Panorama

Karambolage mit 50 Autos 25 Verletzte bei Massenunfall auf A71

119739511.jpg

Lebensgefährlich wurde wohl niemand verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Über Thüringen geht am Nachmittag plötzlich Hagel nieder. Die entstehende Glätte auf der Autobahn 71 führt nahe Suhl zu einem riesigen Crash: Mehrere Dutzend Autos werden in einen Unfall verwickelt, bei dem zahlreiche Menschen verletzt werden.

Mindestens 25 Menschen sind bei einer Massenkarambolage wegen plötzlicher Glätte und Hagels auf der Autobahn 71 in Thüringen zwischen Suhl und Meiningen verletzt worden, vier davon schwer. Lebensgefährlich verletzt worden sei aber niemand, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei.

Mehr als 50 Autos seien in die Karambolage am Nachmittag verwickelt gewesen - eine genaue Zahl lag zunächst nicht vor. Manche der Wagen fuhren demnach aufeinander auf, andere seien wegen der Glätte ins Schleudern gekommen und gegen die Leitplanke oder gegen Böschungen geprallt. Mehrere Menschen wurden in ihren Autos eingeklemmt und mussten von Rettungskräften befreit werden.

Katastrophenalarm ausgelöst

Die Unfallstelle erstreckte sich nach Polizeiangaben über mehrere Hundert Meter auf beiden Fahrstreifen und war voller Trümmer und Autoteile. Rettungskräfte und Polizei waren mit einem Großaufgebot und zwei Hubschraubern im Einsatz. Die verantwortliche Rettungsleitstelle löste nach der Massenkarambolage Katastrophenalarm aus.

An der Unfallstelle wurde zwischenzeitlich ein Zelt aufgebaut, in das die Verletzten gebracht wurden, um schnell versorgt werden zu können. Von dort wurden sie in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Die A71 war zwischen den Anschlussstellen Meiningen-Nord und dem Dreieck Suhl zunächst in beide Richtungen voll gesperrt.

Allein 19 Verletzte wurden am Abend im Zentralklinikum Suhl behandelt, wie ein Sprecher des Krankenhauses sagte. Rund 100 zusätzliche Mitarbeiter aus den Bereichen Medizin und Pflege seien im Notfalleinsatz gewesen. Bei den Verletzungen habe es sich beispielsweise um schwere Prellungen, Schnittverletzungen, Schleudertraumata und Gesichtsfrakturen gehandelt.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

Mehr zum Thema