Panorama

Coronavirus-Liveticker+++ 23:59 Paris sagt Silvester-Feuerwerk ab +++

18.12.2021, 00:09 Uhr

Paris sagt das zu Silvester geplante Feuerwerk und Konzert auf den Champs-Élysées wegen der steigenden Zahl der Neuinfektionen ab. Mit der auf Twitter mitgeteilten Absage folgt die französische Metropole den von der Regierung geforderten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Der französische Premierminister Jean Castex hatte am Freitagabend die Präfekten und Gemeinden des Landes dazu aufgerufen, Feuerwerke, Konzerte und Alkoholkonsum auf öffentlichen Straßen am 31. Dezember zu verbieten.

+++ 22:56 Greizer setzen Zeichen gegen teils ausufernde Proteste +++

Im ostthüringischen Greiz haben Institutionen und Vereine gemeinsam ein Zeichen gegen die teils gewaltvollen Proteste gegen die staatlichen Maßnahmen gesetzt. In der Stadt wurden Pappfiguren mit Namen aufgestellt, die stellvertretend für Teilnehmer der Aktion "Greiz dreht auf" standen. Diese wollten selbst nicht auf die Straße gehen, um das Infektionsrisiko gering zu halten. Eine Sprecherin der Aktion sagte am Samstagabend, man habe all denen eine Stimme geben wollen, die hilflos und mit Bedauern die Nachrichten zu den Protesten in der eigenen Stadt verfolgten. "Ohne Corona würden wir gemeinsam feiern!" stand auf einem weiteren Banner, "Greiz hat Reiz" und "Greiz ist nice" auf anderen Schildern. Ab 19 Uhr wurden für eine halbe Stunde Weihnachtslieder von Dächern der Stadt abgespielt - um der "Hilflosigkeit entgegenzuwirken und nicht mehr ohnmächtig zuschauen zu müssen".

+++ 22:12 OVG soll geplante Weihnachtsruhe in Niedersachsen prüfen +++

Gegen Teile der sogenannten Weihnachtsruhe in Niedersachsen wird juristisch vorgegangen. "Wir unterstützen einen Veranstaltungsbetrieb aus der Nähe von Aurich bei einem Normenkontrollantrag gegen das Tanzverbot zu Weihnachten und Silvester", sagt der Geschäftsführer des niedersächsischen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Rainer Balke. Der Antrag sei am Freitag dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg zugestellt worden. Niedersachsens Landesregierung hat für die Zeit von Heiligabend bis zum 2. Januar eine sogenannte Weihnachtsruhe angekündigt. Landesweit soll dann die Warnstufe 3 mit erneut verschärften Corona-Regeln gelten. Unter anderem werden Tanzveranstaltungen untersagt, Testvorgaben verschärft und die Zahl der zulässigen Kontakte wird reduziert.

+++ 21:49 Britische Wissenschaftler: Es gibt deutlich mehr Omikron-Fälle als dokumentiert +++

Wissenschaftler gehen davon aus, dass deutlich mehr Menschen in Großbritannien mit der Omikron-Variante infiziert sind als bislang offiziell dokumentiert. Es sei so gut wie sicher, dass sich täglich Hunderttausende in Großbritannien mit der Mutation ansteckten, geht aus Protokollen einer Sitzung einer Gruppe von wissenschaftlichen Beratern der Regierung in London mit. Die Zahl der Krankenhauseinlieferungen dürfte steigen. Die derzeitigen Daten zu den Einweisungen entsprächen wahrscheinlich nur einem Zehntel der wirklichen Zahl, da die Berichte hinterherhinkten. Ohne weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie drohten Modellierungen zufolge mindestens 3000 Einweisungen in Kliniken pro Tag in England.

+++ 21:22 Stadt in Rheinland-Pfalz verbietet "Montagsspaziergang" und droht potenziellen Mitläufern +++

Die Stadt Neustadt an der Weinstraße verbietet den für 20. Dezember geplanten "Montagsspaziergang" und andere vergleichbare Versammlungen. Der "Montagsspaziergang" werde auf Kommunikationskanälen wie Telegram und Facebook angekündigt, sei aber nicht ordnungsgemäß angemeldet worden, teilt die Stadt mit. "In der gesamten Region bewerben zurzeit Gegner der Corona-Maßnahmen, Rechtsextreme und sogenannte Reichsbürger unangemeldete Versammlungen. Eine nicht angemeldete Versammlung stellt bereits für sich einen Gesetzesverstoß dar", heißt es. Und: "Die Strategie, mit der die anonymen Organisatoren das Versammlungsgesetz - eine wichtige Säule der demokratischen Grundordnung - umgehen wollen, findet in Neustadt keine Akzeptanz." Es handle sich nicht um "Spaziergänge", die die Teilnehmenden jeweils für sich allein durchführen oder um zufällige Treffen. Alle illegal stattfindenden Versammlungen würden von den Ordnungskräften aufgelöst, heißt es. Wer teilnehme, müsse mit einem Bußgeld rechnen.

+++ 21:03 Inzidenz in Stuttgart unter 500: Ausgangsbeschränkungen fallen weg +++

In Stuttgart gelten ab Sonntag keine Ausgangsbeschränkungen mehr für Ungeimpfte, weil die Sieben-Tage-Inzidenz sich anhaltend unter der Schwelle 500 befindet. Das teile die Stadt mit. Der Wert der gemeldeten Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner habe heute den fünften Tag in Folge unter 500 gelegen. Damit treten die in der Corona-Verordnung geregelten Einschränkungen für Menschen, die weder gegen Covid-19 geimpft noch genesen sind, am Sonntag ab 0 Uhr außer Kraft.

+++ 20:34 Inzidenzen in Stadtstaaten steigen - aber Lage in Bundesländern entspannt sich größtenteils +++

In den meisten Bundesländern sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz. Das geht aus einer ntv.de-Auswertung aktueller Fallzahlen hervor. Nur in den drei Stadtstaaten sowie in Schleswig-Holstein ist das Fallaufkommen im Vergleich zum Vortag gestiegen. In Berlin um 17,3 auf 314,0 neue Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, in Bremen um 1,45 auf 265,0, in Hamburg um 12,7 auf 313,4 und in Schleswig-Holstein leicht um 0,9 auf 167,5.

+++ 20:09 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 37.112 neue Fälle gemeldet +++

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.774.481 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 37.112 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Rückgang um 19,9 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 353 auf 108.142. Am vergangenen Sonntag hatten die Länder 360 Tote registriert. Als aktuell infiziert gelten rund 880.500 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) unverändert zum Vortag mit 0,90 angegeben. Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4649 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2663 davon werden invasiv beatmet. Rund 3368 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei (Anteil: 13,6 Prozent).

