbeit vereinbart, um die Coronavirus-Pandemie zu "besiegen" und die Weltwirtschaft anzukurbeln.

Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt.

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Sieht die Bundeswehr nicht als Instrument der Bürger-Kontrolle: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 19:31 AKK: Bundeswehr wird keinesfalls Ausgehverbote durchsetzen +++ Soldaten, um die Corona-Maßnahmen in Deutschland überwachen? Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist strikt dagegen. Die Bundeswehr werde nicht zum Einsatz kommen, um Ausgehverbote in Deutschland durchzusetzen. Das sehe sie nicht als Auftrag der Bundeswehr, auch die Rechtslage lasse das nicht zu, sagte die CDU-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und fügte hinzu: "Der Generalinspekteur hat ja auch sehr deutlich gesagt, dass es nicht denkbar ist in Deutschland, dass die Bundeswehr Corona-Partys auflöst."

Im Ausland habe die Bundeswehr bereits Einsätze ausgedünnt, zum Beispiel im Irak. "Aber wir haben auch Verpflichtungen, unsere Verbündeten verlassen sich auf uns. Und darüber hinaus sehen wir etwa in Mali, dass sich Terroristen von Corona nicht aufhalten lassen. Der Kampf dort geht weiter, und wir sind weiter gefordert", sagte die Verteidigungsministerin.

+++ 19:11 "Tiefe Finsternis": Papst predigt vor leerem Petersplatz +++

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Ganz allein auf dem Petersplatz: Der Papst spendet den Sondersegen "Urbi et Orbi".

(Foto: picture alliance/dpa)

Papst Franziskus hat im Zuge der Corona-Pandemie in einer einmaligen Geste den Sondersegen "Urbi et Orbi" gespendet und die Menschen zu mehr Zusammenhalt in der Krise aufgerufen. "Tiefe Finsternis hat sich auf unsere Plätze, Straßen und Städte gelegt. Sie hat sich unseres Lebens bemächtigt und alles mit einer ohrenbetäubenden Stille und einer trostlosen Leere erfüllt, die alles im Vorbeigehen lähmt", sagte der Pontifex vor dem menschenleeren Petersplatz in Rom. "Uns wurde klar, dass wir alle im selben Boot sitzen, alle schwach und orientierungslos sind, aber zugleich wichtig und notwendig, denn alle sind wir dazu aufgerufen, gemeinsam zu rudern."

Der Segen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis) ist der wichtigste der katholischen Kirche und wird eigentlich nur zu Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl gesprochen. Damit ist eine Generalabsolution, also der Straferlass bei Sünden, verbunden. Angesichts der Corona-Krise entschied sich der Papst zu dem historischen Ereignis. Dabei stand der 83-jährige Franziskus alleine vor den Stufen des Petersdoms, Regen fiel über Rom. Nur sein Zeremonienmeister war dabei. Der Petersplatz ist im Zuge der allgemeinen Ausgangssperre in Italien gesperrt. Für die Zeremonie wurde auch ein Pestkreuz geholt. Es war während der Pest 1522 durch Rom getragen worden.

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Abschiebungen sollen laut Bundesinnenministerium auch in Zeiten der Pandemie weitergehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 18:55 Pro Asyl fordert Abschiebestopp - Bund dagegen +++ Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl fordert einen generellen Abschiebungsstopp wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus. Betroffene müssen davor geschützt werden, in Länder mit schlechten Gesundheitssystemen abgeschoben zu werden, in denen die Auswirkungen von Corona katastrophal werden können oder bereits sind, hieß es in einer Mitteilung der Organisation. Konkret bezog sich Pro Asyl auf eine in der kommenden Woche bevorstehende Abschiebung zweier Frauen in den Iran. Der Iran gilt als eines der weltweit größten Risikogebiete der Coronavirus-Pandemie. Beide Frauen sind den Angaben zufolge in der Abschiebeeinrichtung im Transitbereich des Frankfurter Flughafens, nachdem ihr Asylantrag im Flughafenverfahren abgelehnt worden war. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums soll es wegen der Corona-Pandemie keinen generellen Abschiebestopp geben.

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Die Bundesregierung greift Tui unter die Arme.

(Foto: imago images/localpic)

+++ 18:45 Tui bekommt Milliarden-Hilfe vom Staat +++
Der Reisekonzern Tui soll im Kampf gegen den Einbruch seines Geschäfts wegen der Corona-Pandemie staatliche Hilfskredite über 1,8 Milliarden Euro bekommen. Man habe nach der Beantragung nun eine entsprechende Zusage der Bundesregierung erhalten, teilte das Unternehmen mit. Das Darlehen laufe über die Förderbank KfW. Mit dem Geld soll eine weitere Kreditlinie des Konzerns im Wert von 1,75 Milliarden Euro aufgestockt werden.

+++ 18:32 Hohe Geldstrafen: Bayern erlässt Bußgeldkatalog +++
Bei einem Verstoß gegen die wegen der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen droht in Bayern im Regelfall eine Geldbuße von 150 Euro. Wer unerlaubt ein Krankenhaus oder Pflegeheim betritt, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Laden- oder Restaurantbesitzern, die unerlaubterweise öffnen, droht eine Geldbuße von 5000 Euro. Das geht aus einem Bußgeldkatalog hervor, den das bayerische Gesundheitsministerium nun erlassen hat. Die Polizei werde Kontrollen der bayerischen weitgehenden Ausgangssperren verstärken, hieß es. Am Dienstag hatte bereits Nordrhein-Westfalen Bußgeld-Regeln für Verstöße gegen Maßnahmen in der Corona-Krise erlassen.

