Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:26 USA verzeichnen mehr Infektionen als Italien +++

Die Coronavirus-Pandemie entwickelt sich für die Menschheit zur ersten wahrhaft weltumspannenden Krise. Nahezu alle Länder der Erde sind betroffen. Angaben zu bestätigten Infektionsfällen liegen aktuell aus 198 Staaten und Gebieten der Welt vor.

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Der Schwerpunkt des Ansteckungsgeschehens verlagert sich dabei zusehends in die USA. Dort gibt es inzwischen die weltweit meisten Fälle von Infektionen, nämlich 81.321. Diese Zahl hat die "New York Times" unter Berufung auf eigene Berechnungen veröffentlicht.

Damit haben sich in den USA insgesamt mehr Menschen angesteckt als in China und Italien. Bei den offiziell gemeldeten Infektions- und Todesfällen handelt es sich nach Einschätzung von Experten nur um einen Bruchteil der tatsächlichen Corona-Fälle weltweit.

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+++ 22:58 Malta schickt Senioren in Quarantäne +++
Malta schickt wegen der Covid-19-Pandemie ältere Menschen über 65, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen in häusliche Quarantäne. Die Anordnung gelte ab Samstagmorgen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Rund 118.000 Menschen seien von der Maßnahme betroffen, mehr als ein Fünftel der Bevölkerung. Malta hatte schon vor zwei Wochen Schulen und Universitäten geschlossen und später auch alle Restaurants und Bars. Auch alle Geschäfte, die nicht lebenswichtige Waren anbieten, sollen ab Montag nicht mehr öffnen. Bisher wurden nach offiziellen Angaben 134 Coronavirus-Fälle registriert. Tote gab es nicht.

+++ 22:28 Spanien kauft mangelhafte Corona-Testkits +++
Das von der Coronavirus-Pandemie besonders betroffene Spanien hat mangelhafte Testkits gekauft. Man habe die 9000 Stück inzwischen zurückgegeben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Vorwürfe der konservativen Opposition, die linke Regierung habe beim Kauf fahrlässig gehandelt, wies das Ministerium zurück. Das Material sei für den gesamten europäischen Raum zugelassen gewesen, hieß es. Die Diagnosekits hatten nach Angaben von Ärzten und Experten eine Genauigkeit von nur 30 Prozent. Als akzeptabel gelten 80 Prozent. Die Regierung dementierte Berichte, das Material sei in China gekauft worden. Man habe es vielmehr von einem spanischen Lieferanten bezogen.

+++ 22:16 Zahl der Toten in Türkei steigt weiter +++
In der Türkei steigt die Zahl der Virus-Toten und Infizierten weiter. 16 Menschen seien binnen eines Tages der Lunkenkrankheit Covid-19 erlegen, damit seien insgesamt 75 Patienten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca per Twitter mit. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, sei um 1196 auf nunmehr 3629 gestiegen.

+++ 21:47 Irreführende Werbung: Behörde warnt vor Abzocke +++
Die Wettbewerbszentrale warnt vor irreführender Werbung für Gesundheitsprodukte, die Verbrauchern Schutz vor dem Coronavirus versprechen. "In den letzten Tagen und Wochen sehen wir leider einige Anbieter, die mit Bezug auf die Corona-Krise werben und hierbei klar gegen geltendes Recht verstoßen", so Präsidiumsmitglied Reiner Münker. Mit vollmundigen Aussagen wie "Corona-Infektion: Wie wir uns mit Vitalpilzen schützen können!", "Lutschpastillen gegen Viren" und "Bewährte praktische Tipps und Mittel gegen Viren, die auch funktionieren" würden Verbraucher bewusst irregeführt und ihre Verunsicherung werde ausgenutzt, so Münker.

+++ 21:12 Jugendliche stirbt an Coronavirus in Frankreich +++
In Frankreich ist erstmals eine Jugendliche an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung gestorben - die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Jérôme Salomon. Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 3375 Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist um rund 4000 Fälle auf 29.155 gestiegen.

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+++ 20:55 EU-Gipfel ringt um Einigung +++
Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte lehnt den Entwurf der EU-Gipfelerklärung als zu vorsichtig ab. Italien bestehe auf einer sehr viel entschiedeneren Antwort der EU auf die Krise, teilt er in einem Statement mit, das noch während des laufenden EU-Gipfels veröffentlicht wird. "Wir müssen mit innovativen Finanzinstrumenten reagieren", heißt es in der Erklärung. Italien und Spanien gäben der EU dafür zehn Tage Zeit. Italien möchte sogenannte Corona-Bonds, also eine gemeinsame Schuldenaufnahme der Euro-Staaten, um von niedrigeren Zinsen profitieren zu können. Deutschland und andere EU-Staaten lehnen dies ab.

+++ 20:14 Frankreich meldet 365 Tote an einem Tag +++
In Frankreich sind binnen eines Tages 365 weitere Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit liege die Gesamtzahl bei 1696, teilen die Gesundheitsbehörden mit. In der Statistik werden allerdings bislang nur die Patienten geführt, die in Krankenhäusern der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erlegen sind, nicht aber diejenigen in Alten- und Pflegeheimen. Diese Daten sollen in Kürze mit aufgenommen werden, wodurch die Gesamtzahl der Todesfälle dann drastisch steigen dürfte. Die Zahl der Infizierten sei binnen 24 Stunden um 16 Prozent auf 29.155 gestiegen, teilen die Gesundheitsbehörden weiter mit.

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+++ 19:56 Deutschland versorgt 47 Patienten aus Italien +++
Deutschland versorgt nach Angaben des Auswärtigen Amtes insgesamt 47 Corona-Intensivpatienten aus Italien. "Wir stehen an der Seite unserer italienischen Freunde und Freundinnen", teilt Außenminister Heiko Maas mit. In den vergangenen Tagen erklärten sich immer mehr Bundesländer bereit, einige Patienten aus Italien und Frankreich aufzunehmen. In beiden Ländern sind bereits sehr viel mehr Menschen an dem Coronavirus gestorben als in Deutschland.

+++ 19:54 Zahl der Toten in Deutschland steigt erneut deutlich +++
Mehr als 260 Menschen sind in Deutschland bislang an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestorben. Das ergeben ntv-Berechnungen auf Grundlage der Angaben von Ländern und Gemeinden. Damit sind allein in den vergangenen beiden Tagen mehr als 100 neue Todesfälle gemeldet worden. Zugleich ist die Zahl der Infizierten auf mehr als 43.000 gestiegen.

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+++ 19:40 Großbritannien rechnet mit Einschränkungen über viele Monate +++
Die Briten müssen sich darauf einstellen, dass bestimmte Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis zu sechs Monate in Kraft bleiben. Die Maßnahmen zeigten bereits Wirkung im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus, sagt die stellvertretende Chefin der britischen Gesundheitsbehörde, Jenny Harries. "Wir dürfen aber nicht den Fuß vom Pedal nehmen." Allerdings ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Regierung um 115 auf insgesamt 578 gestiegen. Bei 11.658 Menschen wurde das Virus nachgewiesen, am Mittwoch waren es noch 9529.

+++ 19:25 VW verlängert Produktionspause +++
Der Autobauer Volkswagen verlängert die Produktionsunterbrechung in den deutschen Werken um weitere vier Arbeitstage. Damit werde auf die sinkende Nachfrage nach Fahrzeugen und die Herausforderungen in der Lieferkette reagiert, teilte der Autobauer mit. Insgesamt wird damit für rund 80.000 Mitarbeiter der Volkswagen AG eine Verlängerung der Kurzarbeit beantragt. Es ist geplant, die Kurzarbeit mit der Nachtschicht vom 9. April auf den 10. April enden zu lassen.

+++ 18:57 Wieder größerer Anstieg bei Infektionen in Italien +++
Nach einem leichten Rückgang bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Italien sind die Zahlen wieder angestiegen. Insgesamt sind nun nachweislich 80.539 Menschen infiziert, das sind 6153 mehr als am Vortag, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Zahl der Toten stieg weiter stark: 662 Menschen starben innerhalb eines Tages. Damit steigt die Opferzahl auf 8165. Die Stadt Bergamo, die in Italien am schwersten betroffen ist, hat fast sieben Mal mehr Tote als normalerweise in einer Woche verzeichnet: Letzte Woche seien dort 313 Menschen gestorben, teilte die Kommune mit. In den letzten zehn Jahren seien durchschnittlich 45 Tote pro Woche gezählt worden.

