Panorama

Funde im Bundesstaat Guanajuato 59 verscharrte Leichen in Mexiko entdeckt

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Insgesamt wurden 52 Ausgrabungen in Guanajuato vorgenommen.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Guanajuato gilt als einer der gefährlichsten Bundesstaaten Mexikos. Zuletzt eskalierte in der Region die Gewalt zwischen zwei rivalisierenden Drogenkartellen. Nachdem die Behörden Hinweise auf Massengräber erhalten, entdecken Suchtrupps in dem Bundesstaat 59 Tote.

In Mexiko sind mindestens 59 Leichen in mehreren Massengräbern entdeckt worden. "Bei der Mehrheit der Leichen scheint es sich um junge Menschen zu handeln, darunter auch sehr junge, vermutlich Teenager", sagte die Leiterin der Nationalen Kommission für die Suche nach Personen (CNB), Karla Quintana.

Insgesamt wurden 52 Ausgrabungen im Bundesstaat Guanajuato im Zentrum des Landes vorgenommen. Rund zwei Wochen zuvor hatten die Behörden Hinweise erhalten, dass sich in der Stadt Salvatierra Massengräber befinden könnten. Quintana zufolge sind unter den Leichen 10 bis 15 Frauen. "Wir haben Hinweise auf weitere Orte, deshalb werden wir weiter suchen", sagte sie.

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Der Bundesstaat Guanajuato gehört zu den gefährlichsten Orten des Landes. Zuletzt nahm die Gewalt dort aufgrund von Revierkämpfen zwischen den mächtigen Kartellen Jalisco Nueva Generación (CJNG) und Santa Rosa de Lima erheblich zu. Erst im Juli richtete ein Killerkommando in einer Suchtklinik in der Stadt Irapuato ein Blutbad an und tötete 24 Menschen. Zwei Monate später starben elf Personen bei einer Schießerei in einer Bar in der Ortschaft Jaral del Progreso.

Am Donnerstag wurden in der Stadt Ciudad Juárez im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua weitere acht Tote entdeckt. Die Leichen der sechs Männer und zwei Frauen waren von Kugeln durchsiebt, ihre Hände und Füße gefesselt. Die Regierung in Mexiko setzt seit 2006 im Kampf gegen Drogenkartelle verstärkt das Militär ein. Nach offiziellen Angaben wurden seitdem etwa 293.000 Menschen getötet. Im vergangenen Jahr wurden fast 100 Mordopfer pro Tag registriert. Zudem gelten mehr als 60.000 Menschen als vermisst.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP