Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:46 Kinderkrankengeld wird ausgeweitet +++

Mit der geplanten Verabschiedung der sogenannten Bundes-Notbremse an diesem Mittwoch soll auch eine weitere Aufstockung der Kinderkrankentage beschlossen werden. Viele Familien litten unter der Doppelbelastung von Homeoffice und Homeschooling, schrieb SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich in einem Brief an die Mitglieder der SPD-Fraktion. "Um hier etwas Erleichterung zu schaffen, weiten wir den Rechtsanspruch auf Kinderkrankentagegeld aus." Der Anspruch auf Kinderkrankengeld steigt demnach noch einmal von 20 Tagen pro Elternteil und Kind auf 30 Tage. Für Alleinerziehende wird der Anspruch von 40 auf 60 Tage erhöht. Das ausgezahlte Kinderkrankengeld beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes.

+++ 22:40 Trotz steigender Inzidenz: Niederlande wagen Öffnung +++
Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen werden in den Niederlanden die Corona-Maßnahmen gelockert. Vier Monate nach Verhängung des strengen Lockdowns wird die abendliche Ausgangssperre aufgehoben, und die Terrassen der Cafés und Geschäfte dürfen unter Auflagen wieder öffnen, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag an. Die Lockerungen sollen ab dem 28. April gelten. "Wir wagen das Risiko, am 28. April den ersten vorsichtigen Schritt zu machen", sagte der Premier.

+++ 22:10 Boris Johnson fürchtet sich vor der nächsten Welle +++
Trotz niedriger Fallzahlen befürchtet der britische Premierminister Boris Johnson in diesem Jahr eine dritte Welle an Coronavirus-Infektionen in seinem Land. Das sei die feste Ansicht der meisten Wissenschaftler, sagte der konservative Politiker bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street. Derzeit weise aber nichts darauf hin, dass der bislang vorgesehene Fahrplan zur Lockerung von Maßnahmen nicht wie geplant fortgesetzt werden könne, so Johnson. Bis zum 21. Juni sollen in England schrittweise alle Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. In Großbritannien gehen die Infektionszahlen stark zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 26 angegeben. Die Zahl der Neuinfektionen liegt bei rund 2500. Gleichzeitig wurden 33 neue Todesfälle gemeldet. Mehr als 33 Millionen Menschen, knapp die Hälfte der Gesamtbevölkerung, wurde bereits mit einer ersten Dosis geimpft. Über zehn Millionen Menschen erhielten bereits beide Impfungen.

+++ 21:40 Fünf Bundesländer mit steigender Inzidenz +++
Nur noch eins von 16 Bundesländern liegt weiterhin unter der 100er-Notbremsen-Schwelle: Schleswig-Holstein verbessert sich aktuell auf den Wert von 71,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Fünf Länder weisen eine steigende Inzidenz auf: Darunter Super-Hotspot Thüringen (243,3), Baden-Württemberg (172,5) und das Saarland (133,1). Mit Abstand den größten Rückgang – allerdings auf hohem Niveau - verbucht Sachsen (220,9).

+++ 21:10 Hohe Fallzahlen in Sachsen, Baden-Württemberg und MV +++
Unter den Bundesländern verzeichnen Sachsen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern die meisten neuen Fällen je 100.000 Einwohner. Die höchste Zahl aktiver Fälle je 100.000 Einwohner gibt es ebenfalls in Sachsen, das sich der 500er Marke nähert - und deutlich vor Thüringen und Hamburg liegt.

+++ 20:40 Deutschland meldet fast 15.000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.173.302 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 14.973 neue Fälle hinzu. Das sind 321 mehr als in der Vorwoche und der höchste Dienstagswert seit dem 12. Januar. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 319 auf 80.472. Das sind 32 weniger als in der Vorwoche. Als aktuell infiziert gelten rund 288.000 Personen. Der Trend bei den Neuinfektionen zeigt eine überdeutliche Aufwärtstendenz: Im Schnitt kommen derzeit pro Tag 20.314 (Vortag: 20.268) neu erkannte Ansteckungen hinzu. Vor acht Wochen (22.02.) lag der Wert noch bei 7.460 – nun beträgt er also mehr als das Zweieinhalbfache.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,89 angegeben (Vortag: 1,09). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,95 (Vortag: 1,06). Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland steigt weiter und liegt nur noch knapp unter der 5000er-Marke. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 4966 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Das ist der höchste Wert seit 18. Januar - damals waren es 5003. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Zuwachs um 34 Patienten. Demnach müssen 2751 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 3 Personen mehr als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 3854 Intensivbetten in den deutschen Kliniken frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:10 Berlin bekommt weniger Impfstoff als andere Bundesländer +++
Arztpraxen in Berlin und Brandenburg haben in den vergangenen Wochen deutlich weniger Corona-Impfstoff bekommen als vorgesehen. Andere Bundesländer erhielten dagegen sogar mehr als geplant, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) unter Berufung auf Daten des Paul-Ehrlich-Instituts berichtete. Danach haben die Arztpraxen in der Hauptstadt in der vergangenen Woche und der davor gut 7200 Biontech-Impfdosen weniger bekommen, als dem Land laut Verteilungsschlüssel zugestanden habe. In Brandenburg waren es fast 2700 weniger als erwartet. Dagegen erhielten sieben Bundesländer mehr Impfstoff als vorgesehen. Allein in Mecklenburg-Vorpommern waren es den Daten zufolge knapp 13.000 mehr, in Niedersachsen über 8000 mehr. In keinem Bundesland war die Lücke so groß wie in Berlin. Das Ministerium von Gesundheitsminister Jens Spahn teilte dem RBB mit, derzeit würden bundesweit mehr als 55.000 Arztpraxen mit Impfstoff versorgt. Dabei könne es zu Abweichungen kommen.

