Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:53 IWF: China sollte Null-Covid-Strategie überdenken +++

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ruft China angesichts der weltweiten Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante zu einer Abkehr von seiner strikten Null-Covid-Strategie auf. Die Beschränkungen erwiesen sich als Belastung - sowohl für die chinesische als auch für die globale Wirtschaft, sagt IWF-Chefin Kristalina Georgiewa bei einer virtuellen Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums. Das verlangsame Wachstum der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sei auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass es wegen Null-Covid-Strategie immer wieder zu Betriebsschließungen komme.

+++ 22:22 Sieben Bundesländer melden neuen Tageshöchststand bei Neuinfektionen +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in allen Bundesländern gestiegen. In 7 der 16 Bundesländer haben die Gesundheitsämter neue Tageshöchststände bei den Neuinfektionen gemeldet. Brandenburg, Berlin und das Saarland meldeten mit einem Anstieg von jeweils mehr als 100 die größten Zuwächse.

+++ 22:10 Spanien: Weiterer leichter Rückgang der Corona-Zahlen +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Spanien ist am Freitag den vierten Tag in Folge leicht gefallen. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde vom Gesundheitsministerium in Madrid mit rund 1457 angegeben. Zum Vergleich: Für Deutschland gab das Robert Koch-Institut (RKI) diesen Wert am Freitag mit 706 an. Eine solche Sieben-Tage-Inzidenz hatte Spanien am 27. Dezember gemeldet. In den folgenden drei Wochen schossen die Infektionszahlen auf einen Spitzenwert von 1657 in die Höhe - registriert am vergangenen Montag. Experten betonten, dass die Zahlen derzeit wegen der Überlastung der Erfassungs- und Meldesysteme eine höhere Fehlerquote haben könnten. Zwar sind die Corona-Zahlen in Spanien, wo die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie weniger strikt als in Deutschland sind, immer noch sehr hoch. Aber die meisten Infizierten weisen keine oder nur milde Krankheitssymptome auf. Das liegt an der hohen Impfquote in dem Land, wo mehr als 80 Prozent aller Menschen zwei Impfungen und schon fast 40 Prozent eine dritte Impfung erhalten haben. Die Auslastung der Betten auf Intensivstationen durch Corona-Patienten stieg deshalb vergleichsweise langsamer als die Inzidenz an. Ende Dezember lag die Auslastung bei 18 Prozent, nun bei 23 Prozent. Stark unter Druck gerieten jedoch die öffentlichen Gesundheitszentren und Normalstationen in Krankenhäusern, wo die Infizierten mit leichteren Symptomen behandelt werden.

+++ 21:54 Paramount verschiebt zwei "Mission: Impossible"-Filme +++
Die Studios Paramount Pictures und Skydance verschieben wegen der Pandemie die siebten und achten "Mission: Impossible"-Filme mit Tom Cruise. Statt September 2022 und Juli 2023 würden nun Juli 2023 und Juni 2024 angepeilt, heißt es. Kinobetreiber wie AMC und Cinemark Holdings haben unter der Pandemie wirtschaftlich stark gelitten.

+++ 21:35 Polens Ex-Präsident Lech Walesa positiv auf Corona getestet +++
Der polnische Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Ich kann es nicht glauben! Dreimal geimpft. Abstrich genommen. Ich bin infiziert", schrieb Walesa am Freitag auf Facebook. Er habe Kopfschmerzen und Schwierigkeiten, seinen Körper warm zu halten, teilte der 78-Jährige mit. Der gelernte Elektriker war von 1980 bis 1990 Vorsitzender der Gewerkschaft Solidarnosc und als Arbeiterführer maßgeblich an der Überwindung des kommunistischen Regimes in Polen beteiligt. Von 1990 bis 1995 war er Präsident seines Landes.

+++ 21:04 Österreichs Bundeskanzler Nehammer: "Impfpflicht ist Ultima Ratio" +++
Der neue österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer zeigt sich überzeugt, dass die demnächst in seinem Land geltende, europaweit dann einzigartige allgemeine Corona-Impfpflicht der richtige Schritt ist. Man werde mit der Durchsetzung der Impfpflicht zwar "nicht überfallsartig" vorgehen, aber entschlossen, sagte der Regierungschef in einem Gespräch mit dem Spiegel. "Es wird eine sechswöchige Einführungsphase geben, in der wir versuchen, auch jene Menschen zu erreichen, die Ängste haben", so Nehammer. "Die Impfpflicht betrachten wir als Ultima Ratio. Wir würden Sie nicht einführen, wenn wir eine Impfquote wie Spanien oder Portugal hätten."

+++ 20:43 Omikron nun in Europa dominierende Coronavirus-Variante +++
Die Omikron-Variante ist nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC inzwischen die dominierende Variante in der Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftsraum. Omikron sei nun in den meisten betroffenen Ländern vorherrschend, ihr Anteil an den Coronainfektionen liege derzeit bei rund 78 Prozent, teilte das in Stockholm ansässige Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten am Freitag mit. Zum Europäischen Wirtschaftsraum zählen neben den 27 EU-Staaten noch Island, Liechtenstein und Norwegen. Die Corona-Infektionen sind derzeit in ganz Europa auf dem Vormarsch: Laut den Daten der Nachrichtenagentur AFP haben die registrierten Infektionsfälle in der Region in der vergangenen Woche um neun Prozent zugenommen.

