Panorama

Hohe Infektionszahlen MV legt Öffnungsprojekte auf Eis

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Auch testweise darf die Außengastronomie in Mecklenburg-Vorpommern nicht öffnen.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Seit Montag greift in Mecklenburg-Vorpommern die Notbremse. Schulen, Einzelhandel und Freizeiteinrichtungen sind wieder zu. Auch für Modellprojekte sieht es schlecht aus: Angesichts der Infektionsdynamik erteilt ihnen das Gesundheitsministerium eine Absage.

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe hat Modellprojekten mit vereinzelten Lockerungen vor dem Hintergrund zu hoher Corona-Infektionszahlen vorerst eine Absage erteilt. Es sei derzeit nicht zu verantworten, Modellprojekte auszurufen, sagte Glawe in Schwerin. Die Landesregierung hatte sich Ende März darauf verständigt, dass es von Mitte April an pro Landkreis beziehungsweise kreisfreier Stadt jeweils ein Modellprojekt geben soll, was dann zwei bis drei Wochen andauert.

Die Projekte brauchen das Einvernehmen vom Gesundheitsministerium. Laut Glawe seien mehrere Vorschläge eingereicht worden. Als Beispiele nannte er die Öffnung des Einzelhandels in Vorpommern-Rügen, mehr Bildung, Freizeit- und Sportaktivitäten in der Landeshauptstadt Schwerin sowie die Öffnung der Außengastronomie in Teilen des Landkreises Vorpommern-Greifswald.

Angesichts der Infektionslage greift seit Montag in Mecklenburg-Vorpommern die Corona-Notbremse. Landesweit dürfen private Treffen dann nur noch mit höchstens einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes stattfinden, wie Schwesig am vergangenen Donnerstagabend in Schwerin ankündigte. Außerdem sollen demnach die Schulen und die meisten Geschäfte sowie Museen und Freizeiteinrichtungen schließen.

Zudem schärft das Küstenland bei den Regeln zur Einreise nochmals nach. Wer aus einem anderen Bundesland kommt und einen Zweitwohnsitz im Nordosten hat, muss diesen bis spätestens Freitag nächster Woche verlassen, wie die Landesregierung in Schwerin mitteilte. Dies gelte auch für Dauercamper, Kleingartenpächter sowie Bootseigentümer aus anderen Bundesländern. "Wir sind das Land mit den härtesten Reisebeschränkungen. Und dazu stehen wir", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. "Wenn wir all das nicht tun, dann wird es auch keinen Sommerurlaub in MV geben können", betonte die Regierungschefin.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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