+++ 19:40 Corona-Ausbruch in Altersheim - trotz Impfung +++
Ein noch nicht vollständig durchgeimpftes Düsseldorfer Altenzentrum der Caritas hat mit einem Corona-Ausbruch zu kämpfen. Die nordrheinwestfälische Landeshauptstadt berichtete von fünf positiv getesteten Beschäftigten und zehn infizierten Bewohnern - wovon einer gestorben sei. Der Verstorbene zählte demnach zu den drei Bewohnern der infizierten Gruppe, bei denen die zweite Impfung gegen Covid-19 noch ausstand. Sieben der zehn seien dagegen schon vollständig geimpft gewesen und hätten sich dennoch infiziert. Das Todesopfer war der Mitteilung zufolge positiv auf die britische Virus-Variante getestet worden. Ob weitere Personen Virus-Varianten aufwiesen, sei noch ungeklärt. Für 13 Kontaktpersonen wurde Quarantäne angeordnet und für den betroffenen Wohnbereich ein Besuchsverbot ausgesprochen.

+++ 19:11 J&J beginnt mit EU-Lieferungen +++
Der US-Hersteller Johnson & Johnson will die Markteinführung seines Corona-Impfstoffes in Europa fortsetzen. Das teilte das Unternehmen am Abend mit, nachdem die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) dem Präparat am Nachmittag grünes Licht gegeben hatte. Das Vakzin des US-Konzerns war wegen seltener Thrombosefälle in den USA gestoppt worden. In Europa hatte J&J daraufhin die Markteinführung seines Impfstoffs abgebrochen. Die ersten gelieferten Dosen wurden eingelagert. Nach einer Prüfung der Verdachtsfälle bewertet die EMA den Nutzen des J&J-Impfstoffs höher als die Risiken.

+++ 18:35 Corona legt Amtsgericht Altona lahm +++
Die Corona-Pandemie beeinträchtigt vermehrt auch die Hamburger Justiz. Nachdem im Untersuchungsgefängnis mehrere Bedienstete und Gefangene positiv auf das Virus getestet wurden, ist nun das Amtsgericht Altona von Covid-19-Fällen betroffen. Dort gibt es unter den Bediensteten, darunter Richter und Mitarbeiter im nichtrichterlichen Dienst, insgesamt 15 Verdachtsfälle. Sieben davon wurden durch PCR-Tests positiv bestätigt, sagte ein Gerichtssprecher. Alle aufschiebbaren Prozesstermine beim Amtsgericht Altona würden vertagt, sagte der Sprecher. Damit solle der Publikumsverkehr eingeschränkt werden.

+++ 18:05 Iran befürchtet Todeswelle: Leichenhallen in Teheran überfüllt +++
Wegen der rasant steigenden Zahlen der Corona-Toten in der iranischen Hauptstadt könnte der Teheraner Zentralfriedhof Behescht Sahra schon bald nicht mehr über genügend Leichenhallen verfügen. "Falls es noch schlimmer werden sollte, haben unsere jetzigen Leichenhallen nicht mehr genügend Kapazität, um die vielen Toten aufzubewahren," sagte Resa Karami, Leiter der Krisenabteilung in der Teheraner Stadtverwaltung, der Nachrichtenagentur Ilna. Der Corona-Krisenstab warnt vor einer "Corona-Todeswelle" im Iran. Besonders schlimm könnte es in der Millionenmetropole Teheran werden, falls die erneut verhängten Lockdowns nicht strikt eingehalten werden sollten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in den vergangenen 24 Stunden fast 400 Corona-Tote und über 25.000 Neuinfektionen erfasst. Damit ist seit Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land auf über 67.000 gestiegen, die der mit dem Virus infizierten auf fast 2,3 Millionen.

+++ 17:35 MV legt alle Öffnungsprojekte auf Eis +++
Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe hat Modellprojekten mit vereinzelten Lockerungen vor dem Hintergrund zu hoher Corona-Infektionszahlen vorerst eine Absage erteilt. Es sei derzeit nicht zu verantworten, Modellprojekte auszurufen, sagte Glawe in Schwerin. Die Landesregierung hatte sich Ende März darauf verständigt, dass es von Mitte April an pro Landkreis beziehungsweise kreisfreier Stadt jeweils ein Modellprojekt geben soll, was dann zwei bis drei Wochen andauert. Die Projekte brauchen das Einvernehmen vom Gesundheitsministerium. Laut Glawe seien mehrere Vorschläge eingereicht worden. Als Beispiele nannte er die Öffnung des Einzelhandels in Vorpommern-Rügen, mehr Bildung, Freizeit- und Sportaktivitäten in der Landeshauptstadt Schwerin sowie die Öffnung der Außengastronomie in Teilen des Landkreises Vorpommern-Greifswald.
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+++ 17:05 Norwegen bleibt tabu für Touristen +++
Die norwegische Regierung hat ihre Einreisebeschränkungen verlängert. Das heißt, dass Touristen aus dem Ausland vorerst nicht ins Land gelassen werden. Die Regelung gilt zunächst bis zum 12. Mai. Obwohl das skandinavische Land vergleichsweise niedrige Ansteckungszahlen hat, sind die Einreiseregeln sehr streng. Im Wesentlichen ist nur Norwegern und in Norwegen registrierten Ausländern die Einreise gestattet. Wer von einer unnötigen Auslandsreise zurückkommt, muss für eine Woche auf eigene Kosten ins Quarantänehotel. Selbst ausländische Familienmitglieder, Partner und Geschäftsreisende sind in der Regel nicht willkommen. In Norwegen waren in den letzten 14 Tagen durchschnittlich rund 163 Corona-Fälle per 100.000 Einwohner registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Norwegen derzeit bei 70,3.

+++ 16:30 Verwaltungsgericht kippt Weimarer Maskenurteil +++
Das Verwaltungsgericht in Weimar hält eine Entscheidung des dortigen Amtsgerichts gegen die Maskenpflicht im Unterricht für "offensichtlich rechtswidrig". Das Familiengericht habe keine Befugnis, Anordnungen gegenüber Behörden und Vertretern von Behörden als Träger öffentlicher Gewalt zu treffen, teilte das Verwaltungsgericht mit. Die gerichtliche Kontrolle von Behördenhandeln auch hinsichtlich von Gesundheitsschutzmaßnahmen in den Schulen obliege allein den Verwaltungsgerichten. Hintergrund ist eine Entscheidung des Amtsgerichts Weimar, die bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Das Gericht hatte die Maskenpflicht an zwei Thüringer Schulen per Anordnung aufgehoben und war dafür in Querdenkerkreisen bejubelt worden.
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+++ 16:20 EMA empfiehlt J&J-Impfstoff weiterhin +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) bewertet den Nutzen des Coronavirus-Impfstoffs von Johnson & Johnson höher als die Risiken. Dabei gebe es eine mögliche Verbindung zu sehr seltenen Fällen von ungewöhnlichen Thrombosen, teilte die EMA am Nachmittag mit. Ein entsprechender Warnhinweis solle beigefügt werden. Es gebe zudem eine große Ähnlichkeit zu Fällen, die bei dem Impfstoff von AstraZeneca aufgetreten seien, teilte die EMA weiter mit.
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+++ 16:15 Johnson & Johnson steht in den Startlöchern +++
Johnson & Johnson zeigt sich von den Vorteilen seines Corona-Impfstoffs nach dem einstweiligen Stopp der Impfungen in den USA wegen seltener Thrombosefälle überzeugt. "Wir glauben weiterhin an das positive Nutzen-Risiko-Profil unseres Impfstoffs", sagt Forschungschef Paul Stoffels in einer Analystenkonferenz. Der Pharmakonzern sei bereit, die Auslieferungen des Vakzins in Europa wieder aufzunehmen. Das Unternehmen plane unverändert, in diesem Jahr 200 Millionen Dosen an die EU, Norwegen und Island zu liefern.

+++ 15:45 Niedersachsen auf dem Weg zum Hotspot +++
Die Zahl der Corona-Hotspots in Niedersachsen ist auf inzwischen 33 von 45 Landkreisen und großen Städten gestiegen. Dort liegt die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen über 100, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Dies bedeutet striktere Corona-Beschränkungen wie etwa eine nächtliche Ausgangssperre. 650 Neuinfektionen und 12 weitere Todesfälle wurden registriert. Im landesweiten Durchschnitt beträgt die Sieben-Tages-Inzidenz 125,6. In niedersächsischen Kliniken werden unterdessen 1109 Corona-Patienten behandelt, 325 davon auf der Intensivstation. 213 Erwachsene und ein Kind müssen künstlich beatmet werden.

+++ 15:15 Bayern meldet 300er-Inzidenz bei Teenagern +++
Die 15- bis 19-Jährigen sind inzwischen die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Altersgruppe in Bayern. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek in München. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in dieser Altersgruppe liege derzeit bei 321,3, bei den 10 bis 14-Jährigen noch immer bei 242. Insgesamt liegt der Durchschnitt in Bayern derzeit bei 185. Der CSU-Politiker meldete für Bayern eine Impfquote von über 20 Prozent bei den Erstimpfungen. In mehr als der Hälfte der Impfzentren werde bereits die Priorisierungsstufe 3 geimpft. Dazu gehörten nun auch alle Lehrer. Für die Monate Mai und Juni erwarte er "richtig viel" Impfstoff für Bayern. Dann könnten von Ende April an auch Modellprojekte zur Entpriorisierung gestartet werden.

+++ 14:45 Astrazeneca: Sachsen beendet Impfpriorisierung in Praxen +++
In Sachsen können sich ab sofort alle Bürger in Arztpraxen mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping in Dresden mitteilte, ist damit die Impfpriorisierung für diesen Impfstoff komplett aufgehoben. Es gibt allerdings Bedingungen: Die Impfung darf in den am Impfprogramm beteiligten Praxen nur nach einer ausführlichen Beratung erfolgen. Sowohl der Arzt als auch der impfwillige Bürger müssen zustimmen. Bisher wurde der Impfstoff nur Menschen im Alter ab 60 Jahren verabreicht.

+++ 14:25 Frankreich verlangt Lockerungen im Grenzverkehr +++
Frankreich hat von der Bundesregierung sofortige Lockerungen der Corona-Auflagen in Teilen des Grenzgebiets gefordert. "Es gibt keinen öffentlichen Verkehr mehr zwischen Mosel und Saar", kritisierte der französische Europaminister Clément Beaune im Radiosender France Info. "Das ist sehr schädlich." Zumindest für Fahrten zur Schule müsse Berlin den Grenzübertritt erleichtern. Die Bundesregierung hatte den französischen Verwaltungsbezirk Moselle zum "Virusvariantengebiet" erklärt, weil dort die hoch ansteckende Mutante aus Südafrika grassierte. Anfang März traten strenge Einreisebeschränkungen und Testpflichten in Kraft, der grenzüberschreitende Nahverkehr wurde ausgesetzt.

+++ 13:56 Sterbefallzahlen Mitte April entsprechen den Vorjahren +++
Die Sterbefallzahlen in Deutschland lagen in der 14. Kalenderwoche (5. bis 11. April) etwa auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Insgesamt starben in dem Zeitraum nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 19.018 Menschen. "Diese Zahl liegt im Bereich des Durchschnitts der Jahre 2017 bis 2020 für diese Kalenderwoche (minus 82 Fälle)", heißt es. Ein Vergleich der Todesfälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Sterbefälle ist aktuell bis einschließlich der zwölften Kalenderwoche möglich. In dieser dritten Märzwoche (22. bis 28. März) gab es laut RKI 1033 Todesfälle durch das Coronavirus, 34 mehr als in der Vorwoche. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen laut Statistischem Bundesamt in der 12. Kalenderwoche aber immer noch acht Prozent (1547 Fälle) unter dem Schnitt der vier Vorjahre. Das Bundesamt führt dies auf den fehlenden Grippeeffekt zurück: "Da dieser Grippeeffekt im Winter 2020/2021 äußerst gering war, sind die gesamten Sterbefallzahlen trotz der neu auftretenden Covid-19-Todesfälle ab Mitte Februar 2021 unter den Durchschnitt der Vorjahre gefallen."