+++ 19:48 WHO: Omikron bereits in 89 Ländern nachgewiesen - Fallzahlen steigen rasant +++

Die Mutante B.1.1.529 breitet sich in rasender Geschwindigkeit aus. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde Omikron bereits in 89 Ländern nachgewiesen, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Fälle mit dieser Variante verdoppelten sich alle 1,5 bis 3 Tage an Orten, an denen sowohl lokale Übertragungen stattfinden als auch Reisende das Virus einschleppen. Laut WHO treten vermehrt Infektionen mit der Mutante sogar in Ländern mit hohen Impfquoten sowie in Regionen auf, in denen ein Großteil der Bevölkerung durch eine bereits überstandene Sars-CoV-2-Infektion immun sein sollte. Es bleibe unklar, ob die rasche Verbreitung darauf zurückzuführen sei, dass Omikron eine bestehende Immunität umgeht oder dass die Variante infektiöser sei als andere - oder ob beide Faktoren in Kombination eine Rolle spielten. Noch nicht abschließend erforscht ist der WHO zufolge auch, wie wirksam vorhandene Impfstoffe gegen die Mutante sind und ob Erkrankungen vergleichsweise mild verlaufen.

+++ 19:18 Niederlande gehen in Weihnachts-Lockdown +++

Vor dem Hintergrund hoher Fallzahlen und der sich rapide ausbreitenden Omikron-Variante verhängt die niederländische Regierung einen Lockdown, der über Weihnachten hinaus gehen soll. Das teilt Ministerpräsident Mark Rutte mit. "Um es in einem Satz zusammenzufassen: Die Niederlande werden ab morgen wieder in den Lockdown gehen", sagt der Regierungschef in einer vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Die verschärften Maßnahmen waren bereits erwartet worden. Von diesem Sonntag an müssen fast alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure schließen. Ausgenommen sind nur Läden wie Supermärkte und Apotheken, die für die Versorgung wichtig sind. Die extrem schnelle Verbreitung der Omikron-Variante zwinge zu diesen harten Maßnahmen, sagt Rutte. "Es ist unvermeidlich. Wir müssen eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern." Zu Hause darf man nun in der Regel nur noch zwei Gäste empfangen - nur zu Weihnachten sind es vier. Der Lockdown soll zunächst bis zum 14. Januar gelten. Eine Ausgangssperre werde es vorerst nicht geben.

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+++ 19:02 Weitere europäische Länder weiten Impfungen auf jüngere Kinder aus +++

Mit Portugal und Frankreich weiten weitere europäische Länder die Impfungen auf jüngere Kinder aus. In Portugal werden seit heute Kinder zwischen fünf und elf Jahren geimpft. Allein an diesem Wochenende sollen fast 80.000 Kinder eine erste Dosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer bekommen. In Portugal sind schon 88,9 Prozent der 10,3 Millionen Einwohner doppelt gegen Covid-19 geimpft. In Frankreich sollen die Impfungen für fünf- bis elfjährige Kinder voraussichtlich am kommenden Mittwoch starten, wie Gesundheitsminister Olivier Véran mitteilt. Am Freitag hatte die französische Ethikkommission eine Impfempfehlung für diese Altersgruppe abgegeben. Bis Mittwoch müssen nun noch zwei weitere Gremien grünes Licht geben.

+++ 18:49 Infektionen in Großbritannien letzte Woche um 44 Prozent gestiegen +++

In Großbritannien ist die Zahl der Neuinfektionen in der vergangenen Woche kräftig gestiegen. In den sieben Tagen bis zum 18. Dezember hätten die Fälle um 44,4 Prozent verglichen zur Vorwoche zugenommen, teilt die Regierung mit. Für den heutigen Samstag meldet Großbritannien 90.418 Neuinfektionen und 125 Tote.

+++ 18:24 Hildesheimer Pflegeheimleitung: Situation nach Todesfällen "maximal anstrengend" +++

Nach drei Todesfällen in einem Pflegeheim im niedersächsischen Hildesheim beschreibt die Leitung die Lage als sehr angespannt. "Die Situation ist maximal anstrengend", sagt Einrichtungsleiter Michael Ossenkopp. Als Konsequenz des Corona-Ausbruchs steht ihm zufolge ein Wohnbereich mit 54 Plätzen unter Quarantäne. Zuvor war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft gegen eine frühere Mitarbeiterin der Einrichtung ermittelt, weil sie mit einem gefälschten Impfpass im Heim gearbeitet haben soll. Die 44-Jährige habe die Verwendung des gefälschten Impfpasses eingeräumt, sagt eine Sprecherin. Da im engen zeitlichen Zusammenhang drei mit dem Virus infizierte Bewohnerinnen starben, ermittelt die Anklagebehörde wegen des Anfangsverdachts auf Totschlag.

+++ 18:05 Sorge vor Lockdown treibt Niederländer zu Weihnachtseinkäufen +++

Aus Sorge vor einem Lockdown ab Sonntag decken sich viele Menschen in den Niederlanden mit Geschenken ein. In Rotterdam fordern die Behörden die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben, weil es in der Innenstadt zu voll sei. In Leiden, 20 Kilometer südlich von Den Haag, bilden sich Menschenschlangen vor Spielzeug- und Kosmetikgeschäften. Medien berichten von verschärften Beschränkungen ab Sonntag. Die Regierung will sich am Abend äußern.

+++ 17:46 Tausende demonstrieren in Hamburg gegen Maßnahmen - Autokorso in Dresden +++

Mehrere Tausend Menschen haben in Hamburg gegen die Maßnahmen protestiert. Sie zogen laut Polizei in mehreren Blöcken durch die Innenstadt. "Nein zur Impflicht!" hieß es auf vielen selbstgebastelten Plakaten. Die Veranstalter riefen die Teilnehmer immer wieder auf, friedlich zu bleiben und Masken aufzusetzen. Rund 8000 Menschen waren nach Polizeiangaben zu der Demonstration erwartet worden. Nach Einschätzung von Beobachtern könnten so viele Demonstranten zusammengekommen sein. Die Polizei konnte zunächst keine Zahl angeben. In Sachsens Hauptstadt Dresden nahmen derweil mehrere Hundert Menschen an einem Autokorso gegen die Schutzmaßnahmen teil. Nach Angaben der Polizei reihten sich 185 Fahrzeuge zu einem rollenden Protest durch die Innenstadt aneinander. An zahlreichen Fahrzeugen hatten die Teilnehmer Transparente und Plakate befestigt. Darauf forderten sie ein Ende der pandemiebedingten Einschränkungen und sprachen sich gegen eine Impfpflicht aus.

