Panorama

Leiche unter Steinen versteckt 26-jährige Deutsche in Thailand getötet

Für eine deutsche Urlauberin endet ein Trip auf die thailändische Insel Ko Si Chang mit dem Tod. Touristen finden die Leiche der ermordeten Frau bei einem Spaziergang. Wenig später gesteht ein Einheimischer den Mord an der 26-Jährigen.

Auf einer thailändischen Insel ist eine 26-Jährige aus Deutschland vergewaltigt und ermordet worden. Die aus dem niedersächsischen Landkreis Hildesheim stammende Frau wurde während eines Ausflugs auf der Insel Ko Si Chang getötet, etwa 75 Kilometer von Bangkok entfernt, wie die Polizei mitteilte. Ein 24-jähriger Inselbewohner wurde festgenommen. Der Mann, der sein Geld mit dem Einsammeln von Müll verdient, hat die Tat nach Angaben eines Polizeisprechers gestanden. Die Frau war am Sonntag zu einem Tagesausflug auf die Insel gekommen, die im Golf von Thailand liegt.

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Ko Si Chang ist aus der Hauptstadt Bangkok und der Touristenmetropole Pattaya recht schnell zu erreichen, die Überfahrt dauert nur etwa eine halbe Stunde. Nach der Ankunft mit der Fähre mietete sich die Urlauberin gegen Mittag einen Roller, um die Insel zu erkunden. Dort soll sie nach verschiedenen thailändischen Medienberichten der 24-Jährige angesprochen haben. Den Berichten zufolge hatte sich der Tatverdächtige darüber geärgert, dass die Touristin nicht mit ihm sprechen wollte. Er sei seinem Opfer dann gefolgt und habe es an einem abgelegenen Ort überwältigt, sagte die Polizei laut thailändischen Medien. Aus Angst, dass die Frau ihn bei den Behörden melden würde, habe er sie getötet, hieß es weiter. Mehrere Stunden später fand ein anderer Urlauber dann zufällig ihre Leiche, versteckt unter mehreren Steinen.

Die Frau war der Polizei zufolge seit dem 23. März in Thailand. Zuletzt wohnte sie in einem Hotel der Stadt Si Racha auf dem Festland, direkt gegenüber der Insel. Der Leichnam der deutschen Touristin sollte laut "The Nation" zunächst zur Obduktion nach Bangkok gebracht werden. Ersten Ermittlungen zufolge sei die Frau von einem harten Gegenstand getroffen worden, möglicherweise einem Stein.

Thailand gehört zu den beliebtesten außereuropäischen Urlaubszielen von Bundesbürgern. Im vergangenen Jahr kamen nach vorläufigen Zahlen mehr als 880.000 Deutsche in das südostasiatische Königreich.

Das Auswärtige Amt (AA) warnt in seinen Reisehinweisen vor zunehmender Kriminalität in Thailand, speziell vor Diebstählen, Vergewaltigungen und Raubüberfällen - teilweise mit Todesfolge. Insbesondere Urlaubern in den Touristenhochburgen Phuket, Koh Samui und Pattaya rät das Ministerium zur Vorsicht. Explizit werden in den Reisehinweisen die monatlichen Vollmond-Partys auf der nördlich von Koh Samui gelegenen Insel Koh Pha Ngan erwähnt. Dort sei es bereits mehrfach zu tödlichen Zwischenfällen gekommen. "Wiederholt sind Frauen und Mädchen von unter Drogen oder Alkohol stehenden Teilnehmern vergewaltigt worden."

Quelle: n-tv.de, joh/mau/dpa

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