+++ 18:16 Katze in Belgien mit Coronavirus infiziert +++

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Die belgischen Behörden gehen von einem Einzelfall aus. Doch die positiv getestete Katze hatte sogar Symptome. (Symbolbild)

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

In Belgien ist eine Katze positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Es handele sich um einen Einzelfall, der "bei engem Kontakt zwischen dem Tier und einem (infizierten) Menschen" auftreten kann, sagte ein Behördensprecher in Brüssel. Demnach hatten Wissenschaftler der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Lüttich das Haustier eines Corona-Kranken untersucht. Das Virus könne in seltenen Fällen von Menschen auf Tiere übertragen werden, sagte der für die Corona-Krise zuständige Behördensprecher weiter. Es gebe aber keinen Grund zu der Annahme, dass dies ein wichtiger Faktor in der Ausbreitung der Epidemie sei. "Bisher gibt es keinen Beweis dafür, dass ein Haustier das Virus auf Menschen oder an andere Haustiere übertragen kann", unterstrich auch die Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA).

In Hongkong hatten die Behörden in den vergangenen Wochen zwei Fälle gemeldet, in denen Hunde sich bei ihren Halten mit dem Virus infiziert hatten. Dort hätten die Tiere keine Symptome gezeigt, erklärte AFSCA. Die Katze in Belgien hingegen habe "vorübergehend an Atem- und Verdauungsproblemen gelitten".

+++ 18:01 Grenzen dicht: Argentinien schließt sogar eigene Bürger aus +++

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Der Verkehr in Buenos Aires steht still: Jetzt sind die Grenzen komplett dicht.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Wegen der Corona-Krise riegelt Argentinien seine Grenzen komplett ab. Bis Mittwoch dürfen selbst argentinische Staatsbürger nicht mehr in ihr Heimatland einreisen, teilte die Regierung in Buenos Aires mit. Vor knapp zwei Wochen hatte Argentinien bereits seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Laut einem Bericht der Zeitung "La Nación" wurden seitdem etwa 12.000 Argentinier aus dem Ausland heimgeholt. Weitere 10.000 sollen noch im Ausland gestrandet sein. Bislang infizierten sich in Argentinien 590 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. 14 Patienten starben.

+++ 17:47 Inzwischen mehr als 500 Tote in New York +++

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Hochbetrieb am Elmhurst Hospital Center in New York.

(Foto: AP)

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat New York ist die Zahl der Toten erneut deutlich angestiegen. Die Zahl der Todesopfer ging im Vergleich zum Vortag um 134 auf 519 hoch, sagte Gouverneur Andrew Cuomo in New York bei seiner täglichen Krisenkonferenz. Zudem verkündete er mehr als 7000 neue nachgewiesene Infektionen - die Gesamtzahl für den Staat liegt bei über 44.500. Die meisten Fälle entfallen dabei auf die Millionenmetropole New York, in der mehr als 25.000 Menschen positiv getestet wurden. Cuomo sprach in einem Konferenzzentrum, das als Notfallklinik umfunktioniert wurde.

+++ Italien meldet fast 1000 Tote an einem Tag +++

Italien hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Gesamtzahl stieg auf 9134, teilte der Zivilschutz mit.

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+++ 17:25 Frankreich verlängert Ausgangssperre +++
Wegen der Coronavirus-Pandemie verlängert Frankreich die Ausgangssperre bis zum 15. April. Das kündigte Premierminister Edouard Philippe in Paris an. Die Maßnahme war bisher bis zum 31. März befristet. "Wir stehen noch am Anfang der epidemischen Welle", sagte der Premier. Solle die Corona-Krise anhalten, könnte das Ausgehverbot nach den Worten des Regierungschefs auch noch ein weiteres Mal verlängert werden. Ausnahmen sollen auch künftig für zwingende Fahrten zur Arbeit, für das Einkaufen und Arztbesuche gelten. Mit bisher knapp 1700 Toten gehört Frankreich nach Italien und Spanien zu den am meisten betroffenen Ländern der EU.

Mehr zur Lage in Frankreich lesen Sie hier.

+++ 17:14 Trump brüllt GM auf Twitter an +++
US-Präsident Donald Trump geht mit General Motors scharf ins Gericht, weil der US-Autobauer die Zahl der Beatmungsgeräte, die er fertigen kann, verringert hat. "Wie immer bei 'diesem' General Motors, die Dinge scheinen niemals zu gelingen", schreibt Trump auf Twitter. GM habe zugesagt, sehr schnell 40.000 dringend benötigte Beatmungsgeräte zu liefern. "Jetzt sagen sie, es werden nur 6000 sein, Ende April, und sie wollen viel Geld." GM müsse sofort sein dummerweise geschlossenes Werk Lordstown in Ohio oder ein anderes Werk öffnen. "SIE MÜSSEN ANFANGEN, BEATMUNGSGERÄTE HERZUSTELLEN, JETZT!!!!!! FORD, FANGT MIT BEATMUNGSGERÄTEN AN, SCHNELL!!!!!!"

+++ 17:05 H&M fertigt Schutzmasken +++
Die schwedische Modekette H&M hat mit der Fertigung von Schutzmasken für Pflegekräfte in Krankenhäusern begonnen. Die ersten 100.000 Stück würden je zur Hälfte nach Spanien und Italien gehen, teilt der zweitgrößte Modehändler der Welt mit. Hergestellt würden die Schutzmasken in einem Werk in China, sie seien am 2. April lieferbereit.

+++ 16:45 Lombardei meldet mehr als 500 Tote in einem Tag +++
In der Lombardei sind in den vergangenen 24 Stunden 541 Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit steige dort die Gesamtzahl der Todesopfer auf 5402, sagt ein Insider. Das ist der zweitstärkste Anstieg binnen eines Tages. Bei 2409 weiteren Menschen sei das Virus nachgewiesen worden. Insgesamt seien in der Lombardei 37.298 Infektionsfälle bekannt. Da die Region die in Italien am stärksten von der Epidemie betroffene ist, steht bereits fest, dass die Infektionszahlen im ganzen Land die aus China gemeldeten überstiegen haben. China hat zuletzt 81.340 Infektionsfälle gemeldet. Die Daten für Italien werden am frühen Abend erwartet.

+++ 16:32 Sorge wegen Spahn-Großauftrag: Wer bekommt die neuen Beatmungsgeräte? +++

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Heiß begehrt: Die Dräger AG fertigt neue Beamtmungsgeräte im Auftrag der Bundesregierung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk dringt auf rasche Klarheit bei der Verteilung der Beatmungsgeräte zur Rettung von Corona-Patienten. Die ersten der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bestellten 10.000 Apparate seien jetzt fertig, sagte Firmenchef Stefan Dräger dem "Spiegel". "Die Verteilung ist aber immer noch unklar, viele Kliniken rufen uns deshalb direkt an." Bei aller Not müsse man nun darauf achten, dass die Ressourcen bestmöglich verteilt würden. Zentren, die Patienten mit akutem Lungenversagen behandelten, müssten bevorzugt werden. Es müsse verhindert werden, dass Krankenhäuser "eine Superausrüstung für wenig Geld" bekämen, mit der sie gar nicht umgehen könnten.

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+++ 16:15 Absichtlich angehustet - Strafverfahren gegen 38-Jährigen +++

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Stress an der Kasse: Supermärkte schützen ihr Personal, wie hier in Köln.

(Foto: imago images/Future Image)

Mit den Worten "Ich habe Corona" hat ein 38-Jähriger einen jungen Mann an einer Supermarktkasse in Nordrhein-Westfalen angehustet - und nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung am Hals. Der 38-Jährige sei in Brilon aggressiv aufgetreten und habe sich über eine kurzzeitig unbesetzte Kasse aufgeregt, erklärte die Polizei. Ein 24-Jähriger habe bei dem Vorfall am Donnerstag versucht, den Mann zu beruhigen. Dabei sei er dann angehustet worden. Ob der 38-Jährige tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert ist, müsse nun das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises prüfen, sagte ein Polizeisprecher.

Auch in Gütersloh wurden Menschen absichtlich angehustet. In der Fußgängerzone habe ein 52 Jahre alter Rollstuhlfahrer am Donnerstagmittag mehrere Menschen grundlos bedrängt. Die 57-Jährige, die er zuerst belästigte und anhustete, verständigte die Polizei. Für den Gütersloher zieht das ein Strafverfahren wegen Körperverletzung nach sich.

+++ 16:01 Lockerer Umgang: Schweden zieht jetzt doch die Zügel an +++

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Mal eben raus auf ein Bierchen? In Stockholm geht das noch.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schweden führt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schärfere Begrenzungen von öffentlichen Versammlungen ein. Zusammenkünfte mit mehr als 50 Teilnehmern werden verboten, gab Ministerpräsident Stefan Löfven auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekannt. Bislang lag diese Grenze bei 500 Personen. Von der neuen Maßnahme seien unter anderem Examensfeiern, Hochzeiten und Beerdigungen betroffen, fügte Sozialministerin Lena Hallengren hinzu. Laut Innenminister Mikael Damberg gilt die neue Begrenzung ab Sonntag.

Bislang geht Schweden im Gegensatz zu seinen skandinavischen Nachbarn Dänemark und Norwegen sowie dem Großteil Europas deutlich freizügiger mit den Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Krise um. Kindergärten und Grundschulen bis zur neunten Klasse sind anders als Gymnasien und Universitäten weiter offen, ebenso Restaurants, Kneipen und Cafés, die ihre Gäste aber nur noch am Tisch bedienen dürfen.

Insgesamt gibt es in Schweden bislang mehr als 3000 bestätigte Infektionsfälle. 92 Menschen sind bisher an den Folgen gestorben, wie der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Mittag sagte. Unter den Toten sind 60 Personen aus dem Raum Stockholm.

+++ 15:45 Berlin mahnt seine Bürger: Keine Park-Picknicks am Wochenende +++
Das Wochenende soll schön werden, doch das dürfe kein Grund zum Leichtsinn sein. Berlins Innensenator Andreas Geisel mahnt die Hauptstädter eindringlich, nicht die Picknickdecke einzupacken und in den Park gehen. "Nehmen Sie die Kontaktbeschränkungen ernst." Und damit es der Berliner auch wirklich versteht: "Die Polizei wird unterwegs sein." Mit Augenmaß.