+++ 13:40 Berliner Impfzentrum schließt für zwei Wochen +++
Bislang wird im Impfzentrum im ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin der Impfstoff von Astrazeneca verimpft. Dieser jedoch wird nicht mehr für Menschen unter 60 Jahren empfohlen. Um künftig auch Jüngere impfen zu können, muss das Impfzentrum umgebaut werden. Denn um das Vakzin von Biontech/Pfizer einsetzen zu können, müssen in Hangar 4 besondere Kühlvorrichtungen eingebaut werden, wie der RBB unter Berufung auf den Senat berichtet. Ab Mittwoch wird das Impfzentrum demnach für zwei Wochen geschlossen. Am 5. Mai soll es wieder öffnen. Dann bekommen Menschen über 60, die bereits mit Astrazeneca geimpft wurden, auch ihre Zweitimpfung.

+++ 13:27 Israel und Großbritannien planen "grünen Reisekorridor" +++
Können Menschen bald problemlos von London nach Tel Aviv und zurück fliegen? Israel und Großbritannien erwägen zumindest die Einrichtung eines "grünen Reisekorridors" zwischen beiden Ländern. Die Idee wurde bei einem Treffen zwischen Israels Außenminister Gabi Aschkenasi und dem britischen Vize-Regierungschef Michael Gove diskutiert, wie die israelische Regierung mitteilt. "Wir werden gemeinsam mit Großbritannien die gegenseitige Anerkennung von Impfstoffen vorantreiben, um Touristen und Geschäftsleuten aus beiden Ländern eine sichere Rückkehr in ihre Routinen zu ermöglichen", erläutert Aschkenasi. Beide Länder sind mit ihren Impfkampagnen vergleichsweise weit fortgeschritten. In Israel haben mehr als 57 Prozent der Bevölkerung einen vollen Impfschutz, in Großbritannien sind es mehr als 15 Prozent.

+++ 13:09 Zahl der Covid-Intensivpatienten nur noch knapp unter 5000 +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland steigt weiter und liegt nur noch knapp unter der 5000er-Marke. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 4966 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Das ist der höchste Wert seit 18. Januar - damals waren es 5003. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Zuwachs um 34 Patienten. Demnach müssen 2751 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 3 Personen mehr als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 3854 Intensivbetten in den deutschen Kliniken frei.

+++ 12:52 Verein will gegen Ausgangssperren klagen +++
Bundestag und Bundesrat dürften in dieser Woche den Weg für eine Bundes-Notbremse und damit für Ausgangsbeschränkungen frei machen. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) hält die geplante Ausgangssperre jedoch für verfassungswidrig und will sie vor Gericht zu Fall bringen. Die GFF stehe hinter der Bekämpfung der Corona-Pandemie und sei bisher auch gegen keine Maßnahme eingeschritten, sagt der Vorsitzende Ulf Buermeyer in Berlin. Die Grenzen der Verfassung müssten aber eingehalten werden, und dies sei nun nicht mehr der Fall. Laut einer Einigung von Union und SPD soll es ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Ausgangsbeschränkungen von 22 bis 5 Uhr geben.

+++ 12:21 Weitere Großstadt in NRW führt Ausgangsbeschränkungen ein +++
In inzwischen elf nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten gelten derzeit nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Am Mittwochabend kommt mit Hamm eine weitere Großstadt hinzu. Die Bewohner dürfen dann zwischen 21 und 5 Uhr nicht mehr ohne triftigen Grund draußen unterwegs sein, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Ausnahmen gelten etwa für Wege zum Arbeitsplatz oder zur Betreuung Pflegebedürftiger. Bisher gelten Ausgangsbeschränkungen in Leverkusen, Wuppertal, Krefeld und Unna seit Wochenanfang. Bereits vorher galten sie in den Kreisen Minden-Lübbecke, Siegen-Wittgenstein, Märkischer Kreis und Oberbergischer Kreis sowie in Remscheid, Hagen und Köln.

+++ 12:05 Merkel: Bei Impfpass-Diskussion auch Varianten berücksichtigen +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel weist in der Debatte über Rechte von Geimpften und einen europäischen Impfpass darauf hin, dass auch Mutationen berücksichtigt werden müssten. Es sei möglich, dass Geimpfte nicht gegen neue Virus-Varianten sicher seien, sagt sie in einer Rede vor dem Europarat.

+++ 11:20 Technische Probleme in NRW - Corona-Zahlen sind unvollständig +++
Die Corona-Fallzahlen für Nordrhein-Westfalen wurden nur unvollständig an das Robert-Koch-Institut übermittelt. "Seit gestern Abend bestehen erhebliche Störungen im Landesverwaltungsnetz", berichtet eine Sprecherin des Landeszentrums Gesundheit in Bochum. Eine größere Zahl von Meldungen der Gesundheitsämter habe das LZG noch nicht erreicht. "Die angegebenen Werte sind daher leider unvollständig, wir bitten um Verständnis." Auf der Grundlage der noch vor Eintritt der Störungen übermittelten Daten hatte das RKI am Morgen eine NRW-weite Inzidenz von 168,5 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen angegeben, 2,7 weniger als am Vortag. Große Städte wie Köln, Düsseldorf oder Duisburg hatten dabei aber keinen einzigen neuen Fall gemeldet.