+++ 20:16 Union empört: Bundesregierung lässt Impfpflicht-Fragenkatalog weiter unbeantwortet ++
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat empört darauf reagiert, dass die Bundesregierung den Fragenkatalog der Union zur Impfpflicht weiterhin nicht beantworten will. "Der Bundesgesundheitsminister fehlt in keiner Talkshow, aber zur Beantwortung der drängenden Fachfragen der Opposition fehlen ihm und seinem Haus die Zeit", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andrea Lindholz bei RTL/ntv. Es sei inakzeptabel, dass die Bundesregierung die vor zwei Wochen gestellte Kleine Anfrage nicht fristgerecht bearbeite. Die Fragen seien zudem schon am 22. Dezember ans Kanzleramt gegangen. Die Orientierungsdebatte im Bundestag ließe sich nur auf einer breiten Informationsgrundlage seriös führen, so Lindholz. Ihr Fraktionskollege Sepp Müller warf der Regierung vor, erst am letzten Tag der Frist die Verlängerung erbeten zu haben. Ihr Verhalten zeige zweierlei Missstände: "Zum einen von unangebrachtem Spiel auf Zeit, zum anderen von Organisationschaos im Bundeskanzleramt." Die Unions-Fraktion will in ihrer Kleinen Anfrage wissen, ob die Bundesregierung eine Impfpflicht plant und wie sie sich in dem Fall die Umsetzung vorstellt. In dem fünfseitigen Fragenkatalog wird unter anderem danach gefragt, welches Ziel verfolgt werden soll, wie viele Pflichtimpfungen oder welche Sanktionen geplant sind. Die Union kommt auch darauf zu sprechen, auf welchem Wege die Ampel-Regierung zu einem Gesetz kommen will. So möchte sie zum Beispiel wissen, warum es sich aus Sicht der Koalition um eine Gewissensentscheidung der Bundestagsabgeordneten handelt.

+++ 19:57 Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf: "Omikron-Sturm" überstanden +++
Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf. Von diesem Samstag an dürfen Pubs, Restaurants und Discos wieder öffnen, ohne Impfnachweise zu verlangen oder Abstandsregeln zu beachten, wie Regierungschef Micheal Martin am Freitagabend in Dublin sagte. Teilnehmerbeschränkungen für Veranstaltungen fallen ebenso weg wie Vorschriften für private Treffen. Vom kommenden Montag an endet zudem die Pflicht zum Homeoffice. Für internationale Reisen gelten allerdings noch immer die 3G-Regeln, wie Martin sagte. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss sich weiterhin isolieren. Auch die Maskenpflicht bleibt mindestens bis Ende Februar in Kraft. "Ich habe an vielen dunklen Tagen hier gestanden, aber heute ist ein guter Tag", sagte Martin. Die Regierung werde die persönlichen Freiheiten nicht mehr beschränken, wenn dies nicht nötig sei. Irland habe den "Omikron-Sturm" überstanden, sagte Martin.

+++ 19:38 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 140.670 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 8.502.358 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 140.670 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 179 auf 116.537. Als aktuell infiziert gelten rund 1.198.848 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,15 angegeben (Vortag: 1,09). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2418 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1448 davon werden invasiv beatmet.

+++ 19:22 Corona-Soforthilfen müssen in NRW später zurückgezahlt werden +++
Zehntausende Kleinunternehmen in Nordrhein-Westfalen bekommen mehr Zeit für die Rückzahlung zu viel erhaltener Corona-Soforthilfen. Die Landesregierung will in der Kabinettssitzung am kommenden Dienstag beschließen, die Rückzahlungsfrist bei der NRW-Soforthilfe nochmals bis zum 30. Juni 2023 zu verlängern. Das berichtet die in Essen erscheinende Westdeutsche Allgemeine Zeitung. "Da viele Branchen weiterhin von Einschränkungen belastet sind, ist die finanzielle Situation für zahlreiche Kleinbetriebe nach wie vor angespannt. Mit den nochmals verbesserten Rückzahlungsfristen geben wir ihnen weiteren Spielraum, um zuversichtlich nach vorne zu schauen und sich auf die Wiederbelebung des Geschäfts im Frühjahr vorzubereiten", sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart der WAZ.

+++ 18:54 Italien: Sieben-Tage-Inzidenz überschreitet die 2000er-Marke +++
In Italien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter leicht gestiegen. Stand Donnerstag registrierten die Behörden in den zurückliegenden sieben Tagen landesweit durchschnittlich 2011 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner, wie das Oberste Gesundheitsinstitut (ISS) mitteilte. In der Vorwoche lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 1988 Fällen. Nach Ansicht der Experten stabilisiert sich der Wert damit etwas. Insgesamt wurden am Freitag etwas mehr 179.000 Neuinfektionen registriert, am Donnerstag waren es knapp 189 000. 373 Menschen starben mit Corona. Die Lage auf den Intensivstationen sei mit einer Belegung durch Covid-19-Patienten von etwa 17 Prozent verglichen mit dem Vorwochenwert etwa gleich geblieben. Auf den Klinik-Stationen stieg die Rate dagegen leicht auf 31 Prozent an.

+++ 18:24 Paul-Ehrlich-Institut für weltweit abgestimmte Umstellung auf Omikron-Impfstoff +++
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hält ein international koordiniertes Verfahren für den Start von speziellen Omikron-Impfungen für ratsam. Man müsse zu einer weltweiten Übereinkunft kommen, wann man auf einen neuen Corona-Impfstoff umstellen wolle, sagte PEI-Chef Klaus Cichutek bei einem Fachgespräch zur Omikron-Variante. Dafür gebe es bereits eine Arbeitsgruppe bei der Weltgesundheitsorganisation WHO. Alle Weichen seien bereits für eine schnelle Umstellung gestellt. Klinische Prüfungen liefen jetzt an. Ab März könnten die Stoffe zugelassen werden, was lediglich eine Variante der bisherigen Genehmigung sei. Mehrere Impfstoff-Hersteller hätten einen Teil der Produktion schon geändert.