+++ 15:30 Gericht: Urlauber müssen eigene Ferienwohnung räumen +++

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Norderney-Urlauber werden von der Polizei von der Insel geschickt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei rheinland-pfälzische Nordsee-Urlauber im ostfriesischen Krummhörn (Kreis Aurich) müssen nach einem Gerichtsbeschluss wegen der Corona-Pandemie ihre eigene Ferienwohnung sofort verlassen. Das Verwaltungsgericht Oldenburg wies im Eilverfahren eine Klage der Urlauber ab (Az.: 7 B 721/20). Zur Abwehr des Virus Sars-Cov-19 hat der Landkreis Aurich wie andere Kreise in Niedersachsen die Nutzung von Zweit- oder Nebenwohnungen durch Eigentümer von auswärts untersagt. Gegen den Beschluss könne aber Beschwerde beim niedersächsischen Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

Zuvor hatte der Landkreis Aurich den Zugang von den Inseln Norderney, Juist und Baltrum zum Festland eingeschränkt. Fähren dürfen von dort aus seit Montag keine Menschen mehr zum Festland befördern, die ihren ersten Wohnsitz auf einer dieser Inseln haben.

+++ 15:16 Quarantäneverstoß: Serbe muss drei Jahre ins Gefängnis +++
Das Balkanland Serbien geht angesichts der Corona-Pandemie mit drakonischen Strafen gegen Quarantäne-Sünder vor. Ein Gericht in der ostserbischen Stadt Dimitrovgrad verurteilte einen Mann wegen des Verstoßes gegen seine Quarantäneauflagen zu einer Haftstrafe von drei Jahren, wie die Webseite des staatlichen serbischen Fernsehens RTS unter Berufung auf das Justizministerium berichtete. Es ist das erste Urteil dieser Art, seitdem Serbien am 16. März wegen der Corona-Pandemie den Ausnahmezustand verhängt und das Strafrecht im Zusammenhang mit den Quarantänebestimmungen verschärft hatte. Der Prozess wurde über eine Video-Schaltung abgewickelt, da sich der Angeklagte seit seiner Festnahme am 20. März in der 25 Kilometer entfernten Kleinstadt Pirot in Untersuchungshaft befand. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bis zum Freitag waren in Serbien 458 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Bislang wurden acht Tote gemeldet.

+++ 14:55 Nach NRW überspringt auch Bayern die 10.000er-Marke +++
Als zweites Bundesland neben Nordrhein-Westfalen vermeldet Bayern mehr als 10.000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Durch 1393 gemeldete Neuinfektionen seit Donnerstag stieg die Fallzahl auf 10.180. Das Wachstum stieg prozentual leicht auf 15,9 Prozent an, nachdem die Steigerungsrate von Mittwoch zu Donnerstag noch 15,1 Prozent betragen hatte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronainfektion stieg auf 59.

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+++ 14:38 Ärzte zeigen infizierte Lunge: Massive Folgeschäden möglich +++

Was macht das Coranavirus mit einer infizierten Lunge? Scans des George Washington University Hospitals lassen Schlimmes befürchten: Die Attacke des Erregers ist so aggressiv, dass Ärzte auch nach überstandener Infektion erhebliche Folgeschäden befürchten.

+++ 14:21 Asyl-Anlaufstelle mit 848 Bewohnern unter Quarantäne +++

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Die Asyl-Anlaufstelle in Halberstadt. (Archivbild)

(Foto: picture alliance / dpa)

Knapp 850 Bewohner in Sachsen-Anhalts Zentraler Anlaufstelle für Asylbewerber stehen wegen eines Corona-Falls unter Quarantäne. Ein 27-Jähriger sei positiv getestet worden, als er nach Halle verlegt worden war, teilte eine Sprecherin des Landesverwaltungsamtes mit. „Verpflegung und Versorgung ist gesichert“, sagte eine Sprecherin. Neuzugänge, von denen es derzeit nur wenige gebe, würden an anderen Orten untergebracht. Der Landkreis Harz habe die Polizei um Amtshilfe gebeten, um die Maßnahmen umzusetzen.

+++ 14:01 Seniorenheim wird trotz elf Toten nicht evakuiert +++
Das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus, in dem bisher elf Bewohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, soll nicht evakuiert werden. Das teilten Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, mit. Die Isolierung der positiv auf das Virus getesteten Personen auf Stationen innerhalb der Einrichtung sei nach langer Abwägung aller Faktoren die medizinisch sinnvollste Lösung, hieß es. Schuchardt betonte, die Einrichtung leide derzeit vor allem an einem Mangel an Personal und Schutzkleidung. Den Angaben vom Freitag zufolge wohnen in der Einrichtung und einer Nachbareinrichtung derzeit 161 meist hochbetagte und demenzkranke Menschen.

+++ 13:51 Söder wirft von der Leyens Kommission Untätigkeit in Corona-Krise vor +++
In der dramatischen Corona-Krise wirft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder der EU-Kommission Untätigkeit vor und greift die Behörde unter Präsidentin Ursula von der Leyen scharf an. "Eigentlich wäre diese Krise jetzt die Stunde Europas und die Stunde der EU-Kommission. Aber es ist merkwürdig still in Brüssel", sagte der CSU-Chef dem "Spiegel". Von der Leyen selbst hatte zuletzt betont, was die EU-Kommission in der Krise bereits angestoßen habe, und die EU-Staaten für ihre Alleingänge kritisiert. "Wir erleben gerade eine Entsolidarisierung in Europa, die den Geist der europäischen Idee massiv gefährdet", sagte Söder. Man dürfe jetzt nicht nationalstaatlich denken, sondern müsse etwa Hilfstransporte nach Italien und Spanien europäisch organisieren.

+++ 13:20 Amtsärzte halten flächendeckende Corona-Tests für unmöglich +++
Die deutschen Amtsärzte halten Überlegungen zur drastischen Erhöhung der Zahl der Corona-Tests für unrealistisch. "Flächendeckende Corona-Tests wie in Südkorea sind in Deutschland undurchführbar", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, dem Nachrichtenportal "t-online.de". "Dafür haben wir zu wenig Personal und zu wenig Laborkapazität." Teichert beklagte in diesem Zusammenhang, der öffentliche Gesundheitsdienst sei "runtergespart" worden. Die Politik habe dabei weggesehen.

+++ 12:54 Entlastung bei Kurzarbeitergeld kostet monatlich Hunderte Millionen +++
Die beschlossene Entlastung der Wirtschaft beim Kurzarbeitergeld wird Hunderte Millionen Euro im Monat kosten. Bei 2,15 Millionen Kurzarbeitern geht die Bundesagentur für Arbeit nach "überschlägigen Berechnungen" von 630 Millionen Euro pro Monat für die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge aus, wie aus der Antwort auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Um die Betriebe mit Kurzarbeit in der Corona-Krise zu entlasten, übernimmt die Bundesagentur die Sozialversicherungsbeiträge, die der Arbeitgeber normalerweise bei Kurzarbeit weiter zahlen muss.

+++ 12:19 Zwei Drittel aller Covid-19-Todesfälle in Europa +++
Etwa jede zweite bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sowie zwei Drittel aller damit verbundenen Todesfälle gehen bislang auf Europa zurück. Wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) auf Twitter mitteilte, wurden bis Donnerstagvormittag weltweit 467.710 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen, davon 232.470 in den Ländern der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums sowie in Großbritannien. Weltweit starben demnach bis zu dem Zeitpunkt 20.947 Menschen an der Covid-19-Erkrankung, darunter 13.692 in Europa.

+++ 11:55 Macron kündigt gemeinsame Initiative mit Trump an +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Coronakrise mit den USA und anderen Ländern eine neue Initiative angekündigt. Er habe eine sehr gute Diskussion mit US-Präsident Donald Trump gehabt, schrieb Macron in der Nacht auf Twitter. "Angesichts der Krise von Covid-19 bereiten wir in den nächsten Tagen zusammen mit anderen Ländern eine neue wichtige Initiative vor."

+++ 11:32 Bundesrat beschließt einstimmig Rettungspaket +++
Der Bundesrat hat die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Hilfsmaßnahmen wegen der Corona-Krise einschließlich des Nachtragshaushaltes über 156,0 Milliarden Euro einstimmig gebilligt.

Hier lesen Sie mehr dazu.

+++ 11:25 Bundeswehr mobilisiert 15.000 Soldaten +++
Die zivilen Behörden bekommen Unterstützung von der Bundeswehr. Dazu sollen bis zu 15.000 Soldaten bereitstehen - und zwar bereits bis zum 3. April. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf ein vertrauliches Dokument. 5500 Soldaten sind demnach für "Absicherung/Schutz" vorgesehen, 6000 für die "Unterstützung der Bevölkerung". 600 Militärpolizisten werden abgestellt, ebenso wie etwa 250 Soldaten der ABC-Abwehr für Desinfektionsaufgaben. Dazu sollen sich 2500 Logistiksoldaten und 500 Lastwagen um "Lagerung, Transport, Umschlag" kümmern.

+++ 10:50 Über 45.000 Menschen in Deutschland infiziert +++
Durch die neuen Zahlen aus Nordrhein-Westfalen überspringt Deutschland die Marke von 45.000Infizierten. Das sind über 3000 neue Fälle seit dem gestrigen Abend. 274 sind an den Folgen des Virus bereits gestorben.

+++ 10:28 Antikörper-Studie soll Immunität der Deutschen feststellen +++
An Impfstoffen und Medikamenten bei einer Covid-19-Erkrankung wird eifrig geforscht, doch nun soll herausgefunden werden, wer bereits immun gegen das Coronavirus ist. Das berichtet der "Spiegel". Demnach sei eine große Studie in Vorbereitung. Das Projekt unter der Schirmherrschaft des Epidemiologen Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und in Zusammenarbeit mit dem RKI und der Berliner Charité sei aber noch nicht endgültig bewilligt. Ab April sollen 100.000 Probanden auf Antikörper gegen Covid-19-Erreger untersucht werden. So soll herausgefunden werden, wie weit sich Sars-CoV-2 in Deutschland schon verbreitet hat. Die Studie soll dann dazu beitragen, besser entscheiden zu können, wann Schulen wieder geöffnet und Großveranstaltungen durchgeführt werden.

+++ 10:07 Abiturprüfungen in NRW werden verschoben +++
Die Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen werden verschoben. Die Hauptprüfungen sollen erst am 12. Mai beginnen, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in Düsseldorf mit. Auch die "Rheinische Post" hatte berichtet.

+++ 09:54 Landes-Pflegeverband: "Dramatischer Mangel an Schutzausrüstung" +++
Die Beschaffung und Versorgung mit Schutzausrüstung/Schutzbekleidung wird von allen an der Gesundheitsversorgung Beteiligten organisiert. Die Bundesregierung hatte Unterstützung zugesagt, Gesundheitsminister Jens Spahn versprach zehn Millionen Schutzmsaken. Doch davon scheint nicht viel anzukommen. Auf einen "dramatischen Notstand" in den Einrichtungen der Langzeitpflege hat die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein im Zusammenhang mit der Corona-Krise hingewiesen. "Es fehlt an allen Ecken und Enden an geeigneter Schutzausrüstung wie Mundschutz, Einmalhandschuhen und Desinfektionsmitteln, um sich selbst, aber auch die besonders gefährdeten älteren Menschen in der ambulanten und stationären Langzeitpflege vor einer Infektion zu schützen", hieß es in einer Pressemitteilung. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfehle, bei der Versorgung vulnerabler Patientengruppen im Rahmen einer Pandemie sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch das medizinische Personal aus Aspekten des Patientenschutzes angezeigt. "Dieser Schutz ist derzeit nicht gewährleistet, wie viele verzweifelte Mails und Anrufe von Pflegediensten und -einrichtungen bei der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein belegen", sagte Pflegeberufekammer-Präsidentin Patricia Drube.