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+++ 18:35 WHO sieht "ermutigende Zeichen" +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht bei der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Europa "ermutigende Zeichen". "Während die Lage sehr ernst bleibt, beginnen wir, ein paar ermutigende Zeichen zu sehen", erklärte das WHO-Europa-Büro in Kopenhagen. So sei die Wachstumsrate der Infektionen im besonders stark betroffenen Italien leicht zurückgegangen. Allerdings sei es noch zu früh für die Feststellung, dass die Pandemie in Italien ihren Höhepunkt erreicht habe, hob der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, hervor.

+++ 18:06 Deutschland im Vergleich: Viele Infizierte, wenige Tote +++
Gemessen an der Gesamtzahl der bisher festgestellten Coronavirus-Infektionen ist Deutschland das am drittschwersten betroffene Land in Europa. Bei der Anzahl der Toten jedoch stellt sich die Lage anders dar. Mit Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden gibt es fünf europäische Krisenregionen, in den deutlich mehr Patienten an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind als in Deutschland.

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+++ 17:55 Moderator ermahnt hustenden Joe Biden +++
Jeder Einzelne kann und soll durch sein Verhalten die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen. Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hält sich jedoch vor laufender Kamera nicht an die Regeln - und wird dafür öffentlich gerügt.

+++ 17:50 Real öffnet Stadion für Kampf gegen Coronavirus +++
Spaniens Fußball-Rekordmeister Real Madrid stellt sein Bernabeu-Stadion für den Kampf gegen die Corona-Pandemie zur Verfügung. Im Innenraum der Arena wird ab sofort Hilfsmaterial gesammelt und gelagert, das von dort über die Behörden etwa an Altenheime in der Umgebung verteilt wird. Ziel sei es, eine "optimale und effiziente Nutzung der Ressourcen" zu gewährleisten, teilte Real mit.

+++ 17:38 Flughafen Tegel vor dem Corona-Aus +++
Der Betrieb auf dem Flughafen Tegel könnte bereits in der nächsten Woche vorerst eingestellt werden. Das schreibt die "Berliner Zeitung" unter Berufung aus Insider-Informationen. Im Zeichen der Corona-Krise ist die Zahl der Passagiere unter fünf Prozent des bisherigen Werts geschrumpft, heißt es. Die zuvor oft überlastete Anlage, die im vergangenen Jahr von mehr als 24 Millionen Fluggästen genutzt worden ist, sei inzwischen fast völlig leer. Es kämen kaum noch Einnahmen herein, um die Betriebskosten des Flughafens, die sich monatlich auf einen zweistelligen Millionenbetrag summieren, annähernd zu decken. Auf die Lage soll nun "kurzfristig" reagiert werden. Angestrebt werde eine Schließung für bis zu zwei Monate. Am Montag soll die Entscheidung fallen. Ob Tegel dann überhaupt noch einmal aufmacht? Offen.

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+++ 17:30 Deutschland will weitere ausländische Patienten versorgen +++
In der Corona-Krise wollen weitere Bundesländer Patienten aus Frankreich und Italien aufnehmen. Hessen kündigt an, 14 schwer kranke Corona-Patienten aus den beiden Ländern zu behandeln. Der Staatskanzlei in Wiesbaden zufolge stammen zehn von ihnen aus der Emilia-Romagna in Italien und vier aus der französischen Region Grand-Est. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller kündigte die Aufnahme von fünf Patienten aus Italien an.

+++ 17:33 Kriminalität in Deutschland verschiebt sich +++
Die Kriminalität ist seit Beginn der Corona-Krise in einigen Bereichen deutlich zurückgegangen in anderen Bereichen steigt sie. Seit dem 1. März wurden beispielsweise bei der Polizei Berlin im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger Diebstähle, Einbrüche in Geschäfte, Sexualdelikte und Gewalttaten angezeigt. Die Gründe sind laut Polizeipräsidentin Barbara Slowik eher banal: die geschlossenen Geschäfte und das weitgehend ruhig gestellte öffentliche Leben. Gleichzeitig wurden mehr Einbrüche in Keller und mehr Gewalttaten in Familien registriert. NRW-Innenminister Herbert Reul konstatiert insgesamt eine eher ruhige Lage. Allerdings würden zunehmend "schräge Typen" versuchen, die Corona-Krise mit Enkel-Tricks und Internet-Abzocke auszunutzen, sagte er ntv.

+++ 17:24 Deutlicher Anstieg der Zahlen nun auch in Portugal +++
Die Coronavirus-Krise spitzt sich auch in Portugal zu. Die Zahl der Todesopfer kletterte am Donnerstag um 17 auf insgesamt 60, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Die Zahl der Bürger, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert haben, stieg auf mehr als 3500. Von den Infizierten liegen insgesamt 252 Covid-19-Kranke in Krankenhäusern - davon 61 auf Intensivstationen. Gesundheits-Staatssekretär António Sales macht sich Sorgen um die Kapazitäten der Krankenhäuser. "Es ist immens wichtig, dass nicht alle Infizierten gleichzeitig krank werden", sagte er. Die Behörden betonten, die Lage sei immer noch unter Kontrolle.

+++ 17:12 Drastische Maßnahmen in Wuhan haben etwas gebracht +++
Die in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan verhängte Ausgangssperre hat die Ausbreitung des Coronavirus dort offenbar deutlich eingedämmt und den Gesundheitseinrichtungen dringend benötigte Zeit verschafft. Das ergab eine in der Fachzeitschrift "The Lancet Public Health" veröffentlichten Studie. "Die beispiellosen Maßnahmen, die die Stadt Wuhan ergriffen hat, um die sozialen Kontakte in der Schule und am Arbeitsplatz zu verringern, haben dazu beigetragen, den Ausbruch zu kontrollieren", erklärte die Hauptautorin Kiesha Prem von der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Die Ausbreitung von Covid-19 sei andernfalls wesentlich dynamischer verlaufen.

+++ 17:02 Tschechien schickt Schutzanzüge nach Italien und Spanien +++
Europäische Hilfe: Tschechien stellt Italien und Spanien jeweils 10.000 Schutzanzüge für medizinisches Personal bereit. "Wir können uns das erlauben - und diese Länder brauchen sie dringend", sagte Innenminister Jan Hamacek. Den Vorschlag, aus Solidarität ein Team aus Armeeärzten in das schwer vom Coronavirus betroffene Italien zu entsenden, schmetterte Verteidigungsminister Lubomir Metnar allerdings ab. Der Ex-Polizist sagte: "Sie können nicht nach Italien fahren. Sie werden zu Hause gebraucht." In Tschechien gab es bis Donnerstag 1775 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Sechs Menschen starben.

+++ 16:44 Jetzt über 41.000 nachweislich Infizierte, 230 Tote +++
Noch haben nicht alle Bundesländer ihre Zahlen aktualisiert. Es zeigt sich aber, dass die Zahl der gemeldeten Infektionen und die Zahl der Todesfälle aufgrund von Covid-19 in Deutschland weiter steigen. Ob sich die Infektionskurve bereits abflacht, ist noch nicht eindeutig zu beantworten. Aktuell verzeichnet Deutschland mehr als 41.000 Infektionen. Darunter fallen aber auch Erkrankte, die bereits wieder genesen sind. Das RKI geht von "mindestens 5900" Geheilten aus. 230 Tote sind bundesweit auf eine Infektion mit dem Coronavirus zurückzuführen.

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+++ 16:30 Ärztekammer-Chef rät zum Tragen von Atemschutzmasken +++
Wegen der Corona-Krise rät der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, den Menschen in Deutschland das Tragen einfacher Atemschutzmasken. Diese garantierten zwar keinen Schutz vor Ansteckung, betonte Reinhardt. "Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden." Dies helfe bei der Viruseindämmung. Reinhardt appellierte zugleich nachdrücklich an alle, sich nur mit einfachen oder notfalls selbstgebastelten Masken zu schützen. Professionellere Schutzmasken der Kategorien FFP2 und FFP3 seien im Alltag nicht erforderlich und würden dringend von Ärzten und Krankenpflegern oder Menschen mit Vorerkrankungen benötigt. "Wichtig: Bestellen Sie sich keine professionellen Schutzmasken im Internet oder kaufen solche", mahnte Reinhardt.

+++ 16:20 Kuban: Sommerferien notfalls verschieben +++
Zwar sollen alle Abiturprüfungen stattfinden, nur wann, ist offen. Wegen dieser unsicheren Lage kann sich der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, auch einen späteren Beginn der Sommerferien vorstellen. "Die Sommerferien müssen wir notfalls aufschieben, damit alle Schulabsolventen die gleichen Chancen haben", so Kuban. Da man nicht damit rechnen könne, dass die Prüfungen vor dem Frühsommer stattfänden, könne ein Aufschub der Ferien für die Abiturienten und Abschlussjahrgänge in einigen Bundesländern die logische Konsequenz sein. Die Kultusminister der Länder hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, nach derzeitigem Stand die Schulabschlussprüfungen in diesem Jahr stattfinden zu lassen. Zuvor hatte es vereinzelt Gedankenspiele gegeben, diese ausfallen zu lassen.

+++ 16:10 G20: Mit fünf Billionen gemeinsam gegen Corona-Krise +++
Die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte haben sich bei einem G20-Videogipfel darauf verständigt, bei der Bekämpfung der Corona-Krise an einem Strang zu ziehen. "Wir bekennen uns nachdrücklich dazu, dieser gemeinsamen Bedrohung geeint entgegenzutreten", heißt es in der Abschlusserklärung. Man werde "weder einzeln noch gemeinsam Mühen scheuen", um Leben zu schützen und Arbeitsplätze und Einkünfte zu sichern. Zusammen wollen die Länder fünf Billionen Dollar (gut 4,5 Billionen Euro) in die Weltwirtschaft investieren, "um den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Pandemie zu begegnen".

+++ 15:52 In Italien womöglich deutlich höhere Fallzahlen +++
In Italien wachsen die Zweifel an den offiziellen Corona-Zahlen. In Norditalien melden sich immer mehr Politiker und Behördenvertreter zu Wort, die die offiziellen Infektions- und Todeszahlen für viel zu niedrig halten. So wurden in Nembro bei Bergamo offiziell bislang nur 31 Todesfälle gemeldet, wie Bürgermeister Claudio Cancelli und der Behördenmitarbeiter Luca Foresti in der Zeitung "Corriere della Sera" schrieben. "Etwas an dieser Zahl hat uns nicht überzeugt und deshalb haben wir uns die Statistiken zu den durchschnittlichen Sterbefällen in der Gemeinde aus den Vorjahren in der Zeit von Januar bis März angeschaut", schrieben die beiden Männer. "Die Zahl der Sterbefälle müsste unter normalen Umständen bei ungefähr 35 liegen. In diesem Jahr haben wir aber 158 verzeichnet, also 123 mehr als im Durchschnitt." Die Zahl 31 könne also nicht stimmen. Nach Angaben der beiden Männer gibt es ähnliche Auffälligkeiten in anderen Orten der Region, vor allem in Cernusco sul Naviglio. Dort gab es demnach sechs Mal mehr Tote als in der offiziellen Coronavirus-Statistik auftauchen. Am Mittwoch hatte auch schon der Bürgermeister der stark betroffenen Stadt Brescia Alarm geschlagen, dass die Zahl der Infektions- und Todesfälle viel höher sei als offiziell angegeben.

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+++ 15:47 Klöckner: Es gibt Personalengpässe im Lebensmittelhandel +++
Teile der Ernährungsbranche haben nach den Worten von Agrarministerin Julia Klöckner mit fehlendem Personal zu kämpfen. Die Situation sei teils "sehr angespannt", sagte die Ministerin und nannte konkret Schlacht- und Zerlegebetriebe sowie Molkereien. Es fehlten Berufspendler aus Polen und Tschechien sowie Mitarbeiter, die Kinder zu Hause betreuen müssten oder krank seien. So würden im März etwa 30.000 zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht, im Mai sogar 80.000. Klöckner bekräftigte, dass Hamsterkäufe nicht notwendig seien. Es gebe keinen Grund, Lebensmittel zu horten, die "wenn man zu viel gekauft hat vom Aufbewahrungsschrank in die Tonne wandern", so Klöckner.

+++ 15:33 Corona-Kabinett: Keine Quarantäne-Pflicht für Nicht-EU-Bürger +++
Das Corona-Krisenkabinett der Bundesregierung hat sich nicht auf eine bundeseinheitliche Verpflichtung zur häuslichen Quarantäne nach Einreise aus einem Nicht-EU-Staat verständigt. Ein entsprechender Vorschlag aus dem Innenministerium stieß auf wenig Resonanz und wurde deshalb nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus war überlegt worden, aus Nicht-EU-Staaten ankommende Reisende für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu schicken. Da für die meisten Nicht-EU-Bürger derzeit ein Einreiseverbot gilt und auch EU-Bürger nur in ihr Heimatland weiterreisen dürfen, hätte dies im Wesentlichen Deutsche und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und Wohnort in Deutschland betroffen. Einzelne Kommunen haben bereits Verfügungen erlassen, die Rückkehrer aus Risikogebieten zur Quarantäne verpflichten. Das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundeskanzleramt halten dies jedoch zum jetzigen Zeitpunkt für unverhältnismäßig. Auch Pläne des Innenministeriums für weitere Grenzbeschränkungen, die etwa die Einreise von Saisonarbeitern aus Polen ganz verhindert hätten, fanden keine Mehrheit.

+++ 15:30 Saudi-Arabien erstes arabisches Land mit mehr als 1000 Corona-Fällen +++
Als erstes Land der arabischen Welt hat Saudi-Arabien mehr als 1000 Coronavirus-Infizierte gemeldet. Innerhalb eines Tages seien 112 neue Fälle hinzugekommen, wodurch die Gesamtzahl auf 1012 gestiegen sei, teilte das Gesundheitsministerium in Riad mit. Demnach starb zudem eine dritte Person in dem islamisch-konservativen Königreich an der Lungenkrankheit Covid-19. Auf der gesamten Arabischen Halbinsel haben sich nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität mittlerweile mehr als 2600 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, es gab acht Todesfälle.

+++ 15:15 Elsass: Patienten über 80 werden nicht mehr beatmet +++
Katastrophenmediziner berichten angesichts der Corona-Pandemie über dramatische Zustände im Elsass. Mediziner an der Universitätsklinik Straßburg würden auch dann weiter mit Corona-Patienten arbeiten, wenn sie selbst infiziert sind, schreiben Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen in einem Bericht an die baden-württembergische Landesregierung. Die deutschen Katastrophenmediziner, die am Montag in Straßburg vor Ort waren, berichten in dem Papier von einer "greifbaren Gefahr" durch das Virus. Unter der Annahme, dass sich die Entwicklung im Elsass bald in Deutschland einstellen werde, sei eine optimale Vorbereitung von "allerhöchster Dringlichkeit". Nadelöhr seien die zu beatmenden Patienten, heißt es in dem Papier. Seit dem Wochenende würden Patienten, die älter sind als 80 Jahre, an der Straßburger Klinik nicht mehr beatmet. Stattdessen erfolge "Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln". So werde auch verfahren mit Patienten in Pflegeheimen in dem Alter, die beatmet werden müssten. Sie sollen durch den Rettungsdienst eine "schnelle Sterbebegleitung" erhalten.

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+++ 14:59 Wunder von Rimini: Über Hundertjähriger nach Infektion geheilt +++
In Italien ist ein über Hundertjähriger nach einer Coronavirus-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 1919 geborene Mann wurde aus dem Krankenhaus von Rimini entlassen. Die Vize-Bürgermeisterin der Stadt, Gloria Lisi, sagte. "In der jetzigen Zeit ist es immer gut, ein bisschen Hoffnung zu geben."

+++ 14:55 Grüne EU-Politikerin Keller fordert Räumung von Flüchtlingscamps +++
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Europaparlament, Ska Keller, hat wegen der Gefahr durch das Coronavirus eine Evakuierung der Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln gefordert. Die Gruppen, die am schlimmsten zu verletzen seien, dürften nicht vergessen werden, sagte Keller. Dazu gehörten die Flüchtlinge in den überfüllten Lagern. In den Camps könnten sich die Menschen nicht isolieren. Aktuell leben nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums mehr als 40.000 Migranten auf den Inseln Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios. Die Aufnahmekapazität liegt eigentlich bei rund 7000 Plätzen. Etwa 1500 der Flüchtlinge sind nach Schätzungen der EU-Kommission unbegleitete Minderjährige.