+++ 17:24 London ruft wegen Omikron-Variante Katastrophenfall aus +++

Die britische Hauptstadt London ruft wegen der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante den Katastrophenfall aus. "Der Anstieg der Omikron-Fälle in unserer Hauptstadt ist sehr besorgniserregend", teilt Bürgermeister Sadiq Khan mit. "Deshalb rufen wir erneut den Katastrophenfall aus." Khan verweist darauf, dass die Zahl der Covid-Patienten in Londons Krankenhäusern wieder massiv steigt. Bereits Anfang Januar hatte die Stadt wegen Covid-19 den Katastrophenfall ausgelöst. Damals stand das Gesundheitssystem kurz vor dem Kollaps. Konkret bedeutet das, dass spezielle Notfallpläne in Kraft treten und sich die beteiligten Einheiten enger abstimmen.

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+++ 16:59 Nach umstrittenem Urteil: Niedersachsen führt FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel ein +++

In Niedersachsen soll ab Dienstag eine FFP2-Maskenpflicht für den gesamten Einzelhandel gelten. Die Landesregierung habe sich darauf verständigt, am Montag eine entsprechende Änderung der Corona-Verordnung vorzunehmen und am Dienstag in Kraft zu setzen, teilt das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Eine Unterscheidung zwischen Geschäften des täglichen Bedarfs und anderen Einzelhandelsgeschäften soll es dabei nicht geben. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg gekippte 2G-Regel. Diese Vorgabe für Geschäfte hatte das OVG am Donnerstag kassiert, weil sie aus Sicht der Richter zur weiteren Eindämmung des Coronavirus nicht notwendig und auch nicht mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz vereinbar sei. Mit der FFP2-Maskenpflicht setzt die Regierung dem Ministerium zufolge das um, was an Schutzmaßnahmen für diesen Bereich nach dem OVG-Beschluss noch rechtssicher machbar ist. "Wir sind weiterhin der Überzeugung, dass die 2G-Regel hier ein noch höheres Schutzniveau geboten hätte, aber das Thema ist jetzt bis auf Weiteres vom Tisch", sagt Gesundheitsministerin Daniela Behrens.

+++ 16:48 Dank Corona-Zusatzgeschäft: Hemdenfirma van Laack macht dicken Gewinn +++

Zusatzgeschäfte mit Corona-Schutztextilien haben dem Hemdenhersteller van Laack einen satten Gewinn beschert. Lag das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2019/20 noch bei 7,4 Millionen Euro, so waren es ein Jahr später 55,2 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht der Firma hervorgeht. Das ist fast eine Verachtfachung. Angaben zum Nettogewinn gab es nicht. Der Umsatz schnellte von 56,1 Millionen auf 203,2 Millionen Euro in die Höhe. Tochterfirmen in Vietnam und in Tunesien brachten einen zusätzlichen Vorsteuergewinn von insgesamt sechs Millionen Euro ein. Van Laacks Geschäftsjahr endet am 30. April. Nach Ausbruch der Pandemie steuerte die Firma schnell um und bot unter anderem Mund-Nase-Stoffmasken an, von denen rund 130 Millionen verkauft werden konnten.

+++ 16:32 Britische Mediziner warnen vor massivem Personalausfall - Drosten: "So geht es los" +++

Wegen der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante in Großbritannien warnen britische Medizinerinnen und Mediziner vor massiven Personalausfällen. An Weihnachten könnten der British Medical Association zufolge ohne verschärfte Maßnahmen in England 32.000 bis 130.000 Beschäftigte im Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) fehlen, wie der "Guardian" berichtet. Letzteres entspräche einem Zehntel der gesamten Belegschaft. Der Guy's und St Thomas' Trust, der in London mehrere Krankenhäuser betreibt, bereitet sich wegen Hunderter Krankmeldungen schon jetzt darauf vor, Personal aus anderen Bereichen auf die Intensivstationen und Notaufnahmen zu verlegen, um dort ausgefallene Beschäftigte zu vertreten. "So geht es los", schreibt der Berliner Virologe Christian Drosten auf Twitter mit Bezug auf die Schilderungen im "Guardian". "Omikron wird zu massiven krankheitsbedingten Arbeitsausfällen führen. Auch in essentiellen Berufsgruppen."

+++ 16:08 STIKO-Mitglied: Impfpflicht lohnt nicht +++

Impfen ja - Impfpflicht nein: Das STIKO-Mitglied Christian Bogdan vom Universitätsklinikum Erlangen sieht den Aufwand einer Impfpflicht in keinem Verhältnis zum Nutzen. "Persönlich halte ich von einer gesetzlichen Impfpflicht nicht viel, da diese einen Rattenschwanz an Administration, Impfbefreiungszeugnissen und Klagen nach sich zieht und die gesellschaftliche Entzweiung fördert", sagt der Experte der Ständigen Impfkommission (STIKO) den "Nürnberger Nachrichten" und der "Nürnberger Zeitung". "Das Ziel, möglichst viele Menschen zu impfen, erreicht man über andere Wege viel einfacher. Allein die Einführung der 2G-Regel hat ja schon dazu geführt, dass sich sehr viele Unentschlossene impfen haben lassen", sagt Bogdan. "Die drei oder vier Prozent, die generell jede Impfung ablehnen, sind der Mühe nicht wert, eine Impfpflicht einzuführen."

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+++ 15:41 Merz stänkert gegen Lauterbach: "Neigt in gewissen Situationen zu Übertreibungen" +++

Der designierte CDU-Vorsitzende Friedrich Merz sieht es als eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach an, den Deutschen in der Pandemie Zuversicht zu vermitteln. "Niemand spricht Karl Lauterbach die Fachkompetenz ab, aber er neigt leider in gewissen Situationen zu sehr starken Übertreibungen", sagt Merz der "Bild"-Zeitung. "Er wird im Amt jetzt ein vernünftiges Maß finden müssen, und er muss vor allem den Menschen wieder die Zuversicht vermitteln, dass wir irgendwann die Pandemie auch hinter uns haben."

+++ 15:26 Bis zu zehn Prozent der Neuinfektionen in Frankreich wohl durch Omikron +++

In Frankreich sind Gesundheitsminister Olivier Veran zufolge sieben bis zehn Prozent der Neuinfektionen wahrscheinlich auf die Variante Omikron zurückzuführen. Die rasche Ausbreitung von Omikron sei der Grund für die Einführung eines neuen Impfpasses Anfang nächsten Jahres, der in Restaurants und bei längeren Strecken in öffentlichen Verkehrsmitteln vorgezeigt werden muss, sagt Veran. Derzeit reicht ein negativer Test. Die Behörden wollten für die Impfung von Kindern Anfang der kommenden Woche eine Empfehlung abgeben. Freiwillige Impfungen könnten bereits ab dem 22. Dezember erfolgen.