+++ 17:56 Giffey: Personalausfälle, nicht Corona-Patienten führen zu Engpässen in Berliner Kliniken +++
Anders als bei früheren Corona-Wellen sei die Situation in den Berliner Krankenhäusern derzeit nicht wegen der steigenden Zahl von Corona-Patienten instabil, sondern wegen des Personalmangels. Das sagte die Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, nach einem Rundgang durch das Vivantes-Klinikum im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Mitarbeitende hätten ihr mitgeteilt, dass der Mangel an Kinderbetreuung und viele Krankheitsfälle bei Kindern des Personals zu einem hohen Ausfall führen würden. Deshalb sei das so genannte "Dreieck" aus Quarantäne, Kontaktermittlung und einem Testregime wichtig, sagte die SPD-Politikerin. Giffey will dies mit den Ländern bei der Gesundheitsministerkonferenz am kommenden Montag besprechen. "Ich sehe es so, dass wir in der Ministerpräsidentenkonferenz vor allen Dingen darüber sprechen werden, wie wir fokussierte Kontaktnachverfolgung hinbekommen, die besonders auf die vulnerablen Gruppen zielt", sagte Giffey.

+++ 17:36 Infektionsimmunologe Sander: Omikron durchlaufen lassen ist "überhaupt keine Strategie" +++
Der Berliner Infektionsimmunologe Leif Erik Sander hält eine Anpassung des Corona-Impfstoffs an die sich rasant ausbreitende Omikron-Variante für einen wichtigen Schritt besonders für Risikogruppen. Er gehe fest davon aus, dass Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe wie etwa ältere Menschen von der Impfung mit einem angepassten Vakzin profitieren würden, sagte Sander am Freitag in einer Videokonferenz des Science Media Centers (SMC). "Wenn wir Infektionen verhindern können und dadurch auch die Infektionsdynamik bremsen können in den dann wieder kommenden Wintern, wäre das wichtig." Die Hersteller arbeiten bereits an einem Impfstoff-Update speziell gegen Omikron. Sander betonte, die Grundimmunisierung durch die derzeit verabreichten Vakzine mit Auffrischimpfung sei sehr wichtig und schütze sehr gut auch gegen Omikron, wie schnell aber die Schutzwirkung schwinde, sei noch offen. Ein großes Problem sei in seinen Augen allerdings die Impflücke, die es derzeit in Deutschland durch die vielen Ungeimpften noch gebe, weshalb viele Menschen das Stadium der Grundimmunität noch gar nicht erreicht hätten. "Es ist eine Illusion, dass wir jetzt quasi in kurzer Zeit die Bevölkerung durch natürliche Infektionen immunisieren", betonte Sander mit Blick auf die Frage, ob man Omikron mittlerweile in der Bevölkerung durchlaufen lassen könne, um die Immunitätslücke zu schließen. Wenn das passiere, breche nicht nur das Gesundheitssystem, sondern auch die gesamte kritische Infrastruktur zusammen, warnte der Experte. "Das ist überhaupt keine Strategie." Natürlich werde das Virus weiter zirkulieren und nach und nach die Grundimmunität vieler erzeugen oder auffrischen. Dennoch gebe es gerade keine Alternative zur Impfung.

+++ 17:08 Krankenstand beim Personal: Flughafen Frankfurt erwartet Flugausfälle +++
Die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante zeigt Auswirkungen auf den Frankfurter Flughafen. Für das Wochenende rechnet der Betreiber Fraport mit Verzögerungen, Wartezeiten und vereinzelten Flugausfällen. "Aktuell führen Infektionsfälle oder Quarantäneanordnungen bei uns im Bereich Flugzeug- und Gepäckabfertigung dazu, dass zunehmend Beschäftigte gleichzeitig ausfallen", sagte ein Sprecher von Deutschlands größtem Airport. Wo möglich, würden Engpässe durch entsprechend qualifiziertes Personal aus anderen Bereichen abgefedert. Es zeichne sich jedoch ab, dass Ausfälle über diesen Weg "nicht vollständig kompensiert" werden könnten.

+++ 16:38 Omikrons "kleiner Bruder": Neue Variante lenkt Aufmerksamkeit der Wissenschaft auf sich +++
Eine Sub-Variante der Coronavirus-Variante Omikron hat die Aufmerksamkeit der Wissenschaft auf sich gelenkt. Wie der französische Gesundheitsminister Olivier Véran vor Journalisten sagte, sind die Merkmale des als BA.2 bekannten Subtyps des Coronavirus noch nicht hinreichend erforscht. Derzeit ändere BA.2 die Infektionslage nicht, fügte er hinzu. Die Variante wurde bereits in mehreren Ländern insbesondere in Europa festgestellt. "Es gibt ziemlich regelmäßig Varianten", betonte Véran. Wie die Delta-Variante habe auch die Omikron-Variante bei ihrer Replikation "kleine Brüder" erzeugt: Subtypen, die sich vom ursprünglichen Genom nur durch ein oder zwei Mutationen unterscheiden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet bislang nicht zwischen Omikron und der Sub-Variante BA.2. Jüngste Daten aus Dänemark lassen jedoch aufhorchen: In dem Land, in dem die Zahl der täglichen Infektionen seit einigen Tagen wieder ansteigt, soll BA.2 bereits die vorherrschende Variante sein.

+++ 16:18 OVG im Saarland setzt 2G-Regelung im Einzelhandel aus +++
Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hat die 2G-Regel im Einzelhandel vorläufig aufgehoben. Es gab einem Eilantrag mehrerer Fachmärkte für Elektronikartikel statt, wie es am Freitag mitteilte. Das bedeute, dass im Saarland bis auf Weiteres die 2G-Regelung im Einzelhandel generell nicht mehr anzuwenden sei.

+++ 16:01 RKI: Fast 160 aller rund 200 Länder weltweit Corona-Hochrisikogebiet +++
Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt dafür, dass gut drei Viertel aller rund 200 Länder auf der Welt als Hochrisikogebiete eingestuft werden. Zu den 136 Ländern, die seit einer Woche insgesamt auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts (RKI) stehen, kommen an diesem Sonntag (0.00 Uhr) nochmals 19 weitere Staaten hinzu, wie das RKI mitteilte. Insgesamt stehen damit nun 155 Länder auf der Liste. Kein Land wird demnach von der Liste gestrichen. Nach den RKI-Angaben gelten von Sonntag an Rumänien, die Republik Moldau, Kosovo, Marokko, Tunesien, Algerien, Saudi-Arabien, Japan, Indien, Bhutan, Nepal, Mongolei, Kasachstan, Usbekistan, die Malediven, Brasilien, Chile, Ecuador und Paraguay neu als Hochrisikogebiete.

+++ 15:34 Sängerin stirbt nach absichtlicher Corona-Infektion: Debatte über Falschinformationen ++
Der Tod einer Sängerin, die sich nach Angaben ihres Sohnes bewusst mit Corona angesteckt haben soll, hat in Tschechien eine Debatte über die Rolle von Desinformationen ausgelöst. In bestimmten Kreisen gebe es ein "allgemeines Misstrauen gegenüber dem System, einschließlich der Wissenschaft und des Bildungssystems", sagte der Experte Vaclav Vaclavik in einer Sendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die unter Folkmusik- und Countryfans bekannte Sängerin Hana Horka war am Sonntag im Alter von nur 57 Jahren nach einer Corona-Infektion gestorben. Ihr Sohn, der Musiker Jan Rek, machte Beiträge von Impfgegnern in den sozialen Medien für den Tod seiner Mutter mitverantwortlich. "Es ist traurig, dass sie fremden Leuten mehr geglaubt hat als der eigenen Familie", sagte er in einem Rundfunkinterview. Sie habe sich entschieden, "lieber die Krankheit durchzumachen, als sich impfen zu lassen".

+++ 15:15 Razzia bei Arzt: gefälschte Impfausweise ausgestellt? +++
Ein Arzt in Recklinghausen steht im Verdacht, gefälschte Corona-Impfausweise ausgestellt und die entsprechenden Impfdosen vernichtet zu haben. Der Mediziner soll von Juni bis Dezember 2021 in seiner Praxis in mehreren Fällen gegen Entgelt "bewusst wahrheitswidrig" eine Impfung bescheinigt haben, wie die Bochumer Staatsanwaltschaft mitteilte. Tatsächlich habe er die dokumentierte Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung aber dem Verdacht zufolge nicht vollzogen, sondern die Impfdosen vernichtet, sagte eine Sprecherin. Das Ermittlungsverfahren richte sich gegen den Arzt "und andere", schilderte die Behörde, ohne dazu weitere Angaben zu machen. Im Kreis Recklinghausen und Umgebung seien am Freitag Privat- und Geschäftsräume des beschuldigten Mediziners durchsucht worden. Seit Ende November kann die Fälschung von Gesundheitsdokumenten in Deutschland härter bestraft werden: Es drohen Geldstrafen oder Haft bis zu zwei Jahren, in besonders schweren Fällen sogar bis zu fünf Jahren.

+++ 14:52 SWR-Sendungen droht Ausfall wegen Corona +++
Wegen steigender Corona-Zahlen bereitet sich der Südwestrundfunk (SWR) auf einen möglichen Ausfall von Sendungen vor. "Auch bei uns im SWR drohen erhebliche Personalengpässe durch Infektionen und Quarantäne", teilte Intendant Kai Gniffke mit. "Es kann also in den kommenden Tagen und Wochen sein, dass unsere Havarie-Szenarien Wirklichkeit werden." Der öffentlich-rechtliche Sender will Ausfälle so weit wie möglich vermeiden. "Aber wir dürfen uns selbst und unsere Kolleginnen und Kollegen nicht überfordern", mahnte Gniffke in seinem Intendantenblog. "Wenn es nicht mehr geht, geht es nicht mehr. Dann müssen wir auch mal die Waffen strecken und unserem Publikum sagen, dass wir es aufgrund der Pandemie gerade nicht schaffen."

+++ 14:36 Dr. Specht zu "Pandemietreibern": "Erwachsene infizieren Kinder, weniger andersrum" +++
Aktuell sind in Deutschland einige Gruppen besonders stark von hohen Corona-Infektionszahlen betroffen. Um wen es sich genau handelt und welche Gründe hinter den Zahlen stecken, erläutert der Medizinjournalist und Arzt Dr. Christoph Specht im Gespräch mit ntv.