+++ 14:53 Mindestens 5900 Patienten in Deutschland wieder genesen +++
In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bereits mehrere Tausend Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus wieder gesund geworden. "Wir schätzen, dass mindestens 5900 Mitbürger inzwischen genesen sind", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Genaue Daten gibt es zur Zahl der Geheilten leider nicht. Denn während im Infektionsschutzgesetz festgeschrieben ist, Infektionen zu melden, gilt für Genesungen etwas anderes. Das Profil der Erkrankten stellt sich nach den Worten Wielers aktuell wie folgt dar: Sie sind im Schnitt 46 Jahre alt, das Durchschnittsalter der Verstorbenen beträgt 81 Jahre. Mit 54 Prozent sind Männer weiterhin stärker betroffen als Frauen mit 46 Prozent. Zum jetzigen Zeitpunkt könne noch keine sichere Auskunft darüber gegeben werden, ob sich die Infektionsdynamik abschwäche, sagte Wieler. Es gebe nach wie vor starke regionale Unterschiede. Aktuell seien viele einzelne Ausbruchsgeschehen im Zusammenhang mit Festen und Reisen zu verzeichnen. "Warum immer noch Feste gefeiert werden, ist mir unverständlich", sagte der RKI-Präsident.

+++ 14:44 China reduziert internationale Flüge massiv +++
Aus Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle reduziert China ab Sonntag die Zahl der internationalen Flugverbindungen drastisch. Chinesische Airlines dürften jedes Land pro Woche nur noch einmal anfliegen. Auch ausländische Gesellschaften dürften nur noch einen Flug pro Woche nach China anbieten. Die chinesischen Behörden befürchten nach eigenen Angaben, dass die Einreise infizierter Menschen aus dem Ausland eine zweite Infektionswelle auslösen könnte. Bislang wurden nach chinesischen Angaben insgesamt 541 solcher Fälle gezählt.

+++ 14:26 Iran kriegt Corona-Epidemie nicht in den Griff +++
Im von der Coronavirus-Pandemie stark betroffenen Iran sind nach offiziellen Angaben 157 neue Todesfälle registriert worden. Damit stieg die Zahl der verstorbenen Infizierten auf 2234. Binnen 24 Stunden seien zudem 2389 neue Infektionsfälle bestätigt worden. Die Gesamtzahl der Infektionen stieg damit auf 29.406. Die iranische Regierung verhängte daher nun weitere strikte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Demnach sind ab sofort alle Inlandsreisen sowie offizielle und inoffizielle Versammlungen verboten.

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+++ 14:20 Amazon Deutschland sucht dringend Mitarbeiter +++
Ist das eine gute Nachricht? Hängt mutmaßlich vom Standpunkt ab: Amazon braucht in der Coronavirus-Krise mehrere Hundert zusätzliche Mitarbeiter in Deutschland. Um der Nachfrage der Menschen gerecht zu werden, seien 350 zusätzliche Voll- und Teilzeitstellen in der Logistik geplant, bestätigte ein Amazon-Sprecher. Die 350 neuen Stellen würden bundesweit geschaffen und die Zahl lasse sich nicht auf einzelne Standorte runterbrechen.

+++ 14:16 In Österreich stehen 12.000 Zusatzbetten bereit +++
In Österreich stehen inzwischen 12.000 Betten in Zusatzstationen bereit, um dort Corona-Patienten mit eher milden oder mittelschweren Krankheitsverläufen zu betreuen. Diese Zahl soll in absehbarer Zeit auf 20.000 Betten erhöht werden. Aktuell gebe es in den regulären Kliniken und auf den Intensivstationen auch noch viele freie Kapazitäten, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Laut Prognosen von Gesundheitsexperten könnte die Versorgung der schweren Fälle bis zu einer Gesamtzahl von etwa 35.000 Infizierten in der Alpenrepublik sichergestellt werden.

+++ 14:12 Staubsaugerfirma Dyson produziert jetzt Beatmungsgeräte +++
Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat die britische Regierung 10.000 Atemwegsgeräte beim Hausgeräte-Spezialisten Dyson bestellt. Premierminister Boris Johnson habe seine Firma entsprechend um Hilfe gebeten, schreibt Sir James Dyson in einer Mail an seine Mitarbeiter. Der Unternehmer versprach außerdem, weltweit 5000 der neuen Geräte zusätzlich zur Rettung von Covid-19-Lungenkranken zu spenden. Die Firma ist vor allem für beutellose Staubsauger bekannt. Der Mangel an Beatmungsgeräten ist in der Coronavirus-Krise eines der größten Probleme in Großbritannien.

+++ 13:53 Beschränkungen lockern? Seehofer: "Nicht mit mir" +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer ist dagegen, aus wirtschaftlichen Gründen die strengen Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus vorzeitig wieder zu lockern. "So lange das Virus so wütet, ist der Schutz der Menschen alternativlos", sagte Seehofer. "Eine Exit-Strategie kann man aus meiner Sicht erst dann angehen, wenn man dieses schnelle und aggressive Verbreiten des Virus im Griff hat." Wirtschaftliche Interessen dürften den Schutz von Menschenleben nicht überlagern. "Die Funktionsfähigkeit wieder herzustellen unter Inkaufnahme von vielen Toten oder auch Kranken, die geheilt werden, aber bleibende Schäden haben, scheidet für mich aus", sagte der Innenminister. Für solche Maßnahmen stehe er nicht zur Verfügung. "Nicht mit mir."

+++ 13:52 Rund 200 Reisende hängen am Flughafen Dubai fest +++
Wegen der kurzfristigen Aussetzung aller Passagierflüge sitzen rund 200 Reisende - darunter auch mehrere Deutsche - seit Mittwochnacht am Flughafen Dubai fest. "Bei Abflug auf Bali hat man uns noch mitgeteilt, dass wir eingecheckt sind und auch unser Gepäck weiter nach Frankfurt geleitet wird", erzählte eine Passagierin. "Als wir in Dubai ankamen, wurde uns gesagt, dass alle Flüge gestrichen sind. Es ist ein totales Chaos, alles wird dichtgemacht, das sind wirklich gefängnisähnliche Zustände." Die zivile Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hatte wegen der Eindämmung des Coronavirus Anfang der Woche kurzfristig die Aussetzung aller Passagierflüge beschlossen. Unter den festsitzenden Reisenden sind mindestens acht Deutsche.

+++ 13:49 Hannover Messe fällt ganz aus +++
Die Hannover Messe, größte Industriemesse der Welt, fällt dieses Jahr wegen des Coronavirus aus. Einreisebeschränkungen, Kontaktverbote und eine Verfügung der Region Hannover machten die Ausrichtung unmöglich, teilte die Deutsche Messe mit. Vor drei Wochen war die ursprünglich für Ende April geplante Messe bereits auf Mitte Juli verschoben worden. Nun findet das Branchentreffen, für das rund 6000 Aussteller aus 70 Ländern angekündigt waren, erst 2021 wieder statt.

+++ USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen deutlich +++
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind infolge der Ausweitung der Coronavirus-Pandemie in den USA sprunghaft angestiegen. Ihre Zahl hat sich von 282.000 in der Vorwoche auf nunmehr rund 3,3 Millionen verzehnfacht.

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+++ 13:40 Sieben Covid-19-Fälle auf deutschem Kreuzfahrtschiff +++
An Bord eines vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs sind mindestens sieben Menschen an Covid-19 erkrankt. Es handele sich um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder der "MS Artania", teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix mit. Keine der infizierten Personen befinde sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden. "Wir hoffen, dass das so klappt. Die Gespräche mit der deutschen Botschaft und den australischen Behörden laufen noch", sagte eine Phoenix-Sprecherin.