+++ 09:32 Südafrikaner missachten Ausgangssperre gleich am ersten Tag +++
Seit Mitternacht (Ortszeit) gilt für die 57 Millionen Südafrikaner eine dreiwöchige landesweite Ausgangssperre. Allerdings missachteten am Freitagmorgen viele Menschen die Anordnung und gingen wie gewohnt ihren Geschäften nach. Die ersten beiden Todesfälle wurden ebenfalls gemeldet. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf über 1000, erklärte Gesundheitsminister Zweli Mkhize. Die beiden Todesfälle wurden den Angaben zufolge aus der Provinz Westkap gemeldet.

+++ 09:06 Deutschland nähert sich Zahl von 45.000 Infizierten +++
Die neuesten Zahlen zur Entwicklung der Corona-Epidemie: Nach Berechnungen von ntv.de auf Basis von Bundesländern, Robert-Koch-Institut und eigenen Recherchen nähert sich Deutschland der Zahl von 45.000 Infizierten. 271 sind an den Folgen des Virus bereits gestorben.

+++ 08:37 Mangel an Schutzausrüstung - Krankenpfleger in New York gestorben +++
Ein Krankenpfleger in New York ist an den Folgen des Coronavirus gestorben, nachdem er wochenlang ununterbrochen in einem Krankenhaus gearbeitet hatte. Das teilte das Mount Sinai West Hospital in Manhattan mit. Mitarbeiter des Krankenhauses in der US-Metropole sind frustriert, und machen die mangelnde Schutzausrüstung für den Tod verantwortlich - teilweise wird sie aus Müllsäcken improvisiert. Mehrere Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter berichteten der Nachrichtenagentur AP über immer schlechter werdende Arbeitsbedingungen in Notaufnahmen und auf Intensivstationen, die die Pflegekräfte noch anfälliger machen. Bei begrenzten Vorräten an Gesichtsmasken, Kitteln und Schilden tragen sie den ganzen Tag die gleiche Schutzausrüstung. Ein Mangel an verfügbaren Beatmungsgeräten könnte Ärzte und Krankenschwestern bald in die quälende Lage versetzen, Prioritäten zu setzen, wer sie bekommt und wer nicht.

+++ 08:10 Lauterbach fordert Zuschlag für Pflegekräfte +++
Pflegekräfte müssen nach Ansicht des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach sofort erheblich mehr Geld bekommen. In der ZDF-Sendung "maybrit illner" forderte er einen Zuschlag von mehreren Hundert Euro. "Das ist erstens eine Anerkennung an diejenigen, die die Arbeit jetzt machen. Und damit setze ich auch einen Anreiz, dass Leute in die Pflege zurückgehen."

+++ 07:54 Hier unterstützt die Bundeswehr im Kampf gegen das Virus +++
Die Bundeswehr hat eine große Ressource - Personal. Zu den 264.000 Beschäftigten in Uniform und in Zivil kommen noch über Hunderttausende Reservistinnen und Reservisten. 28.000 hat die Bundeswehr bereits mobilisiert im Kampf gegen das Coronavirus. Sie helfen in den Krankenhäusern der Bundeswehr, im Allgemeinen unterstützen sie die zivilen Behörden. Hier können Sie mehr dazu lesen. Auf dieser Karte können Sie sehen, wo die Bundeswehr in der Corona-Krise im Einsatz ist:

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+++ 07:17 Rückholaktion für deutsche Touristen dauert noch über zwei Wochen +++
Die Rückholaktion der Bundesregierung für die wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandeten Deutschen wird mindestens noch zwei Wochen dauern. So lange werde man noch "sehr intensiv" mit der Organisation der Sonderflüge beschäftigt sein, sagte der Krisenbeauftragte des Auswärtigen Amts, Frank Hartmann. "Und dann werden Einzelfälle bleiben, die schwer zu lösen sind." Insgesamt geht es um etwa 200.000 Reisende, von denen bis Mitte der Woche schon mehr als 150.000 zurückgebracht wurden. Vor allem kleine Gruppen von versprengten Abenteuerurlaubern würden das Auswärtige Amt vor eine gigantische Aufgabe stellen.

+++ 06:52 Trump lobt Chinas Krisenmanagement +++
US-Präsident Donald Trump hat mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping telefoniert und die gute Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervorgehoben. "China ist schon weit vorangekommen und hat ein großes Verständnis des Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Großer Respekt!", schrieb Trump auf Twitter. In der zentralchinesischen Provinz Hubei war das neue Virus Sars-CoV-2 Ende vorigen Jahres zuerst aufgetreten. Inzwischen gibt es in China kaum noch Neuerkrankungen. In den USA hat deren Zahl zuletzt dagegen stark zugenommen.

+++ 06:42 Vertrauliches Dokument legt Krisenstrategie der Bundesregierung offen +++
Mit gezielten Tests und der Isolierung von Erkrankten reagiert die Bundesregierung bisher auf die Verbreitung des Coronavirus. Vorbild bei dem weiteren Verfahren soll Südkorea sein. Ein vertrauliches Strategiepapier aus dem Innenministerium, das WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" vorliegt, beschreibt verschiedene Szenarien des Pandemieverlaufs. Künftig solle die Regierung auf das Szenario "Schnelle Kontrolle" hinarbeiten. "Das Testen und Isolieren der infizierten Personen" ist darin ein Schwerpunkt, ein Fokus liegt aber auch auf "Personen mit Eigenverdacht als auch der gesamte Kreis der Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen". Bisher wurden nur Personen getestet, die Symptome oder Kontakt zu Infizierten hatten, beziehungsweise zur Risikogruppe gehören. Die Zahl der Tests würde damit rapide steigen - auf bis zu 200.000 am Tag. Über "Drive-ins"- oder Telefonzellen-Teststationen sollen die Massentests dann abgehandelt werden.

+++ 06:02 App soll Infektionsketten per Handy-App zurückverfolgen +++
Wie eine Art digitales Tagebuch könnte künftig eine freiwillige App auf den Smartphones darüber Aufschluss geben, wer sich wo bei wem angesteckt hat. Politiker der Union wollen die App möglichst bald einsetzen. Falls sich sein Besitzer mit dem Coronavirus infiziert – werden automatisch anonymisierte Hinweise an alle Menschen versendet, die in den zurückliegenden zwei Wochen mit ihm Kontakt hatten. "Jeder Einzelne könnte helfen, indem er die App herunterlädt", sagte der CSU-Politiker Michael Kuffer. Eine entsprechende Kampagne ließe sich schnell in die Tat umsetzen. Das bedeute aber nicht, dass die ursprünglichen Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn damit begraben wären. Das Rote Kreuz in Österreich hat diese Woche eine "Stopp-Corona-App" präsentiert. Wer sie auf seinem Handy installiert, muss dafür keine personenbezogenen Daten preisgeben. Ähnliche Überlegungen werden inzwischen auch beim Deutschen Roten Kreuz angestellt.

+++ 05:03 Australien schickt Auslandsheimkehrer in Hotel-Quarantäne +++
Australien stellt Tausende aus dem Ausland heimkehrende Bürger unter Quarantäne. Premierminister Scott Morrison erklärt, die Menschen sollten in Hotels untergebracht werden. Es werde überwacht, dass angeordnete Isolierung auch eingehalten werde. In Australien sind bislang 3000 Coronavirus-Erkrankungen bekannt geworden. Anfang März waren es noch weniger als 100.

+++ 04:16 Kanada will keine US-Soldaten an der Landesgrenze +++
Die kanadische Regierung hat gegen die mögliche Entsendung von US-Soldaten an die gemeinsame Grenze als Maßnahme gegen die Coronavirus-Pandemie protestiert. Es sei im gemeinsamen Interesse beider Länder, dass die Grenze "entmilitarisiert" bleibe, sagte am Donnerstag der kanadische Regierungschef Justin Trudeau. Die USA und Kanada haben wegen der Pandemie die gemeinsame Grenze vorübergehend geschlossen. Die Landgrenze zwischen beiden Staaten ist mit 8900 Kilometern die längste der Welt.

+++ 03:37 Hunde sollen Infektionen erschnüffeln +++
In Großbritannien sollen Hunde dafür trainiert werden, mit ihrem extrem ausgeprägten Geruchssinn Coronavirus-Infektionen zu erschnüffeln. In einem Projekt der Wohlfahrtsorganisation Medical Detection Dogs sollen die feinen Nasen der Vierbeiner innerhalb von sechs Wochen derart für den von Covid-19 - der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit - ausgehenden Geruch sensibilisiert werden, dass sie zur Diagnose eingesetzt werden können."Grundsätzlich sind wir uns sicher, dass Hunde Covid-19 entdecken könnten", erklärte die Vorsitzende von Medical Detection Dogs, Claire Guest. Derzeit würden Methoden geprüft, wie der von Corona-Patienten ausgehende Geruch eingefangen werden könne, um ihn den Hundenasen zu präsentieren.

+++ 03:16 Epidemieschutz hebelt Asylrecht aus +++
Die Bundesregierung hat angeblich die Einreisebeschränkungen wegen der Coronavirus-Krise auf Asylbewerber ausgedehnt. Diese müssten damit rechnen, ab sofort an der Bundesgrenze abgewiesen zu werden, meldet der "Focus" unter Berufung auf Regierungs- und Koalitionskreise. Der Innenausschuss des Bundestags sei am vergangenen Montag über den Erlass informiert worden, der die Zurückweisung von Asylbewerbern aus nichteuropäischen Ländern ermögliche. Die Maßnahme sei mit der verschärften gesundheitliche Lage in Deutschland begründet worden.

+++ 01:57 6000 Festnahmen in Argentinien wegen Ausgangssperren-Verstößen +++
Seit Ende vergangener Woche gilt in Argentinien eine strikte Ausgangssperre. Und die setzen die Behörden rigoros durch: Seit Beginn der Beschränkungen sind mehr als 6000 Menschen wegen Verstößen vorübergehend festgenommen worden. Gegen die 6191 Verdächtigen im ganzen Land sei Strafanzeige erstattet worden, teilte das Präsidialamt am Donnerstag mit. Zudem beschlagnahmte die Polizei 938 Fahrzeuge. Bislang haben sich in Argentinien 503 Menschen mit dem Coronavirus infziert. Neun Patienten starben.