+++ 15:17 Verdacht auf Impfpass-Fälschung bei zwei Krankenhaus-Mitarbeitern +++

Zwei Mitarbeiter des Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK) in Neumünster stehen im Verdacht der Impfpass-Fälschung. Im jüngeren Fall sei der Betroffene freigestellt und die Polizei eingeschaltet worden, teilt Klinik-Geschäftsführerin Kerstin Ganskopf mit. Einen ähnlichen Fall habe es schon vor einigen Wochen gegeben. Dieser Mitarbeiter habe sich nach einem Gespräch selbst angezeigt und ihm sei inzwischen fristlos gekündigt worden. Geprüft werde im aktuellen Fall, ob der Kollege trotz typischer Symptome einer Covid-Erkrankung zur Arbeit gekommen sei. Es sei im FEK klar geregelt, dass sich Beschäftigte mit Symptomen testen und die Krankenhaushygiene informieren müssen, bevor sie Kontakt mit Patienten haben. Nachdem ein positives Testergebnis vorlag, habe sich der Mitarbeiter in Quarantäne begeben. Es habe sich kein Patient angesteckt. Es bestehe aber der Verdacht, dass sich eine andere Person auf diesem Weg infiziert haben könnte.

+++ 15:03 Holetschek mahnt: Müssen Omikron-Ausbreitung in Deutschland hinauszögern +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek zeigt sich besorgt wegen der Omikron-Variante. Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz erklärt in München nach einer Sonder-Videoschalte der Länderressortchefs: "Wir müssen die Ausbreitung von Omikron so lange wie möglich verhindern und maximal verlangsamen, damit sich noch mehr Menschen impfen lassen können." Dass Omikron sehr ansteckend sei, sei mittlerweile wissenschaftlicher Konsens. Das Einschleppen der Variante aus den von der Bundesregierung als Virusvariantengebiet eingestuften Ländern müsse bestmöglich verhindert werden. "Von zentraler Bedeutung ist es, die Bedingungen der Einreise aus Virusvariantengebieten nochmals deutlich zu verschärfen", so der CSU-Politiker.

+++ 14:51 Türkei will 15 Millionen Dosen ihres Vakzins "Turkovac" afrikanischen Staaten geben +++

Die Türkei plant, 15 Millionen Dosen ihres selbst entwickelten Impfstoffs "Turkovac" an Afrika zu spenden. Es sei eine Schande für die Menschheit, dass lediglich sechs Prozent der afrikanischen Bevölkerung einen Covid-19-Impfstoff erhalten hätten, sagt Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan auf einem Türkei-Afrika-Gipfel in Istanbul vor führenden Politikern des Kontinents. Die Türkei hat eine Notfallzulassung für "Turkovac" beantragt. Sobald die Genehmigung erteilt sei, würden die Dosen an Afrika verteilt, so Erdogan. Zum Vergleich: Deutschland will in diesem Jahr mehr als 100 Millionen Dosen weltweit spenden.

+++ 14:34 Zahl der Intensivpatienten sinkt leicht - mehr freie Betten zur Verfügung +++

In Deutschland werden 4649 an Covid-19 Erkrankte intensivmedizinisch behandelt. Das sind 28 weniger als am Vortag, wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht. Damit setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Tage fort. Den bisherigen Höhepunkt gab es in der vierten Welle am 7. Dezember, als 4950 Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen lagen. Von den im Moment Betroffenen müssen 2663 invasiv beamtet werden. Das entspricht 22 mehr als am Freitag. Die Zahl der freien Intensivbetten steigt um 132 auf nunmehr 3368. Der Anteil beträgt 13,6 Prozent - Tendenz steigend.

+++ 14:15 Gesundheitsminister für schärfere Einreiseregeln wegen Omikron +++

Zum Schutz vor einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante fordern die Gesundheitsminister der Länder schärfere Regeln zur Einreise nach Deutschland. Dabei geht es um Maßnahmen bei der Einreise aus Virusvariantengebieten, wie es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschluss der Gesundheitsminister heißt. Zuständig ist letztlich die Bundesregierung. "Die Einreise sicherer zu machen, hilft, damit sich die Omikron-Variante nicht so schnell ausbreitet", sagt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. "Verhindern können wir die Verbreitung nicht, nur verzögern. Je länger es dauert, bis Omikron auch Deutschland im Griff hat, umso besser." Konkret sollen Reisende ab sechs Jahren, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, schon vor der Abreise einen negativen PCR-Testnachweis vorlegen - ein Antigen-Schnelltest solle nicht mehr zulässig sein.

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+++ 13:59 Tausende Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Impfpässe +++

Die Verbreitung und der Gebrauch von gefälschten Corona-Impfpässen sind in Deutschland strafbar, seit November gilt hierzu ein verschärftes Gesetz - und die Zahl der Verfahren hat sich seitdem deutlich erhöht. Die zuständigen Landeskriminalämter meldeten auf Anfrage des "Business Insider" mindestens 6543 Ermittlungsverfahren wegen Impfpass-Betrugs, wie das Portal berichtet. So meldet die Polizei in Bayern, dass sie Stand diese Woche rund 2500 Fälle im Zusammenhang mit gefälschten Impfunterlagen registriert habe. In Berlin bearbeite die Polizei aktuell 1028 Verdachtsfälle von Impfpass-Betrug. Die Gesamtzahl der Fälle liegt den Angaben zufolge über der genannten Zahl von 6543, weil nicht alle Landeskriminalämter genaue Zahlen liefern konnten. Hinzu kämen aus Niedersachsen und Baden-Württemberg jeweils noch Fälle im "oberen dreistelligen Bereich". Aus Hamburg und Hessen seien keine konkreten Zahlen gekommen; das Saarland habe Ermittlungen im "niedrigen zweistelligen Bereich" gemeldet.

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+++ 13:41 Niederlande droht neuer Lockdown noch vor Weihnachten +++

Die Niederlande stehen möglicherweise vor einem neuen harten Lockdown noch vor Weihnachten. Ministerpräsident Mark Rutte will gegen 19 Uhr neue Verschärfungen ankündigen, teilt die Regierung in Den Haag mit. Das Beratergremium der Regierung hatte wegen der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante des Virus zu einem strengen Lockdown geraten. Eine Entscheidung darüber soll nach einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts am Nachmittag fallen. Die Experten hatten empfohlen, dass fast alle Geschäfte mit Ausnahme der Supermärkte und Apotheken schließen. Auch Gaststätten, Sport, Kultur, Kinos und Schulen würden geschlossen. Zurzeit gilt ein Abendlockdown - das heißt, dass alles mit Ausnahme von Supermärkten um 17 Uhr schließen muss.

+++ 13:20 Neue Regelungen für Thüringen vor Weihnachten und Silvester +++

Vor den Weihnachtsfeiertagen und Silvester verschärft Thüringen die Regeln für private Treffen weiter. "Die vierte Welle trifft uns mit voller Härte. Das bedeutet, dass wir auch in diesem Jahr an den Tagen über Weihnachten und den Jahreswechsel mit zusätzlichen Einschränkungen leben müssen", sagt Gesundheitsministerin Heike Werner. Dafür seien in der ab Montag geltenden Verordnung die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Ungeimpfte entsprechend der bundesweit vereinbarten Regelungen angepasst worden. Sobald eine ungeimpfte Person an einem Treffen teilnimmt, dürfen nur noch zwei Personen aus einem weiteren Haushalt dabei sein. Bisher galt diese Regel nicht für Geimpfte und Genesene. Öffentliche und kulturelle Veranstaltungen müssen dann auf maximal 40 Prozent der Besuchskapazität - unter freiem Himmel maximal 50 Prozent - reduziert werden. Sportveranstaltungen sind nur noch ohne Zuschauerinnen und Zuschauer zulässig.

+++ 13:05 Drei Tote in Hildesheimer Heim: Infizierte Pflegerin arbeitet mit falschem Impfpass +++

Nach einem Corona-Ausbruch mit drei Todesfällen in einem Pflegeheim im niedersächsischen Hildesheim ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine frühere Mitarbeiterin der Einrichtung. Es bestehe der Verdacht, dass die 44-Jährige mit einem gefälschten Impfpass im Heim gearbeitet habe, während sie Corona hatte, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Da im engen zeitlichen Zusammenhang drei mit dem Virus infizierte Bewohnerinnen starben, ermittelt die Anklagebehörde zudem wegen des Anfangsverdachts auf Totschlag. Die Beschuldigte habe die Verwendung des gefälschten Impfpasses eingeräumt, so die Sprecherin. "Mit den Infektionen will sie nichts zu tun haben. Wir treffen sämtliche Maßnahmen, die dazu geeignet sind, um die Vorwürfe aufzuklären."

+++ 12:51 Fast 2000 Menschen bei Protest gegen Maßnahmen in Schwerin +++

Zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen haben sich nach Polizeiangaben etwa 1900 Menschen in der Schweriner Innenstadt versammelt. Die Versammlung verlaufe bisher friedlich, sagt eine Polizeisprecherin. Es seien viele Familien dabei. Die Veranstalter hatten mit 1700 Teilnehmern gerechnet. Auch eine Gegenkundgebung mit 60 Demonstranten sollte stattfinden. Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hatte am Freitag zu Friedlichkeit bei Demonstrationen aufgerufen. Persönliche Bedrohungsszenarien oder Angriffe physischer oder psychischer Art seien inakzeptabel und illegitim, hieß es in dem Parlamentsbeschluss, der ohne Gegenstimmen gefasst wurde. Am 6. Dezember hatte sich ein unangemeldeter Demonstrationszug auf das Wohnhaus von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zubewegt. Die Polizei konnte ihn kurz vorher wegleiten.

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+++ 12:45 Branchenverband klagt gegen Böllerverbot +++

Der Branchenverband der Feuerwerksindustrie geht gerichtlich gegen das Böllerverbot zu Silvester vor. Sobald das am Freitag vom Bundesrat bestätigte Verbot rechtskräftig ist, will der Bundesverband Pyrotechnik dagegen im Eilverfahren Klage einlegen, wie Vorstand Ingo Schubert ankündigte. Der Verband unterstütze darüber hinaus verschiedene Klagen gegen Abbrennverbote von Feuerwerk in Bremen, Hamburg und Sachsen. Hintergrund des Verbots ist die aktuelle Belastung der Kliniken mit Covid-19-Fällen. Der Gesetzgeber argumentiert, es müssten Krankenhauskapazitäten geschont werden, weswegen Unfälle durch unsachgemäßen Gebrauch der Feuerwerkskörper vermieden werden sollten.

+++ 12:35 Gesundheitsminister treffen sich am Mittag zu Sonder-Schalte +++

Angesichts der Herausforderungen durch die Pandemie treffen sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittag zu einer Sonder-Schalte. Die genaue Tagesordnung sei noch unklar, doch es werde um die allgemeine Corona-Entwicklung und um die Versorgung mit Impfstoffen gehen, sagt eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums, das den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz innehat. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte jüngst hinsichtlich der erwarteten Impfstoff-Liefermengen für das erste Quartal 2022 Alarm geschlagen. Er will deshalb im großen Stil Dosen nachkaufen, außerdem sollen 35 Millionen Dosen des Präparats von Moderna früher kommen als ursprünglich geplant.

+++ 12:11 Beamtin soll Lockdown-Partys in Downing Street aufklären +++

Nach neuen Enthüllungen über Lockdown-Partys Londoner Regierungszirkel soll nun eine hochrangige Beamtin aufklären, wer wann wo und mit wem gefeiert hat. Sue Gray, die im Bauministerium tätig ist, wurde von Downing Street mit dieser Aufgabe betraut. Am Freitag hatte der zuvor damit beauftragte Beamte Simon Case den Job abgeben müssen, weil er selbst in seiner Abteilung Feiern geduldet haben soll. "Sie wird die Fakten ermitteln und ihre Ergebnisse dem Premierminister präsentieren", heißt es aus der Downing Street. Wann das passieren soll, ist unklar. Mit den Ergebnissen der Untersuchung von Simon Case war bereits in diesen Tagen gerechnet worden. Der britische Premier Boris Johnson ist in den vergangenen Wochen massiv unter Druck geraten, weil er während des strikten Corona-Lockdowns im vergangenen Jahr mehrere Feiern in der Downing Street geduldet oder sogar selbst teilgenommen haben soll.

+++ 11:54 Kubicki greift Impfpflicht-Befürworter scharf an +++

In scharfem Ton richtet der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki Vorwürfe an die Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht. "Vielen Impfpflicht-Befürwortern scheint es um Rache und Vergeltung zu gehen", und zwar an Ungeimpften, sagt Kubicki "Zeit Online". Die "Freude" vieler Menschen an 2G-Regeln und Impfpflicht halte er für nicht mehr rational. Kubicki, der auch Bundestagsvizepräsident ist, ist gegen die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. Er hat mit Parteikollegen einen Gruppenantrag gegen eine allgemeine Impfpflicht formuliert, der seinen Angaben zufolge inzwischen von mehr als 30 FDP-Bundestagsabgeordneten unterstützt wird. Der Bundestag soll nach dem Willen der Ampel-Koalition im Februar oder März nächsten Jahres über eine Impfpflicht beraten.