+++ 14:16 Ampel-Abgeordnete kündigen Entwurf für Corona-Impfpflicht an +++
Sieben Abgeordnete der Koalitionsfraktionen von SPD, FDP und Grünen haben einen ersten Gesetzentwurf für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht angekündigt. Die Gruppe spricht sich für eine Pflicht ab 18 Jahren aus, sie will nach der für nächsten Mittwoch geplanten Orientierungsdebatte im Parlament an einem Entwurf dazu arbeiten, wie es in einem am Freitag bekannt gewordenen Schreiben heißt. Es liegt ntv vor. "Bei diesem bedeutenden Thema stellen wir uns ausdrücklich offen und fraktionsübergreifend auf, da wir einen demokratischen Konsens für die bestmögliche Lösung herbeiführen möchten", heißt es weiter. Ziel sei eine "nachhaltige, verhältnismäßige und gleichzeitig zielgerichtete" Lösung. "Unsere Motivation liegt vor allem darin, langfristig mit Blick auf die kommende Herbst- und Winter-Saison vorbereitet zu sein und eine Überlastung des Gesundheitssystems auch in zukünftigen Infektionswellen zu verhindern." Unterzeichnet ist das Schreiben von den SPD-Abgeordneten Dirk Wiese, Heike Baehrens und Dagmar Schmidt, den Grünen-Abgeordneten Janosch Dahmen und Till Steffen und den FDP-Abgeordneten Kathrin Helling-Plahr und Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Bisher ist ein erster Entwurf einer Gruppe um FDP-Vize Wolfgang Kubicki bekannt, der sich gegen eine Impfpflicht ausspricht.

+++ 13:52 Bericht: Gesundheitsämter greifen nur selten auf Luca-Daten zurück +++
Die deutschen Gesundheitsämter greifen einem Bericht zufolge nur selten auf Daten der Luca-App zur Pandemiebekämpfung zurück. Das ergibt eine Umfrage des "Spiegel" unter den 380 Ämtern. Demnach haben 54 derjenigen Ämter, die theoretisch mit der App arbeiten könnten, bislang kein einziges Mal Daten von Gaststätten oder ähnlichen Orten angefordert. Fast zwei Drittel aller Ämter, die auf die entsprechende Anfrage antworteten, haben den Angaben zufolge noch nie eine Infektionskette mithilfe von Luca-Daten nachverfolgen können. Die 121 Gesundheitsämter, die hinreichend detaillierte Angaben machten, haben in rund 1000 Fällen Daten von Orten mit Luca-Check-In angefordert. Knapp 280 Mal halfen die Daten den Angaben zufolge, Infektionsketten nachzuverfolgen.

+++ 13:30 Wer steckt sich gerade am häufigsten mit Corona an? +++
Die Corona-Fallzahlen steigen und steigen, die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz überschreitet erstmals die Schwelle von 700. Fast jeder vierte PCR-Getestete erhält inzwischen ein positives Ergebnis. Eine Altersgruppe steckt sich besonders oft an und auch bei Frauen und Männern gibt es einen Unterschied.

+++ 13:05 Regierung will Deutschland auf hohe Infektionszahlen vorbereiten +++
Die Bundesregierung will Deutschland organisatorisch auf das rasante Wachstum der Omikron-Welle mit erwarteten Hunderttausenden Infizierten pro Tag vorbereiten. Neben einer Priorisierung der besonders sicheren PCR-Tests wird dafür auch eine weitere Konzentration der Kontaktnachverfolgung auf wichtige gesellschaftliche Bereiche erwogen, wie ein Sprecher von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Berlin mit Blick auf die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz sagt. Bund und Länder wollen an diesem Montag weitere Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten.

+++ 12:46 Sieben-Tage-Inzidenz in Italien über Schwelle von 2000 +++
In Italien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter leicht gestiegen. Stand Donnerstag registrieren die Behörden in den zurückliegenden sieben Tagen landesweit durchschnittlich 2011 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner, wie das Oberste Gesundheitsinstitut (ISS) mitteilt. In der Vorwoche lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 1988 Fällen. Nach Ansicht der Experten stabilisiert sich der Wert damit etwas. Die Lage auf den Intensivstationen sei mit einer Belegung durch Covid-19-Patienten von etwa 17 Prozent verglichen mit dem Vorwochenwert etwa gleich geblieben. Auf den Klinik-Stationen stieg die Rate dagegen leicht auf 31 Prozent an.

+++ 12:17 Baden-Württemberg will reguläres Stufensystem wieder in Kraft setzen +++
Baden-Württemberg will schon nächste Woche das reguläre Stufensystem der Corona-Beschränkungen wieder in Kraft setzen. Die grün-schwarze Landesregierung reagiert damit auch auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs, das das Einfrieren der Alarmstufe II mit harten Einschränkungen für Ungeimpfte für teilweise rechtswidrig erklärt hatte. Das Land wolle aber das Bund-Länder-Treffen am nächsten Montag abwarten, um die Beschlüsse in die neue Verordnung einarbeiten zu können, teilt das Staatsministerium in Stuttgart mit.

+++ 11:55 Niedersachsen verlängert tägliche Testpflicht an Schulen +++
Schülerinnen und Schüler müssen sich in Niedersachsen auch im Februar noch täglich auf Corona testen. Die bisher bis Ende Januar befristete Testpflicht werde zu Beginn des neuen Schulhalbjahrs fortgeführt, kündigt das Kultusministerium an. "Das Sicherheitsnetz wird beibehalten", sagt ein Sprecher in Hannover. "Wir glauben, dass das ein wichtiger Beitrag ist, um die Schulen offen zu halten."