+++ 01:20 Kriminalität in Italien geht stark zurück +++
Die Zahl der Neuinfektionen geht kaum zurück, aber in einem anderen Bereich zeigen die Ausgangssperren in Italien Wirkung: Es gibt weniger Kriminalität. Von 1. bis 22. März seien etwa 53.000 Straftaten gemeldet worden, 64 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte das Innenministerium mit. Unter anderem Drogendelikte, Kindesmissbrauch und sexuelle Verbrechen seien zurückgegangen. Wie sich die Zahlen häuslicher Gewalt entwickelt haben, geht nicht aus dem Papier hervor.

+++ 00:34 Virus breitet sich auf US-Flugzeugträger aus +++
An Bord eines US-Flugzeugträgers sind acht Coronavirus-Infektionen bekanntgeworden. Die Soldaten der "USS Theodore Roosevelt" seien umgehend in eine Einrichtung der Streitkräfte auf der Pazifikinsel Guam ausgeflogen worden, sagte der amtierende Marineminister Thomas Modly. Der Flugzeugträger mit rund 5000 Besatzungsmitgliedern sei nun auch auf dem Weg nach Guam. Nun werde die gesamte Mannschaft auf das Virus Sars-CoV-2 getestet, sagte er. Die infizierten Soldaten hätten nur milde Symptome und seien auf dem Weg der Besserung, hieß es. Am Dienstag hatte das Militär zunächst von drei Fällen an Bord des Schiffs gesprochen.

+++ 00:05 Coronavirus-Fälle: USA überholen China +++
Der Schwerpunkt der Coronavirus-Pandemie hat sich von Asien und Europa auf den nordamerikanischen Kontinent verlagert. Die Gesamtzahl der Sars-CoV-2-Infektionen stieg in den USA bis zum späten Donnerstagabend auf 81.578 entdeckte Fälle. Damit haben sich dort mehr Menschen mit dem Erreger angesteckt als in China, wo über den gesamten Verlauf des Coronavirus-Ausbruchs bisher lediglich 81.340 Infektionsfälle gezählt wurden. Am schwersten betroffen in den USA ist weiterhin der Großraum New York: In den beiden benachbarten Bundesstaaten New York State und New Jersey sehen sich Ärzte und Pflegepersonal mit gut der Hälfte aller US-Fälle konfrontiert. Binnen eines Tages stieg die Zahl der Infizierten um rund 13.000 an. Insgesamt 1180 Menschen sind in den USA bisher an Covid-19 gestorben.

+++ 22:58 Malta schickt Senioren in Quarantäne +++
Malta schickt wegen der Covid-19-Pandemie ältere Menschen über 65, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen in häusliche Quarantäne. Die Anordnung gelte ab Samstagmorgen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Rund 118.000 Menschen seien von der Maßnahme betroffen, mehr als ein Fünftel der Bevölkerung. Malta hatte schon vor zwei Wochen Schulen und Universitäten geschlossen und später auch alle Restaurants und Bars. Auch alle Geschäfte, die nicht lebenswichtige Waren anbieten, sollen ab Montag nicht mehr öffnen. Bisher wurden nach offiziellen Angaben 134 Coronavirus-Fälle registriert. Tote gab es nicht.

+++ 22:28 Spanien kauft mangelhafte Corona-Testkits +++
Das von der Coronavirus-Pandemie besonders betroffene Spanien hat mangelhafte Testkits gekauft. Man habe die 9000 Stück inzwischen zurückgegeben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Vorwürfe der konservativen Opposition, die linke Regierung habe beim Kauf fahrlässig gehandelt, wies das Ministerium zurück. Das Material sei für den gesamten europäischen Raum zugelassen gewesen, hieß es. Die Diagnosekits hatten nach Angaben von Ärzten und Experten eine Genauigkeit von nur 30 Prozent. Als akzeptabel gelten 80 Prozent. Die Regierung dementierte Berichte, das Material sei in China gekauft worden. Man habe es vielmehr von einem spanischen Lieferanten bezogen.

+++ 22:16 Zahl der Toten in Türkei steigt weiter +++
In der Türkei steigt die Zahl der Virus-Toten und Infizierten weiter. 16 Menschen seien binnen eines Tages der Lunkenkrankheit Covid-19 erlegen, damit seien insgesamt 75 Patienten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca per Twitter mit. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, sei um 1196 auf nunmehr 3629 gestiegen.

+++ 21:47 Irreführende Werbung: Behörde warnt vor Abzocke +++
Die Wettbewerbszentrale warnt vor irreführender Werbung für Gesundheitsprodukte, die Verbrauchern Schutz vor dem Coronavirus versprechen. "In den letzten Tagen und Wochen sehen wir leider einige Anbieter, die mit Bezug auf die Corona-Krise werben und hierbei klar gegen geltendes Recht verstoßen", so Präsidiumsmitglied Reiner Münker. Mit vollmundigen Aussagen wie "Corona-Infektion: Wie wir uns mit Vitalpilzen schützen können!", "Lutschpastillen gegen Viren" und "Bewährte praktische Tipps und Mittel gegen Viren, die auch funktionieren" würden Verbraucher bewusst irregeführt und ihre Verunsicherung werde ausgenutzt, so Münker.

+++ 21:12 Jugendliche stirbt an Coronavirus in Frankreich +++
In Frankreich ist erstmals eine Jugendliche an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung gestorben - die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Jérôme Salomon. Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 3375 Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist um rund 4000 Fälle auf 29.155 gestiegen.

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Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, mau/mba/dpa/AFP/rts/sid