+++ 11:33 Weiterhin erhebliche regionale Unterschiede beim Stand der Impfungen +++

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 85,9 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. In dem Bundesland sind mittlerweile 82,0 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht: Die Quote bei den Erstimpfungen liegt hier bei 62,4 Prozent, vollständig geimpft sind laut RKI 59,5 Prozent.

+++ 11:06 Bericht: Experten fordern strengere Maßnahmen in England +++

Das wissenschaftliche Beratergremium der britischen Regierung fordert einem BBC-Bericht zufolge deutlich strengere Corona-Maßnahmen in England, um eine Überlastung des Gesundheitssystems durch die Omikron-Variante zu verhindern. Mit den aktuellen eher moderaten Maßnahmen werde es Berechnungen zufolge bald mindestens 3000 Krankenhauseinlieferungen pro Tag in England geben, heißt es in einem unveröffentlichten Sitzungsprotokoll, aus dem die BBC zitiert. "Wenn das Ziel ist, die Zahl der Infektionen zu reduzieren und dieses Level an Krankenhauseinweisungen zu vermeiden, müssten sehr schnell strengere Maßnahmen eingeführt werden", so die Wissenschaftler. "Das Timing ist entscheidend." Verschiebe man eine Verschärfung auf 2022, würde der Druck auf das Gesundheitssystem deutlich weniger effektiv gemindert. Die Expertinnen und Experten empfehlen Maßnahmen, die den späteren Stufen des Lockdowns im vergangenen Frühjahr entsprechen - etwa die Beschränkungen sozialer Kontakte auf wenige Haushalte sowie in Innenräumen.

+++ 10:40 Bundestagspräsidentin Bas für nationales Impfregister +++

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas fordert ein nationales Impfregister. Die SPD-Politikerin sagt der "Welt am Sonntag" auf eine Frage zur Datenlage in der Pandemie, die Informationen reichten noch nicht aus. "Was uns alle umtreibt ist beispielsweise, dass die Gesundheitsämter nicht konkret wissen, wie viele Infektionen es genau gibt. Oder wie der exakte Stand bei den Impfungen ist", sagt sie. "Bei den Pflegekräften gehen wir von bis zu 90 Prozent Geimpften aus, aber das sind Schätzungen. Wir brauchen exakte Zahlen, allein für die Kontaktnachverfolgung." Bas betont, die Datenlage sei deutlich besser als zu Beginn der Pandemie, "es gibt inzwischen einige Register, aus denen wir viele Informationen ziehen können". "Aber es stimmt, wir brauchen zum Beispiel ein nationales Impfregister." Ein Impfregister ist in die Diskussion gekommen vor dem Hintergrund der Frage, wie eine mögliche allgemeine Corona-Impfpflicht kontrolliert werden könnte. Das Thema ist aber umstritten.

+++ 10:17 Linke fordert mehr kostenlose PCR-Tests +++

Die Linke fordert die Bundesregierung dazu auf, mehr Menschen einen kostenlosen PCR-Test zu ermöglichen. Kontaktpersonen von Corona-Infizierten und positiv getesteten Nutzern der Corona-Warn-App sollten nicht auf Symptome warten müssen, um einen sicheren PCR-Test machen zu können, sagt Parlamentsgeschäftsführer Jan Korte. Korte reagiert damit auf die Regierungsantwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken. In dem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Schreiben heißt es, dass der Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test dann besteht, wenn ein positives Schnelltest-Ergebnis vorliegt. Auch Kontaktpersonen, für die keine Quarantäne angeordnet wurde, haben demnach Anspruch auf eine kostenfreie PCR-Testung, sobald Symptome auftreten. Dies ist der Linken nicht genug. "Das ist wieder einmal eine der Situation völlig unangemessene Knauserei", sagt Korte. Denn seit Monaten sei bekannt, dass an Covid-19 Erkrankte schon vor dem Auftreten von Symptomen ansteckend sind. "Diese Stümperei bei der Pandemiebekämpfung muss aufhören."

+++ 09:50 Frankreich plant Pflicht zur Drittimpfung von Pflegepersonal und Feuerwehr +++

In Frankreich soll ab Ende Januar für das Pflegepersonal und die Feuerwehr eine Pflicht zur Drittimpfung bestehen. Dies kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran im Rundfunksender France Inter an. Diese Maßnahme sei angesichts der zunehmenden Ausbreitung der Omikron-Variante notwendig. "Wir haben schon jetzt mehrere Krankenhaus-Hotspots der Omikron-Variante, vor allem im Großraum Paris." Die Pflicht zur Booster-Impfung soll ab 30. Januar gelten. "Wir wollen nicht, dass wie beispielsweise in Schottland, 25 bis 30 Prozent des Pflegepersonals nicht arbeiten können, weil sie alle Kontaktpersonen waren und deshalb in Quarantäne müssen", sagt Véran.

+++ 09:40 1,1 Millionen Corona-Impfungen am Freitag - 921.000 Auffrischungen +++

Am Freitag sind erneut mehr als eine Million Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen auf dem Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden am Freitag etwa 1,1 Millionen Dosen gespritzt, der Großteil - rund 921.000 davon - waren Auffrischungsimpfungen.

In den vergangenen sieben Tagen wurden damit den Angaben zufolge im Schnitt täglich eine Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt haben nach der Statistik nun 70,2 Prozent aller Menschen in Deutschland den vollständigen Grundschutz gegen das Virus. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben den Angaben zufolge mindestens 58,4 Millionen Menschen bekommen. Eine zusätzliche Booster-Spritze zur Auffrischung haben nunmehr mindestens 25,2 Millionen Menschen oder 30,3 Prozent der Bevölkerung bekommen.

+++ 09:17 Insassen setzen Gefängnis in Thailand aus Corona-Protest in Brand +++

Aus Protest gegen den Umgang mit einem Corona-Cluster in einem Gefängnis in Thailand haben hunderte Insassen die Haftanstalt in Brand gesetzt. Etwa 400 Gefangene seien an Ausschreitungen beteiligt gewesen, teilen die Justizbehörden mit. Die Häftlinge forderten, dass Corona-Infizierte aus dem Gefängnis in Krabi im Süden des Landes verlegt werden. Über der Einrichtung war ein riesiges Feuer zu sehen. In dem Gefängnis sitzen mehr als 2100 Insassen - etwa 300 wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Medienberichten zufolge sollen Sicherheitskräfte Gummigeschosse eingesetzt haben, um die Revolte niederzuschlagen. Es habe "kleinere Verletzungen" gegeben, teilt die Polizei ohne Einzelheiten mit. 31 Insassen seien festgenommen und in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt worden. Die Haftanstalten in Thailand sind chronisch überfüllt. Mehr als 87.000 Gefangene haben sich offiziellen Zahlen zufolge bisher mit dem Virus angesteckt, 185 von ihnen starben. Inzwischen haben die Behörden eine massive Impfkampagne durchgezogen. Nach ihren Angaben sind 93 Prozent der gut 280.000 Häftlinge im Land vollständig geimpft.