+++ 11:39 Internorga wird verschoben +++
Die Hamburger Gastronomie-Leitmesse Internorga wird wegen der stark steigenden Corona-Zahlen um rund sechs Wochen verschoben. Statt vom 18. bis 22. März soll die Messe nun vom 30. April bis 4. Mai auf dem Messegelände der Hansestadt Entwicklungen um die Gastro- und Hotelleriebranche präsentieren.

+++ 11:16 Rekordwert in Polen: Mehr als 36.000 Neuinfektionen +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen erreicht einen Rekordwert. Innerhalb von 24 Stunden kommen 36.665 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Im selben Zeitraum starben 248 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Etwa 30 Prozent der Neuinfektionen seien auf die Omikron-Variante zurückzuführen, sagt Vize-Gesundheitsminister Waldemar Kraska am Freitag dem Sender Radio Plus.

+++ 10:45 Rund 75 Prozent der deutschen Bevölkerung mindestens einmal geimpft +++
75,3 Prozent der deutschen Bevölkerung haben sich bisher impfen lassen. Die Bundesregierung strebt bis zum Ende des Monats eine Impfquote von mindestens 80 Prozent an. Dazu fehlen aber noch gut 3,87 Millionen Impfungen. Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland sind noch ungeimpft. Die Zahl umfasst knapp 4 Millionen Kleinkinder, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Verbleiben noch etwa 16,5 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die geimpft werden könnten, wenn aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht (Schwangeren im ersten Trimester zum Beispiel wird oft geraten, noch abzuwarten).

+++ 10:13 Virologe Stöhr: Brauchen Neubewertung der Corona-Maßnahmen +++
Der Virologe Klaus Stöhr hält eine Neubewertung der Corona-Maßnahmen im Lichte der Omikron-Variante für nötig, warnt aber vor zu weitgehenden Lockerungen. "Also jetzt alles zu öffnen, hört sich für mich ein bisschen so an wie vom rechten Straßengraben in den linken Straßengraben reinzufahren. Irgendwo ist die Fahrbahn ja in der Mitte und die finden, glaube ich, andere Länder besser", sagt Stöhr im Sender RBB.

+++ 09:43 Virologe Schmidt-Chanasit rechnet mit Ende der Welle in zwei Monaten +++
Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit macht leichte Hoffnung auf eine Entspannung der derzeitigen Corona-Lage. Für eine sichere Beurteilung sei der Verlauf der derzeitigen Welle in den nächsten ein bis zwei Wochen entscheidend, sagt der Mediziner vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin der "Hamburger Morgenpost". "Momentan gehe ich davon aus, dass wir in den nächsten ein bis zwei Monaten aber damit durch sind." Seiner Meinung nach müsse dann diskutiert werden, wie es weitergehe und ob die Phase der Endemie erreicht sei. Chanasit geht davon aus, dass es nach Omikron keine weitere Coronavirus-Variante geben wird, die schlimmere Auswirkungen als die bisherigen haben könnte. "Das ist sehr unwahrscheinlich."

+++ 09:14 Kinderanteil bei Neuinfektionen gestiegen +++
Der Anteil der Kinder (5 bis 14 Jahre) an den neu gemeldeten Infektionen ist von knapp 18 Prozent in der Vorwoche auf rund 23 Prozent gestiegen. Das Infektionsgeschehen an den Schulen nimmt offenbar zu. Die Kleinkinder unter 5 Jahren machen jetzt mehr als 5 Prozent der neuen Fälle aus. In der Vorwoche waren es noch 3,7 Prozent. Der Anteil der Hochaltrigen (Über 80 Jahre) ist von rund 1,6 auf 1,4 Prozent gesunken. Am stärksten gesunken ist die Beteiligung der größten Altersgruppe von 15 bis 34 Jahre am Infektionsgeschehen. Hier spielen möglicherweise eine größere Vorsicht der Erwachsenen (z.B. weniger Kontakte durch Homeoffice etc.) sowie die Kinderimpfung eine Rolle.

Insgesamt ist das Fallniveau deutlich angestiegen: 140.160 heute im Vergleich zu 93.052 neu gemeldeten Fällen am 14.1. (+51 Prozent)

+++ 08:42 Lauterbach rechnet mit täglich 400.000 Neuinfektionen im Februar +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet für Mitte Februar mit mindestens 400.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag - im optimistischen Szenario. Sollten die Auffrischungsimpfungen keine lange Schutzwirkung haben, könnte die Zahl sogar auf mehr als 600.000 pro Tag steigen, hatte der SPD-Politiker nach Reuters-Informationen in einer Schalte mit den Staatskanzleichefs von Bund und Ländern am Donnerstag gesagt.

+++ 08:10 Weil: Müssen Corona-Strategie anpassen +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil spricht sich vor neuen Spitzenberatungen von Bund und Ländern gegen Lockerungen in der Corona-Pandemie aus - aber auch gegen Verschärfungen. Die massiv steigenden Inzidenzen spielten "schon eine Rolle, aber wir müssen ein Stück weit umdenken gegenüber den früheren Infektionswellen", sagt der SPD-Politiker im ARD-"Morgenmagazin". Die Infektionszahlen seien hoch, die Kliniken aber weniger belastet. "Wir haben es mit einem neuen Gegner zu tun, deswegen muss man insoweit auch seine Strategie anpassen."

+++ 07:40 Virologin Ciesek warnt vor absichtlichem Anstecken +++
Wenn schon, denn schon, dann jetzt - diese Einstellung bezüglicher einer Infektion mit dem Coronavirus kann laut Virologin Sandra Ciesek gefährlich sein. Von Versuchen sich absichtlich mit dem Virus zu infizieren, rät sie dringend ab. "Es ist einfach für mich absurd, dass man überlegt, sich extra anzustecken", sagte Ciesek im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update". "Man steckt sich ja auch nicht absichtlich mit Hepatitis C an, nur weil man es gut behandeln kann. Das ist einfach nicht der richtige Weg." Bei Omikron gebe es noch viele Unsicherheiten, was den Verlauf angeht. Zudem bleibe die hohe Belastung für das Gesundheitssystem.