+++ 13:30 Corona-Zahlenchaos in Frankreich +++
Derzeit gibt es in Frankreich keine verlässlichen Zahlen zur Gesamtzahl der Infizierten. Die nationale Gesundheitsbehörde Santé Publique France gab am Mittag bekannt, Hausärzte hätten in der vergangenen Woche schätzungsweise mehr als 40.000 neue Fälle von Covid-19 diagnostiziert. Offiziell liegt die Zahl der bestätigten Infizierten aber nur bei rund 25.000 seit Beginn der Epidemie. Auch die Zahl der Todesopfer ist nicht vollständig: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben in Frankreich bisher 1331 Infizierte. Diese Zahl umfasst jedoch nur Tote in Krankenhäusern. Verstorbene Menschen etwa in Altenheimen werden nicht erfasst, da die Testkapazitäten nicht ausreichen. Die Gesundheitsbehörde hat deshalb nach eigenen Angaben damit begonnen, Totenzahlen aus rund 3000 Gemeinden nachträglich auszuwerten. Frankreich will die Tests auf das Coronavirus deutlich ausweiten: In rund zehn Tagen sollen bis zu 30.000 Tests pro Tag möglich sein, erklärte der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon. Das wären gut drei Mal so viele wie bisher.

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+++ 13:03 Spahn: "Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm +++
Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Corona-Pandemie als "größte Herausforderung der letzten 75 Jahre" bezeichnet. Und derzeit, so Spahn, könne niemand sagen, "was in den nächsten Wochen kommt". Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte Spahn: "Wir müssen es schaffen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und die Kapazitäten auf den Intensivstationen in Deutschland zu erhöhen." Der Minister unterstrich, dass kein Land der Welt so viele Corona-Tests durchführe, wie Deutschland. "Wir haben einen zeitlichen Vorteil, den müssen wir nutzen", ergänzte der Minister. "Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm." Gleichzeitig werde es aber "auch eine Zeit nach Corona geben". "Die Einschränkungen der Freiheit und des Öffentlichen Lebens sind notwendig", sagte Spahn. Es müsste nun aber auch eine Debatte darüber geben, wie Deutschland schrittweise wieder ein Stück Normalität herstellen könne. Ihn beschäftige daher, "wie wir die Freiheiten zurückbekommen, aber Balance dazu halten, neue Virusherde zu verhindern".

+++ 12:44 Über 4000 Tote in Spanien +++
In Spanien ist die Zahl der an einer Ansteckung mit dem Corona-Virus gestorbenen Menschen erneut stark gestiegen. Am Mittwoch habe sie sich auf 4089 im Vergleich zu 3434 am Vortag erhöht, teilen die Behörden mit. Die Zahl der Infizierten ist demnach von 47.610 auf 56.188 angewachsen. Spanien ist nach Italien das Land mit den weltweit meisten Todesfällen durch die Coronavirus-Pandemie. Allein in der Region Madrid starben bislang 2090 Menschen an dem Virus, in Katalonien 672.

+++ 12:26 Drosten: Jede Woche 500.000 Tests +++
Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité führt die vergleichsweise niedrige Toten-Zahl in Deutschland auf die zahlreichen Tests zurück. In Deutschland würden derzeit pro Woche 500.000 Corona-Tests durchgeführt, so Drosten. Zudem habe Deutschland auch früher als andere von der Pandemie betroffene Länder angefangen zu testen. "Der Grund, warum wir so wenige Todesfälle haben gegenüber der Zahl der Infizierten ist hinreichend zu erklären, dass wir extrem viel Labordiagnostik machen", so Drosten zusammenfassend.

+++ 12:05 SMS zeigt fahrlässigen Umgang mit Coronavirus in Ischgl +++
Ischgl gilt als Brandbeschleuniger der Corona-Pandemie in Europa. Viele Urlauber haben das Coronavirus aus dem österreichischen Après-Ski-Ort in ihre Heimatländer getragen. Ein SMS-Chat legt den Verdacht nahe, dass einzelne Wirte in Ischgl bewusst Infektionen verschwiegen und die Behörden nicht informierten. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

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+++ 11:57 Patienten-Daten sollen deutschlandweit zur Verfügung stehen +++
Die deutschen Unikliniken schließen sich zusammen, um sich eng über Diagnose- und Behandlungsverfahren sowie Patientendaten austauschen. Das jedenfalls ist das Ziel einer Initiative, die von der Berliner Charité in Zusammenarbeit mit dem Bundesforschungsministerium gestartet wurde. Das Ministerium unterstützt den Aufbau des Netzwerks mit 150 Millionen Euro. Wie Forschungsministerin Anja Karliczek mitteilte, sollen die Kliniken demnach in einen Erfahrungsaustausch über ihre Maßnahmenpläne im Umgang mit der Pandemie treten. Zudem wird eine Zusammenstellung der Daten aller Covid-19-Patienten angestrebt, um einen Gesamtüberblick über Krankengeschichte und Konstitution der Patienten zu bekommen. Von der Datensammlung erhoffen sich die Initiatoren - der Charité-Vorstandsvorsitzende Heyo Kroemer und der Direktor der Virologie, Christian Drosten - Erkenntnisse für das Pandemiemanagement und die Impfstoff- und Therapieentwicklung.

+++ 11:40 China meldet nur noch "importierte" Fälle +++
China meldet erneut keine weitere Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus auf seinem Staatsgebiet, dafür aber Dutzende Infektionen bei aus dem Ausland eingereisten Menschen. Es seien 67 weitere "importierte" Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Peking mit. Der offiziellen Bilanz zufolge starben in den vorangegangenen 24 Stunden sechs Menschen in Festlandchina an den Folgen einer Coronavirus-Infektion, fünf davon in der Millionenmetropole Wuhan. In der Hauptstadt der Provinz Hubei hatte die Pandemie im Dezember ihren Ausgang genommen.

+++ 11:30 Kurzarbeit bei Daimler +++
Der Autobauer Daimler beantragt wegen der massiven Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie Kurzarbeit. Sie soll zunächst vom 6. bis zum 17. April gelten und einen Großteil der Produktion von Autos, Vans und Nutzfahrzeugen sowie ausgewählte Verwaltungsbereiche betreffen. Dringend benötigte Bereiche sowie die Arbeit an wichtigen Zukunftsprojekten bleiben davon ausgenommen. Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 170 000 Menschen. Wie viele davon in Kurzarbeit gehen, ist nicht bekannt.

+++ 11:16 NRW über 10.000 Infizierte, Bayern knapp 8000 +++
Daten-Update aus Deutschland: Mit den gemeldeten Fallzahlen vom Donnerstagvormittag zeigt sich eine deutliche Zunahme erkannter Infizierter in Bayern und Baden-Württemberg. Beide Bundesländer liegen bei der Gesamtzahl der Infizierten jetzt über 7000. In NRW sind nun knapp 10.500 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert gewesen oder aktuell infiziert. Das Fallaufkommen je 100.000 Einwohner ist weiterhin in Hamburg mit Abstand am höchsten.

+++11:12 Deutsche Bank prüft Kurzarbeit +++
In der schlimmsten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten denken auch die deutschen Geldhäuser über Kurzarbeit nach. Bei der Deutschen Bank wird nun geprüft, ob und wo diese Maßnahme sinnvoll sein könnte. "Auf der operativen Ebene bereitet die Bank sich für solche Szenarien vor", erklärte das Geldhaus. Stand heute gebe es aber keine Kurzarbeit innerhalb des Instituts. Auch einzelne Volks- und Raiffeisenbanken ziehen die Anmeldung von Kurzarbeitergeld in Betracht. "Dort, wo es sich nicht vermeiden lässt, gehen Genossenschaftsbanken diesen Schritt, um Arbeitsplätze zu erhalten", sagte eine Sprecherin des Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR).

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+++ 10:51 Gesundheitsminister: "Prinz Charles hat sich nicht vorgedrängelt" +++
Die britische Regierung wert sich gegen Vorwürfe, wonach Prinz Charles bevorzugt behandelt wurde. Gesundheitsminister Edward Argar erklärte, der Prinz habe "sich nicht vorgedrängelt". Auf die Frage, warum der Prinz einen Test erhalten habe, während andere Patienten mit Symptomen noch nicht getestet worden seien, sagte er: "Nach meinem Verständnis erfüllten seine Symptome und sein Zustand dieses Kriterium." Großbritannien habe im Moment bereits nahezu 100.000 Tests durchgeführt. "Das ist eine der höchsten Zahlen der Welt. Aber es gibt eindeutig noch mehr zu tun", so Argar.