+++ 08:48 Ministerpräsident Weil: Omikron wird Ungeimpfte hart treffen +++

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zeigt sich besorgt über die drohende Ausbreitung der Omikron-Variante. Der SPD-Politiker ruft erneut dazu auf, sich impfen zu lassen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. "Der beste Schutz vor der nächsten Welle ist eine hohe Impfquote. Omikron wird vor allem die Ungeimpften hart treffen", sagt Weil. "Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir im Januar eine harte Infektionswelle haben werden. Das Problem ist, dass sich diese fünfte Welle auf die vierte Welle obendrauf setzt", erklärt Weil. "Allein durch die schiere Zahl der zu befürchtenden Ansteckungen ist eine steigende Belastung des Gesundheitssystems fast unvermeidlich. Deswegen sind die Maßnahmen, die wir jetzt treffen, auch vorbeugender Brandschutz vor Omikron." Niedersachsens Landesregierung hat für die Zeit von Heiligabend bis zum 2. Januar eine sogenannte Weihnachtsruhe angekündigt. Landesweit gilt dann die Warnstufe 3 mit erneut verschärften Corona-Regeln.

+++ 08:27 Bahn: Buchungen an Weihnachten bleiben hinter Vor-Corona-Zeit zurück +++

Die Deutsche Bahn (DB) kann im Weihnachtsgeschäft nicht an die Nachfrage vor der Pandemie anknüpfen. "Die Buchungszahlen zu Weihnachten liegen über den Zahlen des Vorjahres, aber immer noch 35 bis 40 Prozent unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019", sagt eine DB-Sprecherin der Zeitung "Welt am Sonntag".

+++ 07:57 2G-Urteil in Niedersachsen: Juristen beklagen "klare Fehlentscheidung" +++

Führende Rechtswissenschaftler kritisieren den jüngsten Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg, das die 2G-Regel im niedersächsischen Einzelhandel gekippt hat, deutlich. Franz C. Mayer, Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bielefeld, sagt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ist eine klare Fehlentscheidung. Die Richter verkennen die Rolle von Gerichten in der Pandemie und ignorieren, dass das Bundesverfassungsgericht den Regierungen und Parlamenten hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit von Corona-Maßnahmen relativ viel Spielraum gegeben und sich selbst dabei bewusst zurückgenommen hat. Außerdem versuchen die Lüneburger Richter freihändig eigene Abwägungen, die dem Normgeber vorbehalten bleiben müssen." Mit Normgeber sind Legislative beziehungsweise Exekutive gemeint. So stelle das Gericht etwa Überlegungen zur Gefährlichkeit der Omikron-Variante an, so Mayer. "Das können Richter nicht."

+++ 07:31 Habeck bringt staatliche Abnahmegarantien für Impfstoff ins Spiel +++

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will die Impfstoffproduktion für den nächsten Winter ankurbeln. Staatliche Abnahmegarantien könnten auf längere Sicht helfen, die Produktion zu verstetigen, sagt der Grünen-Politiker im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Da geht es darum, die nächste Impfstoffgeneration rechtzeitig für den nächsten Winter einzulagern." Kurzfristig helfe das nicht. "Das Problem ist: Es wurde nicht genug Impfstoff angefordert in einer Phase, als es gegangen wäre." Möglicherweise habe man nicht wissen können, dass der Impfschutz so schnell abnehmen werde. "Das erklärt einiges, aber rechtfertigt nicht alles", sagt der Vizekanzler.

+++ 07:05 Kinderschutzbund gibt ungeimpften Erwachsenen Schuld am Impfdruck für Kinder +++

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, gibt ungeimpften Erwachsenen die Schuld an der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche. Verantwortlich für die Debatte seien die "Erwachsenen, die zu stur waren, sich impfen zu lassen", sagt Hilgers der "Passauer Neuen Presse". Eine Impfpflicht für Kinder kann sich Hilgers allerdings "kaum vorstellen". "Hätten wir eine deutlich höhere Impfquote bei den Erwachsenen, bei denen, die dafür in Frage kommen, hätte man gar nicht so heftig über das forcierte Impfen von Kindern diskutieren müssen", sagt Hilgers der Zeitung. Bezüglich der Kinderimpfung rät Hilgers, "dass sich Eltern und Kinder in dieser Frage eingehend vom Kinderarzt beraten lassen sollten". Er betont, eine Impfung sollte "immer einvernehmlich von Eltern mit Kindern und Jugendlichen entschieden werden." Derzeit würde er "davon abraten, Kinder und Jugendliche ohne eine solche sorgfältige Beratung, also in Massen-Aktionen an Schulen oder Kindertagesstätten, impfen zu lassen".

+++ 06:37 Jeder Dritte will Treffen mit Ungeimpften über Feiertage vermeiden +++

Etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland geht Ungeimpften über die Feiertage lieber aus dem Weg. Das geht aus einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Die Fragestellung lautete: "Über die Feiertage kommen viele Menschen mit Freunden und Verwandten zusammen. Spielt es dabei für Sie eine Rolle, ob die anderen gegen das Coronavirus geimpft sind?" Darauf gaben 35 Prozent der mehr als 2000 Befragten an, Treffen mit Ungeimpften vermeiden zu wollen. Ein knappes Viertel wollte bei solchen Zusammenkünften weitere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen: 15 Prozent sagten, sie wollten besonders auf Abstands- und Hygieneregeln achten, weitere 9 Prozent wollten um einen Corona-Schnelltest bitten. Für 9 Prozent der Befragten spielt die mangelnde Impfung zwar eine Rolle, sie wollen diese aber in Kauf nehmen. Für immerhin 29 Prozent war die fehlende Immunisierung hingegen unerheblich.

+++ 06:13 Kliniken: Verschärfte Lage, falls sich Omikron-Prognosen bestätigen +++

Die Lage an den Kliniken in Deutschland könnte sich nach Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) deutlich verschärfen, sollten sich die Prognosen zur Omikron-Variante des Coronavirus bestätigen. Wenn sich bestätige, dass diese sehr viel ansteckender als Delta und die Schwere der Verläufe vergleichbar seien, werde man es im schlimmsten Fall mit einer großen Zahl gleichzeitig schwer erkrankter Patienten zu tun haben, sagt DKG-Chef Gerald Gaß. "Für die Krankenhäuser wäre dies eine weiter verschärfte Lage, die über all das hinausgeht, was wir bisher erlebt haben." Gaß fordert die Politik auf, die Erkenntnisse zu Omikron aus anderen Ländern "sehr sorgfältig" zu analysieren und, falls sich die Befürchtungen bestätigten, "sehr frühzeitig" mit Kontaktbeschränkungen gegenzusteuern.