+++ 07:07 Expertin: Keine Hinweise zu Omikron bei Haustieren +++
Auch Haustiere können sich mit dem Coronavirus infizieren - das haben bereits einige Fälle auch in Deutschland gezeigt. Das verunsichert manche Haustierbesitzer. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit gibt aber nun Entwarnung, was eine Übertragung von Tier zu Mensch angeht. Es gebe keine Hinweise auf relevante Übertragungen des Coronavirus Sars-CoV-2 von Haustieren auf den Menschen in Deutschland, teilt Elke Reinking, Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), auf dpa-Anfrage mit. Zuvor war bekannt geworden, dass die Behörden in Hongkong etwa 2000 Hamster und andere Kleintiere aus Sorge vor Corona einschläfern lassen wollen. "Wie Omikron sich in Haustieren verhält, wissen wir noch nicht genau", so Reinking. Die Fähigkeit zur Bindung an Rezeptoren beim Menschen allein erlaube keine Schlussfolgerung zur Schwere einer Erkrankung oder der Infizierbarkeit von Haustieren. Über Infektionen von Haustieren in Deutschland mit der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante ist demnach bislang nichts bekannt. "Wie Omikron sich in Haustieren verhält, wissen wir noch nicht genau", so Reinking. Die Fähigkeit zur Bindung an Rezeptoren beim Menschen allein erlaube keine Schlussfolgerung zur Schwere einer Erkrankung oder der Infizierbarkeit von Haustieren.

+++ 06:32 RKI-Expertin: Zu früh für Entwarnung in Grippesaison +++
Eine Schutzimpfung gegen Grippe kann aus Expertensicht auch in diesen Tagen noch ratsam sein - trotz bislang relativ niedriger Infektionszahlen. Der weitere Verlauf der Influenzasaison sei noch mit vielen Unwägbarkeiten verbunden, für Entwarnung sei es aber in jedem Fall zu früh, sagt Grippe-Expertin Silke Buda vom Robert-Koch-Institut (RKI) auf dpa-Anfrage. Bislang seien die wissenschaftlichen Kriterien für den Beginn der Grippewelle in Deutschland zwar nicht erfüllt. Dass sich der Erreger aber in den kommenden Wochen noch verstärkt ausbreitet, ist Buda zufolge nicht ausgeschlossen. "Es ist noch nicht zu spät für Impfwillige, sich die Grippeschutzimpfung geben zu lassen. Im Gegenteil, in der derzeit unklaren Situation wäre es sogar besonders gut." In der Regel beginnen saisonale Grippewellen nach dem Jahreswechsel, der Höhepunkt wird häufig Ende Februar, Anfang März erreicht.

+++ 05:49 Biontechs Impfstoff für Kinder erhält in Japan Sonderzulassung +++
Wie das Pharmaunternehmen Pfizer mitteilt, hat der von Pfizer und Biontech entwickelte Impfstoff für Kinder von fünf bis elf Jahren in Japan eine Sonderzulassung erhalten. Das mRNA-Vakzin der beiden Unternehmen ist der bisher in Japan am häufigsten verwendete Impfstoff zum Schutz gegen das Coronavirus.

+++ 04:40 Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 706,3 +++
Der Inzidenzwert und die Corona-Neuinfektionen in Deutschland haben die nächsten Höchstwerte erreicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 706,3 an. Am Vortag hatte der Wert noch bei 638,8 gelegen, vor einer Woche waren es noch 470,6. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden beträgt nach Daten der Gesundheitsämter 140.160 - nach 133.536 am Vortag und 92.223 vor einer Woche. Es ist bereits der achte Tag in Folge mit einer neuen Rekordinzidenz und der dritte Tag mit einem neuen Höchstwert bei den Neuinfektionen. Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. Weiterhin wurden 170 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:08 Kretschmer fordert von Bundesregierung Vorschlag zur Impfpflicht +++
In der Diskussion um eine allgemeine Impfpflicht fordert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer einen Vorschlag der Bundesregierung. "Die Impfpflicht einzuführen, ist eine Aufgabe für die Koalition in Berlin", sagt der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Daher müsse die Regierung jetzt mit einem Vorschlag kraftvoll vorangehen, für ihren Vorschlag werben und andere mitnehmen. "Es kann nicht sein, dass bei dieser Pandemie alle unangenehmen Themen an die Bundesländer, das RKI oder das Paul-Ehrlich-Institut weggewichtelt werden."

+++ 02:53 CSU dringt auf Omikron-Check der Corona-Regeln +++
Vor den Spitzenberatungen von Bund und Ländern fordert die CSU, die Corona-Maßnahmen mit Blick auf die Omikron-Variante auf den Prüfstand zu stellen. "Wahr ist, mit Omikron ändern sich die Grundlagen. Wir brauchen einen Omikron-Check für das Corona-Management in Deutschland", sagt CSU-Generalsekretär Markus Blume der "Welt". "Die kommende Ministerpräsidentenkonferenz kann ein wichtiger Meilenstein sein, um über diese Dinge zu reden." Bund und Länder wollen am Montag auf Spitzenebene über weitere Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise beraten.

