Panorama

Ähnlichkeit zu Pélicot-Fall27-Jähriger soll Freundin betäubt, vergewaltigt und gefilmt haben

02.02.2026, 14:52 Uhr
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Ein Urteil gegen den Angeklagten könnte im März fallen. (Foto: picture alliance/dpa)

Ein Mann aus China soll seine Freundin mehrfach betäubt und vergewaltigt haben. Damit nicht genug, filmt er den Missbrauch und stellt anderen Männern Bilder davon zur Verfügung. Nun steht er vor Gericht.

Es sind schockierende Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft gegen einen Studenten aus China erhebt: Der heute 27-Jährige ist unter anderem wegen versuchten Mordes in sieben Fällen angeklagt, wegen gefährlicher Körperverletzung, besonders schwerer Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung mit Todesfolge.

Am Landgericht München I hat der Prozess gegen ihn begonnen. Sein Mandant wolle sich irgendwann im Laufe des Prozesses zu den Vorwürfen äußern, sagte sein Anwalt. "Aber nicht heute und nicht morgen."

Der Angeklagte soll seine Freundin betäubt, vergewaltigt und dabei gefilmt haben. Dass sie wegen der verabreichten Medikamente nicht starb, ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft reiner Zufall. 18 Verhandlungstage hat das Gericht für die Verhandlung angesetzt, das Urteil könnte Ende März fallen.

Betäubungsmittel auf Telegram bestellt

Der Student soll sich dabei gefilmt haben, wie er seine sedierte Nachbarin und Freundin, die ebenfalls aus China stammt, missbrauchte. Die Betäubungsmittel bestellte er den Ermittlungen zufolge unter anderem über den Messenger-Dienst Telegram. Die Taten erstreckten sich laut Staatsanwaltschaft über mehrere Monate im Jahr 2024. Weil der Mann in Kauf genommen haben soll, dass die betäubte Frau sterben konnte, lauten die Vorwürfe auch auf versuchten Mord.

Außerdem soll er sich im Internet mit anderen Chinesen, die ähnliche sexuelle Fantasien über derartige Verbrechen an Frauen teilten, ausgetauscht haben. Ihnen soll er auch Bilder von den Taten geschickt haben - er sendete sie laut den Ermittlern an eine gemeinsame Chat-Gruppe. Gegen mindestens einen weiteren Beschuldigten wird ermittelt, wie viele weitere Tatverdächtige es gibt, teilt die Staatsanwaltschaft München I auf Anfrage nicht mit. Sie gibt auch nicht bekannt, wie die Taten entdeckt wurden.

Der Fall erinnert an die Französin Gisèle Pelicot, die von ihrem damaligen Ehemann über knapp zehn Jahre immer wieder mit Medikamenten betäubt, missbraucht und Dutzenden Fremden zur Vergewaltigung angeboten worden war. Ihr Ex-Mann wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. 50 zumeist wegen schwerer Vergewaltigung mitangeklagte Männer verurteilte das Gericht zu Haftstrafen zwischen 3 und 15 Jahren.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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