+++ 10:59 Umfrage: Schulkinder lernen im Lockdown nur 4,3 Stunden +++
Einer Umfrage unter Eltern zufolge haben Schulkinder in Deutschland im jüngsten Lockdown erneut deutlich weniger Zeit mit Lernen verbracht als üblich. Sie verbrachten täglich im Schnitt 4,3 Stunden mit schulischen Aktivitäten, wie das Ifo-Institut in München unter Berufung auf eine Befragung von 2100 Eltern mitteilt. Das waren drei Stunden weniger als im normalen Schulalltag, aber 45 Minuten mehr als bei den ersten Schulschließungen Anfang 2020.

+++ 10:42 Hongkong erteilt Landeverbot für Maschinen aus Indien +++
Nach Dutzenden Corona-Fällen auf einem Flug aus Indien verhängt Hongkong ein sofortiges zweiwöchiges Landeverbot für Maschinen aus diesem und anderen Ländern. Die Maßnahme gelte auch für Pakistan und die Philippinen, teilen die Behörden des chinesischen Sonderverwaltungsgebiets mit. Mindestens 49 Menschen, die sich am 4. April an Bord eines Flugzeugs der indischen Airline Vistara befunden hatten, waren demnach positiv auf das Coronavirus getestet worden. Indien, Pakistan und die Philippinen wurden von den Hongkonger Behörden als "Hochrisikogebiete" eingestuft. Begründet wurde dies damit, dass dort bei Coronaviren erstmals die Mutation N501Y nachgewiesen worden sei, wie sie etwa bei der Variante B.1.1.7 zu finden ist. In Indien grassiert derzeit eine weitere Variante mit dem Kürzel B.1.617.

+++ 10:15 Berliner Corona-Teststelle durch Feuer beschädigt +++
In der Nacht gab es einen Brand in einer Corona-Teststelle im Berliner Bezirk Marzahn. Das dort verwendete Zelt wurde laut Polizei dabei beschädigt. Demnach trafen Einsatzkräfte der Feuerwehr um 2.20 Uhr ein und löschten den Brand. Der Pavillon war vor einer Apotheke aufgestellt. Bei dem Brand wurden die Seitenwände des Zelts beschädigt. Verletzte gab es nicht. Die Polizei ermittelt nun, ob es sich um Brandstiftung handelt. Zunächst gebe es aber noch keine Anhaltspunkte für eine politische Motivation.

+++ 09:59 Lauterbach: Ausgangssperren senken R-Wert um bis zu 20 Prozent +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußert sich eindeutig positiv zu möglichen Ausgangsbeschränkungen: Die Mehrheit der Experten sage, dass Ausgangsbeschränkungen den R-Wert um 10 bis 20 Prozent senkten, sagt der Bundesabgeordnete und Epidemiologe im ZDF-"Morgenmagazin". Was notwendig sei, um diese Reproduktionszahl auf unter eins zu drücken, werde zu einem Viertel durch Ausgangssperren erreicht. In der geplanten bundesweiten Corona-Notbremse ist eine nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 22 und 5 Uhr vorgesehen. Alleine spazieren gehen oder Individualsport soll bis Mitternacht möglich sein.

+++ 09:40 Mehr als 20 Prozent der Deutschen erstgeimpft +++
In Deutschland hat jede fünfte Person eine Erstimpfung erhalten. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Am Montag wurden demnach bundesweit 381.095 Impfungen verabreicht, die Gesamtzahl der verimpften Dosen wuchs damit auf etwa 22,38 Millionen. Dem RKI-Monitoring zufolge sind nun 16,7 Millionen Menschen in Deutschland erstgeimpft, das entspricht einer Quote von mehr als 20,2 Prozent. Die Quote nach Zweitimpfungen liegt bei etwa 6,7 Prozent, also mehr als 5,5 Millionen voll geimpften Personen.

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+++ 09:18 Specht zur Notbremse: "Glaube nicht, dass Maßnahmen effektiv sind" +++

+++ 08:58 87 Prozent der Regionen überschreiten Inzidenz von 100 +++
Sollten Bundestag und Bundesrat in dieser Woche die bundesweite Corona-Notbremse beschließen, sind für die allermeisten deutschen Regionen keine gelockerten Pandemieregeln absehbar: Von den 412 Regionen - Landkreise, kreisfreie Städte und Berliner Bezirke - überschreiten 359, also 87 Prozent, die für die Notbremse ausschlaggebende Marke von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Zu Monatsbeginn lagen noch 290 Regionen über dieser Schwelle.

+++ 08:39 Österreich will Mitte Mai alle Bereiche wieder öffnen +++
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigt für Mitte Mai umfassende landesweite Öffnungsschritte an. Den Öffnungsplan wolle die Regierung Ende der Woche präsentieren, sagt er im ORF-Radio. "Von Tourismus über Gastronomie, von Kultur bis Sport, denn alle Bereiche brauchen endlich wieder einen Schritt Richtung Normalität." Die Öffnungen würden mit sehr strengen Auflagen verbunden.

+++ 08:31 Ärztepräsident: Notbremse nicht nur wegen Inzidenz auslösen +++
Am morgigen Mittwoch will der Bundestag das geänderte Infektionsschutzgesetz verabschieden - und damit die Festlegung einer bundeseinheitlichen Corona-Notbremse. Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert jedoch eine Nachschärfung - und neben dem Inzidenzwert noch weitere Kriterien für die Aktivierung der Corona-Notbremse mit aufzunehmen. "Der Inzidenzwert allein sagt nichts über die tatsächliche Krankheitslast aus, da Infektionen häufig ohne oder mit nur geringen Symptomen verlaufen", sagt der Präsident der Bundesärztekammer der "Rheinischen Post". Konkret schlägt er vor, etwa die Zahl der täglichen Neuaufnahmen von Corona-Intensivpatienten sowie die Anzahl intensivpflichtiger und invasiv beatmeter Patienten der letzten sieben Tage mit aufzunehmen.

+++ 08:16 Saale-Orla-Kreis springt auf Inzidenz über 500 +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist nun der thüringische Saale-Orla-Kreis die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts zufolge steigt das dortige Fallaufkommen sprunghaft auf 516,7 neu registrierte Fälle je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Montag lag der Wert noch bei 392,2 - das entspricht einem Zuwachs von 31,7 Prozent. Damit ist die Region im Südosten Thüringens die bundesweit einzige mit einem Fallaufkommen über der 500er-Marke. Dahinter folgen der thüringische Landkreis Sonneberg mit dem unveränderten Wert 433,1 und der ebenfalls in Thüringen liegende Landkreis Greiz mit einem Wert von 371,7 - am Vortag lag er bei 396,3. Die bundesweit geringste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es laut RKI-Daten weiterhin im Landkreis Nordfriesland: Die Region in Schleswig-Holstein weist einen Wert von 36,8 (Vortag: 38,6) auf.

+++ 08:04 Indien meldet neuen Höchstwert bei täglichen Todesfällen +++
In Indien bleibt die Virus-Lage dramatisch. Binnen eines Tages verzeichnen die Behörden mindestens 1761 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus - das ist ein neuer Höchstwert. Die Gesamtzahl der indischen Todesopfer steigt demnach auf 180.530. Derweil sinkt die Zahl der täglich gemeldeten Infektionsfälle: Binnen 24 Stunden sind es 259.170. Nach einer Woche täglich steigender Fallzahlen könnte dieser Wert auf eine Abschwächung des Infektionsgeschehens hindeuten. Die Gesamtzahl der bisher nachgewiesenen Ansteckungen in Indien liegt nun bei mehr als 15,32 Millionen. Das rund 1,3 Milliarden Einwohner zählende Land weist damit nach den USA die weltweit zweithöchste Gesamtfallzahl an laborbestätigten Infektionen auf.

+++ 07:38 Lehrerverband fordert niedrigere Schwelle für Schulschließungen +++
Der deutsche Lehrerverband fordert, Schüler im Kampf gegen die Corona-Pandemie früher in den Distanzunterricht zu schicken als vorgesehen. Eine Sieben-Tage-Inzidenz von 200 als Maßstab für Schulschließungen, wie sie ursprünglich in der Notbremse des Bundes vorgesehen war, sei viel zu hoch.

"Es ist deswegen ein Fortschritt, wenn die Grenze jetzt auf 165 gesenkt werden soll", sagt Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Funke-Zeitungen. "Doch auch eine Inzidenz von 165 ist noch deutlich zu hoch." Man dürfe nicht vergessen, dass die bundesweite Inzidenz in der Altersgruppe zwischen 10 und 19 Jahren bereits jetzt deutlich höher liege. "Um eine Ausbreitung des Virus in den Schulen wirksam zu stoppen, muss der Präsenzunterricht bereits ab einer Inzidenz von 100 beendet werden", fordert Meidinger.

+++ 07:26 Panne in US-Werk von Johnson & Johnson - Produktionsstopp +++
Nach einer Panne bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson fordert die US-Arzneimittelbehörde FDA einen Produktionsstopp in dem betroffenen Werk in den USA. Die Firma Emergent BioSolutions, die das Werk in Baltimore im Bundesstaat Maryland betreibt, erklärt in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC, die FDA habe verlangt, die Produktion bis zum Abschluss einer laufenden Untersuchung auszusetzen. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hatte bereits Ende März bestätigt, dass eine Charge seines Impfstoffs in der Produktionsstätte in Baltimore "nicht den Qualitätsanforderungen" entsprochen habe. Laut "New York Times" waren 15 Millionen Impfdosen unbrauchbar. Der Impfstoff war Mitte März in der EU zugelassen worden. Anders als in den USA ist er in der Europäischen Union aber nach vereinzelten Fällen schwerer Blutgerinnsel noch nicht im Einsatz. Die Europäische Arzneimittelbehörde gibt heute ihre aktualisierte Einschätzung zur Sicherheit des Impfstoffs bekannt.

+++ 07:14 Pflicht für Testangebot am Arbeitsplatz tritt in Kraft +++
Seit heute müssen alle Arbeitgeber in Deutschland ihren Beschäftigten regelmäßig Corona-Tests anbieten. Für alle Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, muss es einmal pro Woche ein Testangebot geben, für besonders gefährdete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die tätigkeitsbedingt häufige Kundenkontakte haben oder körpernahe Dienstleistungen ausführen, mindestens zweimal pro Woche. Auch Beschäftigte, die vom Arbeitgeber in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, müssen zweimal wöchentlich ein Testangebot erhalten. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD hatte die Verordnung am vergangenen Dienstag vom Kabinett absegnen lassen. Die Art der Tests ist egal - es können Schnell- oder Selbsttests sein. Die Kosten tragen die Arbeitgeber. Für Arbeitnehmer ist das Testen freiwillig. Die Verordnung gilt zunächst bis Ende Juni.

+++ 07:01 Sieben-Tage-Inzidenz sinkt in zwölf Bundesländern +++
Weiterhin liegt nur ein Bundesland unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 und damit unter der Notbremsen-Schwelle: Schleswig-Holstein. Dort liegt der Wert bei 72,4 nach 72,0 am Montag. Das nördliche Bundesland gehört damit zu den vier Ländern mit steigendem Fallaufkommen. Besonders kräftig ist der Anstieg in Sachsen-Anhalt: von 178,3 auf 185,7. In zwölf Bundesländern schwächt sich das Fallaufkommen derzeit ab, etwa in Bayern, wo die Sieben-Tage-Inzidenz 185,3 beträgt nach 187,3 am Vortag. Zuvor war der Wert zwölf Tage in Folge gestiegen.

Im Super-Hotspot Thüringen steigt der Wert der Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen leicht an. Der Freistaat weist laut RKI mit 246,3 (Vortag: 245,8) das deutlich höchste Fallaufkommen im Ländervergleich auf. Über der 200 liegt sonst nur noch Sachsen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 220,9 (Vortag: 236,5).

+++ 06:50 Hausärzte bekommen nächste Woche mehr Impfdosen +++
Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland sollen in der kommenden Woche 500.000 Impfdosen mehr erhalten als zunächst geplant. "Ursprünglich sollten in der letzten Aprilwoche rund 1,5 Millionen Impfstoff-Dosen an die Praxen gehen, davon drei Viertel Biontech und ein Viertel Astrazeneca", heißt es einer Mitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) an die Praxen, aus der die "Rheinische Post" vorab berichtet. Nun würden zwei Millionen Einheiten geliefert, ausschließlich Impfstoff von Biontech/Pfizer. "Durch die höhere Liefermenge können Vertragsärzte nunmehr 24 bis 48 Dosen für die Woche vom 26. April bis 2. Mai ordern."

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+++ 06:26 EU liefert mehr als 650.000 Impfdosen auf den Balkan +++
Die EU hilft den sechs nicht zur EU gehörenden Ländern des Balkans mit 651.000 Impfdosen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dies sei ein erster Schritt, dem noch weitere folgen würden, sagt Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg. Österreich koordiniere die von Mai bis August laufende Aktion im Auftrag der EU. "Als Europäische Union signalisieren wir ganz klar, wir betreiben nicht nur Nabelschau, wir schauen über den Tellerrand und uns ist ganz klar, dass wir selber erst dann in Sicherheit sind, wenn unsere engsten Nachbarn es auch sind." Die Dosen von Biontech/Pfizer seien von vorneherein für diese Art von Nachbarschaftshilfe reserviert worden. Die Hilfsaktion habe keinen Einfluss auf das Impftempo in der EU. Die Impfstoffe würden nicht pro Kopf, sondern nach Notwendigkeit verteilt. So erhielten Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Albanien, wo erst sehr wenige Menschen geimpft sind, fast 500.000 Dosen. Der Rest gehe in das Kosovo, nach Montenegro und Serbien. Die Hilfe sei vor allem für das Gesundheits- und Pflegepersonal gedacht. Das letzte Wort aber hätten die Staaten selbst.

+++ 05:31 RKI: 9609 Neuinfektionen und 297 Todesfälle +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen eines Tages 9609 Corona-Neuinfektionen und 297 neue Todesfälle. Am Dienstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt bundesweit bei 162,4. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 165,3 angegeben. Allerdings waren in den Daten die Corona-Daten für Nordrhein-Westfalen nur unvollständig an das RKI übermittelt worden.

+++ 04:52 Aerosol-Experte: Spricht nichts gegen Sport im Freien +++
Beim kontaktlosen Sporttreiben im Freien ist das Risiko einer Corona-Ansteckung nach Ansicht des Präsidenten der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) äußerst gering. "Im Freien gibt es keine Gründe, die dagegen sprechen würden, Sport wieder zu erlauben", sagt GAeF-Präsident Christof Asbach im Interview mit der dpa. In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Gesellschaft an die Politik appelliert, aus der Erkenntnis, dass Infektionen in Innenräumen stattfinden, ein praktisches Handeln abzuleiten. "Wir haben damit einen Grundstein zum Verständnis gelegt, dass draußen sehr wenig passieren kann. Das bezieht den Sport natürlich mit ein", sagt Asbach.

+++ 03:44 Deutschland investiert knapp 1,6 Milliarden Euro in Corona-Forschung +++
Das Bundesforschungsministerium investiert in den Jahren 2020 und 2021 nach eigenen Angaben fast 1,6 Milliarden Euro in die Forschung zu Covid-19. Davon gehen rund 627 Millionen Euro an die Impfstoff-Hersteller Biontech in Mainz und Curevac in Tübingen. Im Jahr 2020 gab der Bund fast 2,9 Milliarden Euro für die Bereiche Gesundheitsforschung und -wirtschaft aus, davon 2,6 Milliarden Euro über das Forschungsministerium. Das Geld für die Corona-Forschung stellt der Bund einem Ministeriumssprecher zufolge zusätzlich zu diesen laufenden Ausgaben zur Verfügung. Zu den Hauptakteuren der institutionellen Corona-Forschung zählen demnach das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF).

+++ 02:39 Studie: Bundesbürger gaben wegen Corona deutlich weniger für Konsum aus +++
Die Verbraucher in Deutschland haben im Coronajahr 2020 nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Durchschnitt mindestens 1250 Euro weniger für den privaten Konsum ausgegeben als im Jahr vor der Krise. In der Summe entspreche das einem Rückgang der Konsumausgaben um 116 Milliarden Euro, heißt es in einer Untersuchung des arbeitgebernahen Forschungsinstituts. Im Vergleich mit dem Jahr 2019 sei der Konsum um 6,1 Prozent eingebrochen - so stark wie seit 70 Jahren nicht. Für das erste Quartal 2021 beziffern die Forscher den Konsumausfall auf weitere 40 bis über 60 Milliarden Euro.

+++ 01:35 Handwerkspräsident fordert zusätzliche Wirtschaftshilfen +++
Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, fordert zusätzliche Hilfen für die Wirtschaft, falls der Lockdown verlängert oder verschärft wird. "Wir brauchen weitere und bessere Finanzhilfen für Betriebe, die seit über einem Jahr kein Geschäft mehr machen können. Viele von denen waren kerngesund, und nun drohen sie völlig unverschuldet in die Insolvenz zu gehen", sagt Wollseifer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Möglich sei dies beispielweise über einen Verlustrücktrag, der über das Jahr 2019 hinausgehe. "Den Staat würde das auf Dauer noch nicht einmal etwas kosten."