+++ 10:42 In Südkorea steigen die Zahlen doch wieder +++
Die Zahl der erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder leicht gestiegen. Am Mittwoch sei bei 104 Menschen der Sars-CoV-2-Erreger nachgewiesen worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Erneut wurden zahlreiche Fälle bei ankommenden Personen aus dem Ausland festgestellt. Die Gesamtzahl der gemeldeten Ansteckungsfälle stieg auf 9241. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte um 5 auf 131. Die Behörden warnten zuletzt vor einem wachsenden Risiko durch "importierte" Infektionen. Nach 34 Fällen am Vortag wurden den Angaben zufolge am Mittwoch 30 Infektionen unter ankommenden Passagieren am Flughafen erfasst.

+++ 10:38 Fünftes Todesopfer in Berlin +++
In Berlin ist ein weiterer Mann an Covid-19 gestorben. Es handelt sich nach Informationen des Tagesspiegels um einen 82 Jahre alten Mann. Ob er eine Vorerkrankung hatte, ist noch nicht bekannt. Am Dienstag und Mittwoch hatte es in Berlin ebenfalls jeweils einen Todesfall wegen Covid-19 gegeben. Dabei handelte es sich um einen 42-jährigen und einen 83-jährigen Mann. Beide litten unter Vorerkrankungen.

+++10:12 Union gewinnt massiv an Zuspruch +++
CDU und CSU überzeugen in der Corona-Krise offenbar die Bürger. Besonders, wenn es um die Frage nach der politischen Kompetenz geht. Wie das RTL/ntv-Trendbarometer zeigt, trauen aktuell 40 Prozent der Bundesbürger der Union zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden - vor zwei Wochen lag dieser Wert noch bei 20 Prozent. Der SPD trauen das 7, den Grünen nur noch 5 Prozent zu. Bei der Sonntagsfrage steht die Union aktuell bei 36 Prozent (+4 Prozent gegenüber der Vorwoche), die SPD bei 16 (+1), die Grünen bei 17 (-3), die FDP bei 6 (-1), die Linke bei 8 (-1) und die AfD bei 11 (-2). Wenn es um die Frage geht, welches Problem momentan das wichtigste für Deutschland ist, sagen 68 Prozent der von Forsa Befragten, die Corona-Krise. 31 Prozent nennen die wirtschaftliche Lage, nur 9 Prozent den Klimaschutz.

+++ 10:00 Steinmeier: "Nicht dauerhaft verlieren, was wir lieben"
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stimmt die Bürger wegen der Corona-Krise auf weitere schwierige Wochen ein. Abstand halten sei "das Gebot der Stunde" - diese Stunde dauere allerdings keine 60 Minuten, sondern "womöglich Wochen", sagte Steinmeier in einer Videobotschaft. Gewohnte Treffen und Besuche seien derzeit nicht möglich. "Darauf zu verzichten, das fällt uns allen schwer, auch mir." Jedoch könne nur dieser Verzicht verhindern, "dass wir dauerhaft verlieren, was wir lieben", mahnte Steinmeier. "Die überwältigende Mehrheit in unserem Lande hat das verstanden und handelt danach. Dafür danke ich Ihnen." Solidarität sei derzeit "existenziell wichtig", betonte der Bundespräsident. Viele Menschen handelten danach und gingen etwa für ältere Nachbarn einkaufen oder hängten Lebensmitteltüten für Obdachlose an "Gabenzäune". "Sie alle, Sie sind die Heldinnen und Helden in der Corona-Krise", lobte Steinmeier.

+++ 10:01 Apple spendet zehn Millionen Atemschutzmasken +++
Apple hat zehn Millionen Atemschutzmasken beschafft und spendet sie an amerikanische Mediziner. Weitere Millionen Masken sollen in besonders schwer betroffene Regionen in Europa gehen, kündigte Konzernchef Tim Cook an. Sie würden Apple-Zulieferern abgekauft und die Aktion werde mit lokalen Regierungen koordiniert, erläuterte er. In Kalifornien niedergelassene Unternehmen sind außerdem seit den verheerenden Waldbränden von 2018 verpflichtet, Atemschutzmasken für ihre Mitarbeiter vorzuhalten. Facebook hatte jüngst 720.000 Masken aus dieser Reserve gespendet.


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+++ 09:31 Bosch legt vollautomatischen Corona-Schnelltest vor +++
Eine Bosch-Tochterfirma hat einen Schnelltest entwickelt, mit dem sich innerhalb von 2,5 Stunden eine mögliche Infizierung durch Covid-19 nachweisen lassen soll. Das teilt der Konzern soeben mit. Der Test soll ab April in Deutschland auf einem speziellen Analysegerät in Arztpraxen, Krankenhäusern, Laboren und Gesundheitszentren zum Einsatz kommen. "Infizierte Patienten können damit schneller identifiziert und isoliert werden“, so Bosch-Chef Volkmar Denner. Weil der Test direkt am Ort der klinischen Behandlung durchgeführt werden könne, würden Transportwege, die wertvolle Zeit kosten, entfallen. Bisher müssen Patienten ein bis zwei Tage auf ihre Testergebnisse warten. Der Test sei in nur sechs Wochen entwickelt worden, teilte Bosch weiter mit. Er sei einer der weltweit ersten vollautomatisierten, molekulardiagnostischen Tests, der direkt von allen medizinischen Einrichtungen genutzt werden könne. Zudem könnten mit derselben Probe neben Covid-19 gleichzeitig weitere neun Atemwegserkrankungen wie Influenza A und B untersucht werden, heißt es.

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+++ 09:29 Verband: Hefe kommt schnell wieder in die Regale zurück +++
Tatsächlich ist nicht nur Toilettenpapier vielerorts begehrt. Vor allem Hefe ist derzeit Mangelware. Entgegen manchen Befürchtungen sei "die Sorge um die Verfügbarkeit der Backzutat Hefe unbegründet", beruhigt nun der Deutsche Verband der Hefeindustrie. Zwar würden Hamsterkäufe zurzeit die Lieferkette belasten. Doch schon bald werde es wieder überall Hefe geben. Um die hohe Nachfrage zu bedienen, würden die Hefehersteller jedenfalls bereits am Limit arbeiten.

+++ 09:21 Stimmung ist mies +++
Die Corona-Krise hat die Verbraucherstimmung in Deutschland auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise einbrechen lassen. In seinem monatlich ermittelten Konsumklimaindex prognostiziert der Nürnberger Marktforscher GfK für April einen Rückgang um 5,6 Punkte auf 2,7 Zähler. Nur im Mai 2009 auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise lag der Index mit 2,6 Punkten niedriger. "Ein so starker Rückgang ist seit Beginn der Erstellung des Konsumbarometers 1994 beispiellos", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. Die Verbraucher sehen auf Deutschland wirtschaftlich sehr schwierige Zeiten zukommen, so die GfK. Gefragt nach ihrer Konjunktureinschätzung äußerten sie sich so negativ wie zuletzt im August 2012. Drohende Kurzarbeit und steigende Arbeitslosenzahlen schlügen auf die eigene Einkommenserwartung durch. "Die Angst vor dem Jobverlust hat stark zugenommen", sagte Bürkl.

+++ 08:55 Ortschaften in Sachsen-Anhalt abgeriegelt +++
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sind in Sachsen-Anhalt zwei Ortschaften abgeriegelt worden. Die Ortsteile Jessen und Schweinitz der Stadt Jessen (Elster) können seit dem Morgen bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr betreten oder verlassen werden. Die Bewohner müssen in ihren Wohnungen oder Häusern bleiben und dürfen draußen nur von ihnen allein genutzte Grundstücksflächen betreten. Die "Selbstversorgung mit lebensnotwendigen Gütern" ist erlaubt, sofern die Bewohner keine Erkältungssymptome haben. In Jessen und Schweinitz leben rund 7000 Menschen. Nach Angaben des Landkreises gibt es in einem Pflegeheim in der Stadt einen Coronavirus-Ausbruch. Elf Bewohner sind erkrankt, drei befinden sich im Krankenhaus. Auch fünf Mitarbeiter sind erkrankt.

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+++ 08:49 Landsberg: "Langfristig können wir nicht das Land lahmlegen" +++
Die Stimmen mehren sich, die Pläne für eine schrittweise Rückkehr zur Normalität fordern. Nun hat auch der Städte- und Gemeindebund den Bund und die Länder aufgefordert, eine Strategie zu entwickeln, wie in der Corona-Krise Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufgehoben werden können. "Langfristig können wir nicht das gesamte Land lahmlegen", so Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Die Politik müsse jetzt überlegen, wann und unter welchen Voraussetzungen die Einschränkungen gelockert werden könnten.

+++ 08:28 Schon 70.000 Infizierte in den USA - Tendenz steigend +++
Wie schlimm wird Covid-19 die USA treffen? Die Fallzahlen, vor allem von der West- und Ostküste der USA, lassen nichts Gutes erahnen. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen liegt inzwischen bei fast 70.000. 13 Bundesstaaten verzeichnen bereits jeweils mehr als 1000 Fälle. Insgesamt sind 1050 Menschen in den USA bisher an Covid-19 gestorben.

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+++ 08:21 Russland stoppt Flugverkehr ins Ausland +++
Von morgen an fallen fast alle Flugverbindungen ins Ausland aus. Das wies die Regierung in Moskau an. Davon ausgenommen sind nur Flüge, mit denen im Ausland festsitzende Russen in ihre Heimat zurückgeholt werden sollen. Nicht betroffen von der Regelung sind Inlandsflüge. Der Flugverkehr etwa nach Deutschland ist allerdings bereits deutlich zusammengestrichen.

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+++ 08:09 Verkauf von Klopapier steigt um 700 Prozent +++
Ein Gewinner der Corona-Krise steht schon fest. Es sind die Hersteller von Toilettenpapier. Hamsterkäufe beim Hygieneartikel haben den Absatz massiv erhöht. Von Februar zum März 2020 sei eine Steigerung um 700 Prozent zu verzeichnen, sagte Christian Böttcher, Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels. Das Toilettenpapier nehme beim Kaufverhalten der Deutschen eine Sonderstellung ein, so Böttcher. Wegen der Angst, man dürfe irgendwann nicht mehr das Haus verlassen, werde gebunkert. Es entstehe eine paradoxe Situation. Böttcher: "Einige wissen nicht, wohin damit. Andere haben zu wenig." Allerdings wird Toilettenpapier ja nicht schlecht. Der Einbruch beim Verkauf von Toilettenpapier wird mutmaßlich irgendwann folgen.

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+++ 08:00 Oppermann: "Versprechen kann niemand etwas" +++
Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann hat sich für einen „Plan B“ ausgesprochen, um den Stillstand durch die Corona-Pandemie in Deutschland in den kommenden Monaten zu beenden. "Wir müssen jetzt auch nach Möglichkeiten gucken, wie wir in absehbarer Zeit die Aktivitäten wieder hochfahren", sagte er ntv.de "Wir dürfen uns jetzt nicht in einer völlig trostlosen Das-bleibt-jetzt-monatelang-so-Perspektive einrichten."

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+++ 07:42 Umfrage: Corona-Krise stimmt Bundesbürger äußerst pessimistisch +++
Weder nach dem Mauerbau 1961, noch nach dem Anschlag am 11. September 2001 haben die Deutschen so pessimistisch in die Zukunft geblickt, wie jetzt in der Corona-Krise. Laut einer Umfrage blicken nur 24 Prozent hoffnungsvoll auf die nächsten zwölf Monate, wie das Allensbach-Institut ermittelte. Nach Einschätzung des Instituts ist die wirtschaftliche Lage der Auslöser. Anfang März war der Anteil jener, die einen Abschwung fürchteten, bereits von 28 auf 59 Prozent gestiegen. Nun liegt dieser Wert bei mehr als 70 Prozent.

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+++ 07:14 In Großbritannien steigt Zahl der Virus-Toten auf 465 +++
In Großbritannien sind 28 weitere Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Damit seien insgesamt 465 Patienten der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, berichten britische Medien unter Berufung auf eine Stellungnahme des Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS).

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+++ 06:38 Experten: Virus bremst Miet- und Immobilienpreisentwicklung +++
Die Corona-Krise dürfte nach Ansicht von Ökonomen den Anstieg der Mieten und Immobilienpreise in Deutschland dämpfen. Angesichts der Ausgangsbeschränkungen und der Unsicherheit über die Folgen der Pandemie dürfte der Wohnungsmarkt in den nächsten beiden Monaten zum Erliegen kommen, sagte Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW). "Besichtigungen finden kaum statt, und viele Käufer halten sich zurück, weil sie um ihre Jobs bangen oder schrumpfende Einkommen erwarten." Der Immobilienmarkt könne sich einem Einbruch der Wirtschaft nicht entziehen. Auch das Potenzial für Mietsteigerungen sei beschränkt - denn die Einkommen dürften weniger stark steigen als vor der Krise. Ein Einbrechen der Mieten und Preise sieht Voigtländer aber nicht.

+++ 06:17 Verbände erwarten Engpässe bei bestimmten Obst- und Gemüsesorten +++
Der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Deutsche Bauernverband (DBV) warnen vor Auswirkungen auf die Versorgung mit manchen Nahrungsmitteln wegen des Einreiseverbots für Erntehelfer. DBV-Präsident Joachim Rukwied sagte den Funke-Zeitungen, generell sei die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln nicht gefährdet. Bei einzelnen Obst- und Gemüsesorten könne es aber abhängig von der Dauer des Einreisestopps durchaus zu Versorgungslücken kommen. Der Einreisestopp treffe Obst-, Gemüse- und Weinbaubetriebe "sehr hart". Sie bräuchten dringend Arbeitskräfte. Die Betriebe seien bereit, "jegliche Maßnahmen zum Infektionsschutz umzusetzen", um ihre Mitarbeiter zu schützen.

+++ 05:57 Porsche will 5 Millionen Euro spenden +++
Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche hat vor, fünf Millionen Euro zur Bewältigung der Corona-Krise zu spenden. "Mit dem Betrag werden lokale Organisationen und Menschen unterstützt, die durch die Corona-Krise in Not geraten", sagt Porsche-Chef Oliver Blume den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung". Die Tafel-Läden an den Porsche-Standorten unterstütze das Unternehmen in diesem Jahr mit 200.000 Euro. "In diesen Krisenzeiten spüren viele Tafeln schmerzhaft, dass sie kaum mehr Lebensmittelspenden erhalten", sagt Blume. Das Unternehmen prüft außerdem die Fertigung medizinischer Produkte: "Bei hoch spezialisierten Medizinprodukten muss man die gesetzlichen Auflagen und Zertifizierungen beachten", so der Konzernchef. Die Führung müsse hier bei den Spezialisten aus der Medizintechnik liegen, die dann Aufträge an die Autoindustrie delegieren. "3D-Drucker stehen auf jeden Fall zur Verfügung."

+++ 05:15 Über 1000 Tote in den USA +++
In den USA ist die traurige Marke von 1000 Todesopfern überschritten. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Nur China und Italien haben bislang mehr Infizierte registriert. New York ist die US-Stadt mit den meisten Opfern - hier wurden allein 280 Tote gezählt. Für das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum gelten weitreichende Ausgangssperren. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen.

+++ 04:37 Airbnb-Vermieter in USA könnten Arbeitslosenhilfe bekommen +++
Airbnb-Gastgeber können in den Vereinigten Staaten eine gewisse Erleichterung von dem 2 Billionen Dollar schweren Hilfsgesetz erwarten. Nach Angaben der Vermietungsplattform können erkrankte Vermieter oder Gastgeber, deren Familienmitglieder von COVID-19 betroffen sind, nach dem neuen Gesetz Arbeitslosenhilfe beantragen. Gastgeber, die als Einzelunternehmer gelten, hätten auch Anspruch auf Kredite für kleine Unternehmen, um Zinsen auf Hypothekenzahlungen, Mieten und Stromrechnungen zu decken, falls ihr Geschäft von dem Ausbruch betroffen sei, sagt Airbnb. Auch Kredite zur Deckung von Lohnzahlungen für externe Dienstleister wie Reinigungskräfte sollen nach Angaben des Unternehmens möglich sein.

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+++ 03:30 Helsinki wird abgeriegelt +++
Die finnische Hauptstadt Helsinki wird abgeriegelt. Die Aus- und Einreiseverbote für die Hauptstadtregion Uusimaa gelten ab Freitag und für mindestens drei Wochen, teilte die Ministerpräsidentin Sanna Marin mit. Reisen aus sehr wichtigen Gründen wie etwa beim Tod eines Angehörigen oder zum Besuch eines getrennt lebenden Kindes bleiben aber erlaubt. In Finnland gibt es bislang rund 880 bestätigte Corona-Infektionsfälle und mindestens drei Todesopfer der Pandemie.