+++ 05:35 Brasiliens Gesundheitsbehörde kritisiert Bolsonaro scharf +++

Brasiliens Gesundheitsbehörde hat Forderungen von Präsident Jair Bolsonaro nach der Veröffentlichung der Namen jener Mitarbeiter, die einen Corona-Impfstoff für Kinder zugelassen hatten, scharf kritisiert. Die Behörde für Gesundheitsüberwachung Anvisa erklärte, der Staatschef heize damit die Welle an Hass an, die ihren Mitarbeitern entgegenschlage. Mitarbeiter von Anvisa bezeichneten Bolsonaros Forderung als "faschistisch". "Diese Behörde ist zu einem Schwerpunkt und Ziel von gewalttätigem politischem Aktivismus geworden", erklärte Anvisa. Seit Oktober hätten zahlreiche Mitarbeiter aufgrund ihrer Entscheidung über die Zulassung von Corona-Impfstoffen Morddrohungen von Impfgegnern erhalten. Anvisa weise jegliche "ausdrückliche oder verborgene Drohung" zurück, erklärte die Behörde weiter. Ihr Ziel sei es, die Gesundheit der Bürger zu schützen.

+++ 05:06 US-Berufungsgericht bestätigt Impfpflicht für Unternehmen +++

Der Vorstoß des US-Präsidenten Joe Biden, eine Impfpflicht bei größeren Privatunternehmen durchzusetzen, muss nun wohl vor dem Obersten Gerichtshof entschieden werden. Das Bundesberufungsgericht in Cincinnati setzt das landesweite Impfmandat für Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern wieder in Kraft. Damit hebt das Urteil eine einstweilige Verfügung vom November auf, die die Vorschrift der für den Arbeitsschutz zuständigen Behörde ("Occupational Safety and Health Administration"/OSHA) blockiert hatte. Der Generalstaatsanwalt von South Carolina kündigt an, die Impfpflicht nun vom Supreme Court überprüfen lassen.

+++ 04:41 RKI meldet 42.813 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 42.813 Neuinfektionen. Das sind 10.884 Fälle weniger als am Samstag vor einer Woche, als 53.697 Positiv-Tests gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 321,8 von 331,8 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 414 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 108.053. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 6,76 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:16 Handel bittet Kunden um Respekt bei 2G-Kontrollen +++

Vor dem letzten großen Verkaufswochenende vor Weihnachten bittet der Handel die Kundinnen und Kunden um Respekt im Umgang mit den Beschäftigten, die die 2G-Regelung überprüfen. "Die Kundinnen und Kunden sollten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Einzelhandels, die die 2G-Prüfungen durchführen, mit dem nötigen Respekt begegnen und Beleidigungen unterlassen", sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil Schuhe Lederwaren (BTE), Rolf Pangels. "Wir hoffen, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher mit den 2G-Prüfungen im Einzelhandel zwischenzeitlich vertraut gemacht haben und diese nicht als Hindernis ansehen, in den Innenstädten ihre Modeeinkäufe zu tätigen", so Pangels.

+++ 03:40 Städtetag fordert mehr Bundeshilfen für Innenstädte +++

Der Deutsche Städtetag fordert mehr Finanzhilfen vom Bund. "Die Folgen der aktuellen Corona-Welle sind ein Stresstest für die Innenstädte", sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, der "Heilbronner Stimme". Im Einzelhandel und der Gastronomie drohten "mehr Insolvenzen und leere Ladengeschäfte". Die Ampel-Koalition solle deshalb das Förderprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte" auf 500 Millionen Euro jährlich für fünf Jahre verdoppeln.

+++ 02:45 Für Covax-Initiative: WHO erteilt Impfstoff Covovax Notfallzulassung +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem in Indien hergestellten Corona-Impfstoff Covovax eine Notfallzulassung erteilt. Das vom Serum Institute of India (SII) mit einer Lizenz des US-Unternehmens Novavax produzierte Vakzin werde im Zuge der Covax-Initiative an ärmere Länder verteilt, teilt die WHO mit. Covovax verleihe den "Bemühungen, mehr Menschen in einkommensschwachen Ländern zu impfen, einen dringend benötigten Auftrieb".

+++ 01:58 USA haben 335 Millionen Impfdosen ins Ausland geliefert +++

Die USA haben inzwischen mehr als 335 Millionen Corona-Impfdosen ans Ausland geliefert und damit so viele wie die Zahl der US-Bewohner. Die Spenden gingen an 110 Länder, sagt ein US-Regierungsvertreter. Allein in den vergangenen zwei Wochen wurden demnach 50 Millionen Impfdosen ausgeliefert. "Die Pandemie hat gezeigt, dass niemand sicher ist, bis nicht alle sicher sind", so der Regierungsvertreter.

+++ 00:44 Schweiz führt 2G und Homeoffice-Pflicht ein +++

Angesichts der besorgniserregenden Lage verhängt die Schweiz weitere Einschränkungen. Ab Montag haben zu Innenräumen von Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben nur noch geimpfte und genesene Personen Zugang (2G). Als zusätzlicher Schutz müsse an diesen Orten eine Maske getragen und es dürfe nur im Sitzen gegessen und getrunken werden. Wo das nicht möglich sei - wie in Clubs und Bars - seien nur noch geimpfte und genesene Personen zugelassen, die zusätzlich ein negatives Testresultat vorweisen könnten. Außerdem führt die Regierung eine Homeoffice-Pflicht ein.

+++ 00:14 Österreich verschärft wegen Omikron seine Einreiseregeln +++

Österreich verschärft seine Einreisebestimmungen zur Eindämmung der Omikron-Variante. Ins Land dürfen nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis auf weiteres nur noch Menschen, die über einen gültigen 2G-Nachweis verfügten. Konkret bedeute dies, sie müssten dreifach geimpft sein. Wer keine Auffrischungsimpfung habe, müsse einen PCR-Test vorlegen. Auch Genesene brauchen den Angaben zufolge einen PCR-Test. Ansonsten müssten die Reisenden sofort in Quarantäne. Die Heimquarantäne sei erst zu beenden, wenn nach der Einreise ein negatives Ergebnis bestätigt worden sei. Die neue Verordnung tritt am Montag, dem 20. Dezember, in Kraft, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

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