+++ 01:30 Mittelstandsverband für Einschränkungen bei Impfverweigerern +++
Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) spricht sich dafür aus, dass Beschäftigten in Quarantäne, die ohne medizinischen Grund eine Corona-Impfung verweigern, die Lohnfortzahlung gekürzt wird. Diese Beschäftigten gefährdeten die "Betriebsgesundheit", sagt der Bundesgeschäftsführer des Verbandes, Markus Jerger, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bereits jetzt würden viele Unternehmen Aufträge verlieren, weil Mitarbeiter fehlen. "Ein erhöhter Ausfall von Mitarbeitern bei bleibenden Lohnkosten kann das wirtschaftliche Aus bedeuten - und damit den Verlust aller Arbeitsplätze im Unternehmen."

+++ 00:21 Nachtclubs in Frankreich dürfen ab 16. Februar wieder öffnen +++
In Frankreich dürfen ab dem 16. Februar die Nachtclubs wieder öffnen. Das teilt Ministerpräsident Jean Castex mit und verweist auf den Beginn der Lockerungen der Corona-Beschränkungen.

+++ 22:26 Inzidenz bei 15- bis 34-Jährigen am höchsten +++
Das durch die Omikron-Welle stark ansteigende Fallaufkommen spiegelt sich auch in den 7-Tage-Inzidenzen in allen Altersgruppen wider. Das geht aus den Daten des Wochenberichts des Robert-Koch-Instituts hervor. Demnach sind besonders Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 34 Jahren mit einer durchschnittlichen Inzidenz von 944,22 stark betroffen. Am niedrigsten ist der Wert in der ältesten Gruppe der Menschen über 80 Jahre (117,9).

+++ 22:05 Laborverband: Mit Booster und wenig Symptomen genügt Schnelltest +++
Der Vorstandsvorsitzende der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM), Michael Müller, fordert, dass angesichts der hohen Auslastung der Test-Labore vermehrt Schnelltests als Nachweis zum Einsatz kommen. Müller sagte zu "Bild": "Wer geboostert ist und nur milde Symptome hat, sollte sich überlegen, ob ein PCR-Test wirklich nötig ist. In der jetzigen Lage mit einer hohen Virusverbreitung ist ein qualitativ guter, richtig angewendeter Antigen-Schnelltest ein ausreichend gutes Mittel, um Infektionen zu finden." Entscheidend sei, dass positiv Getestete die Infektion meldeten, Kontaktpersonen informierten und sich selbstständig isolierten.

+++ 21:41 RKI: Maximaler Ausschlag der Omikron-Welle nicht exakt zu bemessen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) erwartet, dass der maximale Ausschlag der Omikron-Welle in Deutschland durch Meldedaten nicht genau bemessen werden kann. "Die Größenordnung und die entscheidenden Trends in der epidemiologischen Entwicklung werden jedoch zuverlässig angezeigt", schreibt das RKI im Corona-Wochenbericht. Hintergrund für die vorübergehend unvollständiger werdende Erfassung von Infizierten sind etwa begrenzte Testkapazitäten und Personalressourcen wegen der hohen Fallzahlen, wie es heißt.

+++ 21:01 Omikron ist dominante Virusvariante in Deutschland +++
Die Omikron-Variante breitet sich in allen Bundesländern weiter aus. Wie aus den IfSG-Meldedaten hervorgeht, liegt der bundesweite Anteil in der zweiten Kalenderwoche bei 89,3 Prozent (erfasst bis 16. Januar; KW 1: 76 Prozent). Regional gibt es große Unterschiede: In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Anteil demnach bei 16,2 Prozent, in Bremen mit der aktuell höchsten Inzidenz bei 96,2 Prozent. Neben Mecklenburg-Vorpommern liegt nur noch in Sachsen (65 Prozent) der Wert unter 80 Prozent.

Die Schwankungen und Unterschiede ergeben sich unter anderem aus der unterschiedlichen Intensität von varianten-spezifischen Testungen in den einzelnen Bundesländern, den Verzögerungen in der labordiagnostischen Erfassung sowie der Ausbreitung ausgehend von Ballungsräumen. Die Daten decken sich etwa mit den Angaben des Wochenberichts des Robert-Koch-Instituts (RKI). Laut Genomsequenzdaten ist der Anteil in der ersten Kalenderwoche auf 62,4 Prozent gestiegen, für die zweite Kalenderwoche liegen noch keine Daten vor. Damit ist Omikron auch im RKI-Datensatz erstmals die dominante Variante in Deutschland.

+++ 19:55 Bundesländer melden mehr als 133.000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 8.361.688 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 133.506 neue Fälle hinzu. Das ist das mit Abstand höchste Meldeaufkommen auf Basis der Länderdaten seit Beginn der Pandemie. Der zuvor höchste Tageswert von gestern (19. Januar 2022) mit 115.936 neuen Fällen wird um mehr als 17.570 Fälle übertroffen.

CoronavirusTäglich gemeldete Neuinfektionen

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 208 auf 116.358. Als aktuell infiziert gelten rund 1.096.819 Personen. Vor einer Woche waren es 309.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,09 angegeben (Vortag: 1,07). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2447 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1513 davon werden invasiv beatmet. Rund 4099 Intensivbetten (16,3 Prozent) sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 19:46 Tageshöchstwerte in 9 Bundesländern +++
9 von 16 Bundesländern verzeichnen einen Fallrekord: Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland - in all diesen Ländern haben die Gesundheitsämter so viele Neuinfektionen an die zuständigen Landesministerien gemeldet wie noch nie. Das geht aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervor.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, mba/jpe/dpa/AFP/rts

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