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+++ 02:45 Zwei Pariser Flughäfen stellen Betrieb ein +++
Zwei der drei großen internationalen Flughäfen von Paris werden wegen der Corona-Krise vorübergehend geschlossen: Die Airports Orly und Beauvais-Tillé machen ab dem 31. März dicht. Als Grund geben Behörden und Betreiber den drastisch gesunkenen Betrieb infolge der Reisebeschränkungen an. Regierungsflüge und Rettungsflüge dürfen weiterhin stattfinden. Geöffnet bleibt der Flughafen Charles de Gaulle, der größte Airport der französischen Hauptstadt.

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+++ 02:05 Experte Fauci warnt vor zweiter Virenwelle +++
Das Coronavirus könnte nach Ansicht eines führenden US-Experten zu einem jährlich wiederkehrenden Problem ähnlich der normalen Grippe werden. Es sei bedenklich, dass die Zahl der bekannten Infektionen derzeit in der südlichen Hemisphäre ansteige, wo es langsam kälter werde, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, im Weißen Haus. Es sei vorstellbar, dass das Virus sich dort verbreite und dann im nächsten Winter wieder von dort ausgehend in die nördliche Halbkugel komme. "Wir müssen wirklich auf einen nächsten Zyklus vorbereitet sein", sagte er. Es sei nun unverzichtbar, mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffs und wirksamen Medikamenten zu arbeiten.

+++ 01:45 Bauernverband sieht Grundversorgung nicht in Gefahr +++
Der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Deutsche Bauernverband (DBV) warnen vor Auswirkungen auf die Versorgung mit manchen Nahrungsmitteln wegen des Einreiseverbots für Erntehelfer. Das wegen des Coronavirus verhängte Einreiseverbot sei "für die Aufrechterhaltung der Lebensmittellieferkette eine sehr große Herausforderung", äußerte ein HDE-Sprecher gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

+++ 00:44 Frankreich zieht Soldaten aus Irak ab +++
Frankreich holt wegen der Coronavirus-Pandemie seine im Irak stationierten Soldaten zurück. Da die internationale Anti-IS-Koalition beschlossen habe, die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte wegen der Corona-Krise vorerst zu unterbrechen, ziehe Frankreich seine Einsatzkräfte ab, teilte die Armee mit. Die knapp 200 an der Ausbildungsmission beteiligten Soldaten sollen demnach vorerst nach Frankreich zurückkehren. In der vergangenen Woche hatte bereits Großbritannien einen Teil seiner Soldaten aus dem Irak abgezogen. Auch die Bundeswehr unterbrach die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte in der zentralirakischen Basis Tadschi.

+++ 00:13 Italien meldet weniger Neuinfektionen +++
In Italien hat sich die Ausbreitung des Coronavirus den vierten Tag in Folge verlangsamt. Die Zahl der Infektionen sei um 7,5 Prozent angestiegen, das sei der niedrigste Zuwachs seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwochabend mit. Allerdings habe es einen deutlichen Anstieg der Todesfälle in Regionen mit großen Städten wie Neapel und Rom gegeben. Insgesamt wurden den Angaben innerhalb von 24 Stunden 683 neue Todesfälle registriert. Damit starben in Italien bereits 7503 Menschen an Covid-19. Die Zahl der Infizierten liegt inzwischen bei knapp 74.400.

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Die Zelte stehen vorm Bellevue Krankenhaus in Manhattan.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

+++ 23:58 New York baut provisorische Leichenhalle +++
New York hat eine provisorische Leichenhalle errichtet. Die weißen Zelte wurden außerhalb des Bellevue Krankenhauses in Manhattan aufgebaut, wie Fotos in lokalen Medien zeigen. Die Internetseite "Politico" berichtet unter Berufung auf anonyme Quellen im Heimatschutzministerium, dass erwartet würde, dass die Leichenschauhäuser in der Ostküstenstadt nächste Woche an ihre Kapazitätsgrenze stoßen. New York hat in der Corona-Pandemie mit etwa 200 Toten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mit Abstand die meisten US-Opfer. Landesweit lag die Zahl der Toten am Mittwochabend (Ortszeit) demnach bei rund 900.

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+++ 23:33 Saudi-Arabien riegelt Riad, Mekka und Medina ab +++
Saudi-Arabien verschärft seine Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus: Das Königreich riegelt die Hauptstadt Riad sowie die muslimischen Wallfahrtsorte Mekka und Medina ab. Ein- und Ausreise aus den Städten sind verboten, außerdem wird dort in die Ausgangssperre verschärft. Ab Donnerstag dürfen die Menschen ab 15 Uhr ihre Häuser nicht mehr verlassen. Landesweit gilt seit Montag eine Sperrstunde ab 19 Uhr. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor den zweiten Corona-Todesfall in Saudi-Arabien gemeldet. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich demnach auf 900. Saudi-Arabien ist das am schwersten von der Pandemie betroffene Land unter den Monarchien der Golfregion.

+++ 22:53 UNO erklärt Corona zur "Bedrohung für die gesamte Menschheit" +++
Die Corona-Pandemie ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen eine "Bedrohung für die gesamte Menschheit". UN-Generalsekretär António Guterres hat deshalb einen weltweiten Spendenaufruf zur Unterstützung der ärmsten Länder der Welt gestartet. Bis zum Jahresende würden sie 2 Milliarden Dollar, umgerechnet 1,8 Milliarden Euro, zur Bekämpfung des Virus benötigen. Dabei zählen die UN auch auf die Bundesregierung. Die Unterstützung der ärmeren Länder zahle sich aus, sagte UN-Nothilfe-Koordinator Mark Lowcock. Das Virus bleibe gefährlich, wenn es nicht auch dort bekämpft werde.

+++ 22:08 Macron kündigt Militäraktion im "Krieg" gegen Virus an +++
Angesichts der Corona-Pandemie hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine spezielle Militäraktion angekündigt. Die "Operation Widerstandskraft" werde dem französischen Kampf gegen den Terrorismus nachempfunden und habe das einzige Ziel, die Bevölkerung im "Krieg" gegen das tödliche Virus zu unterstützen, sagte der Staatschef am Abend im besonders betroffenem Elsass. Macron äußerte sich nach dem Besuch eines neu errichteten Militärlazaretts bei der Stadt Mülhausen, das die überfüllten Krankenhäuser in der Region entlasten soll. Was genau die "Operation Widerstandskraft" beinhaltet, sagte er nicht.

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+++ 21:42 Merkel und Xi diskutieren Zusammenarbeit +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Präsident Xi Jinping haben vor der G20-Videoschalte über eine Zusammenarbeit in der Corona-Krise gesprochen. "Sie sind sich einig, dass die gegenwärtige Krisensituation nur durch enge internationale Zusammenarbeit gelöst werden kann", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Deutschland und China würden sich weiter abstimmen. Die G20-Staaten sprechen am Donnerstag in einer Videokonferenz über die weltweite Krise.

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+++ 21:24 RKI testet nach Kritik früher in Pflegeheimen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist der Forderung von Patientenschützern nachgekommen und will deutlich mehr Mitarbeiter von Pflegeheimen und Krankenhäusern einem Test auf das Coronavirus unterziehen. Es sei "überfällig", dass alle Pflegekräfte gleich bei Grippesymptomen auf das Virus getestet werden, erklärte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Bislang hatte das RKI einen solchen Test nur dann für nötig erachtet, wenn der erkrankte Mitarbeiter in einem Krisengebiet war oder Kontakt mit einer infizierten Person hatte.

+++ 20:57 Krankenwagen mit Corona-Patienten mit Steinen beworfen +++
In Spanien sind mehrere Krankenwagen, in denen sich insgesamt 28 ältere Corona-Patienten aufgehalten haben, mit Steinen beworfen worden. Die Attacke habe sich bereits am Dienstag in La Línea de la Concepción im Süden des Landes ereignet, berichtet die spanische Polizei. Dutzende Menschen hätten verhindern wollen, dass die infizierten Senioren, die aus einer anderen Gemeinde stammen, in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden. Es kam laut Polizei auch zu einer Barrikade auf der Straße und dem Einsatz von Sprengkörpern.

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Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts/sid