+++ 23:52 USA weiten höchste Reisewarnstufe drastisch aus +++
Die US-Regierung kündigt eine Ausweitung der höchsten Reisewarnstufe auf etwa 80 Prozent aller Staaten an. Dem Außenministerium zufolge sollen sie wegen eines "noch nie dagewesenen Risikos für Reisende" in die vierte, rote Stufe - "Do Not Travel" - aufgenommen werden. Gegenwärtig fallen 34 der etwa 200 Länder in diese Kategorie. Um auf 80 Prozent zu kommen, müssten etwa 130 Staaten hinzugefügt werden.

+++ 22:36 Besucher löst trotz negativem Test Massenausbruch in Klinik aus +++
Ein Besucher mit falsch-negativem Schnelltest-Ergebnis hat im Klinikum Dortmund einen Corona-Ausbruch ausgelöst. Mittlerweile seien 26 Infektionen - 18 Patienten und acht Mitarbeiter - auf den Vireneintrag zurückzuführen, sagte ein Sprecher des Klinikums. Die Infizierten seien jedoch alle bisher entweder symptomlos oder durchlebten milde Verläufe. Der Besucher hatte den Angaben zufolge vor mehr als einer Woche für einen Patientenbesuch ein negatives Schnelltest-Ergebnis vorgelegt, sich aber anschließend als ansteckend mit dem Coronavirus erwiesen. 300 Patienten und Mitarbeiter waren in der Folge getestet worden. Die Klinik warnt in diesem Zusammenhang davor, sich in falscher Sicherheit zu wiegen: "So ein negatives Schnelltestergebnis ist kein Freifahrtschein. Es gelten weiterhin Maskenpflicht und Abstandsregeln, um genau so etwas zu vermeiden", sagte der Sprecher. Es sei aber nicht immer allen Besuchern vermittelbar, dass man auch mit negativem Schnelltest durchaus infektiös sein könne und daher eben nicht Vorsichtsmaßnahmen über Bord werfen dürfe.

+++ 22:15 Griechenland setzt Einführung von Johnson&Johnson-Impfstoff aus +++
Griechenland setzt die Einführung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson aus. Es werde auf eine Stellungnahme der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA gewartet, erklärt die Leiterin der nationalen Impfkommission, Maria Theodoridou. Das südeuropäische Land wollte ursprünglich heute mit den Johnson & Johnson-Impfungen starten. Es sind aber Berichte von sehr seltenen Blutgerinnungsstörungen im Zusammenhang mit der Verwendung des Vakzins bekanntgegeben worden. Die EMA will am Dienstagnachmittag die Öffentlichkeit über den Sachverhalt unterrichten.

+++ 21:48 WHO: Pandemie hat sich dramatisch beschleunigt +++
Innerhalb einer Woche sind weltweit so viele neue Coronainfektionen gemeldet worden wie nie zuvor. Es waren 5,2 Millionen neue Fälle, der achte wöchentliche Anstieg in Folge, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg auf Wochenbasis zum fünften Mal in Folge. "Es hat neun Monate gedauert, bis wir eine Million Tote erreicht haben, vier Monate, bis es zwei Millionen waren und drei Monate, bis es drei Millionen waren", sagte Tedros. Die Experten seien besonders besorgt über den Anstieg von Corona-Infektionen und Krankenhauseinweisungen unter 25- bis 59-Jährigen. Das sei womöglich auf die ansteckenderen Varianten zurückzuführen und die Tatsache, dass in diesen Altersgruppen mehr soziale Kontakte stattfänden, so Tedros.

+++ 21:22 Todesfälle in Türkei auf Höchststand +++
Die Türkei hat die höchste Zahl an Todesfällen an einem Tag im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie gemeldet. Das Gesundheitsministerium teilte mit, 341 Menschen seien innerhalb von 24 Stunden an oder mit Covid-19 gestorben. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesopfer auf 36.267. Die Behörden meldeten zudem rund 55.000 Neuinfektionen an einem Tag, die Gesamtzahl der Infizierten in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern stieg damit auf rund 4,3 Millionen. Die Regierung hatte die Corona-Restriktionen Anfang März zunächst gelockert, damals lag die Zahl der Neuinfektionen zeitweise unter 10.000 täglich. In den vergangenen Wochen hat das Infektionsgeschehen aber wieder stark zugenommen und neue Einschränkungen wie verschärfte Ausgangsbeschränkungen wurden erlassen. Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen haben zurzeit die westtürkische Provinz Canakkale mit rund 963 Fällen pro 100.000 Einwohnern und die Millionenmetropole Istanbul mit rund 921 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

+++ 21:18 Indigene Gemeinden entscheiden sich gegen Impfung +++
In Mexiko haben sich 13 Gemeinden gegen die Impfung ihrer Bewohner gegen das Coronavirus entschieden. Es seien ursprünglich 14 gewesen, eine Gemeinde sei aber umgestimmt worden, erklärte Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in seiner täglichen Pressekonferenz in Mexiko-Stadt. Die meisten der impfunwilligen Ortschaften liegen nach Angaben der Gesundheitsbehörden in den indigen geprägten südlichen Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas. Die ablehnende Haltung gegen das Impfen beruht demnach auf kulturellen und religiösen Überzeugungen sowie auf Angst vor möglichen Nebenwirkungen. In indigenen Gemeinschaften werden oft in Versammlungen Entscheidungen getroffen, die für alle Mitglieder gelten. López Obrador kündigte auch an, sich am Dienstag öffentlich impfen zu lassen, um Ängste in der Bevölkerung zu zerstreuen. Der 67-jährige Populist war im Januar an Covid-19 erkrankt. López Obrador hat die Gefahr durch das Coronavirus seit Ausbruch der Pandemie immer wieder heruntergespielt.

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Quelle: ntv.de, mau/dpa/AFP/rts

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