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Der Verdächtige (nicht im Bild) soll einige der Taten unter Wasser gefilmt haben.
Der Verdächtige (nicht im Bild) soll einige der Taten unter Wasser gefilmt haben.(Foto: dpa)
Donnerstag, 09. November 2017

Schwimmlehrer in Baden-Baden: 33-Jähriger soll Kinder missbraucht haben

In Baden-Baden bahnt sich ein Missbrauchsskandal an. Ein Schwimmlehrer soll sich an mehreren fünfjährigen Mädchen vergangenen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, bei einer Hausdurchsuchung finden Ermittler belastendes Material.

Ein Schwimmlehrer soll in Baden-Württemberg zahlreiche Kinder bei Schwimmkursen sexuell missbraucht haben. Wie viele Opfer es gibt, ist noch unklar. Der 33-Jährige aus Baden-Baden unterrichtete laut Staatsanwaltschaft in den vergangenen Jahren Hunderte Kinder. Er wurde Ende September nach Anzeigen von Eltern mehrerer fünfjähriger Mädchen verhaftet.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler Videos von dem Mann, der einige Taten mit einer Unterwasserkamera aufgenommen haben soll. Der 33-Jährige war freiberuflich für mehrere Schwimmschulen tätig. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm "schwerwiegende sexuelle Handlungen an Kindern" vor. Sie geht davon aus, dass die Taten unter Wasser, außerhalb des Beckens und auch in Umkleiden geschahen.

Der Haftbefehl stützt sich derzeit auf sechs mutmaßliche Übergriffe in diesem und dem vergangenen Jahr. Es könnte nur die Spitze des Eisbergs sein: "Wir befürchten, dass da noch mehr dahinter steckt", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das Ausmaß wird noch ermittelt. Der "Mittelbadischen Presse" sagte der Sprecher, es bestehe der Verdacht, dass der Beschuldigte "Hunderte von Kindern missbraucht hat".

Das mit den Ermittlungen beauftragte Polizeipräsidium Offenburg hat inzwischen die Eltern aller Schwimmschüler angeschrieben. Mehrere Eltern haben sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft daraufhin gemeldet und von verdächtigen Vorfällen berichtet. Die Ermittlungen werden aufgrund ihres Umfangs voraussichtlich noch mehrere Monate dauern.

Quelle: n-tv.de

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